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Veröffentlicht am 25.11.2025

Irgendwie ja und irgendwie nein

A Dance of Lies
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Cover
Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Nicht nur die klaren, leuchtenden Farben, sondern gerade die vielen kleinen Details können mich überzeugen. Ganz besonders gelungen finde ich die Tänzerin in ...

Cover
Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Nicht nur die klaren, leuchtenden Farben, sondern gerade die vielen kleinen Details können mich überzeugen. Ganz besonders gelungen finde ich die Tänzerin in der Mitte, die zwar auffällt, aber dennoch wundervoll mit dem restlichen Cover verschmilzt.


Meine Meinung
Mit meinem anhaltenden Buchkaufverbot musste ich erst mal schauen, was auf meinem Stapel ungelesener Bücher mich gerade anspricht. Geworden ist es offensichtlich „A Dance of Lies“, welches ich bereits vor einigen Wochen gekauft habe, da mich sowohl der Titel als auch die Geschichte sofort angesprochen haben. Brittney Arena – also die Autorin – kannte ich bisher noch nicht, was mich ja zum Glück noch nie davon abgehalten hat ein Buch in die Hand zu nehmen.
Ich mochte den Einstieg in dieses Buch wirklich gerne. Man findet sich gleich im Geschehen wieder bzw. in dem, was uns der Klapptext bereits prophezeit hat. Tänzerin Vasalie kann ich ebenso viel abgewinnen, wie ich nicht mochte. Ich musste wirklich lange darauf warten, dass sie ihre eigenen Handlungen in Frage stellt, dass sie über ihren eigenen Tellerrand hinausdenkt, dass ihr schlichtweg der Gedanke kommt, dass ihre eigene Freiheit den Preis von Millionen anderen Menschenleben vielleicht doch nicht wert ist. Auch ihr Kampfgeist und ihr Mut sich zur Wehr zu setzen lassen lange auf sich warten und ich hatte – gerade zum Ende hin – irgendwann keinen Nerv mehr für ihre immer gleich kreisenden Gedanken. Trotzdem konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen, wenngleich ich tiefergehende Emotionen gehend vermisst habe.
Die Dreiecksbeziehung zwischen Vasalie und dem anderen Teilnehmer der Versammlung der Königreiche und jemandem aus dem Königshaus fand ich persönlich unnötig. Ein Love Interest, nämlich Anton, hätte in meinen Augen vollkommen ausgereicht, da die Beziehung zu Love Interest Nummer 2 super oberflächlich war und zwischen den Seiten für mich immer mal wieder komplett in Vergessenheit geraten ist. Mit Voranschreiten des Buches musste ich Anton dafür umso mehr ins Herz schließen. Er war herrlich sarkastisch, intelligent und freundlich – obwohl ich Vasalies Angst vor einem erneuten Missbrauch durchaus nachvollziehen konnte.
So einen richtigen Fantasy-Aspekt gibt es in diesem Buch meiner Meinung nach nicht. Ja, es gibt einige ungewöhnliche Details, gerade was Antons durch Gerüchte weitergetragenes Ableben angeht sowie die Schicksalsmächte, aber wirklich viel Inhalt gibt es dennoch nicht. Witzigerweise mag ich das Worldbuilding trotzdem ganz gerne. Die unterschiedlichen Königreiche, sowie deren Herrscher werden toll beschrieben und wirken authentisch.
Was sich ebenso auf eine bunte Vielzahl von Nebencharakteren ausweitet. Ich bin ein riesiger Fan davon, dass wir als Leser ähnlich unseren Protagonisten gar nicht wirklich wissen, wem wir vertrauen können und wem nicht. Der Titel des Buches macht es nun mal sehr offensichtlich, dass wir von Lügen und Intrigen umgeben sind und man muss manchmal einen Blick hinter die einzelnen Fassaden werfen um zu begreifen, wer wirklich Gut und wer Böse ist. Persönlich habe ich Interaktionen mit anderen Künstlern vermisst, einfach weil es das Level an möglichen Verrätern und Vasalies Suche nach Illians Verbündeten noch etwas höher getrieben hätte.
Insgesamt finde ich das Buch trotz einiger positiver Aspekte nur ganz in Ordnung. Emotional bin ich bei weitem noch nicht abgeholt worden, die Dreiecksbeziehung war furchtbar unnötig und Vasalie war mir lange Zeit nicht so sympathisch und durchsetzungsstark, wie ich es mir gewünscht hätte.


