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Veröffentlicht am 26.09.2024

Hammer super cool!

Dunkle Künste und ein Daiquiri
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Eigentlich ist Tori ja ein Mensch und rein so gesehen, hat die junge Frau genug eigene Probleme zu bewältigen. Gerade erst in der Magier Gilde angekommen, bei der sie an der Bar arbeiten darf – oder eigentlich ...

Eigentlich ist Tori ja ein Mensch und rein so gesehen, hat die junge Frau genug eigene Probleme zu bewältigen. Gerade erst in der Magier Gilde angekommen, bei der sie an der Bar arbeiten darf – oder eigentlich eben nicht – und beschäftigt mit ihrer Wohnungssuche, hat Tori nicht die Zeit um sich auch noch um vermisste Personen zu kümmern. Ob sie das überhaupt darf, steht da noch auf einem ganz anderen Blatt. Doch wenn es um Nadine geht, ein Mädchen, dessen Foto Tori schon einmal gesehen hat, kann sie den drei heißen Magiern Kai, Ezra und Aaron nichts abschlagen und so stürzt sie sich in ein Abenteuer, das auf diese Weise hätte niemals verlaufen sollen. OMG!

Ich liebe den Schreibstil von Annette Marie! Ich kann es gar nicht anders sagen, denn ich bin wirklich absolut am fangirlen. Leicht, locker, eloquent, mit einem super angenehmen Lesefluss und vor allem einer Protagonistin zum Niederknien hab ich mich köstlich amüsiert. Die Autorin ist kreativ, witzig und frech in ihrer Erzählweise. Sie nutzt eine abwechslungsreiche Wortwahl und erzählt aus der Sicht der Protagonistin, was das Ganze einfach perfekt macht, weil man sich in Victoria so gut rein versetzen kann.

Tori und ihre Magier wollen einen Druiden fangen, den alle nur “den Geist” nennen und der Kinder entführt und schwarzmagische Probleme bereitet. Ich war gefangen zwischen Lachen und nervenaufreibender Spannung, denn wer Victoria kennt, weiß, das diese junge Frau mit allen Wassern gewaschen ist und es faustdick hinter den Ohren hat. Genau so typisch für sie ist ihre Art zuerst zu reden und dann zu denken, was einem oft super witzige Situationen präsentiert, die zwar ein Fettnäpfchen nach dem nächsten nach sich ziehen, Tori aber durchweg positiv erscheinen lassen. Sie hat so einen großen Sinn für Gerechtigkeit und versucht eben jeden zu retten, wenn sie kann, auch wenn sie das vielleicht nicht immer muss. Authentisch, einzigartig und super liebevoll – ich mag Tori sehr! Das Setting ist dabei auch noch großartig, denn so eine Art Gilde ist schon wieder eine andere Marke und die Autorin hat sich hier schon was einfallen lassen.

Und dazu eine meiner Lieblingssprecherinnen Yeşim Meisheit , die Tori und das ganze Buch so fulminant vertont hat, das ich in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin – ich kann es euch nur ans Herz legen. Die Sprecherin gibt Tori eine Lebendigkeit, die ihresgleichen sucht, voller Selbstbewusstsein und ausdrucksstarker Persönlichkeit fetzt dieser Hauptcharakter durch die Handlung und mit Yeşim Meisheit eine authentische, absolut geniale Stimme, die besser nicht hätte gewählt werden können. Ich will einfach mehr!!!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Atmosphärisch und super spannend

Whisperworld 6: Jagd durchs Eis
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Etwas angeschlagen, relativ schockiert aber immer noch mit Herzen voller Hoffnung kommen die Tierflüsterer samt ihren Lehrern im kalten Skeif an. Atemberaubende Landschaften, glitzerndes Eis und beeindruckende ...

Etwas angeschlagen, relativ schockiert aber immer noch mit Herzen voller Hoffnung kommen die Tierflüsterer samt ihren Lehrern im kalten Skeif an. Atemberaubende Landschaften, glitzerndes Eis und beeindruckende Schneeberge breiten sich vor unseren Augen aus und ich war völlig fasziniert, wie Barbara Rose die Landschaft vorm inneren Auge erscheinen ließ.

