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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2025

Neubeginn in Cornwall

Besser spät und dann für immer
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Melissa fährt mit ihren Kindern nach Cornwall, nicht nur um Urlaub zu machen, sondern auch um über die Scheidung hinwegzukommen und sich neu zu orientieren. Das ist alles andere als einfach: der Großtante, ...

Melissa fährt mit ihren Kindern nach Cornwall, nicht nur um Urlaub zu machen, sondern auch um über die Scheidung hinwegzukommen und sich neu zu orientieren. Das ist alles andere als einfach: der Großtante, bei der sie wohnen, sind sie nicht willkommen, die Kinder zeigen deutlich wie schwer die neue Situation für sie ist… und dann hat Melissa gleich am 1. Abend im Supermarkt einen Zusammenstoß mit einem attraktiven Mann… Doch von Männern hat Melissa erst mal genug...
Grant ist Arzt und seit einem schweren Schicksalsschlag vor 8 Jahren lebt er recht zurückgezogen in Cornwall. Wichtigen Entscheidungen geht er aus dem Weg und eine neue Frau kann er sich in seinem Leben nicht vorstellen. Aber dann scheint Melissa genau richtig um sein Haus neu einzurichten und die beiden kommen sich näher. Doch der Sommer geht bald zu Ende und Entscheidungen müssen fallen…

„Besser spät und dann für immer“ ist ein Sommerroman voller Emotionen und mit Tiefgang. Das Cover hat mich nicht so angesprochen, aber der Klappentext machte mich neugierig. Außerdem lese ich sehr gern Romane aus der Feder von Karin Lindberg. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und die Seiten fliegen nur so dahin. Schnell hat die Geschichte mich gefesselt, sind mir die Protagonisten ans Herz gewachsen. Da ist Melissa, eine strukturierte Frau, die mit über 40 plötzlich alleinerziehend ist und sich neu orientieren muss. Ihren beiden Kinder fällt es schwer sich an die neue Situation gewöhnen und sie zeigen ihren Unmut deutlich. Und dann ist da Grant, ein Arzt, der sich nach einem großen Verlust seit 8 Jahren in Cornwall vor dem Leben versteckt. Es ist interessant zu verfolgen wie die Geschichte sich entwickelt, wie die Charaktere Entscheidungen treffen und ihren Weg finden.

„Besser spät und dann für immer“ ist ein berührender, sommerlicher Roman, dass ich gern lesen habe.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Die Rettung des Erdbeersommers

Die Erdbeermädchen
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Die besten Freundinnen Anna, Kira und Jo lieben den Erdbeergarten von Oma Irmi. Es ist ein herrlicher Ort zum Spielen und sobald die Erdbeeren reif sind gibt es viel zu ernten und so manche Beere wird ...

Die besten Freundinnen Anna, Kira und Jo lieben den Erdbeergarten von Oma Irmi. Es ist ein herrlicher Ort zum Spielen und sobald die Erdbeeren reif sind gibt es viel zu ernten und so manche Beere wird genascht. Doch in diesem Sommer ist es anders. Anna ist traurig, weil sie vielleicht umziehen muss, und dann stürzt auch noch Oma Irmi und muss ins Krankenhaus. Wer soll sich um Hund Wuschel und die Erdbeerernte kümmern? Zum Glück haben die drei Freundinnen eine gute Idee. Können sie so der Erdbeeroma helfen und den Erdbeersommer retten?

„Die Erdbeermädchen“ erzählt eine schöne Geschichte für Erstleserinnen. Das Cover des Buches ist fröhlich bunt und die Erdbeeren darauf leuchten richtig. Die Kapitel sind relativ kurz, die Sätze einfach, die Schrift groß, sodass Leseanfänger schnell ein Erfolgserlebnis haben. Die farbenfrohen Illustrationen passend gut zum Text und laden zum Betrachten ein. Am Ende des Buches findet man das Rezept zu „Oma Irmis Erdbeermarmelade“.
Die Geschichte von den drei Freundinnen und der Erdbeeroma wird sicher vor allem Mädchen ansprechen. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich schon darauf es mit den Erstklässlern der hiesigen Grundschule zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Kämpfe für das, was dir wichtig ist

Sommertage im Alten Land
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Svenjas Leben änderte sich schlagartig als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Sie bricht ihr Studium ab, kehrt zurück ins Alte Land um den Obsthof der Familie zu übernehmen und für ihrem ...

