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Veröffentlicht am 03.05.2019

Etwas vorhersehbar, aber leidenschaftlich

Inked Love - Noch immer wir
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Als Ash das berühmte Mandala – Tattoo in L.A. betritt um sich ihr erstes Tattoo vom berühmten Lone Wolf stechen zu lassen, fallen ihr beinahe die Augen aus dem Kopf, als der Künstler vor ihr steht. Schock ...

Als Ash das berühmte Mandala – Tattoo in L.A. betritt um sich ihr erstes Tattoo vom berühmten Lone Wolf stechen zu lassen, fallen ihr beinahe die Augen aus dem Kopf, als der Künstler vor ihr steht. Schock ist auch für Teo gar kein Ausdruck und die Vergangenheit holt ihn schneller ein, als ihm lieb ist. Sind die Entscheidungen, die er damals getroffen hat, doch plötzlich so präsent, wie am ersten Tag seiner Flucht. Die Frage ist nun, ob das Schicksal die beiden zusammen geführt hat, um ihnen eine neue Chance zu geben oder ihm nur vor Augen zu führen, was er selbst verbockt hat.

Vergangenheit vergangen sein lassen ist nicht gerade ihre Stärke. Ash kämpft seit 7 Jahren mit den großen W-Fragen und so schnell wird sich wohl auch keine beantworten. Die junge Frau hat einen gehörigen Ehrgeiz, was ihr Leben angeht und auch wenn sie scheinbar gerade in jedem ihrer Lebensbereiche feststeckt, lässt sie den Kopf nicht hängen. Auch wenn mir persönlich ihre Art manchmal etwas gegen den Strich ging, empfand ich sie als sehr authentisch. Dieser Makel sich blind zu stellen um der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken zu müssen, ist, was sie uns näher bringt – was Ash echt wirken lässt. Denn wer hat nicht schon einmal die Augen lieber hinter der rosa Brille versteckt, wenn die Gefühle so intensiv sind und man dem Mann seiner Träume ein zweites Mal begegnet?

Teo ist ein ausdrucksstarker Mensch, trotz seiner in sich gekehrten Art. Wenige Worte verlassen seinen Mund, aber lässt er sich dazu herab mit dir zu kommunizieren, schenkt er dir seine ganze Aufmerksamkeit und das ist es, was ihn anders macht, als manche in ihm sehen wollten. Die Tattoo’s erzählen seine Geschichte und ich finde es so berührend, wie J. D. Hawkins ihm zwar dieses Bad Boy Image verpasst, in seine Persönlichkeit jedoch so viel mehr steckt, als erwartet. Teo wurde zu einem beschützenden und umsichtigen Mann. Damals bekam er in die Wiege gelegt, wie die Menschen ihn anschauen würden – bei der Familie und den Umständen ist das auch kein Wunder – aber das ist es nicht, was für immer sein möchte. Er will mehr, als nur die illegale Wohnwagensiedlung und einen Knacki als Vater.

Die Handlung war in etwa, wie ich sie mir vorgestellt habe. Leider ein wenig vorhersehbar, dafür mit gut gesetzten Spannungsmomenten und einer emotional ergreifenden Liebesgeschichte. Die Atmosphäre zwischen Ash und Teo hat förmlich gebrannt und das ist, was den Leser so mitreißt und ans Buch fesselt – ihre neu geschöpfte Hoffnung auf ein Happy End. Aber ob es das geben wird, stellt sich komplett in Frage als Personen auftauchen, die man am liebsten dahin zurück schicken möchte, wo der Pfeffer wächst. Einige Probleme, die beiden Charakteren schwer zu schaffen machen, treten in den Vordergrund und ich fieberte mit, ob es Ash und Kai schaffen, diese zu überwinden.

J. D. Hawkins hat eine leichte und wortgewandte Schreibweise, durchwoben von starken Dialogen, tiefgehenden Emotionen und einer veranschaulichenden Art der Beschreibung. Nicht zu detailliert, doch so umfangreich, dass man sich mit den Charakteren in der jeweiligen Szene wieder fand. Hätte mich jetzt der Überraschungseffekt, den der Autor mit seinem Finale sicherlich erreichen wollte, mehr gefangen nehmen können, wäre das Buch sicher perfekt. Aber dadurch, dass ich mir schon im ersten Teil der Handlung ziemlich sicher war, was passieren würde, kam das leider nicht rüber.