Natürlich hat es Bo, der neue Tierflüsterer, schwierig in der fest zusammengeschweißten Gruppe angenommen zu werden. Die Mädchen fliegen auf ihn, seine Sportlichkeit, sein gutes Aussehen und seine coole Art. Die Jungs kämpfen mal wieder mit Eifersucht. Zum Glück legt sich das dieses Mal etwas schneller und die Kids kriegen sich ein, zeigen, das die momentane Situation viel wichtiger ist und halten zusammen. Ein bisschen mehr Hintergrund wünsche ich mir von Bo, aber dadurch, das Enisa endlich berufen wird in Band 6, gehe ich davon aus, dass der 7. Band ganz im Zeichen des toughen Jungen aus den kälteren Gefilden sein wird. Ich bin also gespannt.

Es gab wieder sau coole Tierbegegnungen und ich hatte richtig Gänsehaut oder auch mal Muffensausen, weil sie so speziell waren. Das hat die Autorin kreativ und aufregend gelöst. Ich finde es sehr gelungen, welche Tierarten man in Whisperworld alles kennen lernt – das wird nie langweilig.

Die Situation um Devin Dolor spitzt sich aufs Äuserste zu, damit und der Gefahr, die plötzlich auch von Tieren in Whisperworld ausgeht, hätte ich wirklich nicht gerechnet. Das ist nervenaufreibend und ich freue mich auf den finalen 7. Band und den großen Showdown, den ich doch erwarte.

Wir freuen uns total und empfehlen die Reihe immer noch sehr gerne. Auch mein mittlerweile 11 Jähriger ist noch begeistert und liest jeden Band in einem Rutsch weg.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Eine schöne Idee

Mein erstes Vorlese-Bilder-Buch: Von Mut, Wut und starken Gefühlen
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Wer kennt es nicht, wenn einen die Emotionen überfluten und man gar nicht mehr weiß, wo man mit seiner ganzen Wut/Trauer/Angst oder auch Unsicherheit plötzlich hin soll? Wie ausdrücken? Wie verarbeiten? ...

Wer kennt es nicht, wenn einen die Emotionen überfluten und man gar nicht mehr weiß, wo man mit seiner ganzen Wut/Trauer/Angst oder auch Unsicherheit plötzlich hin soll? Wie ausdrücken? Wie verarbeiten? Und wenn wir Erwachsenen uns schon oft genug kontrollieren müssen, wie sollen das die Kinder lernen und vor allem auch einschätzen lernen? Hier haben eine gute Portion voller Autoren und Autorinnen für Abhilfe gesorgt. Ein Pappbilderbuch mit den besten Tipps, Tricks und vor allem ultra niedlichen Illustrationen.

Unserem Jüngsten er ist nun 4 Jahre – geht es auch oft noch nicht anders. Wut ist eine doofe Sache, mit Traurigkeit umzugehen noch ein Buch mit sieben Siegeln, nur die Freude, Überraschung, Unsicherheit und auch Angst sind Gefühle, denen wir schon ganz gut Ausdruck verleihen können. Was hilft, wird auch im Buch sehr gut beschrieben: Ein sicheres Umfeld. Ob das Mama und Papa, oder liebe Freunde, die Erzieherinnen im Kindergarten sind, oder auch einfach eine liebe Bekannte ist, Sicherheit und sich wohl fühlen ist super wichtig dabei. Das neue Buch aus dem Carlsen Verlag offenbart hier eine wundervolle Fülle an Ideen und für die Kleinsten gibt es verständliche Möglichkeiten, was sie so tun können.

Ein bisschen viel Text findet sich auf der einen oder anderen Seite, dafür aber genauso viel zu schauen und entdecken. Ich denke es hält sich noch im Rahmen, aber für das Alter von 2-4 wären weniger lange Sätze und dafür prägnantere Sätze etwas praktischer gewesen. So lange ist die Auffassungsgabe bzw. vor allem das Interesse dann noch nicht.

