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Veröffentlicht am 03.11.2024

Kann man machen

Godkiller
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Wissenswertes

Autor: Hannah Kaner
Titel: Godkiller – Godkiller Trilogie Band 1
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2024
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-70921-7
Preis: 18,00 € (Paperback) ...

Wissenswertes

Autor: Hannah Kaner
Titel: Godkiller – Godkiller Trilogie Band 1
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2024
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-70921-7
Preis: 18,00 € (Paperback) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 446 Seiten

Inhalt

Eine Frau, die Götter tötet, ein brotbackender Ritter, und ein adeliges Mädchen mit einem Gott im Gepäck.
Die unaufhaltsame Kyssen hat sich das Töten von Göttern zu ihrem Beruf gemacht. Doch eines Tages trifft sie auf einen Gott, den sie nicht töten kann: Skedi, der Gott der Notlügen. Er ist an das junge adelige Mädchen Inara gebunden, das ohne ihn sterben würde. Gemeinsam müssen sie nach Blenraden reisen – die letzte Stadt, in der es noch wilde Götter gibt. Der ehemalige Ritter Elogast hat dasselbe Ziel, aber auch ein großes Geheimnis: In seinen Händen liegt das Schicksal des Landes. Nichts ahnend, was im Herzen von Blenraden lauert, tritt die ungleiche Gruppe ihre Reise an …

Cover

Mich selbst etwas überraschend muss ich zugeben, dass ich dieses Cover ziemlich gelungen finde. Ich liebe die Verbindung zum Inhalt, die Illustration des Elches in Kombination mit der Farbwahl, sowie die Anordnung von Titel und Autorin.

Meine Meinung

Ähnlich wie der Sticker auf dem Buch, sowie einige Online-Plattformen dieses Buch bereits beworben haben, habe ich es mir aufgrund des TikTok-Trends gekauft. Bisher hatte ich die Autorin überhaupt nicht auf dem Schirm, und würde sogar behaupten, dass ich es aufgrund des Klapptextes vermutlich nicht gekauft hätte, wenn es nicht so bekannt wäre.
Im Gegensatz zu den meisten Büchern, die ich zeit meines Lebens gelesen habe, gibt es hier nicht zwei, sondern gleich vier unterschiedliche Protagonisten. Die Godkillerin Kyssen, den Ritter Elogast, die junge Lady Inara sowie ein an sie gebundener Gott namens Skedi. Ich wusste nicht wirklich worauf ich mich bei dieser Gruppe einstellen sollte, kann aber sagen, dass ich trotz kleinerer Mankos eine Menge Sympathie für jeden von ihnen aufbringen kann. Dennoch ist Elogast mein persönlicher Favorit. Trotz der Tatsache, dass ich gerne mehr von seiner Freundschaft zum König gesehen hätte, bzw. gerne gesehen hätte, wie die beiden etwas Zeit miteinander verbringen, kann ich seine Loyalität und Freundlichkeit nur bewundern. Kyssen war mir zeitweilen ein klein wenig zu kratzbürstig, obwohl ich ihre Beweggründe durch die Rückblicke in ihre Vergangenheit sehr gut verstehen konnte. Und sind wir mal ehrlich, ohne sie wäre diese Reise bedeutend schneller zu Ende gewesen. Inaras Entwicklung fand ich besonders gelungen, da ich zu Beginn Angst hatte, dass wir mal wieder ein weinerliches und naives Kind an die Backe geklebt bekommen, was zum Glück nicht so ist. Sie ist vielleicht etwas weltfremd, dafür aber neugierig und lernt schnell. Jeder der beim Lesen gut aufgepasst hat, weiß wohl bereits in welche Richtung ihre Reise gehen wird. Skedi ist für mich derjenige aus der Gruppe, dem ich persönlich am wenigsten vertrauen würde. Einerseits beweist er eine unerschütterliche Treue zu Inara, aber auf der anderen Seite möchte er unbedingt frei sein und würde alles dafür tun.
Tatsächlich finde ich die hier erschaffene Welt wahnsinnig spannend und mitreißend. Neben den Göttern, einem König ohne Herz und unterschiedlichen Völkern konnte die Autorin mich durchgängig begeistern. Gerade auf die zerstörte Stadt Blenraden war ich total gespannt und bin letztlich vom entscheidenden Setting auch nicht enttäuscht worden.
Die Geschichte hat einige Spannungsknotenpunkte, doch das Ende toppt zum Glück alles. Neben unterschiedlichen kleinen Handgemengen, einer durchwachsenen Reise, Flüchen und vergessenen Göttern trumpft das Ende mit Verrat, einem Kampf gegen einen gefährlichen Gott und einer dramatischen Flucht auf. Und, obwohl ich unsicher war, ob mich die Reihe überzeugen kann, werde ich wohl bald losziehen und mir den nächsten Band kaufen gehen.

