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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Nette Ergänzung der Reihe

Welch unverhoffte Wahrheit
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Cover
Hmm...Nein. Mein Cover ist das definitiv nicht. Warum das Telefon? Das scheint im Vergleich zum Inhalt so unpassend gewählt, wenn ich ehrlich sein soll. Auch mag ich den Fokus auf der Mitte des ...

Cover
Hmm...Nein. Mein Cover ist das definitiv nicht. Warum das Telefon? Das scheint im Vergleich zum Inhalt so unpassend gewählt, wenn ich ehrlich sein soll. Auch mag ich den Fokus auf der Mitte des Covers im Gegensatz zum leeren Hintergrund bzw. Rand einfach nicht so gerne.


Meine Meinung
Da ich gerade erst zwei andere Bände dieser Reihe gelesen habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen um diesen Band, enthaltend zwei Novellen der Reihe, ebenfalls gleich zu lesen. Auf beide Geschichten habe ich mich gefreut, einfach weil Juliette und Roma ohnehin eine spannende Kombinationen waren – schon in ihren eigenen Büchern – und ich Benedikt und Marshall von der ersten Sekunde an geliebt habe.
Prinzipiell fand ich beide Geschichten wirklich gelungen. Gerade die Beziehung der jeweiligen Pärchen werden wunderbar warmherzig, innig und zum Verlieben beleuchtet. Bei Benedikt und Marshall fand ich es dahingehend fast etwas schade, dass wir sie hauptsächlich auf öffentlichem Raum sehen. Weil ich den Eindruck hatte, dass es viel angenehmer gewesen wäre beide in ihrer Wahlheimat und zuhause zu sehen und nicht der damals vorherrschenden Meinung unterworfen, dass zwei Männer kein Paar sein sollten. Und dennoch haben beide Paare mit ihrem Humor und ihren kleinen Zänkereien mir viel Freude bereitet.
Gleichzeitig habe ich erwartet, dass wir mehr zu sehen bekommen. Gerade Juliettes und Romas Flucht aus Shanghai, wie sie ihr neues Leben anfangen, wie schwer es tatsächlich war fast alle anderen zurückzulassen und überhaupt Fuß zu fassen, ohne, dass ein Bandenkrieg zwischen ihnen steht.
Auch hätte ich super gerne einige Ereignisse aus den anderen beiden Bänden aus den Augen dieser Protagonisten gesehen. Beispielsweise das Wiedersehen zwischen Roma und seiner kleinen Schwester oder das erste Treffen nach Jahren zwischen Juliette und Rosalind.
Dennoch war es schön nochmals einen Blick auf geliebte Charaktere werfen zu dürfen und ich würde durchaus weitere Novellen oder weitere Bände dieser Reihe bei mir einziehen lassen, falls noch welche folgen sollten.


Fazit
Als netter Zusatz zur eigentlichen Reihe kann ich euch diese beiden zusammengefassten Novellen auf jeden Fall empfehlen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2026

Schöner Abschlussband

Welch trügerisches Herz
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Cover

Obwohl mir das schlichte Cover zum dritten Teil nicht so gut gefallen hat, kann ich dieses einfach nicht nicht mögen. Die Blumen, das von einem Pfeil durchstoßene Herz, die Farben, das Gesamtbild ...

Cover

Obwohl mir das schlichte Cover zum dritten Teil nicht so gut gefallen hat, kann ich dieses einfach nicht nicht mögen. Die Blumen, das von einem Pfeil durchstoßene Herz, die Farben, das Gesamtbild – wirklich hübsch anzusehen.



Meine Meinung

Nachdem ich gerade erst den vorangegangen Band dieser Reihe beendet habe, musste ich die Gelegenheit ergreifen diese Reihe mit „Welch trügerisches Herz“ fortzufahren. Bei dieser Reihe kann ich mir gut vorstellen, dass man sich leichter mit den Gegebenheiten zurechtfindet, wenn man alle Teile hintereinander liest und nicht – so wie ich – jeden Teil erst nach Erscheinen.

