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Veröffentlicht am 03.05.2026

Nachdenken über Veränderung

Mit anderen Augen
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Tilda, eine zweifünfzigjährige Frau, steht mitten im Leben – glaubt sie jedenfalls. Sie ist erfolgreiche Unternehmerin, hat liebenswerte Töchter – ein Zwillingspaar, besitzt Freundschaften, auf die sie ...

Tilda, eine zweifünfzigjährige Frau, steht mitten im Leben – glaubt sie jedenfalls. Sie ist erfolgreiche Unternehmerin, hat liebenswerte Töchter – ein Zwillingspaar, besitzt Freundschaften, auf die sie sich immer verlassen kann. Was braucht der Mensch noch? Was macht unser aller Leben noch aus, macht es lebenswert, lässt die Sonne scheinen auch an trüben und regnerischen Tagen, in stürmischen Zeiten? Es ist die Liebe, die uns aufblühen lässt wie eine Rosenknospe an heißen Sommertagen. Die Liebe zeigt uns, dass andere Menschen uns sehen, uns wahrnehmen, sich mit unseren Gefühlen, Gedanken und Handlungen auseinandersetzen und wir uns selbst annehmen.
Als Tilda eines Tages mit der Diagnose Morbus Invisibilis bekannt gemacht wird, ein Begriff der für fortschreitende Unsichtbarkeit steht, spielen ihre Nerven verständlicher Weise verrückt. Ihre Panik versucht sie durch viel Alkohol zu ertränken. Doch sehr schnell erkennt sie, dass diese Reaktion keine Lösung für ihr Problem ist und so setzt sie sich schmerzlich mit ihrem Leben, vor allem aber mit ihrer Gedankenwelt intensiv auseinander. Sie lernt in einer Selbsthilfegruppe Menschen mit der gleichen Krankheit kennen, geht außerdem gemeinsam mit einer Therapeutin einen steinigen, unbequemen Weg der Selbsterkenntnis. Besonders intensiv setzt sie sich mit ihrer Partnerschaft zu einem Mann auseinander, der sie von jetzt auf gleich verlassen hatte.
Jane Tara vermag es in ihrem Roman ‘Mit anderen Augen‘, ein zumeist weibliches Problem unserer modernen Gesellschaft gekonnt und eindringlich in den Mittelpunkt ihrer Geschichte zu stellen. Dabei setzt sie sich mit der schwindenden Sichtbarkeit von Frauen ab einem bestimmten Alter auseinander und verleiht mit ihren beeindruckend nachvollziehbaren Worten dem Geschehen einen fast schon therapeutischen Charakter, ohne belehrend zu wirken. Sie rüttelt auf und zeigt Wege, die motivierend das Eigenbild beobachten und aktiv formen durch konstruktive, positive Auseinandersetzung mit unserer ganz individuellen, persönlichen Welt, die uns umgibt.
Der Roman ist fesselnd, lebensklug und hält uns auf eine witzig humorvolle Art einen Spiegel vor Augen, der die Augen öffnet, sie öffnen kann.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein Dino-Code zum Verlieben

Annie Knows Everything
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Annie lebt in New York und arbeitet in einer Vorzeigefirma. Als ihre Arbeitsstelle einer Einsparung und in diesem Zusammenhang einer Umstrukturierung zum Opfer fällt, scheint ihre Welt aus den Fugen zu ...

Annie lebt in New York und arbeitet in einer Vorzeigefirma. Als ihre Arbeitsstelle einer Einsparung und in diesem Zusammenhang einer Umstrukturierung zum Opfer fällt, scheint ihre Welt aus den Fugen zu geraten. Führt ihr Weg sie jetzt zurück in die kanadische Heimat, der sie vor Jahren entflohen ist? Der Kontakt zu ihrer Familie ist eingeschränkt, der zu ihrer Schwester völlig abgebrochen. Annie sagt, was sie denkt und meistens gerade heraus. Auch wenn man nur das Gute beabsichtigt, kann das schon mal ins Auge gehen und falsch interpretiert werden.
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin aus dem Personalbüro verschafft sich Annie, auf zugegeben nicht so ganz üblichem Weg, eine neue Stelle im Team der Datenstrategie. Was für eine Herausforderung für jemanden, der die Lern-App erster Programmierschritte für Kleinkinder nicht erfolgreich absolvieren kann. Doch Connor, der amtierende Chef der kleinen Gruppe aus liebenswerten und lustigen Nerds, erkennt in Annie das große visionäre und soziale Talent. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Kollegen von einem hilfreichen Arbeitstool zu überzeugen. Doch Annie schafft es auch hier für einige Turbulenzen zu sorgen, stellt dabei nicht nur ihre eigene große Liebe auf eine harte Probe, sondern sieht sich ebenso herausgefordert, zu Hause ihrer Schwerster und dem verhassten Fast-Schwager gegenüber zu treten.
Rachel Wood zeigt durch eine erfrischende, unbekümmerte Art in ihrem Romandebüt ‘Annie Knows Everything‘ wie unterhaltend und witzig eine RomCom sein kann. Sie spielt mit ihren Charakteren, die lebendig und authentisch gestaltet sind. Insbesondere Annie, die Protagonistin, zeigt durch ihre Gedankenwelt wie sehr sie sich mit dem aktuellen Geschehen, ihrem Verhalten und der Wirkung auf andere auseinandersetzt. Nicht zuletzt bekommen wir auch ein Spiegelbild unserer modernen Gesellschaft und eine daraus resultierende Auseinandersetzung präsentiert. Es ist eine Geschichte, die das Herz berührt.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Verschlungene Agentenwege

