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Veröffentlicht am 26.10.2025

Kultur erleben in Brandenburg

Die schönsten Museen in Brandenburg
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Brandenburg ist ein Landstrich mit großer Vergangenheit, der viele Geschichten zu erzählen hat, die sich in den zahlreichen Museen angesiedelt haben und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Der BeBra ...

Brandenburg ist ein Landstrich mit großer Vergangenheit, der viele Geschichten zu erzählen hat, die sich in den zahlreichen Museen angesiedelt haben und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Der BeBra Verlag hat die Vielfalt der Möglichkeiten einen informativen Tag zu erleben, vollgepackt mit regionalen Besonderheiten, Kuriositäten, Wissenswerten in ‘Die schönsten Museen in Brandenburg‘, geschrieben von Gerhard Drexel, zusammengestellt.
Gut strukturiert den nach Himmelsrichtungen zugeordnet, von Berlin aus als Startpunkt gesehen, können mehr als neunzig Ausflugsziele angesteuert werden. Thematisch zusammengestellt, bietet der Kulturführer auf den letzten Seiten nach speziellen Vorlieben wie Literaturmuseen, Gedenkstätten, Kunstmuseen oder Technikmuseen sortiert, um nur eine Auswahl zu nennen, ein erleichtertes Suchen und Finden. Schließlich gibt eine Landkarte Auskunft darüber, wo das gewünschte Ziel für den Ausflug sich befindet.
Reichlich bebildert, mit den Öffnungszeiten, der genauen Anschrift und einer Internetseite versehen, werden die Museen vom Autor vorgestellt mit einem verführerischen Einblick in das zu Erwartende.
Ich habe wertvolle Inspirationen für interessante und erholsame Ausflüge in meine nähere Umgebung bekommen, die ich auf jeden Fall nutzen werde.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Gaumenfreuden auf Provenzalisch

Provenzalischer Wintergenuss
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Schon beim ersten Durchblättern durch dieses fantastische Koch- und Backbuch fallen mir diese unglaublich schönen farbenfrohen Fotografien auf, die ein heimeliges Gefühl für die schönste Zeit des Jahres ...

Schon beim ersten Durchblättern durch dieses fantastische Koch- und Backbuch fallen mir diese unglaublich schönen farbenfrohen Fotografien auf, die ein heimeliges Gefühl für die schönste Zeit des Jahres hervorrufen, eine Zeit in der Ruhe einkehrt und wir uns mit vielen dieser kleinen und großen Köstlichkeiten verwöhnen. Warum nicht auch mal auf provenzalisch?
Sophie Bonnet entführt uns in ‘Provenzalischen Wintergenuss‘ in eine Region Frankreichs, die auch in der kalten Jahreszeit verlockend viel zu bieten hat. Begleitend zu zahlreichen, verführerischen Rezepturen der regionalen Küche bekommen wir einen Einblick in gepflegte Traditionen und interessanten Brauchtum. Hier spürt man sehr deutlich die Verbundenheit der Autorin mit diesem Landstrich, ihre Liebe zu den Menschen und ihrer Kultur.
Die Rezeptvorschläge selbst haben neben übersichtlich gegliederten Mengenangaben eine ausführliche Beschreibung zur Verarbeitung der Produkte und bieten einen verführerischen Serviervorschlag an. Schon beim Lesen der Zutaten läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Die feinen Gewürze und Kräuter krönen jedes ihrer Gerichte, ob es nun die Kürbistarte mit Ziegenkäse oder diese gratinierte Zwiebelsuppe mit Bier oder das Rinderragout im Blätterteig sein soll. Fein komponierte Desserts, spritzige Getränke und wunderschöne Geschenkideen runden den Reigen hilfreicher Inspirationen formvollendet ab.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Existentieller Kampf ums Dasein

Stiller
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Der Roman ‘Stiller‘ wurde von Max Frisch vor mehr als siebzig Jahren geschrieben, erfreut sich noch heute großer Beliebtheit unter der Leserschaft. Nun hat der Schweizer Regisseur Stefan Haupt eine Verfilmung ...

