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Veröffentlicht am 27.08.2025

Wunderbar für entspannte Lesestunden

Dungeons & Drama
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Meine Meinung

Während ich letzte Woche mal eine andere Thalia-Filiale aufgesucht habe, als ich gewöhnlich tue, bin ich über dieses kleine Schätzchen gestolpert. Sowohl das Cover als auch der Inhalt haben ...

Meine Meinung

Während ich letzte Woche mal eine andere Thalia-Filiale aufgesucht habe, als ich gewöhnlich tue, bin ich über dieses kleine Schätzchen gestolpert. Sowohl das Cover als auch der Inhalt haben mich sofort angesprochen, also habe ich das Buch gekauft und zeitnah gelesen.
Wir erleben das komplette Buch ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Riley. Wie uns der Klapptext bereits verrät, geht sie mit ihrem Kollegen Nathan den Deal ein, fake-miteinander-auszugehen. Riley ist eine Frohnatur, lebendig, immer übersprudelnd vor Energie und Leidenschaft mit einem Hang zu Theatralik und der großen Liebe zu Musicals. Riley geht noch zur Highschool und ist dementsprechend noch jung – was wir auch merken. Riley scheint nicht jede ihrer Handlungen bis zum Ende zu durchdenken – wie ihr illegaler Ausflug mit dem Auto ihrer Mutter und die darauffolgende Strafe im Laden ihres Dads zu arbeiten, sehr deutlich zeigt. Grundsätzlich mag ich Riley, hatte aber auch den Eindruck, dass sie ihre eigenen Wünsche gerne vor die der anderen stellt. Auf der anderen Seite ist sie ebenso engagiert und bereit für ihre Träume zu kämpfen. Nur was ihre eigenen Gefühle angeht scheint sie sich offensichtlich etwas schwer zu tun.
Dadurch, dass es keinerlei Kapitel aus Nathans Sicht gibt, ist es insgesamt etwas schwerer seine Intentionen zu erkennen. Doch, ähnlich wie auch Riley, mag ich ihn sehr gerne. Gerade seine leicht nerdige, aber immer freundliche Art hat mir gut gefallen. Ich hätte gerne mehr von seinem Leben, seiner Familie und damit einhergehend seiner Einsamkeit gesehen, um ihn mehr Tiefgründigkeit zu verleihen.
Die Nebencharaktere dieses verspielten Liebesromans geben der Geschichte eine herrliche Authentizität und Lebendigkeit, die ich in vielen anderen Büchern vergeblich gesucht habe. Gerade Rileys beste Freundin und Nathans Freund Lukas ergeben eine tolle Kombination, die sich perfekt in die gesamte Gruppendynamik einspielen.
„Dungeons & Drama“ ist kein weltveränderndes und überraschendes Buch, sondern eher eine schöne und entspannte Geschichte für Zwischendurch, die mit Liebenswürdigkeit und Liebe für das Detail glänzt. Ich hätte gerne die ein oder andere Überraschung gehabt oder den ein oder anderen Charakter, der nicht im Vorneherein einem bestimmten Stereotyp entspricht.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, einfach und toll verständlich. Das Setting könnte insgesamt ausgearbeiteter sein, was mich nicht davon abgehalten hat, mich in das „Sword and Board Games“ zu verlieben.
Ich würde, trotz kleinerer Schwächen in Zukunft auf jeden Fall erneut ein Buch dieser Autorin lesen und kann euch dieses Buch wärmstens empfehlen!


Fazit

Für Zwischendurch eignet sich dieser leichte und vor positiver Energie übersprühender Liebesroman allemal! Wenn ihr nach nerdigen Charakteren und ein Wohlfühlsetting sucht, könnt ihr hiermit nichts falsch machen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2025

Total enttäuschend

My Cabin under the White Sky
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Cover

Über dieses Cover kann man sich wohl ebenso streiten wie über den Inhalt. Grundsätzlich mag ich die Verbindung zum Inhalt, doch weder mag ich die Illustration der beiden Protagonisten als solche, ...

Cover

Über dieses Cover kann man sich wohl ebenso streiten wie über den Inhalt. Grundsätzlich mag ich die Verbindung zum Inhalt, doch weder mag ich die Illustration der beiden Protagonisten als solche, noch erklärt sich mir, warum beide halb nackt im Schnee stehen.

