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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Humorvoller, spannender, tiefgründiger Roman

Ein Stiefel kommt selten allein
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Texas, 1889: Asher Ellis will seiner Familie helfen, die ihr Zuhause verloren hat. Er schleicht sich heimlich ins Haus des reichen Rinderzüchters Eli Dearing, um Beweise für die Unrechtmäßigkeit der Kündigung ...

Texas, 1889: Asher Ellis will seiner Familie helfen, die ihr Zuhause verloren hat. Er schleicht sich heimlich ins Haus des reichen Rinderzüchters Eli Dearing, um Beweise für die Unrechtmäßigkeit der Kündigung zu finden. Als er dabei gestört wird, flieht er. Doch plötzlich hört er die Schreie eines ertrinkenden Kindes und er muss sich entscheiden zwischen seiner Flucht oder der Rettung des Kindes….
Samantha Dearing ist eine willensstarke junge Frau, die sich gegen die Heiratspläne ihres Vaters sträubt und ihren eigenen Weg gehen will. Sie beobachtet wie ein Unbekannter ohne Beute aus ihrem Vaterhaus flieht, findet aber außer einem Stiefel keine Hinweise auf dessen Identität. Samantha versteckt den Stiefel und hofft den Unbekannten zu finden….

„Ein Stiefel kommt selten allein“ – so heißt der neue Roman aus der Feder von Karen Witemeyer und auch diesmal bin ich wieder begeistert von der abwechslungsreichen Geschichte. Der verlorene Schuh aus dem Märchen vom Aschenputtel bildet den Handlungsrahmen, sonst hat der Roman aber keine weiteren Bezüge zum Märchen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, die Story humorvoll, romantisch und, durch überraschende Wendungen, spannend bis zum Schluss. Die verschiedenen Charaktere sind gut ausgearbeitet, wirken authentisch und waren mir zumeist sehr sympathisch. Sehr gut gefiel mir sowohl Samanthas als auch Ashers Entwicklung in Laufe des Romans. Schön ist auch zu lesen wie wichtig der christliche Glaube für die Protagonisten ist und wie sie sich davon leiten lassen.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen… sympathische Charaktere, eine schöne Liebesgeschichte, bis zum Schluss viel Spannung und der christliche Glaube passt sehr gut dazu… So vergebe ich gern 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Was regiert dein Herz?

Das Erwachen der Freiheit
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Mit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein ...

Mit ihrem Debütroman „Das Erwachen der Freiheit“ entführt Autorin Rahel Krönert nach England im Jahr 1811. Dort begleitet der Leser Rosalyn Mandeville, eine junge Frau aus der Oberschicht, die bisher ein unbeschwertes Leben geführt hat. Doch plötzlich passieren zwei Dinge, die ihr Leben durcheinander bringen. Ihr Vater ist wild entschlossen sie möglichst schnell mit Mr. Edward Nobley zu verheiraten und über Nacht verschwindet Rosalyns Gouvernante und Vertraute Maggie ohne Abschied. Rosalyn versteht plötzlich ihre Welt nicht mehr. Wem kann sie trauen? Soll sie einen Mann heiraten, den sie kaum kennt und nicht liebt? Und wieso ist Maggie so überraschend verschwunden? Auf der Suche nach Antworten findet Rosalyn eine neue Freundin, lässt sich vom Schicksal einer armen Familie aus dem Dorf berühren und kommt mit einem jungen Vikar und der methodistischen Glaubensgemeinschaft in Kontakt. Rosalyns Gänge ins Dorf und ihre Hilfe für die Armen bleibt nicht unbemerkt und kommt weder in ihrer Familie, noch bei der Oberschicht gut an. Und bald muss die junge Frau sich entscheiden zwischen den gewohnten Leben und dem, was ihr Herz ihr sagt….

