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Veröffentlicht am 13.02.2018

Knappe 4 Sterne - ich finde da geht noch was!

Silberschwingen 1: Erbin des Lichts
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Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in ...

Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in einer Nachsitzen-Stunde fast zusammen bricht und dann entführt wird, ändert sich alles in ihren Leben. Vorher war ihr größtes "Problem" den nächsten Wettbewerb im Staffellauf zu gewinnen. Jetzt hat es eher mit verrückten, gefederten Wesen zu tun und einer Gesellschaft, die dem jungen Mädchen mehr als altmodisch vor kommt.
Hilfe erhält sie dabei von Stellen, die ihr im Traum nicht eingefallen wären und bald muss sie eine unfassbar schwere Entscheidung treffen. Liebe oder Loyalität?
Und wer steht für was....

Die Leseprobe von "Silberschwingen" hat mich schon so gefesselt, dass ich mich echt gefreut habe, es endlich lesen zu dürfen. Thorn ist für eine fast 16-jährige ziemlich cool. Auf der einen Seite kann sie einem mit ihren Unsicherheiten und der leichten Naivität schon etwas auf den Keks gehen, vor allem ihr zeitweise sehr intensives Gejammere ist nicht jedermanns Sache. Auf der anderen Seite macht sie genau das aber erst authentisch. Denn Thorn ist trotzdem kämpferisch, temperamentvoll und sehr rechtschaffen. Ich finde sie recht sympathisch, muss aber gestehen, dass ich nicht grundsätzlich alles nach vollziehen kann, wie sie handelt.

Auf der männlichen Seite finden sich zwei sehr starke Protagonisten. Riley ist witzig, freundlich, beschützend und warmherzig, aber etwas zu leichtlebig und unvorsichtig. Dafür hat er ein großes Herz und seine liebenswürdige Art muss man einfach mögen.

Lucien hat eine ziemlich düstere Ausstrahlung, schwierige Ansichten und muss erst noch lernen für sich und vor allem für seine Gedanken und Entscheidungen einzustehen. Er ist klug, lässt sich aber noch zu sehr beeinflussen und sieht einfach noch nicht genau hin, was vor seinem Auge geschieht. Dabei ist er im Herzen unglaublich stark, liebevoll und beschützerisch. Manchmal sieht man diese Eigenschaften schon durch blitzen und wenn man so einen Blick auf seinen Kern erhascht, ist das wie ein Feuerfunke, der heiß aufflammt und Herzen entzündet. Aber es geht einfach noch mehr und ich bin auf seine Entwicklung gespannt.

Erzählt wurde der erste Teil der "Silberschwingen"- Reihe aus der Sicht von zwei Personen. Thorn, und der Sicht des düsteren Protagonisten Lucien. Ich finde es gerade in einem Buch mit zwei gegenüberstehen Gruppen sehr interessant unterschiedliche Denkweisen zu lesen. Emily Bold hat eine sehr lockere und leichte Schreibweise, angenehm und mitreißend. Die bildhaften Beschreibungen haben mich total gefesselt und mich das Setting förmlich vor meinen Augen sehen lassen. Es war echt klasse diese wunderschönen Plätze in London zu besuchen.

Die Handlung ist sehr spannend, etwas aggressiv angehaucht, könnte aber noch mehr Überraschungen vertragen. Durchsetzt mit vielen intensiven Emotionen fiebert man mit Thorn und ihrem Schicksal mit und kann das Buch fast nicht aus der Hand legen. Mir persönlich stand die Liebesgeschichte etwas zu sehr im Vordergrund und ich hätte mir mehr Handlung in Bezug auf die Gemeinschaft der Silberschwingen gewünscht, aber ich war trotzdem begeistert und habe mich mitreißen lassen - bis zum letzten Viertel des Buches.