Fazit
Irgendwie mag ich dieses Buch und irgendwie bin ich ebenso nicht überzeugt. Die richtigen Elemente sind auf jeden Fall dabei, doch an der Umsetzung hapert es für mich noch etwas.

Von mir gibt es 3,75 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2025

Flop

Rose in Chains
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Cover

Richtig, richtig hübsch! Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten neben den kleinen Details. Auch dieser Cut-Out rund um Brionys Gestalt mit Toven im Hintergrund sieht ja mal wirklich ...

Cover

Richtig, richtig hübsch! Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten neben den kleinen Details. Auch dieser Cut-Out rund um Brionys Gestalt mit Toven im Hintergrund sieht ja mal wirklich klasse aus.



Meine Meinung

Vor einigen Wochen bin ich über dieses hübsche Buch gestolpert, welches ich letztlich gekauft habe, weil ich einen Liebesroman derselben Autorin gelesen und geliebt habe. Ich wusste nichts über irgendwelche FanFictions oder Verbindungen zur Harry Potter Welt und mit hoher Wahrscheinlichkeit ändert dies leider auch nichts an meiner Meinung zu diesem Werk.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir wenig positives zu „Rose in Chains“ einfällt, auch wenn ich bis zur allerletzten Seite drangeblieben bin und auf ein Wunder gehofft habe. Gerade Worldbuilding, Schreibstil und unsere Protagonisten können mich überhaupt nicht überzeugen. Das Worldbuilding bringt durchaus die richtigen Elemente mit, um zu überzeugen, doch durch Schreibstil und Erzählweise wirkt alles furchtbar chaotisch und blass zugleich. Angefangen bei entscheidenden Aspekten wie die Unterschiede der Zaubereianwendung, der Krieg zwischen Evermore und Bomard, die zehn Familien und deren Nachfolger über Kleinigkeiten, dass die Charaktere merkwürdigerweise Streichhölzer für Feuer brauchen, Menschen trotz eines magischen Hauses einfach entkommen können oder die Magie als solche überraschend regelmäßig vergessen wird. Die Beschreibungen waren für mich wenig nachvollziehbar, ich habe superschnell den Überblick verloren, und hatte auch keine Lust mir irgendwelche Namen und Gesichter zu merken, nachdem das halbe Buch schon an mir vorbeigezogen ist.

Briony Rosewood kann ich persönlich leider nur als wahnsinnig anstrengend beschreiben. Es gab so viele Momente, wo ich ihr Verhalten schlichtweg dumm fand. So viele Gelegenheiten ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen, sich zu beweisen, zu befreien, zu kämpfen, die fröhlich immer wieder aufs Neue an ihr vorbei gingen. Ich hatte total lange den Eindruck, dass sie sich dem Ernst der Lage gar nicht bewusst ist, dass sie einfach nicht begreift, dass sie es trotz allem immer noch viel zu guthat. Ich meine, mal im Ernst, sie schwebte eigentlich nie in richtiger Gefahr, hatte ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Nahrung und dennoch waren ihre eigenen Bemühungen den Verlauf des Krieges zu ändern überaus erbärmlich. Zudem kommt noch dazu, dass ich mich des Eindruckes nicht verwehren kann, dass die Autorin verzweifelt, darum bemüht war, Briony als das Goldstück des Königreiches zu etablieren. Angeblich hatten alle Männer Interesse an ihr, sie sei unfassbar hübsch und volksnah – das hat mich wahnsinnig gemacht. Wo waren ihre Fehler? Ihre Ecken und Kanten? Wo ihre Intelligenz?

