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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Weckt die Reiselust!

Das letzte Kind hat Fell
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Auf dem Cover im Grundton Rosa entdecken wir außer Menschen und Hund einen Strand, einen Feigenbaum, Häuser an einer Steilküste...
Wer hier nach Titel, rosa Cover und Kurzbeschreibung einen ins ...

Auf dem Cover im Grundton Rosa entdecken wir außer Menschen und Hund einen Strand, einen Feigenbaum, Häuser an einer Steilküste...
Wer hier nach Titel, rosa Cover und Kurzbeschreibung einen ins Kitschige neigenden Alte-Leute-wohnen-im-Süden-Roman erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Es klingt erst mal alles nach leichter Lektüre - es geht aber doch um heikle Themen. Altersarmut und Verlegung des Lebensmittelpunktes werden nur so "angeditscht", aber Familie als Wert, Outing, Männer- und Frauenbilder, Einsamkeit, die Suche nach dem Sinn des Lebens.... als das wird wunderbar verpackt und als I-Tüpfelchen gibt es noch einen Findlingshund... Damit das Chaos auch so wirklich perfekt wird!
Natürlich bleibt ein rosaroter Schleier... aber den hat der Lesende ja wohl auch erwartet, erhofft und gewollt.
Ratgebertechnisch bleibt doch so ein bisschen was dabei... in Mikrodosis und gut verträglich... und nicht zu verachten!
Das Lesen war nach kurzen Startschwierigkeiten sehr kurzweilig, hat Spaß gemacht! Ab nach Faro....

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Wortgewaltig!

Beutemacher
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"Tarantino meets Monty Python. Emotion und Härte. Thriller trifft Comedy – und ein Panorama der späten 90er Jahre im wildesten Quartier des Landes." Hui, da werden aber Erwartungen erzeugt! Und - ganz ...

"Tarantino meets Monty Python. Emotion und Härte. Thriller trifft Comedy – und ein Panorama der späten 90er Jahre im wildesten Quartier des Landes." Hui, da werden aber Erwartungen erzeugt! Und - ganz ehrlich - für mich haben sich die Erwartungen auch erfüllt!

Die wortgewaltigen Sätze muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da sollte man so manchen noch einmal lesen.

Das Spiel mit bildhaften Vergleichen wird her auf die Spitze getrieben. Dazu wird die Story aus den verschiedensten Sichtweisen - unter anderem des Katers - erzählt. Erst nach und nach enthüllen sich die Erzählstränge und was für einen Menschen noch relativ harmlos mit einem jagenden Falken beginnt, nimmt Dimensionen an, die so gut nach Frankfurt und in die späten 90er passen.

Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und sehr gut inszeniert! Die Örtlichkeiten sind sehr anschaulich dargestellt - kann ich aus eigenen Erfahrungen Ende der 90er in Frankfurt sagen. Die Protagonisten sind in all ihrer Unterschiedlichkeit toll dargestellt. Es sind ziemlich viele und bei einigen könnte ich mir gut vorstellen, dass sie eigenen Geschichten bekommen könnten.

Die Story an sich finde ich toll - und sehr clever gelöst. Imposant ist für mich tatsächlich dieser krasse Schreibstil!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Wie immer wunderbar!

Strandgut
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Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker, weil er so herzlich und lebendig erzählt, dass man sich als Lesender mitten im Geschehen fühlt. Seine Charaktere sind so vielschichtig und nahbar, sind so lebensnah ...

Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker, weil er so herzlich und lebendig erzählt, dass man sich als Lesender mitten im Geschehen fühlt. Seine Charaktere sind so vielschichtig und nahbar, sind so lebensnah und -echt, dass man sich die Lektüre wie "alte Bekannte treffen" anfühlt Trotzdem kommt die Realität nicht zu kurz.
Auch diesen Krimi aus Aquitanien habe ich verschlungen. Die Neubesetzung der offenen Stelle gefällt mir gut, die Dramatik um Yacine lässt mich besorgt zurück.
Ich liebe es, wie aus den Beschreibungen der Örtlichkeiten die Liebe zu diesem Land, der Kultur, dem Essen, der Landschaft spricht....Wunderbar!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Vom 10jährigen gefeiert...

Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
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Der kriminell witzige Comic-Roman hat ein sehr auffälliges gelbes Cover. Im zurückgesetzten LUpen-Oberteil sticht sehr präsent Monsieur Mausebart hervor - passend im senfgelb-karierten Mäntelchen.

Mich ...

Der kriminell witzige Comic-Roman hat ein sehr auffälliges gelbes Cover. Im zurückgesetzten LUpen-Oberteil sticht sehr präsent Monsieur Mausebart hervor - passend im senfgelb-karierten Mäntelchen.

Mich hat die Geschichte nicht ganz so überzeugt. Mein Mitleser (10 Jahre alt und sehr comic-erfahren) war allerdings total begeistert. Er hat dieses Buch gefeiert und zwar sowohl inhaltlich (ich nicht!) als auch gestalterisch (ich auch!)

Sprachlich finde ich sie sehr gelungen und damit auch super vorlesetauglich. Die Seiten laden zum Bestaunen ein und haben teilweise einen Wimmelbild-Charakter.

Fazit: Das Kinderurteil wiegt hier schwerer als das des Erwachsenen!

Auffälliges präsentes Cover

Tolle Gestaltung

Sprachlich ambitioniert

Macht Spaß!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Bewegend!

Wo das Schweigen wohnt
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Dieses Buch hat mich sehr erschüttert und wird mich noch längere Zeit beschäftigen. Es hat mir schlafarme traumreiche Nächte bereitet und dafür gesorgt, verschiedene Gespräche zu wagen.

Das Cover zeigt ...

Dieses Buch hat mich sehr erschüttert und wird mich noch längere Zeit beschäftigen. Es hat mir schlafarme traumreiche Nächte bereitet und dafür gesorgt, verschiedene Gespräche zu wagen.

Das Cover zeigt 2 Wanderschuhe. Im vernebelten Hintergrund steht ein Haus umgeben von Nadelbäumen. Der kräftig pinkfarbene Rand rückt die einsamen Schuhe ins Blickfeld.

Der Lesende lernt zu Beginn Alma kennen, die in das Haus ihrer Kindheit zurückkehrt, um die Beisetzung ihrer Mutter zu organisieren, die sich - überraschend - das Leben nahm. Bereits zu Beginn eröffnen sich viele Fragen zur Beziehung Mutter-Tochter, auch im Verhältnis von Alma als Mutter ihrer Tochter Bianca. Man spürt viel Trauer und Leid... Und dann steht plötzlich ein Mann vor der Tür, der behauptet, Almas Halbbruder zu sein.

Die Familiengeschichte, in die wir hier einsteigen dürfen, ist ein Drama und spricht wohl für viele Familien der Kriegs- und Nachkriegszeit. Nach und nach werden die Lebensgeschichten der Protagonisten enthüllt. Besonders für Alma bricht eine ganze selbstgeschaffene Welt zusammen.

Die Autorin schildert die Lebenswege auf sehr einfühlsame und niemals wertende Art und Weise, so dass sich der Lesende sowohl selbst ein Bild machen kann als auch Rückschlüsse auf wahrscheinliche Gründe und Ursachen ziehen kann.

Die vielen offenen Fragen, die in den ersten Kapitel entstehen werden nach und nach durch die Erweiterung des Familienkreises enthüllt.

Die ehrlichen und schonungslosen Schilderungen der furchtbaren Erlebnisse und der weitergegebenen Traumata bis in die übernächste Generation berühren, regen zum Nachdenken an.

Klare Leseempfehlung!

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