Generell finde ich das Buch aber zuckersüss. Vielleicht wäre das eher etwas, um es in einer Gruppe anzuschauen, bei denen das Alter der Kinder unterschiedlich ist und man drüber reden kann. Wir werden es testen. Empfehlenswert ist dieses schöne Mutmachbuch auf jeden Fall!

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Dieses Buch hat mich so stark berührt

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Dieses Buch hat mich auf eine Weise getriggert, mit der ich nicht gerechnet habe. Mein Herz schmerzt so unfassbar sehr, dass ich meine Rezension unter Tränenflüssen schreiben muss, weil ich jedes Mal wieder ...

Dieses Buch hat mich auf eine Weise getriggert, mit der ich nicht gerechnet habe. Mein Herz schmerzt so unfassbar sehr, dass ich meine Rezension unter Tränenflüssen schreiben muss, weil ich jedes Mal wieder anfange zu weinen, wenn ich daran denken muss. Nein, ich möchte damit nicht andeuten, dass das Buch nicht auch auf eine Art glücklich enden könnte. Allerdings ist der bittere Nachgeschmack für mich so hart, dass ich brauchen werde, bis ich dieses Buch noch einmal lese.

Warum ich es noch einmal lesen würde? Weil mir schon lange kein Liebesroman mehr unter gekommen ist, der mich so berührt hat und gleichzeitig so geschmerzt. Hier treffen so harte Schicksalsschläge aufeinander, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen sollte zu erzählen, ohne zu spoilern.

Hier geht es um Krankheiten, um Verluste, um Zurückgebliebene, den Schmerz und die Angst davor einfach nicht genug zu sein oder es überhaupt verdient zu haben, als genug betrachtet zu werden. Und die Frage wer das überhaupt bestimmt?

Eins kann ich euch aber sagen. Die Liebe, die sich entwickelt und die dann verdammt viel (er)tragen muss, ist Schicksal. Sie muss es sein, denn ich kann nicht anders als das große Ganze am Ende zu betrachten und vor der Autorin meinen Hut zu ziehen. Sie hat die Fäden verbunden und jedem noch so kleinen, scheinbar losen Faden einen Sinn gegeben. Rebecca Yarros hat mich sprachlos zurück gelassen. Die Briefe zwischen Ella und Chaos, die Unterhaltungen zwischen Ella und Beckett, selbst die weisen Worte und das liebevolle Wesen von den Zwillingen Colt und Maisie haben mein Herz so heftig gebeutelt, das ich mit einer Ladung an Taschentüchern mittendrin in der Handlung war. Ich konnte mich dem nicht entziehen und die Emotionen haben mich weggeschwemmt.

Irgendwann, wenn ich den Kampf gegen die Ungerechtigkeit des Schicksals in meinen Gedanken ad acta legen kann, wenn ich akzeptieren kann, das der Lauf der Dinge trotzdem weiter geht – weiter gehen muss – werde ich “Alles, was ich geben kann – The Last Letter” auf jeden Fall erneut lesen. Frau Yarros schreibt unvergleichlich! Bis dahin bleibt es geliebt in meinem Regal.

Es klingt immer noch nach, dieses krasse Buch und ich möchte die Autorin gleichzeitig lieben und verachten, weil sie mir so weh getan und mich auf der anderen Seite so stark berührt hat, das mir einfach die Worte fehlen.

Lest es selbst! Buchtipp!

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Eine Liebesgeschichte mit falschem Fokus

I'll look for you, Everywhere
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Dieses Buch spaltet mein Gemüt. Zu aller erst muss ich gleich mal gestehen, hätte ich nicht auf meiner Musikapp das Hörbuch mit Marylu Poolman und Henning Decker gefunden, wäre das wohl ein Abbruch geworden. ...