Auch Toven Hearst passt mal so gar nicht zu dem, was ich mir vorgestellt habe. Er war die ganze Zeit so verbohrt, so festgefahren in seinem Auftreten und irgendwann kam der Punkt, an dem ich gebetet habe, dass endlich etwas Lebendiges und Echtes aus ihm hervorbricht. Selbst die eher dunkle Seite seiner Natur bzw. wie er versucht nach außen hin zu wirken – gerade bei Mallows Schergen – war so dürftig, überhaupt nicht überzeugend und lässt seinen Charakter letztlich blass und einfallslos erscheinen. Auch sein Umgang mit Briony war frustrierend ohne Ende. Gefühlstechnisch dreht sich dieses Buch immer wieder im Kreis.

Die Aufeinandertreffen beider gingen mir irgendwann nur noch auf die Nerven. Die Streitereien wirkten kindisch und manchmal an den Haaren herbeigezogen, was auch für einige Gespräche gilt. Tovens ewige weg-Rennerei, Brionys Stolz und auch das holzige Verhalten aller Charaktere gingen mir gegen den Strich. Selbst das ewige sexualisierte Verhalten von Mallows Leuten war mir irgendwann einfach zu viel – es gibt kaum Nuancen, kaum Facettenreichtum, um diese Geschichte wirklich lebendig zu machen.

Ich werde mir den zweiten Teil definitiv nicht kaufen und bin von dieser Geschichte ehrlich enttäuscht.



Fazit

Ich glaube alle die die dieses Buch geliebt haben, haben was anderes gelesen als ich. Ich fand "Rose in Chains" leider gar nicht gelungen und gerade Briony Rosewood, das Worldbuilding und die Erzählweise an sich haben es mir schwer gemacht überhaupt etwas positives daran zu finden.

Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2025

2,5 Sterne - Nah

Fear the Flames – Die Drachenkönigin
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Cover

Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe den mittig abgebildeten Drachen, die Flammen und die Wolken im Hintergrund neben dem Gesamtbild. Zwar mangelt es dem restlichen Cover an Details, ...

Cover

Dieses Cover gefällt mir richtig gut! Ich liebe den mittig abgebildeten Drachen, die Flammen und die Wolken im Hintergrund neben dem Gesamtbild. Zwar mangelt es dem restlichen Cover an Details, aber darüber kann ich hinwegsehen.



Meine Meinung

Nachdem ich gerade ein anderes – umwerfendes – Drachenbuch beendet habe, wollte ich gleich bei der Thematik bleiben. Auf meinem Stapel ungelesener Bücher fand sich dieses hübsche Buch, das ich schon vor einer Weile gekauft aber offensichtlich bisher nicht gelesen habe. Von der Autorin habe ich nichts anderes gelesen und denke auch, dass es vorerst bei diesem einen Buch bleiben wird.

Inhaltlich konnte ich mit wenigen Dingen wirklich etwas anfangen, auch wenn es mich schmerzt das zugeben zu müssen. Weder das Worldbuildung, noch das Setting und am allerwenigsten die weibliche Protagonistin schaffen es mich zu überzeugen. "Fear the Flames" liest sich leider sehr chaotisch, hektisch und ohne Tiefgang und kann für mich nicht mit anderen Werken des Genres mithalten.