Mit dem Roman „Das Erwachen der Freiheit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Der Schreibstil von Rahel Krönert gefällt mir sehr gut. Die Autorin malt klare Bilder vor mein inneres Auge. Das Leben und die Gepflogenheiten der Oberschicht, die Nöte der armen Bevölkerung, Ausritte und Spaziergänge in die Natur… alles ist sehr anschaulich beschrieben. Rosalyn war mir sofort sympathisch. Sie ist eine bemerkenswerte junge Frau, die nach Antworten sucht und eigene Schritte geht. Ich habe sie gern begleitet und ihre Entwicklung verfolgt. Auch die verschiedenen anderen Charaktere wirken authentisch. Sehr gut gefiel mir wie in dem Roman Bibelworte einen lebensnahen Bezug finden und wie John Wesley und die Anfänge des Methodismus beschrieben werden.
Nach der letzten Seite habe ich den Roman nur ungern aus der Hand gelegt und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, auf ein Wiedersehen mit Rosalyn, dem jungen Vikar… und vielleicht wird ja auch Maggie gefunden… Ich empfehle „Das Erwachen der Freiheit“ sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Weckt Sehnsucht nach Meer...

Der Duft von Kuchen und Meer
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Ein Haus auf Amrum… Maren ist überrascht. Die alleinerziehende Konditorin wusste nicht ein mal, dass ihre Oma Undine auf dieser Insel aufgewachsen ist und nun soll sie das Haus der Oma bekommen. Gemeinsam ...

Ein Haus auf Amrum… Maren ist überrascht. Die alleinerziehende Konditorin wusste nicht ein mal, dass ihre Oma Undine auf dieser Insel aufgewachsen ist und nun soll sie das Haus der Oma bekommen. Gemeinsam mit ihrer sechsjährigen Tochter Leni reist Maren nach Amrum und verliebt sich sofort in das reetgedeckte Haus hinter den Dünen. Mutter und Tochter genießen Meer und Strand, lernen die Verwandtschaft kennen und entdecken nicht nur einen alten Bachtisch, sondern auch eine interessante Familiengeschichte und Wurzeln, von denen sie bisher nichts ahnten. Wird Amrum ein Neuanfang für Maren und Leni?

Ich mag die Romane von Anne Barns und ich habe mich gefreut, dass mit „Der Duft von Kuchen und Meer“ ein neues Buch der Autorin erschienen ist. Der Schreibstil von Anne Barns ist angenehm, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Alle Personen und Orte sind liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man das Gefühl hat den Duft von Kuchen zu riechen und den Inselwind zu spüren. Maren mochte ich von Beginn an. Der Roman ist aus ihrer Sicht geschrieben, so konnte ich ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Aber nicht nur Maren, auch die anderen Personen wirken sehr authentisch und waren mir sympathisch. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Leni, die mich mit ihrer Fröhlichkeit, ihrer Entdeckerfreude und ihrer Liebe zum Backen begeistert hat…
Über den Inhalt des Buches möchte ich nicht zu viel verraten. Lest selbst!

„Der Duft von Kuchen und Meer“ ist ein sehr schöner Roman für entspannte Lesestunden. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, weckt Sehnsucht nach dem Meer und Appetit auf Windbeutel. Gern vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Was wir von Pinguinen lernen können

Der Pinguin, der fliegen lernte
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Man muss in seinem Element sein um glücklich zu sein und was bewegen zu können. Dieses Fazit zieht Dr. med. Eckart von Hirschhausen nachdem er einen Pinguin beobachtet hat. An Land wirkt das Tier unbeholfen ...

