Auszeit, um über das Leben nachzudenken
Der Flügelschlag des PaarfaltersJonas ist erfolgreich in seinem Job. Er bereist die ganze Welt, lernt die kulinarischen Köstlichkeiten der Völker kennen, genießt diese. Doch ist das schon alles, was das Leben ihm zu bieten hat, was wirklich ...
Jonas ist erfolgreich in seinem Job. Er bereist die ganze Welt, lernt die kulinarischen Köstlichkeiten der Völker kennen, genießt diese. Doch ist das schon alles, was das Leben ihm zu bieten hat, was wirklich zählt, fragt er sich? Was nimmt er als wesentlich für sich als Persönlichkeit wahr?
Eine zunächst undefinierbare Unzufriedenheit macht sich breit und so verlässt Jonas kurzentschlossen den Flughafen in Schwechat, obwohl er bereits sein Gepäck aufgegeben hatte, besteigt die Bahn nach Wien, nutzt das wunderbare Sommerwetter und streift drei Tage durch seine Heimatstadt. Er sucht nach Antworten auf Fragen, die er bis zu diesem Zeitpunkt seines Aufbruchs nicht erahnte. Seine Zufallsbekanntschaften zeigen ihm wie vielfältig Glück oder Unglück im Leben sein kann, welche Wege es gibt voranzukommen, nicht stehen zu bleiben, nach vorn zu blicken, sein Schicksal in die Hand zu nehmen. Es kommt darauf an, bewusste Entscheidungen zu treffen, um Verantwortung für sich zu übernehmen.
Die Menschen, die er auf seinem Weg getroffen hat, standen für mich als Sinnbild für Leidenschaft, Wissensdurst, Fürsorge, Schuld und Wiedergutmachung, Hilfsbereitschaft, Verzweiflung, Einsamkeit. Durch den Verlust seiner Zahlungsmittel, befreite er sich im übertragenen Sinne von der Last ganz alltäglicher, weltlicher Sorgen und begab sich in einen Zustand der Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Seine Rastlosigkeit wiederum spiegelte die Suche nach dem sinnerfüllten Dasein wider.
Ich konnte leider nicht in jeder gewählten Metapher die Poesie des Seins erkennen, wurde sehr nachdenklich gestimmt.