Dieses Buch spaltet mein Gemüt. Zu aller erst muss ich gleich mal gestehen, hätte ich nicht auf meiner Musikapp das Hörbuch mit Marylu Poolman und Henning Decker gefunden, wäre das wohl ein Abbruch geworden. Die zwei Sprecher mit ihren unglaublich intensiven, individuellen Stimmen haben es geschafft, mich an der Geschichte zu halten. Sie sind unglaublich und haben mir die Story nochmal anders näher gebracht, als die Autorin allein das konnte.

Wir haben es hier mit zwei tief verletzten und geprägten Charakteren zu tun und die haben sich – für ihre Persönlichkeiten – definitiv nachvollziehbar verhalten. Allerdings läuft für mich hier quasi viel falsch, dass ich nicht weiß, wie ich das erklären soll. Meiner Meinung nach wird ein völlig falsches Bild gezeichnet, wieviel man aus Liebe ertragen kann/soll und auch wenn ich gerne Dark Romance Geschichten fernab jeglicher Realität lese, sollte diese Geschichte doch nicht in diese Sparte fallen. Es gab so viel seelische Grausamkeit zwischendurch, das ich einiges nicht nachvollziehen wollte! Ich wollte die Protagonistin packen, weg zerren und trösten. Ich wollte auch ihm bei stehen, so ist es nicht. Aber die Erlebnisse der Vergangenheit sollten keine Entschuldigung dafür sein, seine Mitmenschen schei*e zu behandeln. Zumindest nicht komplett, denn natürlich weiß ich, dass die Vergangenheit prägt. Aber Theo und Magdalen sind… toxisch pur. Ganz ehrlich. Und das beide sich keine Hilfe suchen, oder ihnen welche angeboten wird…. das hat mich in dieser Story echt fertig gemacht!

Wenn ein Mensch, vor allem ein Jugendlicher schon quasi indirekt um Hilfe bittet, sollte man helfen. Das wird hier komplett außen vor gelassen. Das Geheimnis ist heftig ja und ich kann nachvollziehen, dass sich daraus keine Friede Freude Eierkuchen – Welt entwickelt, aber wie kann man denn eine Story nur auf eine Sache definieren und die Dramatik nebenbei laufen lassen, obwohl die Auswirkungen viel heftiger sind, als die Leidenschaft und der Spice?! Und die Nebencharaktere haben mich echt traurig gemacht. Sie sind übrigens die schlimmsten und egoistischsten, die ich je in einem Buch getroffen habe. Da habe ich wirklich Unmut gefühlt über so viel Egozentrik und Ignoranz. Annika und Dante sind für mich Menschen, für die ich keine Worte habe. Ich weiß nicht, wie man das als beste Freunde bezeichnen kann.

Jedenfalls tut es mir leid so hart damit umgehen zu müssen, denn eine Sache ist positiv. Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft in den Emotionen und wirklich großartig. Sonst hätte ich das Buch nicht beenden können. Nimmt man allein die Zeichnung des Settings, das italienische Flair, die poetischen Vergleiche was Gefühle angeht und die Erzählungen von Theo und Magdalen konnte Cameron Capello unglaubliches erschaffen. Und das muss ich ihr wirklich zugestehen, denn sonst wäre ich nicht am Ball geblieben. Sie hat mich auf verquere Weise damit gefesselt und ich musste wissen, wie die Story endet! Die Sprachwahl war vielfältig leicht zu lesen.

Der Verlauf gefällt mir allerdings nicht, weil das körperlichen Thema und die Geheimnisse bzw. das tieftraurige Drama unausgeglichen für mich waren. Es war auch wirklich anstrengend, die Geheimnisse erst weit am Ende aufgeklärt zu bekommen, denn eher bekommt man nur minimale Bröckchen. Ja ich weiß… angepriesen wurde es als eine Art “Romeo und Julia” – Werk. Ich bin dennoch enttäuscht, da ich finde, man hätte hier mehr aufarbeiten und am Ende positiver gestalten können, trotz typischer Assoziation zum Shakespeare – Werk.

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