Svenjas Leben änderte sich schlagartig als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Sie bricht ihr Studium ab, kehrt zurück ins Alte Land um den Obsthof der Familie zu übernehmen und für ihrem Bruder die Ersatzmutter zu sein. Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet sie unermüdlich und kämpft um den Erhalt der Hofes. Auch Joris breitet ihr Sorgen. Der Zehnjährige hat Probleme mit Schulkameraden und nach einer Schlägerei wird das Jugendamt informiert….
Svenja weiß gar nicht um was sie sich zuerst kümmern soll… Joris und der drohende Besuch vom Jugendamt, Hof und Hofladen, fälliger Kredit oder unerwartetes Kaufangebot…. Zum Glück hat Svenja Freunde, die ihr zur Seite stehen, und verrückte Ideen, um den Obsthof zu retten.
Als Marc Walker unverhofft auf dem Obsthof auftaucht, glaubt Svenja an den Besuch vom Jugendamt. Doch Marcs Verhalten ist irritierend. Er verbringt Zeit mit Joris und ihr, packt im Hof mit an… und schleicht sich leise in Svenjas Herz… doch er scheint etwas zu verbergen.

„Sommertage im Alten Land“ erzählt eine berührende Geschichte. Svenja und Joris habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Geschwister erleben eine wahrhaft schwierige Situation. Der Verlust der Eltern muss verarbeitet werden, Joris wird in der Schule gemobbt und wehrt sich und Svenja trägt mit ihren 24 Jahren eine sehr große Verantwortung. Mir gefiel gut, wie Svenja sich für ihren Bruder einsetzt und wie sie versucht ihr Familienerbe zu erhalten. Ich habe mit ihr gelitten und gehofft und sie immer wieder bewundert für ihren Mut und ihre Stärke.
Marc weckt in Svenjas ganz unterschiedliche Gefühle: Angst und Abwehr, später Anziehung und Hoffnung auf eine Zukunft. Doch dann geschieht etwas, dass alles in Frage stellt...
Sehr gut gefiel mir der Zusammenhalt im Ort, wo Svenja jederzeit Ansprechpartner, Mutmacher und Mit-an-Packer hatte. Außerdem erfährt man Interessantes über das Alte Land und den Obstanbau.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht lesbar, die Charaktere wirken authentisch und ich konnte mir Orte und Handlungen gut vorstellen. Der Roman hat mir angenehme Lesestunden geschenkt und ich empfehle ihn gern weiter.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Neue Wege für Influencerin Isalie und Bauer Max

Pfotenglück und Sommerwellen
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Im neuen Lichterhaven-Roman geht es um neue Wege. Als die Hamburger Unternehmensberaterin und Influencerin Isalie Charlotte Hansen die Anfrage bekommt einen Bauernhof an der Küste zu unterstützen, betritt ...

Im neuen Lichterhaven-Roman geht es um neue Wege. Als die Hamburger Unternehmensberaterin und Influencerin Isalie Charlotte Hansen die Anfrage bekommt einen Bauernhof an der Küste zu unterstützen, betritt sie Neuland. Zögernd, aber auch neugierig reist sie nach Lichterhaven. Max, der Besitzer der Bauernhofs ist wenig begeistert von der Idee seiner Mutter, die Isalie engagiert hat. So begegnet er Isalie mit Ablehnung und Vorurteilen. Doch er muss anerkennen, dass die junge Frau aus der Stadt sich wirklich Gedanken macht und um den Bauernhof für sich und seine Kinder zu erhalten, ist er auf neue Ideen angewiesen. Zwischen Arbeit und Freizeit, Zeit mit Max’Kindern und dem plötzlich aufgetauchten großen, traurigen Hund entwickeln Isalie und Max Gefühle füreinander. Doch Isalie’s Platz ist in der Stadt und Max hat eben eine Scheidung hinter sich….