Weiterhin begleiten wir nicht nur Rosalind und Orion auf ihrem Weg durch das zerrüttete Shanghai, sondern ebenso Rosalinds Schwester Celia und Orions Bruder Oliver, neben einigen anderen Charakteren. Dabei haben es mir gerade die Familienverhältnisse, genauer gesagt die Dynamik der Charaktere besonders angetan. Gerade die vielen humorvollen Zänkereien, die warmherzigen Emotionen und die eher verhaltenen Zuneigungsbekundungen sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Trotz Geheimnissen, verschiedener Loyalitäten neben räumlichen und zeitlichen Trennungen zeigt die Gruppendynamik in prekären Situationen immer wieder, wie gut der Zusammenhalt funktioniert.

Mit wenigen Ausnahmen bin ich leider und trotz meiner Hoffnungen für diesen Teil nicht hundertprozentig emotional abgeholt worden. Es gab einige Momente, die mich zu Tränen rühren konnten, die mich schmunzeln und zum Lachen gebracht haben, doch es gab einfach zu viele Durststrecken dazwischen. Gerade dieser eine Moment, wo wir geliebte Charaktere aus den anderen Bänden wiedersehen, wo wir uns von Charakteren endgültig verabschieden mussten oder auch der offenbarte Verrat innerhalb unserer kleinen Gruppe waren wirklich aufwühlend, doch sind für mich schlichtweg zu schnell verstrichen. Ich hätte mir etwas mehr Fokus auf ebendiesen Momenten sehnlich gewünscht, um mich als Leserin wirklich umzuhauen.

Durch Shanghai als Schauplatz der Geschichte werden wir am laufenden Band mit fremdländischen Orten, Anreden und dergleichen konfrontiert, was neben dem ohnehin recht komplexen Aufbau der Geschichte durchaus verwirrend sein kann. Doch ich habs geliebt. Gerade, dass man als Leser echt manchmal mitdenken muss, dass die Charaktere sich den Gegebenheiten immer wieder neu anpassen, Pläne schmieden, kein Stein auf dem anderen bleibt und alles von zwei unterschiedlichen verfeindeten Seiten geprägt ist, machte besonders Spaß.

Persönlich hätte ich neben der Emotionalität gerne mehr Raum für die einzelnen Beziehungen der Charaktere gehabt. Gerade Rosalind und Orion bringen absolut die richtigen Elemente für eine überzeugende Beziehung mit und doch fehlte mir noch etwas. Ich habe die Dialoge der beiden geliebt, den Sarkasmus, wie beide den jeweils anderen wahrgenommen und akzeptiert haben. Aber der letzte Funke, um mich zu überzeugen fehlte bis zum Schluss leider. Und so ergeht es mir auch mit Oliver und Celia und ebenso mit Phoebe und Silas.

Spannend war das Buch allemal. Viele bisher lose Fäden finden zusammen, der Konflikt zwischen Shanghai, den Japanern und den Westländern erreicht seinen traurigen und gewaltigen Höhepunkt. Auch unsere Protagonisten müssen sich ihren eigenen Fehlern, Ängsten und Zweifeln stellen und zwischen Attentätern, Geheimagenten und fliegenden Kugeln überleben.



Fazit

Für mich leider kein überragendes Buch, aber dennoch ein sehr gelungener Abschlussband dieser facettenreichen Reihe. Persönlich kann ich euch die Bücher von Chloe Gong auf jeden Fall empfehlen und würde in Zukunft wieder Werke von ihr kaufen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Trotz vielversprechendem Start nicht meins

House of Marionne
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Cover

Ein wirklich hübsches, wenngleich sehr nichtssagendes Cover. Ich mag die Ornamente, die gerade das edle und extravagante Setting aufgreifen, aber ansonsten fehlt mir eindeutig die Verbindung zum ...

Cover

Ein wirklich hübsches, wenngleich sehr nichtssagendes Cover. Ich mag die Ornamente, die gerade das edle und extravagante Setting aufgreifen, aber ansonsten fehlt mir eindeutig die Verbindung zum Inhalt.



Meine Meinung

Weiterhin bin ich damit beschäftigt meinen Stapel ungelesener Bücher von der ein oder anderen Geschichte zu befreien, dieses Mal fiel meine Wahl auf „House of Marionne“. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht und bin mir noch nicht so sicher, ob ich zukünftig weitere ihrer Werke lesen möchte.

