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Veröffentlicht am 22.05.2026

Zurück ins Leben

Die Ozeanschwimmerin
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Manchmal muss man sehr weite Wege zurücklegen, um ein Ziel zu erreichen. Es gehört viel Ausdauer und Mut dazu, sich seiner eigene Challenge zu stellen, Niederlagen einzustecken, Ängste zu überwinden, Vertrauen ...

Manchmal muss man sehr weite Wege zurücklegen, um ein Ziel zu erreichen. Es gehört viel Ausdauer und Mut dazu, sich seiner eigene Challenge zu stellen, Niederlagen einzustecken, Ängste zu überwinden, Vertrauen neu aufzubauen und persönliche Grenzen zu überwinden. Situationen im Leben, die dich völlig aus der Bahn werfen, die mehr nach Aufgeben und Hilfe schreien als nach Kampf, verlangen ein Vorwärtsschauen.
Charlotte Tarnowski zeichnet in ihrem Roman ‘Die Ozeanschwimmerin‘ das Bild einer jungen Frau, für die durch tragische Umstände von einem Moment zum darauffolgenden die ganze Welt zusammenbricht, als sie vom Tod ihres Mannes und ihres Sohnes erfährt. Schon immer hatte Sophie ebenso wie ihr Sohn eine besondere Beziehung zum Meer. Sie liebt es, in den Wellen zu schwimmen, ausdauernd zu schwimmen. So sucht sie Trost und Abstand zu den aktuellen schmerzlichen Ereignissen und stellt sich einer kolossalen Herausforderung, die auch für so eine erfahrene Schwimmerin, wie sie, erst einmal geschafft werden muss. Sie will innerhalb eines Jahres sieben Meeresstraßen bezwingen, die Ocean`s Seven Challenge, die nichts für Angsthasen und Zauderer ist. Gemeinsam mit einem kleinen Team aus Familienmitgliedern und einem Kollegen reist sie um die Welt, kämpft nicht nur im Wasser, sondern auch mit sich und ihrer Emotionen. Das dabei entstehende Projekt nimmt ungeahnte Formen an, liefert nicht nur den Beteiligten neue Sichtweisen.
Es ist eine bewegende Geschichte, die kämpferischen Protagonisten eine Plattform bietet und durch seine liebenswert natürliche als auch unterhaltende Art einen Lesesog erzeugt, dem man sich ungern entzieht.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Rückblick auf ein Leben

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Christien Brinkgreve blickt in ihrem Roman ‘Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen, auf ein Leben mit ihrem Mann, dem Intellektuellen Arend Jan Heerma van Voss zurück. Sie, eine bekannte Frauenforscherin in ...

Christien Brinkgreve blickt in ihrem Roman ‘Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen, auf ein Leben mit ihrem Mann, dem Intellektuellen Arend Jan Heerma van Voss zurück. Sie, eine bekannte Frauenforscherin in den Niederlanden, räumt nach dem Tod ihres Mannes nicht nur das Haus auf, versucht Müll von liebenswerten Dingen zu trennen. Dabei schweifen ihre Erinnerungen zurück in vergangene Zeiten. Während beide Partner in ihrer Ehe ein selbstbestimmtes Dasein anstrebten, kam es gleichzeitig mehr und mehr zur Entfremdung, die nicht durch ein bestimmtes Ereignis zu benennen ist. Was ist geschehen?
Eifersucht, Neid, Depression aber auch Erfolg, Ehrgeiz und ein Spagat zwischen Pflichterfüllung und persönlichem Ehrgeiz sind Themen, die die Autorin anspricht, die sie für sich schonungslos aufarbeitet in einem Selbstfindungsprozess, der Ordnung in ein Gefühlschaos bringen soll. Dabei trifft sie auf schmerzliche Wahrheiten.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Warum?

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Zwei Fragen stellten sich mir gleich mit Beginn des Lesens von diesem Roman. Warum sind diese neununddreißig Frauen und ein pubertierendes Mädchen in diesem Kellerverlies schwerbewacht von sechs Männern ...