Fazit

Trotz Zweifel meinerseits bin ich letztlich positiv überrascht worden. Die Geschichte ist rasant, ein wenig schnelllebig, aber wunderbar mitzuverfolgen. Ich bin gespannt wie es weitergeht und wohin die Reise dieser ungleichen Gruppe wohl hingeht.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2024

Großartig

Sturmflirren
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Wissenswertes

Autor: Yasmin Shakarami
Titel: Sturmflirren
Gattung: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2023
Verlag: cbj Verlag
ISBN: 978-3-570-16703-8
Preis: 18,00 € (Paperback) & 4,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: ...

Wissenswertes

Autor: Yasmin Shakarami
Titel: Sturmflirren
Gattung: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2023
Verlag: cbj Verlag
ISBN: 978-3-570-16703-8
Preis: 18,00 € (Paperback) & 4,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 465 Seiten

Inhalt

Normalerweise kann Rea so schnell nichts aus der Fassung bringen, in letzter Zeit jedoch wächst ihr einfach alles über den Kopf: Prüfungen, Theaterproben, Fahrstunden – nichts will ihr mehr gelingen. Als Rea dann auch noch erfährt, dass ihr Diplomatenvater nach Doha, Katar, versetzt wird, kriegt sie endgültig die Krise. Wie soll sie sich in einer so fremden Welt zurechtfinden, in der völlig andere Regeln und Wertvorstellungen gelten? Doch obwohl sie sich fest vorgenommen hat, Doha zu hassen, ist sie seltsam angetan von der hochmodernen, luxuriösen Wüstenstadt. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten freundet sich Rea mit der rebellischen Farah an, die gemeinsam mit anderen Frauen in der Wüste gewagte Autostunts einübt. Als die beiden Mädchen eines Nachts auf eine illegale Wüstenparty gehen, verändert sich Reas Leben für immer. Denn hier lernt sie einen jungen Mann namens Shabah kennen und lieben. Was sie nicht ahnt: Shabah hat ein Geheimnis, und Reas Anwesenheit bringt ihn in höchste Gefahr ...

Cover

Zunächst einmal möchte ich anmerken, wie gut dieses Cover zum Titel passt! Ich liebe die Skyline im unteren Teil des Covers, sowie die Farben und die Silhouetten der beiden Protagonisten. Für meinen Geschmack passt die Farbe des Titels nicht ganz ins Gesamtbild, aber das ist meckern auf hohem Niveau.