Dabei war der Start super vielversprechend und gerade nach den ersten Kapiteln hatte ich echt Hoffnung, dass es mich begeistern kann. Doch je länger ich gelesen habe, je mehr Kapitel ich geschafft habe, umso mehr hatte ich leider den Eindruck, dass das gewisse Etwas fehlt und die Autorin sich zu sehr im Vorankommen des Plottes verloren hat. Denn um ehrlich zu sein gibt es massenweise Gedankengänge und auch Gespräche mit unserer weiblichen Protagonistin, die mich überaus verwirrt zurückgelassen haben. Ich konnte einige Entscheidungen, alle Charaktere betreffend, gar nicht nachvollziehen, fand Quells Gedankengänge viel zu sprunghaft, zu wenig erklärend und insgesamt an zu vielen Stellen nicht stimmig. Oftmals lag dies schlichtweg daran, dass es an aussagekräftigen und unterstützenden Nebensätzen gefehlt hat. Ich kann mich an eine ganze Menge Momente erinnern, wo Leute plötzlich stehen, obwohl sie eben noch gesessen haben oder andersherum. Wo das Verhalten der Charaktere viel zu holzig und plump gewirkt hat und ich mitunter vor diesem Buch gesessen habe, ohne zu wissen, was direkt vor meiner Nase passiert. Prinzipiell mag ich auch das mal ganz gerne, wenn ich nicht sicher wäre, dass das nicht die Intention der Verfasserin ist.

Quell empfand ich von Seite zu Seite immer anstrengender. Gerade der Einstieg, die gemeinsame Flucht mit ihrer Mutter entwickelt sich leider viel zu schnell in eine Richtung, die Quell als blauäugige Mitläuferin etabliert. Es ihrer Großmutter recht zu machen, steht viel zu schnell über allem, Quell nimmt wenige Dinge selbst in die Hand, versucht wenig auf eigene Faust herauszufinden und insgesamt scheint sie sich eindeutig zu schnell zwischen Glitzerkram, teuren Stoffen und dem Überfluss an Reichtum zu verlieren.

Das Worldbuilding wirkt bei genauerem Hinsehen ebenso blass wie unsere Protagonistin. Die Grundidee finde ich dabei gar nicht schlecht: Ein geheimer Orden, magische Fähigkeiten, eine verborgene Sphäre im Begriff zu zerfallen und alle Magie zu zerstören, neben den unterschiedlichen Adelshäusern und jeder, wirklich jeder Menge Dekadenz neben Quells tödlicher, verbotener Kraft. Und doch mangelt es an Erklärungen, an Details und wichtigen Beschreibungen. Wieso tragen beispielsweise die magiebegabten Masken und Diademe? Woher kommt die Magie? Woher kommt Thoushana – also Quells verbotene Magie? Was ist mit den Vorgängern von Quells Großmutter und den Oberhäuptern der anderen Häuser passiert? Auch die Nebenerzählstränge, wie Quells Freundschaft zu Abby, aber vor allem ihre Beziehung zu Jordan habe ich zu keinem Zeitpunkt gefühlt. Es fehlt massiv an Tiefgang, an echten Emotionen, an Lebendigkeit.

Dafür, dass ich den Anfang total gerne mochte, war das Ende umso bitterer. Viele elementare Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Beispielsweise warum Jordan gar nicht überrascht ist Quell bei ihrem dritten Ritus zu sehen? Ich meine, er hat sie bei ihrer Großmutter abgesetzt im Wissen um ihr großes Geheimnis und wundert sich gar nicht, dass alles wie vorher weitergeht? Häh? Den Epilog habe ich dann nur noch überflogen und auch dort überhaupt nicht geschnallt, warum genau Jordan heult wie ein kleines Kind, but thats on me, oder so ähnlich.

Ich werde mir den nächsten Band sicherlich nicht kaufen und lieber anderen Büchern eine Chance geben.