„Pfotenglück und Sommerwellen“ ist der 8. Band der Lichterhaven – Reihe. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen, so dass man diesen Roman gut ohne Vorkenntnisse lesen kann. Das Cover gefällt mir sehr gut und weckt Sehnsucht nach einem buchigen Kurzurlaub am Meer.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Isalie und Max erzählt, so dass man sehr gut ihre Gedanken und Gefühle kennen lernt. Isalie wagt sich auf Neuland als sie sich bereit erklärt Max zu beraten, aber sie ist realistisch und weiß, dass sie von Bauernhöfen keine Ahnung hat. Dennoch will sie ihre Aufgabe gut lösen. Max ist wenig begeistert von der Aktion seiner Mutter, die Isalie auf Instagram entdeckt und engagiert hat. Er traut Isalie nichts zu und verhält sich sehr abweisend. Aber er weiß auch, dass sein Hof neue Ideen braucht… Es war interessant zu erleben wie Isalie und Max zu einem Team werden.
Natürlich spielt auch wieder ein Hund eine Rolle. Neufundländer Samson ist riesig, wirkt aber ständig traurig. Auch als Max und seine Kinder ihn als Pflegehund aufnehmen ändert sich daran wenig, denn Samson kann nicht mehr vertrauen… Nur zufällig findet Isalie den „Schlüssel“ zu Samsons Glück… Die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und sympathisch…Ich mochte die Kinder Lilly und Jonathan ebenso wie Max Eltern sofort… Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben. Gern würde ich den Bauernhof und Lichterhaven besuchen, auf dem Deich spazieren, mich im Meer abkühlen…

Der Roman lässt sich flüssig lesen und hat mir entspannte Stunden geschenkt. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Inge - ein Leben zwischen Föhr und New York

Das Licht in den Wellen
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Kurz vor ihrem 100. Geburtstag besteigt Inge Martensen mit ihrer Urenkelin Swantje in Hamburg ein Schiff nach New York. Auf der Reise erzählt Inge aus ihrem Leben: von der überstürzten Auswanderung nach ...

Kurz vor ihrem 100. Geburtstag besteigt Inge Martensen mit ihrer Urenkelin Swantje in Hamburg ein Schiff nach New York. Auf der Reise erzählt Inge aus ihrem Leben: von der überstürzten Auswanderung nach Manhatten, von der Überforderung des Föhrer Bauernmädchens in der pulsierenden Metropole, von harter Arbeit und dem Erfolg ihres „magic potato salad“, von guten Freunden und der großen Liebe, aber auch von Schicksalsschlägen und der Rückkehr auf die Heimatinsel Föhr…

Ich habe schon mehrere Romane von Janne Mommsen gelesen und mich gefreut als ich dieses neuen Buch entdeckte. Diese Geschichte ist anders, spielt sie doch zu großen Teilen in New York. Föhr ist „nur“ Ausgangspunkt und Zwischenstation in Inges Leben. Inge ist eine einfache, starke Frau, die an den Herausforderungen gewachsen ist. „Sink or swim“ ist ihr Lebensmotto. Aus der Armut auf einer Insel im Nachkriegsdeutschland hat Inge es zu Erfolg und Wohlstand geschafft. Dennoch blieb sie immer mit Föhr verbunden, sprach die Inselsprache, hatte Kontakt zu anderen Föhrer Auswanderern. Inges Lebensgeschichte hat mich fasziniert, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen konnte. Am Ende ihres Lebens haderte Inge ja auch selbst mit mancher Entscheidung. Im Gespräch mit ihrer Urenkelin Swantje konnte sie manches Ungesagte endlich aussprechen.
Swantje selbst spielt allerdings nur eine kleine Nebenrolle im Roman, wobei mich störte wie sehr Inge versucht ihre Urenkelin in eine berufliche Richtung zu schubsen.

„Das Licht in den Wellen“ erzählt eine interessante und authentische Auswanderungsgeschichte, die mich gefesselt und gut unterhalten hat. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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