Meine Meinung

Ich kenne bereits Yasmin Shakaramis preisgekröntes Debüt "Tokioregen", welches mir trotz minimaler Schwächen sehr gut gefallen hat. Als ich gesehen habe, dass Sie erneut ein Buch geschrieben hat, musste ich dieses einfach haben! Allerdings, falls ihr euch über kleine Gastauftritte freut, wir bekommen sogar ein kleines Wiedersehen mit Charakteren aus ihrem ersten Buch, worüber ich mich ebenso sehr, wie über die neue Geschichte gefreut habe.
Protagonistin von Sturmflirren ist die junge Erwachsene Rea und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir die komplette Geschichte erleben. Rea landet unfreiwillig und unglücklich in einer fremden Stadt, und muss nicht nur ihre eigene Mitte wiederfinden, sondern außerdem um ihre große Liebe kämpfen. Trotz Streitigkeiten, Notlügen und viel Liebeskummer konnte ich sie gut nachvollziehen. Klingt es blöd, wenn ich es erfrischend fand, dass Rea von einigen Dingen, insbesondere ihrer neuen Heimat, wenig Ahnung hatte? In meinen Augen hat diese Tatsache sie herrlich authentisch und echt gemacht und bot der Autorin regelmäßig die Möglichkeit nicht nur die Protagonistin sondern auch uns Leser über die ein oder andere Gegebenheit aufzuklären. Auch, dass Rea nicht die sozialkompetenteste Deutsche auf diesem Planeten ist, machte sie mir wesentlich sympathischer und menschlicher.
Shabah wird als der Love Interest der Geschichte erst in der zweiten Hälfte so richtig lebendig, doch im Vergleich zu Rae oder auch im Vergleich zu Farah bleibt sein Charakter etwas zurückhaltender. Ich wollte dieses Buch so gerne lieben, doch die Beziehung der beiden ging mir einfach einen Ticken zu schnell. Rae und Shabah begegnen sich zunächst nur einige wenige Male und ich hätte mir gewünscht, dass die beiden mehr Zeit miteinander verbringen, bevor es so extrem zwischen ihnen knistert. Im Endeffekt ist es genau dieser eine Aspekt, der am Ende dafür sorgt, dass diese Geschichte für mich kein Highlight geworden ist. Gerade Raes Sehnsucht, ihr Vermissen und ihr Bedürfnis Shabah wiederzusehen kamen für mich zu schnell und zu intensiv, während diese Emotionen zum Schluss perfekt passen. Für mich hätte es gereicht, wenn es mehrere Treffen - über die wenigen stattfindenden - hinaus gegeben hätte, um diese beginnende Beziehung realistischer zu machen.
Das Setting, welches Yasmin Shakarami hier zum Leben erweckt, konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett verzaubern und in seinen Bann ziehen. Die Beschreibungen sind bildgewaltig, wunderschön und konnten mich immer wieder begeistern. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie in Katar gewesen und hatte bisher nicht vor daran etwas zu ändern, doch plötzlich klingen sowohl die Stadt Doha als auch das Land unfassbar faszinierend.
Das Ende war mitreißend, hochemotional und hat mich zu Tränen gerührt. Gleichzeitig muss ich anmerken, dass ich die zweite Hälfte um einiges stärker als die erste fand, was wiederum in einem hervorragendem Schluss gipfelte. Ich für meinen Teil hätte allerdings gerne einen Epilog gehabt. Einfach damit wir erfahren, wie die Geschichte der beiden, aber ebenso der Accelerate-Bewegung sowie anderen starken Nebencharakteren weitergeht.
Die Tatsache, dass ich Sturmflirren innerhalb von 48 Stunden durchgelesen habe ist ein weiteres Indiz dafür wie gut mir der Inhalt gefallen hat. Neben dem wunderschönen Setting punktet ebenfalls der Schreibstil. Neben viel Gefühl, aussagekräftigen Beschreibungen und viel Liebe fürs Detail liest sich dieses Buch flüssig und verständlich.
Mit mir hat Yasmin Shakarami auf jeden Fall einen Fan für die Zukunft gewonnen. Bei der nächsten Neuerscheinung von ihr bin ich wieder mit von der Partie.

Fazit

Ein hochemotionales, mitreißendes und fantastisches Buch, welches mich von der ersten Seite an verzaubern konnte. Dass die Beziehung der beiden Protagonisten so explosionsartig vonstatten ging, ist der einzige Punkt, den ich schweren Herzens nicht so gerne mochte. Absolute Leseempfehlung!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2024

Punktet durch eine starke zweite Hälfte

Curious Tides
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Wissenswertes

Autor: Pascale Lacelle
Titel: Curious Tides – Erster Band
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 27. März 2024
Verlag: KJB / Fischer Verlag
ISBN: 978-3-737343756
Preis: 22,90 € (Gebundenes ...