Dennoch kann ich euch gut empfehlen “Inked Love” Zeit zu schenken, denn die Liebesgeschichte ist es wert gefühlt zu werden.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Cool, aber ein wenig zu viel Verwirrung

Black Forest High
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Der Auftakt der neuen Reihe “Black Forest High” von Nina MacKay verspricht im Klappentext schon Einiges und ich war gespannt. Die Bücher, die ich von der Autorin schon kenne, enden öfters mit großen Überraschungen ...

Der Auftakt der neuen Reihe “Black Forest High” von Nina MacKay verspricht im Klappentext schon Einiges und ich war gespannt. Die Bücher, die ich von der Autorin schon kenne, enden öfters mit großen Überraschungen und auch hier durfte ich mich im finalen Showdown warm anziehen. Aber von vorn.

Seven lebte, nach der Sache vor drei Jahren, die letzte Zeit bei ihrer Tante. Seit ungefähr der gleichen Dauer hat Seven auch einen neuen Freund. Den Geist Remi. Dieser schafft es letztendlich Seven an das Internat nach Deutschland zu bekommen, wobei der Spaß dort erst richtig los geht. Nicht nur die heißen Irving – Zwillinge bringen gehörig Chaos in den neuen Alltag, auch verrückt gewordene Poltergeister, neue Freunde und viele Lektionen in der Geistermagie prasseln auf das 16 jährige Mädchen ein. Zu welcher Spezialeinheit wird Seven gehören und welche Geheimnisse tauchen noch auf?

Den ersten Teil der Reihe für mich zu bewerten, stellt sich als schwierig dar. Auf der einen Seite mag ich den Schreibstil von Nina MacKay und bin nur so über die Seiten geflogen. Locker, leicht und wortgewandt fesselt sie den Leser schon ab den ersten Seiten ans Buch, indem man sofort in ein interessantes Geschehen geworfen wird. Außerdem ist ihr Humor einfach göttlich.

Auch die Handlung ist faszinierend und abwechslungsreich. Ich mag den Verlauf, die authentischen Charaktere mit sehr liebevoll gestalteten Persönlichkeiten und auch das Setting. Es hat einen mystischen Charakter, ist ein wenig gruselig angehaucht, aber besitzt trotzdem diesen typischen Jugendbuch-Internatsstil.

Kommen wir zu meinem Aber. Natürlich ist es klasse, viele Geheimnisse lüften zu wollen und auch immer wieder mit spannenden Überraschungen konfrontiert zu werden, aber für mich verlor sich das hier auch in einem unendlichen Hin und Her. Immer wenn der Protagonist etwas lösen wollte, oder ein klärendes Gespräch mit jemandem suchte, trat das nächste Problem auf den Plan. Noch innerhalb der Gespräche ging es im Denken von Seven sofort auf ein anderes Dilemma über. Nichts konnte geklärt werden. Der Leser wurde jedes Mal in die nächste Situation gedrückt und das bis zum Ende hin ständig. Mich hat das bald kirre gemacht. Ich weiß, es ist sicher wichtig die Story so aufzubauen, gerade was die Auflösung angeht, aber mir war das einfach zu viel. Viel zu viel Unruhe. Meine Gedanken gingen meistens in ein “Jetzt zieh das doch erst mal durch” über.

Positiv waren die frechen Dialoge, die Stränge hinter der Handlung und die sympathischen Freunde. Emotional war es ein bisschen zu unklar in Sevens Gedanken, aber warum das so ist, müsst ihr selbst heraus lesen. Es hatte seine Gründe.

Abschließend würde ich sagen, “Black Forest High” ist eine etwas wirre, verrückte Geschichte mit sympathischen Personen und ein paar gut gesetzten Spannungsspitzen. Ich würde mir den zweiten Teil auf jeden Fall mal anschauen, da die letzten Kapitel aus der Sicht von drei anderen Personen Großes versprechen. Ich bin gespannt, was die Autorin da noch auffährt und freue mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Fantastisch!