Fazit

„House of Marionne“ war mit seiner Mischung aus holzigem Verhalten und purem Chaos zwischen den Zeilen nichts für mich.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Schwieriger Mittelband

The Cruelest Mercy
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Cover

Das Cover passt natürlich perfekt zum ersten Teil der Reihe und schließt sich dem Reihenlayout nahezu nahtlos an. Persönlich ist es mir fast einen Ticken zu schlicht, aber ich mag die eindeutige ...

Cover

Das Cover passt natürlich perfekt zum ersten Teil der Reihe und schließt sich dem Reihenlayout nahezu nahtlos an. Persönlich ist es mir fast einen Ticken zu schlicht, aber ich mag die eindeutige Verbindung zum Inhalt.



Meine Meinung

Natürlich habe ich bereits vor einiger Zeit den ersten Band dieser Trilogie gelesen und war sehr gespannt, ob mich dieser zweite Band ebenso faszinieren kann. Leider liest sich das Buch nicht nur wie der typische Mittelband, sondern ist insgesamt sehr zäh und dreht sich viel im Kreis.

Zahru mochte ich mit Voranschreiten des Buches immer weniger. Ich fand ihr zwanghaftes Bemühen etwas Schlechtes in Kasta zu finden echt anstrengend. Es ist nicht so, dass ich sie nicht verstehen könnte, doch ihre ewige Unentschlossenheit, ist er böse, ist er gut, hat er sich verändert, hat er es nicht, nehmen unfassbar viel Raum ein. Diese Gedanken nehmen viel zu viele ihrer Gedanken ein und haben den Großteil meiner Sympathie für sie irgendwann schlichtweg verschlungen. Sie entwickelt sich leider nicht in die Richtung, die ich gerne gesehen hätte, sondern immer mehr zu jemanden den man tatsächlich fürchten sollte. Viel zu oft nutzt sie ihre Magie zum Schlechten, sie ist impulsiv und verliert immer wieder das große Ganze aus den Augen: Orkena, das Land dessen Leute sie beschützen sollte. Sie ist so sehr mit ihrem kleinen Rachefeldzug beschäftigt, dass sie komplett vergisst, was sie bewirken könnte, wenn sie wollte. Auch ihre „Ich bin eine Göttin“-Einstellung zeigt nur wie deutlich sie sich von ihrer eigenen Macht korrumpieren hat lassen. Sie hat einen ihrer besten Freude magisch beeinflusst, es gibt niemanden der ihre Macht in Grenzen hält und der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel.

Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Dreiecksbeziehungen, aber hier passiert praktisch gar nichts zwischen den Parteien. Auch ohne Geschlechtsverkehr kann ich Bücher vergöttern, doch es passiert ganz ehrlich gar nichts. Es gibt keine Spannung, keine Romantik, keine Liebesbezeugungen – von leeren Worten mal abgesehen. Sogar die Beziehungen zwischen den Nebencharakteren wirken authentischer als alles, was Zahru, Jet und Kasta betrifft.

Ist es merkwürdig, wenn ich Kasta trotzdem lieber mag als Jet (und Zahru)? Er ist halt dieser typische Morally grey Protagonist, bei dem man bis zum Ende hofft, dass all diese scheinbar böse Energie zu Gutem genutzt wird. Ich glaube außerdem, ohne Zahrus immerwährender schlechter Meinung würde sein Gesamtbild schon wieder ganz anders aussehen. Neben der eben bereits angesprochenen Beziehungsleere sehen wir von ihm allgemein allerdings ebenso wenig. Was macht der Mann den ganzen Tag? Zudem hätte ich so gerne einige Fragen zu seiner neuen Magie beantwortet gehabt bzw. wie er deren Entdeckung umgangen ist. Ich hoffe da kommt noch etwas mehr.

Inhaltlich passiert leider auch nicht besonders viel. Ja, Zahru trainiert ihre Magie und lebt sich als Göttin ein, aber so wirklich vom Fleck sind wir nicht gekommen. Hoffentlich bringt der Krieg etwas Leben in die Geschichte und hoffentlich lungern wir nicht noch länger in Zahrus ewig hin und her wechselnden Gedanken herum. Trotz der Tatsache, dass ich insgesamt nicht allzu begeistert bin möchte ich gerne erfahren, wie diese Geschichte ausgeht und deshalb werde ich mir den dritten und letzten Band in naher Zukunft wohl kaufen gehen.