Wissenswertes

Autor: Pascale Lacelle
Titel: Curious Tides – Erster Band
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 27. März 2024
Verlag: KJB / Fischer Verlag
ISBN: 978-3-737343756
Preis: 22,90 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 656 Seiten

Inhalt

Emory war bisher höchstens eine mittelmäßige Heilerin, und dass sie einen Platz am renommierten Aldryn College für Mondmagie ergattert hat, verdankt sie allein ihrer besten Freundin Romie. Romie war immer die mächtigere Magierin, die Klügere, die Hübschere, der niemand widerstehen konnte. Doch nun ist Romie tot. Ertrunken in einer Meereshöhle, bei einer dummen Mutprobe, zusammen mit acht anderen Erstsemestern. Nur Emory hat überlebt, und seither hat sich ihre Magie in etwas Mächtiges, Dunkles verwandelt. Niemand darf je davon erfahren. Doch die Blicke des undurchschaubaren Keiran treffen Emory mitten ins Herz: Ahnt er etwas?

Cover

Trotz der Düsternis des schwarzen Hintergrundes gefällt mir dieses Cover ausgesprochen gut! Ich liebe die Mondphase neben den Wellen in diesem silbrig-blauen Farbton. Außerdem finde ich, dass dieses Buch ein echter Hingucker im Regal ist.

Meine Meinung

Bisher kannte ich noch nichts dieser Autorin und war deshalb besonders gespannt, ob die Geschichte mich begeistern kann. Merkwürdigerweise habe ich dieses Buch bisher selten auf irgendwelchen Social-Media-Kanälen gesehen und kann so im Nachhinein nicht sagen, warum ich gerade dieses von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit habe.
Wir erleben es in einem regelmäßigen Sichtwechsel zwischen Emory und Basil, oder Baz genannt. Sowie einige wenige Kapitel aus Sicht eines neutralen Geschichtenerzählers. Emory war für mich persönlich keine ideale Protagonistin. Gerade ihre Verbindung zu ihrer verstorbenen besten Freundin Romie sowie ihr Selbstwertgefühl neben ihrem Verhalten Baz gegenüber machte sie mir in einigen Momenten fast ein wenig unsympathisch. Ich kann verstehen, dass eine junge Schülerin, die immer im Schatten ihrer talentierten und charismatischen Freundin stand, gewisse Zweifel und Ängste plagen, doch damit stand der Verlauf für die Geschichte leider sehr früh fest. Wir dürfen nämlich nicht außer Acht lassen, dass Emory sich freiwillig mit einem Leben in Romies Schatten zufriedengegeben hat und erst nach deren Tod mit dem Schlamassel ihres eigenen Lebens leben musste. Ich kann verstehen, wir brauchen eine sichtbare Entwicklung der Charaktere, die uns hiermit ganz hervorragend geboten wurde, doch es lässt Emory schlicht nach Aufmerksamkeit und Zuneigung lechzen, und genau diese Unsicherheiten machen sie mir einfach unsympathisch. Und gerade, weil sie sich unsicher ist, konnte ich einfach nicht verstehen, dass sie von der ersten Sekunde an bereit war Baz auszunutzen.
Baz war mir um einiges sympathischer als Emory. Ja, auch er hat seine Zweifel und Ängste, doch befindet er sich seid klar wurde, dass er Haus Eklipse angehört, in einer gänzlich anderen Situation als sie. Seine Fähigkeit die Zeit zu beeinflussen, fand ich wahnsinnig spannend, und auch sein Zusammenspiel mit Jae, Kai und später seinem Vater wirkte um einiges dynamischer als alle zwischenmenschliche Kommunikation zwischen Emory und anderen Charakteren. Gerade nach dem Zusammenbruch seines Vaters, der allgemeinen Abweisung der Gesellschaft, sowie Romies Verlust konnte ich ihn einfach besser in seiner Einsamkeit verstehen. Vielleicht mochte ich ihn aber auch deshalb lieber, weil ich seine persönlichen Eindrücke vom Leben selber einfach nachvollziehbarer fand.
Eigentlich bin ich bei den meisten Büchern Team „Je mehr Seiten desto besser“, doch ich glaube hier habe ich ein Buch erwischt, dem 100 Seiten weniger ganz gutgetan hätten. Inhaltlich werden wir permanent mit Informationen, relevanten wie irrelevanten, zugetextet, dass im Grunde genommen nur das Ende wirklich spannend war. Es gibt vergleichsweise deutlich weniger Dialoge als Monologe, und ich habe mir sehnlich gewünscht, dass die Autorin aufhört, ewig um den heißen Brei herumzureden. Es gibt einige spannende Momente, und auch das Ende war mitreißend und konnte mich absolut abholen, aber puh, bis wir diese Punkte erreichen musste ich mich hin und wieder echt ein wenig zwingen dranzubleiben.
Das Aldryn College für Mondmagie ist ein wundervoll magisches und bildgewaltiges Setting, welches leider ebenfalls den vielen unnötigen Informationen zum Opfer fällt. Ich kann mich an einige schöne Beschreibungen erinnern, bin aber genauso der Meinung, dass ich viele wichtige Details längst wieder vergessen habe.
Allerdings gibt es wohl eine Sache, dem der unaufhaltsame Informationsfluss eindeutig zugutekam: das Worldbuilding. Gerade was die magischen Aspekte, die einzelnen Mondhäuser, die Gaben, sowie alles dazwischen anging, fand ich die Welt wirklich gut herausgearbeitet. Die Verwendung der Magie hat viele unterschiedliche Zwecke, die Möglichkeiten sind endlos, aber immer einer gewissen Ordnung – nämlich der Mondphasen – untergeordnet. Natürlich sind die einzelnen Elemente nichts gänzlich Neues, doch die Kombination hat durchaus ihren Reiz.
Im Moment gehe ich davon aus, dass ich mir den zweiten Band nach Erscheinen ebenfalls kaufen werde, da der Schluss wirklich gelungen und mitreißend war, doch ich hoffe, dass die Autorin mehr in die Dynamik und Lebendigkeit, und weniger auf den Informationsfluss setzt.