Sternendiamant 3. Das Land der Feen
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Da haben sie sich etwas geleistet und der arme Loan muss es wieder gerade biegen. Ob sie den König davon überzeugen konnten, dass es nur für eine gute Sache war, das sie in die Schatzkammer eingebrochen ...

Da haben sie sich etwas geleistet und der arme Loan muss es wieder gerade biegen. Ob sie den König davon überzeugen konnten, dass es nur für eine gute Sache war, das sie in die Schatzkammer eingebrochen sind? Ihr werdet es sehen… Jedenfalls soll Tem nun auch an Bord kommen und die Frage ist, ob der Halbdämon damit so klar kommt, nachdem er nie eine Schule besucht hat. Ivy wird auf jeden Fall nicht sehr begeistert davon sein. Nachdem die Simalia das Meer der Träume hinter sich gelassen hat, geht es nun zu den Feen. Aber auch hier zeigen sich die ersten Anzeichen von Kasim und die Feen sind in Verteidigungsstellung. Avena geht plötzlich auf Kuschelkurs und Fana muss natürlich wieder den Bereich betreten, der im Feenreich am gefährlichsten ist: Der verbotene Wald. Doch auch hier soll es nicht enden und nachdem Fana endlich heraus gefunden hat, wo sich der blaue Diamant befinden soll, passiert plötzlich einiges Schlag auf Schlag. Dabei ging mir ganz schön die Muffe und bei dem Ende ist mir alles aus dem Gesicht gefallen.

Liebe Frau Waldherr, das geht so nicht!

Ich war sowas von schockiert!

Der Schreibstil der Autorin hat immer noch Sogwirkung, ist leicht und locker und ich liebe ihre Art das Setting zu beschreiben. Auch wenn sich so langsam ein wenig eine übliche Herangehensweise einschleicht, stört mich das nicht wirklich, denn die Autorin hat selbst was die bekannten Nebencharaktere angeht, immer noch ordentliche Überraschungen für uns auf Lager. Man kann mit verfolgen, wie sie sich entwickeln und ein tolles Team bilden. Ich bin echt verblüfft gewesen und auch die Handlung spitzt sich mächtig zu. Ich kann es kaum erwarten, was im vierten Teil passiert, denn nun geht’s ans Eingemachte.

Ob Fana nun aufgibt? Oder wird sie einen Weg finden diese Enttäuschung zu verwinden. Ihr steht ein schlimmer Weg bevor und ich hoffe sie und ihre Freunde geben nicht auf. Patenia ist in Gefahr und nur die Tochter des Juwelenkönigs kann diese Katastrophe noch verhindern. Ob sie das schafft, müsst ihr selbst lesen, ich freue mich sehr auf den letzten Band und hoffe die Zeit bis dahin wird nicht so lang.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Einfach zauberhaft!

Kleiner Drache, komm da raus!
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Als ich “Kleiner Drache, komm da raus!” gesehen habe, war mir sofort klar, dass die Leseratten das brauchen. Sie sind zwar mit fast 4 Jahren und 6 Jahren schon etwas alt dafür, aber ich sag’s euch: Wir ...

Als ich “Kleiner Drache, komm da raus!” gesehen habe, war mir sofort klar, dass die Leseratten das brauchen. Sie sind zwar mit fast 4 Jahren und 6 Jahren schon etwas alt dafür, aber ich sag’s euch: Wir hatten so einen Spaß und gehen diese süße Buch nun schon zum siebten Mal durch!

Die Gestaltung ist einfach zum Niederknien. Große, farbenfrohe Bilder über die ganze Seite, punktuelle Details aber dafür riesig und so niedlich! Das Buch ist ein kleines Mit-mach-Abenteuer in dem sich ein Drachenei auf einer Seite in der Mitte befindet, und das Buch einem mitteilt, auf keinen Fall umzublättern! Man tut es aber natürlich trotzdem und lacht sich dann fröhlich darüber kaputt, wenn das Buch leicht schimpft und da Drachinchen aus dem Ei schlüpft. Man versucht dann mit kleinen Aufgaben, ein Missgeschick durch aktive Aufforderungen zu lösen und beobachtet die strahlenden Kinderaugen dabei, wie sie dem kleinen Drachinchen ein High Five geben und und und…

Ich muss gestehen, ich war von Beginn an gefesselt und selbst mir macht es Spaß mit den Leseratten diese süsse Geschichte zu erleben. Sie ist leider sehr kurz, was ich schade finde, weil man einfach noch ein bisschen mehr erleben möchte, aber was die Magie der Fantasie angeht, zu dem Tom Fletcher uns auffordert, war ich restlos begeistert.