Der Roman ‘Stiller‘ wurde von Max Frisch vor mehr als siebzig Jahren geschrieben, erfreut sich noch heute großer Beliebtheit unter der Leserschaft. Nun hat der Schweizer Regisseur Stefan Haupt eine Verfilmung inszeniert, an die man sich lange Zeit nicht herangewagt hat. In der Hauptrolle sehen wir den Schauspieler Albrecht Schuch, der den Amerikaner James White verkörpert. In der Schweiz wird jener bei einer Passkontrolle festgenommen und ins Gefängnis überführt, weil seine Papiere und damit seine Identität als gefälscht identifiziert werden. Außerdem wirft man ihm vor, einen Schweizer Bahnbeamten geohrfeigt zu haben. Ein Mitreisender hatte ihn als Anatol Stiller erkannt, dessen Bild vor Jahren durch die Presse ging und dem ein Mord als auch Verbundenheit zum Kommunismus vorgeworfen werden. Hartnäckig weigert sich der Protagonist, dieser Anatol Stiller zu sein. Man konfrontiert ihn mit Personen aus seiner Vergangenheit, mit seiner Frau, seiner einstigen Geliebten, einem Freund. Er leugnet hartnäckig all diese Menschen jemals gesehen zu haben und erzählt Geschichten aus Amerika, seiner Heimat, aus Mexiko, Spanien.
Die innere Zerrissenheit der Person Stiller mit der beherrschenden existentiellen Fragestellung nach der eigenen Identität manifestiert sich in der Suche nach dem eigenen Ich. Wie sehe ich mich? Wie sehen die anderen mich? Wie gefangen bin ich in meinen Vorstellungen zu meiner Person und in meinen Vorstellungen zu anderen Personen? Ein schier unlösbarer Konflikt endet in depressiven Gedankengängen, ausgelöst durch übersteigerte Ansprüche an sich selbst und schließlich in einem Befreiungsakt durch radikalen Bruch mit der Vergangenheit.
Aktuelle Fragen zur täglichen Selbstoptimierung werden aufgeworfen, aber auch welche männlichen Eigenschaften stellen sich als gesellschaftstauglich dar. Wie werden außereheliche Beziehungen wahrgenommen und welche Wertungen nimmt man vor? Welche Unterschiede überhaupt werden in der Bewertung menschlichen Verhaltens angesetzt?
Der Film brilliert durch seine Kameraführung, dem Spiel zwischen Licht und Schatten, der überaus geschickten Darstellung einer gespaltenen Persönlichkeit Stillers, die eingefangenen Posen und charakterlichen Darstellungen der Schauspieler aber auch durch seine Landschaftsaufnahmen, die auf mich einen sehr positiven Gesamteindruck vom Film hinterlassen haben.
Nach meinen positiven Eindrücken aus der Preview kann ich diesen Film sehr gern weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Die Siedler von Sanary-sur-Mer

Wenn die Sonne untergeht
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Im Februar 1933 brachen Thomas und Katja Mann aus dem heimischen München von ihrer innig geliebten Villa in der Poschinger Straße 1 auf zu einer Vortagsreise zum Thema ‘Leiden und Größe Richard Wagners‘, ...