Meine Meinung

Dieses Buch ist mir bereits vor einer ganzen Weile im unendlichen Internet aufgefallen, gekauft habe ich es erst vor einigen Tagen ganz spontan, als mir das Cover mal wieder vor die Nase gesprungen ist. Bisher kannte ich keine der beiden Autorinnen und auch wenn ihr es gleich selbst lest, vermutlich wird es für mich bei diesem einen Buch dieses Duos bleiben.
Ehrlich gesagt habe ich bereits auf den ersten Seiten gemerkt, dass diese Geschichte nicht ist, was ich erwartet habe. Und um noch ehrlicher zu sein, ich habe bereut, mir nicht zunächst die Leseprobe durchgelesen zu haben, dann hätte ich mir das Geld für das Print wohl sparen können. „My cabin under the white sky“ klang so wahnsinnig vielversprechend und nach einer tollen Geschichte für Zwischendurch, doch in meinen Augen war der Inhalt oberflächlich und überladen von Sex bezogenen Gedanken und Sprüchen.
Eine Sache, die mich massiv beim Lesen gestört hat, waren die ewigen Sichtwechsel. In der Regel nach ein bis zwei Seiten wurde die Sicht von Fabian zu Ty und dann wieder zurückgewechselt. Dies so zu lesen war wahnsinnig anstrengend, weil ich mir immer wieder vor Augen rufen musste, wen ich gerade vor mir habe. Mir fiel es schwer mich gedanklich anzupassen, den jeweiligen Charakter wirklich kennenzulernen und Tiefgang habe ich verzweifelt gesucht.
Ich kann gar nicht so sehr auf die beiden Charaktere eingehen, wie ich es gerne würde, aber es gibt gar nicht genug zu erzählen. Und um bei der Wahrheit zu bleiben, ich mochte keinen von beiden. Das körperliche Verlangen neben den ewigen kindischen Streitereien machen viel zunichte. Ich habe nicht den Eindruck, dass die beiden als Paar gut funktionierten und sehe auch keine reelle Zukunft für beide.
Viel Positives fällt mir zu dieser Geschichte leider nicht ein, denn auch der Schreibstil überzeugt wenig. Ich hatte viele Momente, wo ich nicht genau zuordnen konnte, wer was gesagt hat. Die Gedanken beider Protagonisten waren überladen von Sex, schmutzigen Ideen und allem dazwischen. Kaum ein Moment wurde richtig ausgekostet, wie das erste Treffen oder der erste Kuss, ohne durch versaute Gedanken oder Sarkasmus ruiniert zu werden. Es fehlt massiv an Tiefgang und Ernsthaftigkeit.
Und, on top zu allen bereits erwähnten negativen Aspekten, gab es einige absolut merkwürdige Gespräche, die mir kalte Schauer über den Rücken jagen. Wer von euch dieses Buch gelesen hat, wird sich vielleicht an das Gespräch rund um die Cannelloni erinnern? Tut mir leid das sagen zu müssen, aber für las sich diese Szene einfach total unangenehm. Niemand kann mir erzählen, dass uns solche Dialoge als Leser irgendetwas geben. Das war für mich auch der Moment, wo ich wusste, dass beide Autorinnen diese Geschichte nicht mehr retten können.
Ich kann dieses Buch schweren Herzens nicht weiterempfehlen und werde mich in Zukunft wohl von beider Autorinnen Bücher fernhalten.

Fazit

Puh, dieses Buch wurde so offensichtlich nicht für mich geschrieben, dass diese Rezension mir in der Seele wehtut, wenn ich das Buch inhaltlich nicht so fruchtbar gefunden hätte.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

4,5 Sterne - Richtig gut!

Wo die Nacht verweilt
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Cover

Ein herrliches düsteres und perfekt zum Inhalt passendes Cover, dessen Detailreichtum mich auf ganzer Linie verzaubern kann.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher nach meinem ...