Erst am Ende war ich echt enttäuscht. Ich weiß, es ist eine Dilogie und der Cliffhänger reißt auch wirklich so mit, dass ich unbedingt weiter lesen möchte. Es kann auch nicht gleich alles perfekt sein, aber so richtig konnte mich Emily Bold mit den Vorgängen am Ende nicht glücklich machen. Ich kann nicht den Finger drauf legen und möchte euch nicht Spoilern, aber ich hab Thorn ihr Verhalten nicht ganz so abgekauft und dieses extra dramatische Hin und Her empfand ich als etwas zu anstrengend und gewollt.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Zückt schon mal die Taschentücher...

Wie die Stille unter Wasser
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Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie ...

Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie schlich sich irgendwie in sein Herz und nach einem folgenschweren Abend gab es ein Versprechen und ein Symbol, dass das Leben beider verändern sollte. Und als es dazu kam, dass Maggie selbst der Anker werden sollte, stand sie vor einer schweren Entscheidung. Werden die Ketten der Vergangenheit die junge Frau weiterhin an ihre Ängste fesseln, oder wird sie denjenigen retten, der einst sie rettete?

Eigentlich muss ich ja ehrlich gestehen, dass ich immer noch hier sitze, weinend, mit einem Berg Taschentüchern um mich herum, nur weil ich noch einmal meine Gefühlswelt durch gehe um irgendwelche spröden Worte zu finden. Worte, die zeigen welch außergewöhnliche Geschichte ich erleben durfte, Worte die euch auch nur annähernd zeigen könnten, wie sehr ich " Wie die Stille unter Wasser " liebe. Ich glaube, dieses Mal geht es nicht. Ich bin sprachlos.

Die Autorin hat mit Maggie ein Mädchen und später eine junge Frau erschaffen, die ich unheimlich bewundere. Trotz dem, was ihr widerfahren ist, wurde sie zu einer so liebevollen und empathischen Person. Natürlich beherrschen sie ihre Ängste, aber innerhalb ihres Hauses, ist sie fast schon ein kleines Wunder. Sie hört alles, was andere nicht mal bemerken würden, wäre es still um sie herum. Maggie ist so aufopferungsvoll und trotzdem so stark. Und wie sie sich verändert, ist absolut überraschend und überwältigend. So echt, so gefühlsnah, ich konnte mich viel zu gut in sie rein versetzen.

Ich glaube, jeder wünscht sich einen Mann, wie Brooks an seiner Seite. Er ist nicht nur stark, witzig und charmant, er bringt dieses unglaublich positive Lebensgefühl ins Buch. Er baut nie Druck auf, ist immer einfach da und lässt Maggie sein, so wie sie ist. Diese Verbindung, dieses extreme Band zwischen den beiden ist unfassbar stark und die Emotionen sind so intensiv, dass man sie förmlich anfassen und festhalten könnte. Zudem ist Brooks aber auch sehr intelligent und einfühlsam, gelassen, und trotzdem frech und gewitzt. Ich habe ihm einen Platz in meinem Bücherherzen geschenkt.

Als ich den Grund für Maggies Zustand erfuhr, war ich mehr als schockiert und ich fühlte, wie sie erstarrte und mein Herz schmerzte so wahnsinnig in den Momenten, wenn Maggie ihre Panikattacken wieder und wieder durch macht.
Da das Buch aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere geschrieben wurde, steckt man so richtig tief in der Geschichte drin. Jedes Lächeln, jeder Fortschritt ist wie ein Sonnenstrahl, der durch das Buch scheint. Und jeder Rückschlag trifft den Leser so hart, dass es dich in den Grundfesten deines Seins erschüttert.

Die Art und Weise, wie Brittainy C. Cherry schreibt, ist phänomenal. Leicht und flüssig erzählt sie so eine schwere Geschichte, dass man völlig mitgerissen und von den Emotionen quasi umgeworfen wird. Ihr Wortschatz und vor allem ihre Art Dinge besonders zu umschreiben, anders als es so viele schon getan haben, verursachten mir ganze Niagarafälle von Tränen. Ich bin einfach überwältigt.