Prinzessin Elowen bringt so wahnsinnig viel Potenzial mit und gerade nach den ersten Kapiteln hatte ich noch Hoffnung für ihre Entwicklung und ihren Charakter – welche sich leider mit jedem voranschreitenden Kapitel in Wohlgefallen aufgelöst hat. Ich konnte viele ihrer Entscheidungen nicht gänzlich nachvollziehen, fand sie unnötig gewaltbereit und habe vergeblich darauf gewartet einen Hauch meiner anfänglichen Sympathie ihr gegenüber wiederzufinden. Gerade in Büchern dieses Genres ist Rache in vielerlei Hinsicht ein gerne gewähltes und durchaus angebrachtes Element – doch wahllos Wächter und Soldaten eines anderen Königreiches abzuschlachten, weil sie ihren Job machen ging mir schlichtweg zu weit. Elowen stellt viel zu wenige ihrer eigenen Taten und Emotionen infrage. Nur weil einem selbst schlimme Dinge angetan wurden, heißt das nicht, dass man wahllos anderen Menschen das gleiche antun sollte.

Auch Cayden bringt theoretisch absolut die richtigen Merkmale für einen Bookboyfriend meiner Wahl mit, doch auch sein Verhalten kann nicht überzeugen. Auch er ist übertrieben gewaltbereit, zeigt eigentlich niemandem gegenüber Respekt – was als Kommandant einer Armee recht fragwürdig ist – ein Menschenleben bedeutet ihm nichts und er verhält sich unpassend sprunghaft. Dazu kommt eine unfassbar blasse und langweilige Hintergrundgeschichte kombiniert mit einem zu krassen Beschützerinstinkt gegenüber einer Frau, die er kaum kennt.

Inhaltlich macht die Geschichte immer wieder Zeitsprünge, es passieren - für mich – nicht nachvollziehbare Dinge, es mangelt an glaubhaften Erklärungen und zusammengehalten wird das Buch von wenig logischen Dialogen, die man eher bei zwei Jugendlichen als Erwachsenen erwarten würde. Selbst die Gespräche waren manchmal so aus der Luft gegriffen, dass ich manche Sätze mehrfach lesen musste, um zu verstehen worum es geht. Ähnlich erging es mir mit einigen Gegebenheiten wie beispielsweise der Diebstahl des Buches gleich zu Beginn. Dabei ist es egal ob es sich um Diebstahl, eine Priesterin, ein Amulett, die Drachen oder allerhand andere Dinge handelt, alles bleibt unfassbar blass und irgendwie schrecklich einfallslos. Ab der Mitte des Buches habe ich angefangen einige Absätze nur noch zu überfliegen, weil ich inhaltlich wenig mit dem Buch anfangen konnte.

Ich musste das in den letzten Monaten öfter schreiben als mir lieb ist, aber vermutlich ist diese Geschichte eher was für Einsteiger ins Genre und nicht für Menschen, die bereits das ein oder andere Romantasy-Buch gelesen haben.



Fazit

Das war leider nichts. Theoretisch bringt diese Geschichte die richtigen Ansätze für ein hervorragendes Buch mit, doch umgesetzt liest es sich leider sehr oberflächlich, fade und überzeugt daher nur wenig.

Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Highlight

The Isles of the Gods
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Cover
Ich kann wohl nicht leugnen, dass das Cover ziemlich gut zum Inhalt passt. Hätte ich es im Laden in die Hand genommen? Vermutlich nicht. Es entspricht einfach nicht dem Typ Buch, den ich auf den ...

Cover
Ich kann wohl nicht leugnen, dass das Cover ziemlich gut zum Inhalt passt. Hätte ich es im Laden in die Hand genommen? Vermutlich nicht. Es entspricht einfach nicht dem Typ Buch, den ich auf den ersten Blick interessant fände.