Cover

Ein herrliches düsteres und perfekt zum Inhalt passendes Cover, dessen Detailreichtum mich auf ganzer Linie verzaubern kann.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher nach meinem nächsten Opfer durchsucht habe, hat letztlich der Zufall entschieden, dass „Wo die Nacht verweilt“ mein nächstes Buch sein wird. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht, habe allerdings schon die ein oder andere positive Meinung zu dieser Geschichte entdeckt.
Weibliche Protagonistin und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir das komplette Buch erleben ist Liska. Wie uns der Klapptext bereits verraten hat, würde Liska alles dafür tun ihre ungewöhnlichen und gefährlichen Kräfte, ihre Magie, loszuwerden. Dafür begibt sie sich in einen Geister- und Dämonenwald, über den man sich erzählt, dass dort ein magischer Farn wächst, der einen jeden Wunsch erfüllt. Liska war genau nach meinem Geschmack. Sie war neugierig, engagiert und der netteste Mensch, den man sich vorstellen kann. Gerade ihren Umgang mit der magischen Villa sowie den Bewohnern des Hauses, aber vor allem mit dem Leszy konnten mich immer wieder aufs Neue begeistern. Ich hätte mir noch einen Ticken mehr Dramatik und Verletzlichkeit gewünscht, gerade was den Walddämon, aber ebenso Liskas Vergangenheit angeht.
Der Leszy mit seinen grünen Augen und dem Hirschgeweih war ein faszinierender und geheimnisvoller Charakter, den ich – ebenso wie Liska – schnell ins Herz schließen musste. Seinen Umgang mit dem Wald, mit Liska und genauso mit seinen eigenen Geheimnissen mochte ich dabei besonders. Seine Vergangenheit hat mich total fasziniert und ich hätte gerne noch mehr Einblicke in sein Leben gehabt, bevor er der Wächter des Waldes wurde.
Die Nebencharaktere, die dieses Buch hervorbringt, sind allesamt facettenreich, interessant und mit jedem Dialog konnte ich mich mehr in diesem Buch verlieren. Ich hätte auch hier gerne noch den ein oder anderen Einblick in die Vergangenheit bzw. deren alte Leben gesehen, gerade bei Jaga – dem hiesigen Hausgeist. Dabei muss ich zugeben, dass mir Florians Geschichte als einer der alten Schüler des Leszy viel zu kurz gekommen ist und ich mir gewünscht hätte, dass die Beziehung der beiden näher beleuchtet worden wäre.
Die Welt, die wir hier kennenlernen dürfen, ist nicht nur düster und magisch, sie ist fesselnd und spannend und konnte mich immer wieder in ihren Bann ziehen. Sind es die unterschiedlichen Dämonen, die Wesen, sind es die Beschreibungen von Dörfern und Pflanzen, A. B. Poranek konnte mich verzaubern und begeistern. Das Setting lädt zum Träumen und Verweilen ein, während es gleichzeitig mit einer nebeligen geheimnisdurchtränkten Art durchwirkt ist, die mich wunderbar unterhalten konnte.
Grundsätzlich mochte ich diese Geschichte wirklich gerne! Für mich besteht an der ein oder anderen Stelle noch etwas Ausbaubedarf – zusätzlich zu den erwähnten Punkten, fehlt es mir nämlich noch an Tiefgang und Emotionen. Ja, ich muss dieser Geschichte mit einem lachendem und einem weinendem Auge hinterhersehen, aber gänzlich bin ich emotional noch nicht abgeholt worden.

Fazit

Positiv überraschen konnte mich diese wunderbare Geschichte allemal! Persönlich sehe ich an der ein oder anderen Stelle noch Luft nach oben, doch würde ich "Wo die Nacht verweilt" auf jeden Fall als Wohlfühlbuch beschreiben.

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Bin wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe

Göttlich 1. Göttlich verdammt
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Cover

Bezogen auf das alte Cover (Oetinger Verlag)

Dieses Cover entspricht dem typischen Stil der Jugendbücher von vor einigen Jahren, trifft meinem persönlichen Geschmack allerdings nur bedingt. Prinzipiell ...

Cover

Bezogen auf das alte Cover (Oetinger Verlag)

Dieses Cover entspricht dem typischen Stil der Jugendbücher von vor einigen Jahren, trifft meinem persönlichen Geschmack allerdings nur bedingt. Prinzipiell ist mir das Cover zu schlicht, zu langweilig und stellt eine zu geringe Verbindung zum Inhalt her.