Zwei Fragen stellten sich mir gleich mit Beginn des Lesens von diesem Roman. Warum sind diese neununddreißig Frauen und ein pubertierendes Mädchen in diesem Kellerverlies schwerbewacht von sechs Männern eingesperrt und was ist mit der sie umgebenden Welt geschehen? Seltsam kam mir das Verhalten der Frauen gegenüber dem jungen Mädchen vor, welches als einzige nur das Gefängnis und die Frauen kennt. Sie nehmen sie nicht in ihre Mitte auf, sondern machen sich eher lustig über ihr Unwissen zur Veränderung ihres Körpers wie die Natur die Beziehung zwischen Mann und Frau eingerichtet hat.
Eines Tages ertönt ein lautes Signal, die Bewacher ziehen ab und das vergitterte Tor öffnet sich. Die Jüngste schreitet mutig voran in die Freiheit. Doch was sie vorfinden und wie sie sich mit dieser postapokalyptischen Welt arrangieren, sind schwer zu ertragende Lebensumstände. Wiederum die junge Frau macht sich die Mühe aufzuschreiben, wie sie die Welt sieht. Doch für wen?
Ein düsterer Roman, der menschenverachtende Zeiten spiegelt und ein Entrinnen selbst in geglaubter Freiheit nicht erlaubt.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Verbundenheit

Der andere Arthur
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Liz Moore zeigt in ihrem frühen Roman ‘Der andere Arthur‘ eine stille, melancholische Seite ihres schriftstellerischen Könnens. Sie gibt zwei Außenseitern im gesellschaftlichen Gefüge eine Stimme, die ...

Liz Moore zeigt in ihrem frühen Roman ‘Der andere Arthur‘ eine stille, melancholische Seite ihres schriftstellerischen Könnens. Sie gibt zwei Außenseitern im gesellschaftlichen Gefüge eine Stimme, die einfühlsam und unaufgeregt berührende Lebensentwicklungen beschreibt. Ihre Sprache ist direkt, ansprechend, ohne dramatisieren zu wollen. Intensiv und ausführlich geht sie auf Ursachen und Umstände ein, die Menschen prägen können, die charakterliche Züge hervorrufen, diese verstärken und in eine beklemmende Einsamkeit, ja Isolation führen. Die Autorin lässt ihre beiden Protagonisten aus der Ich-Perspektive erzählen, was der Geschichte authentisch erlebbar macht.
Arthur Opp ein renommierter Literaturprofessor hat seine Berufung aufgegeben und lebt ohne jeglichen persönlichen Kontakt zur Außenwelt zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn. Er schaufelt Unmengen an Essen in sich hinein, was schließlich zu körperlichen Problemen bezüglich seiner Beweglichkeit führt. Er fügt sich in sein Schicksal und erlebt lediglich Momente der Freude, wenn ein Brief von seiner ehemaligen Studentin Charlene ihn erreicht. Beide verbindet ein freundschaftliches Verhältnis. Kel, Charlenes Sohn, ist siebzehn als seine Mutter stirbt. Wut und Selbstzweifel beherrschen ihn in diesen Tagen des Verlustes. Seine Welt gerät mehr und mehr ins Wanken. Seine Gedanken kreisen um seine Identität und um den letzten Wunsch seiner Mutter.
Die Geschichte setzt auf Freundschaft und Zusammenhalt, um neue Perspektiven zu schaffen.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Einsteigen, aussteigen und entdecken

Berlin mit der Ringbahn entdecken
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Der im BeBra Verlag erschienene Reiseführer ‘Berlin mit der Ringbahn entdecken‘ von Armin A. Woy geschrieben, zeichnet sich nicht nur durch sein strukturiertes und farbenfrohes Erscheinungsbild aus, er ...

Der im BeBra Verlag erschienene Reiseführer ‘Berlin mit der Ringbahn entdecken‘ von Armin A. Woy geschrieben, zeichnet sich nicht nur durch sein strukturiertes und farbenfrohes Erscheinungsbild aus, er beweist auch durch seine originelle, kompakte Darstellung, Wissenswertes und Informatives leicht verständlich und interessant geschrieben an jedermann zu bringen. Egal ob man die Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn oder in der entgegengesetzten Richtung wählt, jede Station dieser S-Bahnlinie wird immer und immer wieder angefahren. Man steigt ganz nach Belieben ein und aus, verweilt dort, wo es gerade gefällt. Neben historischen Ereignissen zu den S-Bahnstationen enthält das handliche Buch, was übrigens in jede Hosentasche passt, einen kleinen Übersichtsplan, auf dem die Empfehlungen für einen kulinarischen Besuch oder einer sehenswerten Örtlichkeit eingezeichnet sind.
Ob in West oder Ost, überall gibt es etwas zu bestaunen, zu genießen oder einfach für einen ausgedehnten Spaziergang, um die Stadt abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Es macht nicht nur potenziellen Besuchern Spaß in den Seiten zu stöbern, nein auch Berliner finden den ein oder anderen Tipp, Neues zu erfahren und zu entdecken. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

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