Meine Meinung
Während ich weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren, lese ich momentan von neuen zu etwas älteren Bücher alles, was ich finden kann. Dieses Buch habe ich vor einer halben Ewigkeit als Überraschungspost erhalten und war mir gar nicht so sicher, ob ich es jemals lesen werde. Von der Autorin habe ich in Kombination mit einer anderen Autorin vor einer Weile bereits eine Dilogie gelesen, die ich sehr genossen habe – also wollte ich der Geschichte doch eine Chance geben. Und wie das immer bei Büchern ist, bei denen man am wenigsten damit rechnet, habe ich es lieben gelernt.
Ehrlich gesagt fand ich den Einstieg in die Geschichte sehr holprig und ich brauchte doch ein Weilchen um mich in dieser Welt der Gegensätze zurechtzufinden. Gerade meine Vorstellung von Schifffahrt und den Reisen über das Meer stand in deutlichem Kontrast zu Automobilen und Dampfschiffen, neben der normalen Seefahrt, die wir zu sehen bekommen. Auch die Kluft zwischen Reich und Arm, zwischen dem was das Leben lehrt und was Lehrer uns beibringen, zwischen Prinz und dem Mädchen des Meeres konnte mich nach anfänglicher Verwirrung immer wieder in seinen Bann ziehen und begeistern. Das Worldbuilding ist nicht das Komplexeste, doch punktet mit verständlichen Erklärungen, mit Lebendigkeit und trotzdem mit einer überzeugenden Leichtigkeit.
Wir begleiten ganz unterschiedliche Charaktere durch diese Welt, wobei die beiden wichtigsten wohl Prinz Leander und Selly, das Schiffsmädchen sind – selbst, wenn alle Protagonisten, durch deren Augen wir diese Welt betrachten offensichtlich wichtig fürs große Ganze sind. Besonders überzeugt hat mich die Dynamik der einzelnen Personen, aber noch mehr, wenn diese sich zu Gruppen zusammengefunden haben. Die Charaktere starten ganz unterschiedlich in diese Geschichte, es gibt Differenzen, aber genauso übergreifende Verbindungen. Im Grunde genommen gibt es niemanden, dessen Leben nicht durch die Taten der anderen beeinflusst worden ist und das macht das ganze Zusammenspiel für mich so faszinierend. Die Taten und die Gespräche, neben den einzelnen Gedankenwelten sind authentisch und ehrlich, es gibt nicht nur Angst und Zweifel, sondern ebenso zentral die große Rolle der Schuld, neben den positiven Emotionen der Freundschaft, Loyalität und Hoffnung.
Persönlich habe ich mit einer seichteren Geschichte gerechnet, doch diesen Gedanken hat mir die Autorin ziemlich erfolgreich aus dem Kopf geschlagen, als die ersten Verbrechen ans Licht gekommen sind. Diese Welt verfolgt nicht nur den ruhenden Krieg zwischen Göttern, sondern ebenso zwischen den unterschiedlichen Völkern. Einige Taten sind in ihrer Grausamkeit kaum zu überbieten und ließen mir den ein oder anderen kalten Schauer über den Rücken laufen. Dieses Buch ist definitiv nichts für Zartbesaitete, wenngleich es nicht total blutrünstig ist. Es passt zur Welt, zur Geschichte und verleiht dem Inhalt stets etwas Dringliches, etwas Angsteinflößendes was nicht nur dafür gesorgt hat, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe, sondern ebenso der Spannung und dem Spannungsbogen immer wieder zu neuen Hochs beflügelt hat. Ich fand „The Isle of Gods“ unfassbar spannend, wurde mitgerissen, konnte nicht aufhören zu lesen, bis die allerletzte Seite erreicht war. Ich weiß nicht, ob es jemals einen zweiten Teil auf Deutsch geben wird, aber falls es zu einer Übersetzung kommt, werde ich das Ende dieser Reise auf jeden Fall von meinem Sofa aus verfolgen.

Fazit
Wieder konnte mich ein Buch total überraschen. "The Isle of Gods" ist ein überraschendes Highlight mit vielen liebgewonnen Charakteren, einer spannenden und actionreichen Welt und viel Herz.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2025

Highlight

Die Sprache der Drachen
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Cover
Persönlich mag ich das Cover nicht ganz so gerne, finde aber, dass es hervorragend zum Inhalt passt. Auch die Darstellung des Drachen sieht richtig gut aus, wenngleich ich die Farben und auch den ...