Meine Meinung

Vor vielen Jahren als meine Liebe zu Büchern gerade im Begriff war mein ganzes Taschengeld zu verschlingen, habe ich eine andere Trilogie dieser Autorin gelesen und abgöttisch geliebt. Als ich also vor einigen Monaten in der Buchhandlung meines Vertrauens unterwegs war, sprang mir dieses Buch mit seinem hübschen Schuber ins Auge.
Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass ich für diese Geschichte wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe bin. Helen als unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir den Großteil der Geschichte erleben war gar nicht mein Fall. Zunächst einmal stellt sie sich in vielen Dingen einfach unklug an. Als Beispiel: Es gibt einen Moment, in dem sie unbedingt herausfinden möchte, ob sie ihre Flugkünste ohne Hilfe einsetzen kann. Niemand der einigermaßen bei Trost ist, würde versuchen zu fliegen, wenn eine ganze Schule in der Nähe ist und gerade Sport im Freien betrieben wird. Natürlich wird sie dabei beobachtet und bringt sich selbst und andere mit ihrer Dummheit in Gefahr. Und leider gibt es viele solcher Momente, in denen ich vor diesem Buch saß und nur mit dem Kopf schütteln konnte, weil ich Helen nicht nachvollziehen konnte. Auch scheint sie unter unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen zu leiden, stellt ihre Emotionen kaum bis gar nicht in Frage und läuft seelig von einer Gefahr in die nächste.
Auch ist Helen das Paradebeispiel einer Stereotyp-Protagonistin. Sie ist natürlich unfassbar hübsch, schüchtern und hatte noch nie einen Freund. Und weil das noch nicht reicht ist sie logischerweise beinahe unbesiegbar, wenn sie ihre ach so mächtigen Kräfte doch bloß richtig trainieren und anwenden würde. Uff.
Ihrer Beziehung zu Lukas konnte ich quasi gar nichts abgewinnen. Weder konnte ich das ewig Handhalten, das Aneinandergeklebe noch die künstlich hergestellte Anfeindung zu Beginn nachvollziehen. Lukas scheint ganz nett zu sein, aber die Verbindung der beiden wirkte viel zu erzwungen und gekünstelt. Es gab viel zu wenige echte intime Momente, zu wenig tiefsinnige Gespräche und im Grunde genommen keinerlei Gemeinsamkeiten von der Halbgötter-Sache mal abgesehen. Wie die beiden dazu kommen sich einander die Liebe zu schwören, ging gänzlich an mir vorbei. Auch ist es Ironie des Schicksals, dass Lukas im Grunde genommen keinerlei schlechte Eigenschaften hat, er ist so perfekt, dass ich seine Perfektion einfach anzweifeln muss.
Die Autorin schmeißt in diesem Buch mit einer Information nach der nächsten um sich. Es gibt keinerlei Tiefgang, die wichtigen Momente werden nicht ansatzweise genügend ausgekostet, es fehlt an Fingerspitzengefühl das Geschriebene lebendig zu gestalten und daran, alles in eine in sich logische und georderte Reihenfolge zu bringen. Offenbar wurden hier viel zu viele halbgare Ideen zusammengeworfen, der rote Faden fehlt und insgesamt hätte ich mir weniger Elemente und dafür wesentlich mehr Fokus gewünscht. Zudem gibt es mindestens ein Dutzend Dinge, die für mich keinen Sinn machen. Ich habs oben ja bereits erwähnt, aber eine von Helens Fähigkeiten ist das Fliegen. Warum das so ist, weiß wohl nur die Autorin selbst - denn von allen Fähigkeiten, die man seinen Charakteren geben könnte, erklärt sich mir überhaupt nicht, warum es denn das Fliegen sein musste. Denn für diejenigen von euch, die es nicht wissen, diese Geschichte spielt auf einer Insel. Niemand kann mir erzählen, dass eine fliegende Person nicht irgendwem auffallen würde. Auch, dass nach und nach andere Personen aus Helens Umkreis eingeweiht werden, nur ihr Vater nicht, weil es zu gefährlich sei, ruft ein riesiges Fragezeichen auf meiner Stirn hervor. Viele Dinge machen so keinen Sinn.
So fehlt es leider massiv an Spannung, daran mich fesseln zu können und in den Bann ziehen zu können. Alles passiert zwar Schlag auf Schlag, aber die Momente werden überhaupt nicht ausgekostet. Die Emotionen kommen gar nicht bei mir an und ich habe den starken Verdacht, dass das Abarbeiten des Plots wichtiger war als die Dimensionalität des Buches an sich.

Fazit

Letztlich kann ich diesem Buch nur sehr wenige positive Dinge abgewinnen. Vermutlich bin ich schon lange nicht mehr die richtige Zielgruppe für dieses Buch, trotzdem bin ich massiv enttäusch worden, wie oberflächlich und konfus die Autorin sich von Seite zu Seite hangelt.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Hab mehr erwartet

House of Verity (Abschlussband der dystopischen Fantasysaga)
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Cover

Perfekt zum Rest der Reihe reiht sich dieser Abschlussband nahtlos in die bereits bestehende Optik mit ein. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass sowohl die Farben als auch die Details besonders liebenswert ...

Cover

Perfekt zum Rest der Reihe reiht sich dieser Abschlussband nahtlos in die bereits bestehende Optik mit ein. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass sowohl die Farben als auch die Details besonders liebenswert sind.

