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Veröffentlicht am 01.08.2017

Wahnsinn!!!

Wie die Luft zum Atmen
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Zurück gelassen und dennoch musste man funktionieren. Nur wie soll das gehen, wenn dein Herz und deine Seele zerbrochen sind? Wie den Schmerz verkraften, der mit immenser Geschwindigkeit deinen Körper ...

Zurück gelassen und dennoch musste man funktionieren. Nur wie soll das gehen, wenn dein Herz und deine Seele zerbrochen sind? Wie den Schmerz verkraften, der mit immenser Geschwindigkeit deinen Körper durchläuft, ohne Grenze, ohne abzuflauen, immer wieder geschürt durch die kleinen und größeren Erinnerungen? Wie sollte man atmen, wenn die Zeit in dem Moment still stand, als ein Leben zu Ende ging, die lebensnotwendige Fähigkeit deiner Lunge den Dienst versagte, einfach weil es nicht mehr ertragbar war....

Ich denke Elizabeth war sich dem selbst nicht bewusst, aber eins war gewiss. Bei ihrer Mutter hielt sie es nach diesem Jahr keinen weiteren Tag mehr aus. Sie schnappte sich Emma und zog zurück in das Haus. Ihr Zuhause, so kalt und verlassen, nach diesem einen Tag, der ihre heile Welt zum Einsturz gebracht hatte.

Der neue Mann im Dorf, kalt, gemein und anscheinend herzlos, zeigte ihr schon am ersten Tag deutlich, was er von ihr hielt. Aber das konnte Liz nicht beeindrucken. Fand sie doch in seinen sturmgrauen Augen den gleichen Schmerz, den selben Ausdruck und die schon bekannte Ruhelosigkeit, wie in ihren.

Anfangs war ich von Liz und Tristan einfach fasziniert. Beide gehen auf ihre Art mit der jeweiligen Situation um - mal besser, mal schlechter, begegnen sich in eher ungünstigen oder fast schon explodierenden Situationen und trotzdem gibt es da von Beginn an diese intensive Verbindung, fast schon ein Draht von Herz zu Herz, ein geteilter Schmerz, der deshalb nicht weniger wurde, aber einen Hauch erträglicher. Und ich war sofort gefesselt von allem. Der Traurigkeit in ihren Gedanken, der verzweifelten Sehnsucht nach der Möglichkeit etwas ungeschehen zu machen. Ich fühlte mich zerrissen, fühlte das Leid und die ausweglosen Gedanken. Es tat mir in der Seele weh.

Und als dann ein kleiner Hoffnungsschimmer aufkam, war ich sofort Feuer und Flamme, wollte sie unterstützen, mit ihnen lachen und diesen Funken neu entstehen sehen. Aber "Wie die Luft zum Atmen" ist schlimmer als eine Achterbahnfahrt der Gefühle, und auf jeden guten kam ein schlechter Moment. Auf die netten Gesten ein Schlag in den Magen und ich sah zwei Menschen kämpfen... um die Liebe, ihr Herz, das Licht am Ende des dunklen Tunnels - einfach darum, ins Leben zurück zu kommen und es verdient zu haben vielleicht noch einmal glücklich zu werden.

Brittainy C. Cherry hat ein Werk geschaffen, dass mich zum Nachdenken angeregt hat, das mich tief berührt und mein Welt ein kleines Stück verändert hat. Sie hat mir gezeigt, wie man an Glück festhalten kann, selbst wenn die Situation auch noch so schlimm sein mag. Flüssig und leicht, aber so intensiv und wortgewandt hat sie mich sofort abgeholt. Ich habe das Buch nicht aus der Hand gelegt.

Der erste Band der "Romance Elements" - Reihe ist in sich abgeschlossen und daher einzeln lesbar. Er wurde aus den beiden Sichten von Tristan und Elizabeth erzählt.

Die Charaktere haben mich verblüfft und schockiert. Ob die beste Freundin, mit einer obszön großen frechen Klappe, die lieben Großeltern, der beste Freund Tanner oder auch der verrückte Händler eines Ramschladens im Ort. Sie waren detailliert, mit vielen verschiedenen Facetten bereichert und rundeten das Buch erst ab.