Auch die Nebencharaktere wurden mit so viel Liebe für Feinheiten kreiert. Jeder Einzelne geht einem irgendwie ans Herz und trägt etwas wichtiges zur Story bei. Und vor allem machen sie auch alle eine gewisse Wandlung durch. Am meisten liebe ich Cheryl, Calvin und Mrs. B. Ich könnte sie mir nicht weg denken.

Und wer jetzt denkt, nur eine rührselige Liebesgeschichte serviert zu bekommen, der irrt sich gewaltig. Hier lernt ihr, was Seelenverwandschaft bedeutet. Ihr lernt, dass zuhören oft mehr wert ist, als zu reden und wie Brittainy C. Cherry selbst formuliert hat...



》 Manchmal war der Regen angenehmer als die Sonne. Manchmal war der Schmerz erfüllender als das Gefühl zu heilen. Und manchmal waren die einzelnen Teile eines Puzzles schöner, wenn sie durcheinander lagen. 《 (Kapitel 37)



Ich kann eigentlich nur noch eins sagen. Lest das Buch!

Veröffentlicht am 10.02.2018

Nicht überzeugend

Verliere mich. Nicht.
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Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten ...

Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten Teil ging das leider unter. War Sage mir im ersten Band noch sympathisch und zollte ich ihr Respekt für ihren Ehrgeiz und ihre Stärke, verlor ich in der Fortsetzung etwas den Glauben an diese Eigenschaften. Ihr umständliches Denken und Handeln fühlte sich einfach nur zäh und hinhaltend an, was den Verlauf der Geschichte angeht. Sie konnte sich nur wenig selbst reflektieren, mutierte zu einer Zicke mit wenig Entschlossenheit Entscheidungen auch durch zu ziehen, und als sie dann doch die Wahl traf in die Wohnung zurück zu kehren, obwohl sie sich ja unbedingt von Luca fern halten wollte, war ich so genervt von dem seltsamen Hin und Her, dass ich das Buch kurzzeitig in die Ecke gelegt habe. Ich empfand sie als dermaßen anstrengend....

Luca ging mir auch nicht mehr unter die Haut. Es tut mir echt leid, aber wo war der Mann geblieben, der seinen Mund aufmachen konnte, um ein Problem anzusprechen. Warum ist er aus jeder schwierigen Situation geflüchtet. Und warum hat er Sage nicht auf manches angesprochen und es einfach so hin genommen. Ich finde es wirklich nicht logisch, wie er reagiert, zumal er eben ein einfühlsamer, aber impulsiver Charakter ist. Er wirkte schon manchmal authentisch, gerade wenn er so verständnisvoll und lieb mit Sage umging, aber es hat sich für mich seltsam angefühlt.

Die Schreibweise von Laura Kneidel ist eigentlich sehr flüssig und angenehm. Sie besitzt einen breit gefächerten Wortschatz und eine detaillierte Art zu beschreiben. Aber in dieser Dilogie ist es einfach zu viel. Es gibt so viele langatmige Stellen und im Gegensatz dazu ist das Ende so zusammen gepresst, dass man das Gefühl bekommt, die Autorin muss dann endlich mal schnell zum Ende kommen. Es war niederschmetternd, vor allem da die Lösung zum Schluss, meiner Meinung nach völlig unwirklich ist. Ich fände es besser, wenn ein Ende zum Buch passt. Ich brauche keine verschönerten Tatsachen, nur damit ich mich als Leser vielleicht besser fühle.

Das Cover finde ich ganz hübsch. Es ist einfach mal was anderes und macht sich gut im Schrank.

Abschließend kann ich sagen, dass die zwei Bücher dieser Reihe von Laura Kneidel nicht unbedingt schlecht sind, aber für mich persönlich auch nicht wirklich gut. Man hätte das ganze knackiger zusammen fassen und es bei einem Buch belassen können. Dann wären vielleicht diese zu langwierigen Passagen weniger gewesen. Und vielleicht wäre auch diese Veränderung in den Charakteren nicht so extrem aufgefallen. 