Man muss in seinem Element sein um glücklich zu sein und was bewegen zu können. Dieses Fazit zieht Dr. med. Eckart von Hirschhausen nachdem er einen Pinguin beobachtet hat. An Land wirkt das Tier unbeholfen und plump, doch sobald er ins Wasser taucht, schwimmt er elegant. Die „Pinguingeschichte“, die Eckart von Hirschhausen nun schon viele Jahre immer wieder erzählt, ist gut bekannt und doch berührt und inspiriert sie immer wieder. In dem im Februar diesen Jahres erschienenen Buch „Der Pinguin, der fliegen lernte“ erzählt diese Geschichte neu und verbindet sie mit einzigartigen Fotografien von Pinguinen in ihrem natürlichen Lebensraum. Insgesamt stellt der Autor sieben Lektionen vor, die die Pinguine uns lehren, gefolgt von der Einlandung unsere eigene Pinguingeschichte zu schreiben.Eine achte Lektion zeigt auf, was wir für die Pinguine tun können.

Mir gefällt das Buch gut. Es ist hochwertig und schön gestaltet. Die wunderbaren und einzigartigen Fotografien der Kaiserpinguine von Stefan Christmann machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Im Buch habe ich sehr viel über das Leben und Verhalten der Pinguine erfahren, das war sehr interessant und hat mich zum Staunen gebracht.
Die Ausführungen des Autors sind kurzweilig und humorvoll und regen zum Nachdenken an. Vieles davon ist allerdings schon bekannt aus anderen Büchern und dem Bühnenprogramm. Dennoch tut es gut ab und zu daran erinnert zu werden, ob man noch an der richtigen Stelle, ob man in seinem Element ist.
Das Buch eignet sich sehr gut als Geschenk… für sich selbst oder für andere...

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Schöner Abschluss der Rosenholzvilla-Saga

Entscheidung in der Rosenholzvilla
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„Entscheidung in der Rosenholzvilla“ beginnt mit einer guten Nachricht: Fabio wird in die Instrumentenwerkstatt zurückkehren. Doch so einfach ist es nicht, denn in Niklas’ Testament gibt es eine Klausel, ...

„Entscheidung in der Rosenholzvilla“ beginnt mit einer guten Nachricht: Fabio wird in die Instrumentenwerkstatt zurückkehren. Doch so einfach ist es nicht, denn in Niklas’ Testament gibt es eine Klausel, mit der niemand gerechnet hat. Eine einfache Lösung scheint nicht in Sicht… Zeitgleich hat Elisa viel Stress, denn die Gäste in der Villa sind recht anspruchsvoll und oft nicht bereit an ihrer Genesung zu arbeiten, ein großes Fest mit vielen Gästen steht an, Serafinas Liebesdrama beeinflusst ihre Arbeit… Da sowohl Elisa als auch Danilo viel zu tun haben, wird die gemeinsame Zeit immer weniger. Kann ihre Liebe all den Herausforderungen stand halten?

Nachdem mir die beiden ersten Teile der „Rosenholzvilla-Saga“ sehr gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf den 3. und letzten Teil. Schnell war ich wieder mittendrin in der Geschichte um Elisa und Danilo, um die Rosenholzvilla mit ihren Gästen und um die Instrumentenwerkstatt und die Campanula. Auch diesmal geht es wieder um große Gefühle: um Liebe und Eifersucht, Vertrauen und Neuanfänge und natürlich geht es um die Musik. Viele Entscheidungen müssen getroffen, Kompromisse gefunden und Streit geschlichtet werden. Elisa, die es gern allen recht machen möchte, wirkte streckenweise ziemlich überfordert. Dass sich bei Danilo alles nur um die Campanula und die Instrumentenwerkstatt dreht, ist dabei nicht hilfreich… Am Ende lösen sich dann zum Glück die Probleme und es gibt für fast alle ein Happy End… und Elisa spielt die Campanula vor großem Publikum. Meine Lieblingsfigur in diesem Roman war allerdings die sechsjährige Mimi, die mich mit ihrer Hingabe an die Musik und ihrem Temperament verzaubert hat.
Die Geschichte selbst ist spannend, emotionsgeladen und voller überraschender Wendungen. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Der Roman ist angenehm lesbar und hat mich von Beginn an gefesselt. Sehr gern empfehle ich das Buch, die gesamte „Rosenholzvilla-Saga“ weiter.

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