Fazit

Trotz einiger Startschwierigkeiten kann mich diese Geschichte zu weiten Teilen begeistern! Gerade das Setting und das Worldbuilding sind zum Verlieben, während es mir inhaltlich ein wenig an Dynamik und zwischenmenschlicher Lebendigkeit gefehlt hat.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2024

Nicht so stark wie der erste Band

The way I am now
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Wissenswertes

Autor: The way I am now
Titel: Amber Smith
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2024
Verlag: Adrian & Wimmelbuchverlag
ISBN: 978-3-985851430
Preis: 19,95 € (Gebundenes Buch) & 9,99 ...

Wissenswertes

Autor: The way I am now
Titel: Amber Smith
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2024
Verlag: Adrian & Wimmelbuchverlag
ISBN: 978-3-985851430
Preis: 19,95 € (Gebundenes Buch) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 400 Seiten

Inhalt

Es gab eine Zeit, die dunkelste aller Zeiten, in der Eden dachte, die einzige Person, die sie retten könnte, sei Josh. Er war alles Gute auf der Welt – ein vertrauensvolles Herz, eine liebevolle Berührung, ein freundliches Lächeln. Aber er sollte nie ihr Retter sein. Eden musste sich alleine retten. Nachdem Eden mit dem College begonnen und sich ihrem Vergewaltiger gestellt hat, scheint es, als wären sie endlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um eine funktionierende Beziehung aufzubauen. Doch als der Prozess, der entscheiden wird, ob Eden die Gerechtigkeit erhält, die sie verdient, bevorsteht und unverheilte Wunden aufreißt, stellt sich die Frage, ob ihre Liebe dem Druck standhalten kann?

Cover

Dieses Cover passt wundervoll zum ersten Teil, lässt allerdings wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Ich mag den sanften lilafarbenen Hintergrund neben den schön anzuschauenden Pusteblumen, ansonsten finde ich es leider recht nichtssagend.