Cover
Persönlich mag ich das Cover nicht ganz so gerne, finde aber, dass es hervorragend zum Inhalt passt. Auch die Darstellung des Drachen sieht richtig gut aus, wenngleich ich die Farben und auch den restlichen, weitestgehend leeren Hintergrund, einfach nicht besonders ansprechend finde.


Meine Meinung
Da ich mich gerade aktuell mit einem Familienmitglied über Drachen in Serien und Büchern unterhalten habe, juckte es mich in den Fingern mal wieder in ein Buch mit eben dieser Spezies abzutauchen. „Die Sprache der Drachen“ ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber mit Sicherheit werde ich in Zukunft nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten.
Ironischerweise entspricht diese Geschichte gar nicht so sehr meinen Erwartungen und überzeugt vielleicht gerade deshalb. Wenn ihr nach etwas sucht, dessen Spannung unterschwellig immer mehr wird, wo der Kampf eher mit Worten als mit Waffen ausgefochten wird oder wo die Protagonistin doch eine Weile braucht, um die Wahrheit vor ihrer Nase zu erkennen seid ihr hier richtig.
Ich habe online bereits einige Meinungen dazu gelesen – ein paar davon beschreiben, dass unsere Protagonistin Vivien unsympathische Züge hat. Und wisst ihr was? Dem kann ich nur zustimmen. Vivien ist nicht die perfekte Heldin, sie ist weder besonders mutig noch einfallsreich noch bereit ihre Familie für das Wohl aller zu opfern. Und genau diese Aspekte ihres Wesens machen sie in meinen Augen nur menschlicher und authentischer. Trotz der Tatsache, dass ich irgendwann innerlich gebetet habe, dass sie endlich erkennt, wer im Recht ist und wer nicht, konnte ich sie verstehen. Ich kann nachvollziehen, dass ihre Angst das Falsche zu tun sie daran gehindert hat überhaupt etwas zu tun. Ihre Zweifel und Schuldgefühle fühlten sich für mich ehrlich und greifbar an und überzeugen genau deshalb. Auch der sehr, wirklich sehr, spät kommende Wandel in ihr kam in meinen Augen genau zum richtigen Zeitpunkt, ihr Bemühen zu helfen, sich richtig zu entscheiden, schlichtweg Leben retten zu wollen – und nicht nur ihr eigenes – kann mich restlos überzeugen.
Bereits kurz angesprochen habe ich die unterschwellige Spannung, die diesem Buch innewohnt. Es gibt durchaus einige Kämpfe, Feuer spuckende Drachen und den ein oder anderen Todesfall, doch den Großteil des Buches nimmt wohl der innere Kampf von Vivien ein. Der Mittelteil kann sich mitunter ganz schön ziehen, wenn man sich nicht so sehr in die Geschichte verliebt hat, wie es mir ergangen ist.
Gerade der Aufbau des Worldbuildings, das Klassensystem, neben den Rebellen und den Drachen als eigenes Volk, verbunden durch die unterschiedlichen Sprachen mit einer klitzekleinen Prise von Verrat und Liebe konnte mich vollkommen in seinen Bann ziehen. Der Inhalt ist herrlich komplex und behält dennoch immer den Blick zur Realität, was alles umso echter erscheinen lässt.
Auch die große, epische Liebesgeschichte werdet ihr hier verzweifelt suchen. Finden könnt ihr allerdings eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte ohne unnötiges Hin- und Her, dafür mit Tiefgang und schönen Dialogen. Das Ende lässt zahlreichen Fragen offen, gerade ob es eine Zukunft für beide zusammen überhaupt geben wird – und ich hoffe wirklich sehr, dass es einen weiteren Band aus diesem Universum geben wird.


Fazit
Unerwarteterweise konnte „Die Sprache der Drachen“ mich für sich einnehmen, begeistern und zu Tränen rühren. Euch kann ich dieses wahnsinnig tolle Buch aus ganzem Herzen empfehlen!

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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