Meine Meinung

Nachdem ich direkt vor diesem Buch den ersten und zweiten Band dieser Reihe gelesen habe, stand natürlich außer Frage, dass ich diese Reihe jetzt auch zu Ende lese. Ich möchte euch nicht anlügen, aber sowohl die ersten beiden Bände als auch dieser finale, dritte Band konnten mich nicht zu Einhundert Prozent überzeugen.
In vielerlei Hinsicht betrifft dies unsere weibliche Protagonistin in Kombination mit ihren Freunden und dem Geschehen an sich. Averie scheint nicht wirklich aus ihren Fehlern zu lernen. Dies betrifft sowohl ihre impulsive Art Entscheidungen zu treffen als auch immer wieder mit Plänen zu beginnen, welche nicht vollständig durchdacht sind. Ich fand, dass ihre Freundschaft zu Atticus etwas zu viel Raum einnimmt, was ihrer Beziehung zu Minas schadet. Besagte Beziehung zu Minas konnte mich einfach nicht vollständig für sich einnehmen. Ich mochte beide zusammen und irgendwie auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass Averie immer wieder bereit war andere für ein größeres und wichtigeres Ziel zu opfern, was ich durchaus verstehen kann, mir allerdings ebenso den Eindruck vermittelt hat, dass Averie eben nicht aus tiefsten Herzen vertrauen kann. Mit diesem Wissen hätte ich sie persönlich nirgendwo hinbegleitet, aber das müssen unsere Nebencharaktere wohl selbst entscheiden.
Apropos Nebencharaktere, auch diese können mich nicht gänzlich überzeugen. Ohne gemein sein zu wollen, ich kenne bessere Freundschaften geschrieben von Marah Woolf als diese. Um ganz ehrlich zu sein, ich habe am Ende niemandem wirklich vertraut und irgendwo damit gerechnet, dass Verrat Einzug hält. Dazu kommen noch Kleinigkeiten, wie die Tatsache, Charaktere schienen immer mal wieder Dinge zu wissen, die sie meines Erachtens gar nicht wissen konnten. Außer Nikos mochte ich am Ende niemanden so richtig. Und der spielt in diesem dritten Band eigentlich nur eine unwichtige Nebenrolle.
Zunächst einmal hat es wirklich ewig gedauert bis Spannung aufkam. Die ersten 300 Seiten tingeln unsere Charaktere in der Gegend herum und ständig wird nur betont, wie wichtig es ist das Ei zu finden und Informationen zu beschaffen. So richtig fesseln konnten mich erst die letzten 150 Seiten, was für einen Abschlussband ziemlich ernüchternd ist. Inhaltlich war es mir an manchen Stellen ein wenig zu chaotisch, den roten Faden habe ich öfters aus den Augen verloren und bis wirklich relevante Dinge passierten vergeht eine halbe Ewigkeit. Auch wenn es merkwürdig klingt, ich hätte mir gewünscht, dass es die ein oder andere Intrige von Leuten gegeben hätte, denen wir vertrauen. Hier hatte ich doch sehr den Eindruck, dass die Guten wirklich die Guten waren und die Schlechten die Schlechten, versteht ihr?
Das entscheidende Finale hatte seine guten Momente, aber auch viele Dinge, die mir persönlich nicht gefallen haben. Ich musste tatsächlich weinen, habe um meine Favoriten gebangt und auf das große Happyend gehofft. Gleichermaßen gibt es viele Dinge, die mich gerade auf den letzten Seiten massiv gestört haben. Als Beispiel für diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben: Atticus und Ariadne? Was zum Geier war das denn? Ember und Averies Vater stehen auf dem gleichen Blatt Papier. Das Ende der Aionen ebenso. Die Moiren, Damianos Verschwinden und Nemesis wahres Gesicht zählen ebenfalls dazu. Ich habe den starken Eindruck bekommen, dass sich nicht jeder Erzählstrang in sich logisch aufgeschlüsselt hat. Was schade ist, denn das Worldbuilding als solches überzeugt.
Würde ich meine Rezension in wenigen Worten zusammenfassen müssen würde ich wohl sagen, dass ich diese Reihe zwar gut finde, ich aber ebenso wirklich jede Menge Luft nach oben sehe. Dennoch würde ich in Zukunft wohl erneut Bücher von Marah Woolf lesen.

Fazit

Für einen Abschlussband ist dieses Buch leider zu weiten Teilen zu ernüchternd. Es fehlt an Spannung, Dramatik und insgesamt der Fähigkeit mich komplett zu überzeugen. Ich wollte diese Reihe total gerne lieben, aber dafür fehlte inhaltlich doch noch eine ganze Menge Detailverliebtheit.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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