Mit dieser Handlung hab ich überhaupt nicht gerechnet und ich bin wahrlich aus allen Wolken gefallen. Denn im letzten Drittel zieht die Autorin eine Spannung aus dem Hut - es passierte etwas, dass mich aus den Socken gehauen hat und ich habe es nicht kommen sehen. Wow! Das war nervenaufreibend ohne Ende!

Eigentlich ist es wirklich schwer, für so eine phänomenale Geschichte die entsprechenden Worte zu finden. Ich habe das Gefühl, noch nicht mal ansatzweise erklären zu können, was beim lesen in mir vor ging. Trotz der Dramatik habe ich aufgrund von sarkastischen Dialogen oder frechem Geplänkel herzhaft gelacht. Ich habe etliche Stellen markiert, die ich wunderschön finde und bei denen man einfach "zwischen den Zeilen " lesen sollte. Ich habe ein Stück meines Herzens an die zarte Liebesgeschichte verloren und ich habe geweint - viele bittere und auch erleichterte Tränen....

"Wie die Luft zum Atmen" ist eins meiner absoluten Highlights und ich bin froh, es gelesen zu haben. Ein Must - Read!

Veröffentlicht am 30.07.2017

Für mich eine Überraschung...

Conversion (Band 1)
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Eigentlich habe ich mich an Dystopien nie so richtig ran getraut. Aber die Ausschnitte und vor allem der Klappentext von "Conversion - Zwischen Tag und Nacht" haben mich so zum Grinsen gebracht, dass ich ...

Eigentlich habe ich mich an Dystopien nie so richtig ran getraut. Aber die Ausschnitte und vor allem der Klappentext von "Conversion - Zwischen Tag und Nacht" haben mich so zum Grinsen gebracht, dass ich es unbedingt lesen wollte. Und ich bin so froh! Das war für mich das erste Buch aus dem Sternensand Verlag, und somit auch das erste Buch dieser zwei talentierten Autorinnen, und ich weiß mit Sicherheit jetzt schon - das war nicht das letzte.

Im Prinzip geht es darum das Skya - eine Diés, wohnhaft auf der gleichnamigen Insel, die Göttin Solaris anbetet und Zero - ein Nox, wohnhaft auf deren gleichnamiger Insel, den Gott Lunos anbetet. Beide Völker leben unter einer riesigen Barriere mitten im Meer als Nachbarn auf ihren Inseln, sind stark verfeindet und Beziehungen sind zwischen ihnen sowieso verboten. Als ihre Freundin Mona aber von einem Nox schwanger wird, muss Skya eine Lösung finden. In Diés würde sie sofort hingerichtet werden und so begeben sich die zwei nach Nox um mit dem Vater beratschlagen zu können, was wie nun machen. Der arrogante Zero und die temperamentvolle Skya müssen nun leider miteinander auskommen und dabei finden sie so einige seltsame Dinge heraus, welche die Oberhäupter der Inseln wohl für sich behalten wollten. Ob sie Mona retten können? Oder stirbt sie bei der Geburt des Kindes eh, denn nichts anderes soll Diés - Müttern von Nox - Kindern passieren...

Die Schreibweise ist flüssig und locker, versehen mit coolen schlagfertigen Sprüchen, Charakteren mit viel Herz und Persönlichkeit und einer nervenaufreibenden Story. Ich hab dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen und bin schon so auf das Finale gespannt. "Conversion - Zwischen Tag und Nacht" ist der erste Band einer Dilogie. Er ist abwechselnd aus der Sicht von Skya und Zero geschrieben, was ich persönlich echt super finde, da man in beide Sichten der Völker eintauchen kann und hautnah mit erlebt, wie alt eingefahrene Ansichten bröckeln, Hass umschlägt und sich neue Freundschaften und Verbindungen bilden.

Skya ist sehr intelligent, was auch ein Stück von ihrer Begabung kommt. Sie ist aufopferungsvoll, weise und trotzdem frech und überschäumend in ihrem Tatendrang. Sie würde alles geben, für die Menschen, die sie liebt. Und was ich besonders toll an ihr finde ist, dass sie nicht so ewig an alten Vorurteilen fest hält, wenn sie sich logisch erklären kann, dass da was nicht stimmen kann. Ich mag sie sehr.