Veröffentlicht am 05.02.2018

Ich habe mich einfach amüsiert.... <3

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!
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"Der Höhepunkt einer Frau ist wie Sommerferien, Weihnachtsabend und Urlaub auf den Fidschi-Inseln, vereint zu einem fantastischen Bündel Glückseligkeit, das die Fensterscheiben fast zum Bersten bringt. ...

"Der Höhepunkt einer Frau ist wie Sommerferien, Weihnachtsabend und Urlaub auf den Fidschi-Inseln, vereint zu einem fantastischen Bündel Glückseligkeit, das die Fensterscheiben fast zum Bersten bringt. Verdammt, wenn wir die Schönheit und Energie einer Frau beim Orgasmus einfangen und nutzen könnten, würde das wahrscheinlich ausreichen, um ganze Städte mit Strom zu versorgen, die globale Erwärmung zu stoppen und für den Weltfrieden zu sorgen." (S. 7)



Allein schon der Prolog zeigt uns in welche Richtung Lauren Blakely uns dieses Mal führen wird. Wer also auf absolute Tiefgründigkeit hofft, ist hier vielleicht etwas fehl am Platz. Und dennoch... aber beginnen wir am Anfang.

Harper Holiday, die Schwester von Spencer aus dem ersten Teil "Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir ", ist Single, sexy, liebenswürdig und absolut vertrottelt, wenn es um die Kontaktaufnahme zu fremden männlichen Wesen geht. Das beweist Harper Nick auch prompt, als sie in einem Café auf einen Kunden für ihre magische Show trifft. Der beste Freund ihres Bruders, auch Mr. Orgasmus genannt, versucht ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und obwohl er heimlich ganz andere Gefühle für Harper hegt, lässt er sich auf ein gewagtes Unterfangen ein.

Da das Buch aus der Sicht von Nick geschrieben ist, bleibt mir die Gefühlswelt von Harper völlig verschlossen. Nur durch kleine Anzeichen von Mimik und Gestik kann ich erkennen, was in der jungen Frau vorgeht. Und ehrlich: Ich finde es fantastisch. Die Autorin hat wirklich Talent dafür mit diesen Feinheiten zu spielen.

Einen so heißen Liebesroman aus der Sicht eines Mannes zu erleben ist wirklich mal wieder was erfrischendes. Nick ist ehrlich, direkt, warmherzig, intelligent und echt versaut. Ernsthaft! Dieser Zeichner von Cartoonserien hat eine so lebhafte Fantasie, dass einem entweder ständig heiß wird oder man nur noch grinsen kann.

Es kommt echt viel S.E.X. vor. All zuviel tiefgründige Gespräche werden nicht geführt, aber das Problem, bei dem Nick Harper hilft, ist lebensverändernd. Die Art und Weise wie Lauren Blakely den Protagonisten als Helden der weiblichen Höhepunkte darstellt ist witzig und etwas irre. Aber wenn man mal hinter die Fassade geblickt hat, fällt einem auf, wie liebevoll und fürsorglich Nick ist. Mit welcher ehrlichen Hingabe er seinen Weg geht, beruflich wie privat, und mit welch beeindruckender Beobachtungsgabe er auf seine Angebeteten reagieren kann. Fingerspitzengefühl ist sein Steckenpferd.

Die Geschichte ist unterhaltsam, leicht und sehr humorvoll, besitzt aber die nötige Ernsthaftigkeit um nicht platt zu wirken. Sie kommt zum Glück ohne diesen wahnsinnig überdramatischen Hang aus, auch wenn natürlich schon ein bisschen was zum mitfiebern eingebaut wurde. Dafür knistert es gewaltig und die Anziehungskraft ist förmlich greifbar!

Die Persönlichkeiten und auch das ganze Grundgefühl von "Mr. O - Ich darf dich nicht verführen" ist einfach mal so richtig positiv und locker.