Fazit

Wahrscheinlicht hätte ich dem Buch den Titel "Den Downfall der Zahru" gegeben, denn in meinen Augen entwickelt sie sich leider sehr schnell in die overpowerte Protagonistin, die ihren eigenen Weg aus dem Blick verliert – was ich ohnehin selten mag.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Anspruchsvoll, aber unterhaltsam

Welch trügerisches Glück
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Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole ...

Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole und die Blumen in der Mitte.



Meine Meinung

Da ich derzeit weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern und ich gerade erst ein anderes Buch derselben Autorin beendet habe, wollte ich dieses hier ebenfalls von seinem ungelesenen Schicksal befreien. Ich kenne zudem natürlich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe, wenngleich es eine Ewigkeit her ist, seit ich diese gelesen habe.

Der Einstieg gestaltete sich, wie ich es tatsächlich erwartet habe etwas schwierig. Ich habe wirklich lange gebraucht um wieder einen Fuß zwischen die ganzen Nationalisten und Kommunisten, sowie den Ausländern und den ehemaligen Gangmitgliedern zu bekommen. Informationen prasseln auf einen ein und wenn man nicht selbst einen Hauch von Wissen rund um Politik oder die anderen Bände im Gedächtnis hat, kann ich mir vorstellen, dass es nicht so leicht ist, wieder Zugang zum Buch zu finden. Doch je mehr man liest, je mehr Kapitel verstreichen und womöglich auch wie konzentriert man bei der Sache ist, eröffnen sich einem irgendwann die unterschiedlichen Pfade, die unsere Protagonisten eingeschlagen haben. Und dann habe ich dieses organisierte Chaos richtig gehend genossen. Es gibt nicht nur die Geheimnisse unserer Hauptcharaktere, es gibt genauso die gespaltene Stadt, Verrat und Intrigen, es gibt verdeckte Agenten und neben Mord, Toten und ordentlich viel Gift, auch immer wieder die Frage nach dem wahren Täter. Kurzum je länger ich gelesen habe, desto besser fand ich es.

Dadurch, dass ich mich beim Lesen durchaus etwas konzentrieren musste, konnte ich einige Wendungen dieses Mal nicht kommen sehen. Das liebe ich. Wenn ich überrascht werde und den Plottwist nicht schon über Kapitel hinwegkommen sehe. Viele der sich zu Beginn stellenden Rätsel sind nun bereits offenbart, doch wo die Geschichte letztlich hingeht, wissen wir noch nicht. Und darauf bin ich so gespannt, dass ich mein derzeit anhaltendes Buchkaufverbot gebrochen habe um mir die anderen beiden Bände der Reihe (gebraucht) zu kaufen. Ich muss jetzt erfahren, wie die Autorin weitergeschrieben hat und möchte nicht bis nächstes Jahr warten, wenn ich den halben Inhalt selbst wieder vergessen habe.

Rosalind und Orion dagegen haben es mir bis zum Schluss noch nicht so richtig angetan. Ich mag beide in Kombination schon ganz gerne, gerade die kleinen Streitigkeiten, den beißenden Sarkasmus und das sich langsam annähernde Vertrauen. Aber im direkten Vergleich zu Juliette und Roma – den beiden aus den ersten Bänden – fehlte es mir an tiefergreifenden Gefühlen, an Echtheit und dem Gefühl, dass beide wortwörtlich über Leichen gehen würden, um den jeweils anderen zu beschützen. Die Phase des Misstrauens und der Geheimniskrämerei ging mir etwas zu lang und ich hätte gerne mehr Teamarbeit von beiden gesehen.



Fazit

Wer ein stark politisch geprägtes Worldbuilding, von blutigen Geheimnissen umgebene Charaktere und humorvolle Dialoge sucht, wird mit dieser Reihe auf jeden Fall glücklich. Ich möchte allerdings behaupten, dass Chloe Gongs Bücher in ihrer Gesamtheit anspruchsvoller sind als die mancher anderer Autor*innen – nur als kleinen Hinweis nebenbei.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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