Im Februar 1933 brachen Thomas und Katja Mann aus dem heimischen München von ihrer innig geliebten Villa in der Poschinger Straße 1 auf zu einer Vortagsreise zum Thema ‘Leiden und Größe Richard Wagners‘, um dann weiter in die Schweiz zur Erholung zu fahren. Für März war dann die Rückkehr in die Heimat, nach Deutschland, vorgesehen. Doch es sollte anders als geplant eine sehr lange Reise werden, eine über Jahre währende Suche nach einem Platz, an dem die gewohnte und über alles geliebte Ruhe zum Schreiben, dem vertrauten Schreibtisch nebst gepolstertem Stuhl, dem gigantischen Schatz der heimischen Bibliothek und natürlich diese gelbe Decke des unterkühlten Autors einen Platz finden würden. Auch die lebensnotwendigen Rituale der pünktlichen Essens- und Arbeitszeiten mussten in den Alltag wieder einziehen, damit der Literatur-Nobelpreisträger seine Schaffenskraft zum Wohle seiner Leserschaft erhalten und überhaupt seinen wertvollen Gedanken nachgehen konnte, die sich in den überaus beliebten Romanen doch so erfolgreich verfestigten.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten sollte sich das Leben der Familie Mann grundlegend ändern, denn an eine Heimkehr nach München war bis auf weiteres nicht zu denken. Der Grund dafür war einer Unachtsamkeit eines Journalisten zuzuschreiben, der den Wortlaut von Thomas Manns Vortrag über Richard Wagner fehlerhaft wiedergab und damit eine Welle der Empörung in der neuen politischen Führung Deutschlands auslöste. An der südfranzösischen Mittelmeerküste im kleinen Örtchen Sanary-sur-Mer verbringen schließlich die Manns den heißen Sommer von 1933 zusammen mit weiteren namhaften ebenso emigrierten Schriftstellern, die sich dann doch lieber als Siedler bezeichneten, sich einrichteten und sich gemeinsam Unterhaltung als auch Stütze gaben in den schweren Zeiten.
Florian Illies beweist einmal mehr im Roman ‘Wenn die Sonne untergeht – Familie Mann in Sanary‘ sein großes schriftstellerisches Talent. Intelligent und auf angenehm unterhaltende Art präsentiert er die Leiden des großen Thomas Mann, welche Konflikte er mit sich austragen musste, um Stellung zu beziehen, die man so sehr von ihm erhoffte. Der Autor lässt den Leser an dem sehr persönlichen Leben der Familienmitglieder, der Freunde und Wegbegleiter teilhaben, in dem er neben unzähligen überlieferten Zeitzeugnissen auch die bisher unveröffentlichten Tagebucheinträge von Golo Mann auswertet und gekonnt in die Geschichte einarbeitet.
Für mich ist dieser Roman von Florian Illies ein Highlight des Jahres.
Stephan Schad verleiht diesem bemerkenswerten Roman, in dem von ihm eingesprochenen Hörbuch, einen ganz besonderen Reiz, dieser Geschichte zu folgen.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Disharmonie

Alles ganz schlimm
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‘Alles ganz schlimm‘ ist der Debütroman von Julia Pustet, der sich mit schwerwiegenden Themen rund um ihre Protagonistin Susanne auseinandersetzt. Hier werden Sucht, Gewalt, psychische Abhängigkeit aber ...

‘Alles ganz schlimm‘ ist der Debütroman von Julia Pustet, der sich mit schwerwiegenden Themen rund um ihre Protagonistin Susanne auseinandersetzt. Hier werden Sucht, Gewalt, psychische Abhängigkeit aber auch Schuldfragen und die Suche nach persönlicher Identität in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt, bleiben jedoch all zu oft nur angedeutet im Raum stehen, ohne eine erklärende Wirkung. Der Schreibstil ist sprunghaft, wechselt unvermittelt in den Zeiten, zeigt ein unstetes Bild, was es mir schwer machte, dem Vermittlungsgedanken zu folgen. Die Charaktere wirkten auf mich eher distanziert.
Susanne lebt in einer Disharmonie mit sich selbst und ihrer Umgebung. Freundschaften zerbrechen, werden missbraucht. Psychisch instabil begibt sie sich immer weiter in einen isolierten Zustand, der nur schwer zu ertragen ist.
Sozialkritisch schaut der Roman auf problematische Herausforderungen, die weh tun und nach einer Lösung schreien.

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