Lauren Blakely hat eine unvergleichliche Schreibweise. Sie reißt mit, nimmt kein Blatt vor den Mund und schafft es mit ihrer schonungslosen Direktheit gerade was die zwischenmenschlichen Beziehungen angeht, uns zu schockieren, zu begeistern und zu amüsieren. Auch dieser Teil ist in sich abgeschlossen und ich hoffe wir lesen noch viel mehr!!! Natürlich muss ich euch auch ganz ehrlich gestehen, es ist wirklich ein Buch, in dem es hauptsächlich um ein Thema geht: Der Orgasmus der Frau und wie Nick ihn den glücklichen verschaffen kann, aber wenn man den Klappentext liest, sollte man ungefähr wissen auf was man sich einlässt und ja... ich hatte einfach Spaß dran und habe es nicht zu ernst genommen. 

Schnulzig, sexy und einfach was für Zwischendurch. Ich finde "Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!" klasse.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Phänomenal!

Nemesis
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ACHTUNG!
Das ist eine Rezension zum 2 Teil der Reihe. Spoiler zum ersten Band sind enthalten!!!

Nach dem ersten Band, in dem Eve alle retten konnte, aber schwanger in ihre Welt zurückkehren musste, habe ...

ACHTUNG!
Das ist eine Rezension zum 2 Teil der Reihe. Spoiler zum ersten Band sind enthalten!!!

Nach dem ersten Band, in dem Eve alle retten konnte, aber schwanger in ihre Welt zurückkehren musste, habe ich immer auf einen zweiten Teil gehofft. Zurück in ihrer Welt ist ihr einzigster Wunsch zurück nach Mareia zu gelangen, also forscht sie tagtäglich daran um ein neues LogIn Modul zu erfinden. Nebenbei zieht sie ihre Tochter Liz auf, die ihr einzigster Schatz aus der unbekannten Welt ist. Als es endlich passiert und die Göttin wieder vor ihr steht, möchte Eve vor lauter Schock am Liebsten wieder verschwinden. Denn der Wettstreit soll wiederholt werden und diesmal ist die Hüterin eine andere....

Liz ist echt eine richtig typische Mischung aus Eve und Lucian. Ob das Aussehen oder der Charakter. Sie hat von beiden die besten Eigenschaften und Merkmale abbekommen und ich hab mich manchmal schon sehr über ihre Sprüche und ihre fast schon grobe Art amüsiert. Und doch ist sie im Herzen sehr unsicher und ziemlich aufgeschmissen, wenn ihre Mutter nicht an ihrer Seite ist. Zu Beginn wollte ich ihr oft mal in den Hintern treten, da sie ab und zu etwas die ignorante Prinzessin raus lässt. Aber das ändert sich schnell und Elizabeth findet ihre Stärke und die Kraft dazu sich ihrem Schicksal zu stellen. Hängt das doch auch stark mit einem ganz besonderen Wächter an ihrer Seite zusammen. Vor allem in den Situationen mit den härtesten Entscheidungen habe ich großen Respekt vor ihr und man sieht dann sehr gut, wie sie sich entwickelt. Liz macht ihrem besonderen Namen alle Ehre.

Lucian ist typisch Lucian und doch hat man ab und zu das Gefühl, einen anderen vor sich zu haben. Ihm wieder zu begegnen war, wie wenn man eine Erinnerung neu aufrollt und sich fragt ob man sich richtig erinnert. Intensiver, temperamentvoller und noch besser als vorher. Ich liebe ihn. Er ist so rau und ausdrucksstark.

Auch Narissa und Vince sind absolut typisch. Sie ist biestig, selbstbewusst und ein total starker Charakter mit vorlautem Mundwerk. Und Vince ist ruhig und gediegen, außer es geht um... Aber lest selbst.