Die Schreibweise der kurzen Sätze ist so mitreißend und voller positiver Energie, dass man sich dem gar nicht entziehen kann. Natürlich ist “Kleiner Drache, komm da raus eher etwas für kleinere Kinder gemacht, aber auch mein Großer musste lachen und hatte Spaß daran. Es kommt einfach auf das richtige Vorlesen an.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Eine schöne Geschichte

Der Hain hinter dem Herrenhaus
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Das Buch fasziniert mich allein schon wegen dem verspielten Cover, aber die zauberhaften Ornamente und vor allem die Widmung werde ich lange im Kopf behalten:


“Für alle, die das Gefühl haben, nicht ...

Das Buch fasziniert mich allein schon wegen dem verspielten Cover, aber die zauberhaften Ornamente und vor allem die Widmung werde ich lange im Kopf behalten:


“Für alle, die das Gefühl haben, nicht die Erwartungen zu erfüllen.
Das müsst ihr nicht. Ihr seid schon perfekt.”

(Widmung “Der Hain hinter dem Herrenhaus”)

Dieser Satz zieht sich auch durch die gesamte Handlung. Denn Konstantin ist ein Mann, der Geld, Kunst, Frauen und das schöne Leben liebt. Seinem Charme kann man sich kaum entziehen und er genießt es im Mittelpunkt zu stehen. Das gefällt seinen Eltern aber leider gar nicht, sodass sie ihn raus werfen. Er ist nicht der typische Held der Geschichte und das ändert sich auch bis zum Ende hin nicht wirklich. Konstantin erfährt zwar plötzlich, was es heißt eine “gute Partie” zu sein, jedoch hilft ihm das auch nicht, um sofort glücklich zu werden. Er hat Probleme damit seine alten Eigenschaften umzukrempeln und verfällt oft in alte Muster zurück. Er ist zwar nicht perfekt, aber irgendwie mag ich seine Ausstrahlung. Gerade durch seine Ecken und Kanten wirkt er echt und greifbar. Dadurch, dass wir das Buch aus der Ich – Perspektive lesen konnten, tauchen wir in die Gedanken des jungen von Heerstein ein und ich habe mich gut in ihn rein versetzen können. Was ich eben gerade hier interessant finde, ist die Tatsache, dass Jenny Woods ihren Protagonisten zwar damit kämpfen lässt, welche Erwartungen er erfüllen soll, sich die Pointe aber trotzdem anders verhält.

Sandrin, die Haushälterin und der Advokat waren sympathische Charaktere, die das ganze aufgelockert haben. Ich mag sie zwar gern, aber obwohl ich schnell erkannt habe, dass in Sandrin mehr steckt, fehlt mir hier ein wenig der Hintergrund. Ich hätte mir gerade bei ihr ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Die Schreibweise der Autorin hat mir gut gefallen. Passend zur Epoche wirkt es zwar etwas umständlich, aber dieser Wortstil gab mir das passende Gefühl für das Setting. Die Beschreibungen sind malerisch, ein wenig düster angehaucht und mit kleineren Steampunk Elementen versehen, was mich begeistern konnte.

Was ich leider etwas schade fand, war die Aufteilung der Handlung. Es hat, wenn man die Länge des Buches betrachtet, etwas gedauert, bis das mystische zur Geltung kam und dann ging gerade am Ende alles so ratzfatz, dass ich nicht wirklich hinterher kam. Ein paar Seiten mehr wären dann vielleicht schön gewesen und hätten mich mehr in diese Welt des magischen Hain´s eintauchen lassen.

Alles in allem ist “Der Hain hinter dem Herrenhaus” eine atmosphärische, kleine Geschichte mit tollen Wesen, spannenden Momenten und zartem Gefühl. Erzählt ist das Buch in der Art “Armer Lebemann erbt viel Geld und plötzlich geht das Abenteuer los” mit humorvollen Szenen und einer schönen Grundidee, die mich in der Umsetzung dann teilweise überzeugen konnte.