Meine Meinung

Nachdem ich im letzten Jahr den vorangegangenen Band dieser Dilogie gelesen habe, hatte ich das Bedürfnis zu erfahren, wie Edens und Joshs Geschichte zu Ende geht. Obwohl der erste Band mich nicht einhundertprozentig begeistern konnte, fand ich die Thematik wahnsinnig realitätsnah und habe mir gerade für Eden einfach einen hoffnungsvollen Abschluss gewünscht.
Ehrlich gesagt finde ich The way I am now insgesamt weniger stark als den ersten Band, nichtsdestotrotz finde ich das Buch überaus lesenswert. Ich denke, dass die Entscheidung der Autorin uns diese Geschichte nun aus Sicht beider Protagonisten zu erzählen uns als Leser*innen zugutekommt. Josh als jemanden den wir bereits kennenlernen durften macht in meinen Augen weiterhin den Eindruck eines ganz wundervollen Menschen. Neben seiner Fürsorglichkeit, seiner Ehrlichkeit, der Geduld und seinem tiefreichenden Verständnis für Eden bildet er in meinen Augen das perfekte Gegenstück für ihre Ängste. Die Dialoge der beiden wirkten auf mich authentisch, aber liebevoll, dynamisch und zeitgleich gefühlvoll. Gleichzeitig hätte ich mir ein wenig gewünscht, dass sein Trauma ein wenig mehr beleuchtet wird. Natürlich dreht sich die Thematik weiter um Edens Vergangenheit – und das macht Sinn – doch beide gehen den Großteil der Zeit so harmonisch miteinander um, dass ich mir einfach mehr Aufmerksamkeit allgemein von ihr für seine Vergangenheit gewünscht hätte.
Ehrlich gesagt konnte ich nicht alles, was Eden getan oder gedacht hat nachvollziehen. Aber wisst ihr was? Auf eine womöglich etwas verquere Art finde ich, dass es Sinn macht. Ganz einfach aus dem Grund, es gab immer wieder Momente, wo Eden sich selbst nicht recht verstehen konnte. Denn was ihren Charakter darüber hinaus betrifft fand ich sie gut ausgearbeitet.
Wirklich als spannend kann ich das Buch nur zum Ende hin beschreiben, da es sich in der meisten Zeit einfach eher, wie ein Roman liest. Denn gerade der Prozess gegen den ehemaligen besten Freund ihres Bruders, sowie das Schicksal der anderen beiden betroffenen Mädchen könnte für mich noch prägnanter sein. Logischerweise gibt es bei solchen Prozessen immer eine Wartezeit, ob man möchte oder nicht, doch gerade das Aufeinandertreffen von Kevin und Eden brachte mir nicht die Genugtuung, die sie meiner Meinung nach verdient hätte. Vielleicht liegt dies aber schlicht daran, dass ich mir diese Gerechtigkeit für alle Betroffenen einfach von Herzen wünsche, auch wenn ich – als jemand der hoffentlich niemals erfahren wird, wie es sich wirklich anfühlt – weiß, dass die Realität bedeutend unzufriedenstellender ist.
Für mich hätte es gerne einen ausführlichen und weitblickenderen Epilog geben dürfen. Was genau ihrem Peiniger droht erfahren wir leider nicht, und auch nicht wie sich Edens Verbindung zu den anderen beiden Mädchen entwickelt. Ähnliches gilt leider auch für Edens Familienumfeld, ihre und Joshs Zukunft, neben anderen kleinen Details.

Fazit

Nicht so stark wie der erste Band, aber immer noch lesenswert.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Zu schnelllebig um überzeugend zu sein

Grave 1: Höllenschwur und Knochenflut
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Wissenswertes

Autor: Henriette Dzeik
Titel: Grave – Band 1: Höllenschwur und Knochenflug
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2024
Verlag: Loomlight Verlag
ISBN: 978-3-522508575
Preis: 16,00 ...

Wissenswertes

Autor: Henriette Dzeik
Titel: Grave – Band 1: Höllenschwur und Knochenflug
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2024
Verlag: Loomlight Verlag
ISBN: 978-3-522508575
Preis: 16,00 € (Paperback) & 4,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 480 Seiten

Inhalt

Die Säulen der alten Welt sind gefallen. Seit Zeus, Poseidon und Hades getötet wurden, sind die Throne der drei Reiche verwaist. Nun liegt die Hölle im Sterben. Und nur einer kann sie retten: Grave – der Bastard der Unterwelt. Von den Göttinnen des Schicksals auserwählt, ist es an ihm, die Erde vor der dunklen Bedrohung zu beschützen. Denn Nyx, die Göttin der Nacht, lauert auf ihre Gelegenheit. Doch für einen allein ist diese Aufgabe zu groß. In Nero, dem schweigsamen Anführer der Halbgötter, findet Grave einen unerwarteten Verbündeten. Zwischen ihnen brodelt ein Feuer, das selbst die Hitze des Hades in den Schatten stellt.