Seth ist so ganz anders als ich ihn mir vorgestellt habe. Auch er war zu Beginn der Geschichte sowas von doof. kicher Ich wollte ihn schütteln und ihm ein Rückgrat einbauen. Aber es passte einfach. Seine Reifung von einem schwächlichen, ängstlichen Jungen zu einem selbstbewussten, stärkeren Mann mit Ausstrahlung trägt wichtige Aspekte zur Handlung bei und ich könnte es mir nun nicht mehr anders vorstellen. Wenn man hinter seine Mauer aus Schutz blickt, kann man sich nicht mehr lösen. Ich finde ihn sehr sympathisch und faszinierend.

Die Charaktere, wie auch die Handlung ist authentisch und gerade gegen Ende wirklich toll durchdacht. Auch wenn ich zuerst der Autorin schon gerne an die Gurgel gehüpft wäre, muss ich doch einsehen, dass ihre Lösung wunderschön und sehr passend war. Ich habe Rotz und Wasser geheult, aus Traurigkeit, vor lauter Rührung und aus Mitgefühl. Ich habe gelacht, gelitten und war schockiert, wie auch amüsiert und auch wenn ich mir ein paar Sachen anders erhofft habe, gibt es im Nachhinein Sinn, wie die Handlung geendet hat. Mittlerweile habe ich eine Nacht darüber geschlafen und auch wenn mein Herz immer noch wehmütig wimmert und darauf hofft, dass alles sofort perfekt wäre, möchte ich es nicht anders haben. Ich wäre enttäuscht gewesen, hätte man mir vorhersehbare, platte Attitüden vorgesetzt. Aber das hat Asuka nicht.

Ich muss auch sagen, dass mir bezogen auf die Leichtigkeit und den Lesefluss der zweite Teil sogar besser gefallen hat als der Erste. Manchmal hatte ich in den Büchern der Schriftstellerin Probleme mit zu vielen gedanklichen Erläuterungen. Auch im ersten Band der Reihe. Es wurde mir dann ab und zu etwas zu zäh, aber in "Nemesis: Feuer & Sturm" kam das überhaupt nicht vor!!! Ich habe ihn innerhalb weniger Tage an einem Stück durch gelesen und mich nie gelangweilt. Im Gegenteil. Durch die vielen Vorkommnisse, die Erinnerungen und alles was sich um Eve dreht, dazu aber trotzdem das neue Abenteuer, dass sich ja doch mehr um ihre Tochter, auch gerade zum Ende hin, dreht, ist so viel los, dass man kaum zum Durchatmen kommt. Es hält auf Trapp und macht ständig Lust auf mehr. Ich konnte es nicht aus der Hand legen!!!

Das Buch wurde in der ersten Hälfte hauptsächlich aus der Sicht von Eve und ein paar Kapiel aus Lucians geschrieben. Es war natürlich auch sehr interessant zu sehen wie Eve wieder in einer Welt ankommt, in der sie alle kennt und alles weiß, aber niemand sich an Eve erinnert. Später kamen dann auch noch Kapitel aus der Sicht von Liz dazu. Das machte die ganze Geschichte einfach lockerer und viel interessanter. Ich bin normalerweise nicht so der Fan von zu vielen verschiedenen Erzählern, da ich mich dann nicht so gut rein versetzen kann, aber hier war das ganz natürlich. Es floss einfach so weiter, wenn ihr versteht was ich meine. Aufregend, spannend, mit einer heißen Liebesgeschichte versehen, aber trotzdem auch brutal und sehr dramatisch, konnte Asuka Lionera mich absolut mitreißen.

"Nemesis: Feuer & Sturm" ist der 2. Teil nach "Nemesis: Hüterin des Feuers" und um die Handlung zu verstehen ist es unbedingt nötig Teil 1 gelesen zu haben!

Ich empfehle euch es wirklich zu lesen. Das Abenteuer ist großartig und die Idee dahinter kreativ, romantisch und wunderschön.

Eine Bitte hätte ich dann aber doch an Asuka: Schreib doch einfach noch einen dritten Band. xD