Zero ist ein kleiner arroganter Macho, aber mit einem riesigen weichen Herz. Er ist etwas vom Weg abgekommen und muss innerhalb der Story etwas zu sich und seinen Überzeugungen zurück finden. Ich bin begeistert von seiner harten Schale, da er wirklich ein prächtiger Anführer wäre, aber ich liebe es dass er schützt was er liebt. Mit allen Mitteln. Auch er braucht nicht ewig um seine anerzogenen Ansichten in Frage zu stellen, ist aber ein bisschen langsamer als Skya. Respekt habe ich davor, dass er sich trotz dessen nicht vorlügen muss, dass er Skya nicht attraktiv finden würde.

Die Handlung ist dramatisch, die Vorkommnisse heftig und die Gefahr wirklich heftig. Es ist nie langweilig und durch den flüssigen Stil der Autorinnen bin ich nur so über die Seiten geflogen. Die Welt ist einfach und verständlich aufgebaut und ich hatte wirklich Spaß an der Story. Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt und hoffe der kommt bald.

Veröffentlicht am 25.07.2017

Eine süsse Story..

STRIKE - oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden
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Sophie und Strike.

Das Mädchen aus geordneten Verhältnissen und der Junge, der in der Gosse leben muss....

Ich habe "Strike" im Laufe der #5weeks5books Challenge auf Facebook gesichtet und der Klappentext, ...

Sophie und Strike.

Das Mädchen aus geordneten Verhältnissen und der Junge, der in der Gosse leben muss....

Ich habe "Strike" im Laufe der #5weeks5books Challenge auf Facebook gesichtet und der Klappentext, ja sogar der ungewöhnliche Titel des Buches haben mich neugierig gemacht. Sophie lebt unter liebevollen Eltern, in behüteten Verhältnissen in einem schönen Haus. Sie ist 18, hat einen Führerschein, eine verrückte Mädchenclique und ist mit der negativen Seite des Lebens noch nicht wirklich in Berührung gekommen. Das wiederum macht sich einfach bemerkbar. Sie ist naiv, leichtgläubig und einfach sehr zart. Sie kann ihre Meinung vertreten, wirkt aber manchmal wie ein kleiner Welpe, der die Realität noch nicht auf die harte Tour erleben musste.

Bis sie auf Strike trifft, der auf der Straße lebt, Probleme mit Betäubungsmitteln und bei Gewitter zitternd in einer Ecke sitzt. Er strahlt eine Mischung aus Verletzlichkeit, Selbstbewusstsein und dem typischen "Zu-schön-um-wahr-zu-sein"- Gefühl aus. Strike und Sophie begeben sich auf ein irres Abenteuer und beide werden auf dem Weg wachsen, sich verändern und ein Stück weit zu sich selbst finden.

Die Schreibweise von Katharina Wolf ist leicht und flüssig. Leider hab ich mich die ersten 35% des Buches echt schwer getan. Warum? Weil mir die heile Welt von Sophie einfach viel zu rosa beschrieben wurde und das nicht nur positiv, sondern so übertrieben Friede - Freude - Eierkuchen war. Es war einfach zu viel.

Aber danach hat sich das Klima in der Geschichte verändert und ich habe "Strike" in einem Zug durch gelesen. Mir waren die Protagonisten zeitweise etwas zu naiv und manche Sachen gingen mir einfach zu schnell. Bzw. fehlte mir der intensive Bezug zu den einzelnen Handlungen. Ich fand es toll, wie sich die Verbindung zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen aufgebaut hat und ich mochte vor allem Strike´s liebevolle Art. Er war so echt, einfach gestrickt und so süß in seiner Ausstrahlung. Man hatte das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen und ihn zu beschützen, genau wie Sophie. Hier und da fehlten mir ein paar kleine Details in der Verhaltensweise, auch gerade von den Nebencharakteren. 