Cover

Einem Teil von mir gefällt dieses Cover, dem anderen Teil nicht. Ich kann nicht ganz definieren was das Cover darstellen soll bzw. was dargestellt wird, obwohl es trotzdem auf den ersten Blick ein hübsches Gesamtbild ergibt.

Meine Meinung

Ich kannte bis zu diesem Buch noch nichts dieser Autorin und wusste zudem nicht, dass dieser Band der Start einer Spinn-Off-Serie ist. Dementsprechend bin ich inhaltlich einfach ins kalte Wasser gesprungen. Vielleicht war dies sogar eines der Hauptprobleme, da wir ganz offensichtlich Gesichtern aus den anderen fünf Bänden begegnen, die man in meiner Position natürlich nicht kennen kann.
Eine Sache, die mich leider von der ersten bis zur letzten Seite massiv gestört hat, ist die simple Tatsache, dass ich den Klapptext/ Inhalt wenig passend finde. Uns Leserinnen und Lesern wurde suggeriert, dass wir uns der Geschichte von Nero und Grave annehmen. Was wir auch irgendwie tun. Allerdings spielen die beiden eine so untergeordnete und vergleichsweise durchschnittliche Rolle, dass ich mich ernsthaft wundere warum man sich nicht für eine andere Inhaltsangabe entschieden hat. Was mich wiederum zum nächsten Punkt bringt, ich bin bei vielen Sichtwechseln eigentlich nicht wählerisch, aber hier war es sogar mir zu viel. Vielleicht kommt man inhaltlich besser mit als ich, wenn man sich mit den griechischen Göttern besser auskennt. Doch neben Nero und Grave gibt es so viele unterschiedliche Sichtweisen, dass mir der Fokus für die eigentlich angeteaserte Geschichte leider komplett verloren gegangen ist.
Außerdem verstricken sich beinahe alle Protagonisten in mehr oder weniger erfolgreiche Liebesgeschichten, denen es an Überzeugung und Authentizität fehlt. Ehrlich gesagt konnte mich keine dieser Liebesbeziehungen auch nur im Ansatz überzeugen. Alles war eine wenig komplexe Mischung aus körperlicher Attraktivität, Naivität und wenig nachvollziehbaren Emotionen.
Darüber hinaus hat es sich für mich durchgängig so angefühlt, als würde ich eine Gruppe von Jugendlichen auf ihren Reisen begleiten, denn selbst die ältesten der Gruppe wirken einfach sehr kindlich. Es gibt durchaus unterschiedliche Charaktere in diesen Gruppen, aber einmal gewählte Charaktereigenschaften zeigen wenig Abweichungen im Verlauf des Buches. Auch hatte ich bei niemandem das Gefühl, dass sie oder er sich wirklich weiterentwickelt hat.
Durch die unterschiedlichen Erzählstränge und die vielen Protagonisten kam für mich kaum Spannung auf. Der Plot schreitet wahnsinnig schnell voran und die Momente, die die Geschichte spannend machen könnten, verstreichen zu schnell. Der Fokus liegt zu sehr darauf die Geschichte voranschreiten zu lassen, dass alles im Gegenzug verblasst. Dies betrifft leider nicht nur den Plot, sondern genauso das Worldbuildung wie auch das Setting. Neben den vielen Perspektiven, sowie den unterschiedlichen Orten, die wir während des Lesens durchstreifen, fehlt es für mich an aussagekräftigen Details und einem Auge für Detailverliebtheit. Neben dem Augenmerk auf den Göttern, Halbgöttern, Daimonen und Co. verschwimmt der Rest der Welt zu einem verwaschenen Nebel, der es schwer macht das große Ganze zu sehen.
Leider muss der Schreibstil durch das wenig ausgeschmückte Setting, das fehlende Worldbuliding und die Schnelllebigkeit der Geschichte wahnsinnig zurückstecken, dabei glaube ich, dass dieser mit ein wenig mehr Fingerspitzengefühl, was Emotionen und Beschreibungen angeht, durchaus gelungen sein könnte.

Fazit

Von der Tatsache mal abgesehen, dass ich inhaltlich einfach mit etwas anderem gerechnet hatte, ist die Geschichte so schnelllebig, dass alle anderen Aspekte hinten anstehen. Leider konnte ich mit "Grave" wenig anfangen und werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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