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Sophie. Das war angenehm zu lesen, wobei ich mir bei diesen unterschiedlichen Welten, in denen die zwei leben, wirklich auch eine männliche Erzählsicht gewünscht hätte. Ich wäre unglaublich gerne tiefer in Strike´s Gefühlswelt eingetaucht. 

Die Emotionen haben mich schon ergriffen. Die zarten romantischen Gefühle wärmten mein Herz und das tragische Schicksal um den jungen Mann war erschütternd. Seine Verzweiflung herzzerreißend und sein Denken, grad was sich selbst betrifft, wirklich hart zu verkraften. Genau deshalb wäre es wirklich cool gewesen, wenn auch er "gesprochen" hätte.
Alles in allem ist es eine süße Geschichte für Zwischendurch, die mich unterhalten hat, die mich aber nicht zu einhundert Prozent vom Hocker hauen konnte.

Veröffentlicht am 25.07.2017

Ich hab was anderes erwartet...

Wenn ich dich nicht erfunden hätte
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Achtung Achtung! Diese Rezension enthält zum ersten Mal kleine Spoiler! Wer das Buch noch lesen möchte, bitte jetzt weiter klicken!



Leo zieht mit 18 vom Lande in die große Stadt Hamburg um Anglistik ...

Achtung Achtung! Diese Rezension enthält zum ersten Mal kleine Spoiler! Wer das Buch noch lesen möchte, bitte jetzt weiter klicken!



Leo zieht mit 18 vom Lande in die große Stadt Hamburg um Anglistik zu studieren. Ihr ganzes Leben lang schwärmt die Hornspielerin schon für Kimo, ihren alten Kindergartenfreund. Das der zufällig auch dort studiert, wäre ja ganz praktisch, wenn Leo nicht plötzlich über Loris stolpern würde. Nach einer ziemlichen Wohnungskatastrophe zieht sie in die WG der ganz anderen Art und verliebt sich.

Und da geht es leider schon los. Leo ist ein 18 jähriges Mädchen. Das man da noch etwas naiv und verrückt ist, alles lockerer nimmt und auch nicht die besten Entscheidungen trifft, seh ich ihr ja noch nach. Das wäre vielleicht auch noch ganz süss, wäre ihre Naivität nicht so derart in Dummheit umgeschlagen. Ich war so genervt. Ich wollte sie schütteln und fragen ob sie vielleicht als Kind in einer Glitzerwelt eingesperrt war, oder man sie auf dem Dachboden aufgezogen hat. Selbst wenn man auf dem Lande groß gezogen wird, kommt man nicht so unwissend daher.

Loris fand ich ziemlich cool dargestellt, wenn er auch einfach den unsympathischen Part in der Story hatte. Natürlich ist er ein Arsch und will sich nicht verändern. Aber er wirkt eben auch echt und seine Art hat in der Story noch was raus gerissen. Das man ihm dann aber nicht mehr zu getraut hat, fand ich schade und ob ein Playboy, der echt tiefe Probleme hat und jedes Mädel im Umkreis flach legt, so eine klammernde und naive Freundin will, sei mal dahin gestellt.

Von der hoffnungslosen Liebelei der Geschichte war ich direkt schockiert. Natürlich kann man sich auch alles schön reden, was Leo recht gut mit ihrer Denkweise schafft, aber Halleluja. Ich finde hier hat es die Autorin sehr übertrieben und Leo damit nicht wirklich geschmeichelt.

Das Ende hat mich dann regelrecht wütend gemacht. Ich verstehe, das man auch Bücher schreiben möchte, in denen nicht der Bad Boy das gute Mädchen bekommt. Aber welcher normale Mensch lässt nach ewigen vielen, ergreifenden und dramatischen Erlebnissen einen anderen, der nach Hilfe fast schon bettelt, fallen wie eine heiße Kartoffel? Ehrlich... mir hat es den Boden unter den Füßen weg gerissen.

Hätte Julia Dibbern nicht so eine tolle und flüssige Schreibweise, hätte das Buch keine 80 Seiten bei mir durch gehalten. Ihr Stil passt zu einem Jugendbuch, ist frisch und spritzig und besitzt ein paar durchaus unterhaltsame Situationen. Die Emotionen aber haben mich nur bedingt mitgerissen. Ich konnte mich mit keinem Charakter identifizieren, da auch der Background dieser nicht so richtig aufgegriffen wurde.

Leider war das Buch für mich kein wirkliches Lesevergnügen und die Schreibweise von Julia Dibbern konnte das nicht mehr raus reißen. Das tut mir wirklich leid, da ich in der Autorin wirklich Talent zu schreibe.

Veröffentlicht am 25.07.2017

Echt süss

Keep on Dreaming
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Katinka, Juli, Levin und Jako betreiben einen richtig coolen Musikblog namens Listen up. Wie das bei Teenagern im Alter von 16 Jahren so ist, gibt es hier und da Stress mit Eltern, Gefühlsschwankungen ...

Katinka, Juli, Levin und Jako betreiben einen richtig coolen Musikblog namens Listen up. Wie das bei Teenagern im Alter von 16 Jahren so ist, gibt es hier und da Stress mit Eltern, Gefühlsschwankungen und massig Kopfzerbrechen über die eigenen Entscheidungen. Soll Katinka sich auf den Weg zu einem Abenteuer machen, wobei man bei Musikern nie so recht weiß, woran man ist, oder schlägt ihr Herz doch für einen anderen?

In "Keep on Dreaming" gibt es eine Handvoll Charaktere, die den Lauf der Geschichte maßgebend bestimmen. Sie sind alle unterschiedlich, aber relativ einfach gehalten, was die Tiefe der Persönlichkeit angeht. Trotzdem war es eine positive Atmosphäre um die kleine Clique.

Hauptsächlich dreht sich im ersten Teil der "Stay tuned" - Reihe um Katinka und die Story ist auch aus ihrer Sicht geschrieben. Sie hat mit einigen Ereignissen zu kämpfen und versucht ihrem Gefühlschaos auf den Grund zu gehen. Sie wirkt frech, recht selbstbewusst und trotzdem manchmal unsicher. Doch genau dieses Mischmasch macht sie total authentisch. Ich konnte mich sehr gut in sie rein versetzen, da ihre Denkweise wirklich typisch für ihr Alter war.

Jako ist mir in der Handlung leider echt zu kurz gekommen. Und der Spagat zum heißen James gewagt. Aber dadurch, dass Katinkas Handlungen so echt waren, konnte ich beide Kerle und die Ereignisse um die zwei nachvollziehen. Wenn man selbst mal überlegt, wie man mit 16 gewesen ist -  ich hätte es wahrscheinlich nicht anders gemacht. lach Aber bei beiden Charakteren fehlt einfach was. Am Ende hätte ich mir einfach noch Aussprachen gewünscht. Das ging mir dann zu unkompliziert und einfach.

Die Schreibweise von Kira Minttu ist recht locker und ihre Wortwahl einfach gehalten. So passt es super zu den jugendlichen Protagonisten. Man ist nach ein paar Seiten schnell gefesselt und fliegt nur so über die Seiten. Ab und zu fand ich anfangs den Lesefluss etwas holprig. Manche Satzgefüge klangen einen Hauch zu aufgezählt, aber das war wirklich nur in den ersten 2-3 Kapiteln so und dann lief es flüssig.

Kira Minttu hat es geschafft mich nochmal in meine Teenagerzeit zu versetzen, mit viel Drama, Gefühlsachterbahnen - Herzschmerz und Glückstrubel innerhalb weniger Seiten - und vielen verrückten Gedanken. Wer einfach mal wieder in diese Zeit abtauchen will, ist hier genau richtig. Die Emotionen waren intensiv genug um sie nach fühlen zu können und die Autorin beweist Fingerspitzengefühl um das junge Mädchen ohne viel Kitsch, dafür mit Humor und frechen Dialogen durch das erste "Verliebt sein" zu führen

Das Cover finde ich total cool. Es ist einfach mal lässig, nicht so kitschig und passt echt gut zum Inhalt, da die Clique auch eher eine legerere Grundstimmung ausstrahlt.

Vielen Dank an ink Rebels und den Amrun Verlag für das Rezensionsexemplar!