Monique und die Venezianische Vesper
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Monique bekommt den Auftrag, die Nummer Eins eines geheimnisvollen Syndikats unschädlich zu machen. Also reist sie in das winterliche Venedig, wo ein Treffen mit eben jener noch unbekannten Nummer Eins ...

Monique bekommt den Auftrag, die Nummer Eins eines geheimnisvollen Syndikats unschädlich zu machen. Also reist sie in das winterliche Venedig, wo ein Treffen mit eben jener noch unbekannten Nummer Eins stattfinden soll. Auf dem Weg zu ihren Verbindungsleuten gerät sie in so manche unheilvolle Situation, die sie als ausgebildete, topfitte Agentin natürlich blitzschnell erkennt und meistert. Dabei entsteht der ein oder andere Lateralschaden. Nun – ein bisschen Schwund ist immer. Die Wege zum erstrebten Ziel gestalten sich verworren und nicht immer bleibt für Monique klar ersichtlich wer Feind oder Freund ist.
D.G. Ambronn liefert mit ‘Monique und die ganze Wahrheit über die Venezianische Vesper‘ ein Kabinettstück skurriler Slapstick. Seine durchaus sympathische Protagonistin zeichnet sich durch eine gewisse Unbekümmertheit aus, die sie durch Raffinesse und Geschick ausgleicht. Sie führt uns durch die engen Gassen Venedigs und in witzige Trattorien mit einem besonderen kulinarischen Konzept. Man muss schon auch zwischen den Zeilen lesen, um dem Humor des Schriftstellers zu folgen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Valencia ganz individuell entdecken

111 Orte in und um Valencia, die man gesehen haben muss
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Wer Spaniens Perle Valencia ganz individuell erleben möchte, der kann in dem von Daniel Izquierdo-Hänni liebevoll geschriebenen Reiseführer ‘111 Orte in und um Valencia, die man gesehen haben muss‘, der ...

Wer Spaniens Perle Valencia ganz individuell erleben möchte, der kann in dem von Daniel Izquierdo-Hänni liebevoll geschriebenen Reiseführer ‘111 Orte in und um Valencia, die man gesehen haben muss‘, der in der Emons Verlags GmbH erschien, die Stadt ganz individuell entdecken. Die Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat, die er so abwechslungsreich und interessant präsentiert, zeigt er bereits seinem Vorwort. Natürlich kennt man jeden noch so kleinen Winkel, wenn man viele Jahre dort lebt und den Alltag erlebt. Neben der Vorstellung seiner drei Lieblingstouren begleiten wir den Autor nicht nur zu den touristischen Highlights, sondern wandeln ebenso auf weniger ausgetretenen, sehr interessanten Pfaden Valencias.
Daniel Izquierdo-Hänni, bekannt als Schriftsteller von Kriminalromanen, beherrscht die Kunst Menschen zu fesseln, sie zu begeistern und das stellt er einmal mehr hier unter Beweis. Seine Beiträge über die Stadt und ihre geschichtliche Entwicklung, über die Menschen und ihre Kultur, über kulinarische und architektonische Besonderheiten machen einfach Lust auf eine persönliche Bekanntschaft mit dieser Stadt. Wunderschöne Bilder zu den Texten runden die Einladung zum Besuch von Valencia formvollendet ab.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Mutiger Erfindergeist trifft auf Reiselust

Wer hat unsere Lok geklaut?
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Harald Braun stellt in seinem Buch ‘Wer hat unsere Lok geklaut?‘ ein eher ungewöhnliches Konzept für Sprachreisende vor, das Hans Engberding Mitte der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts mit ‘Lernidee‘ ...

Harald Braun stellt in seinem Buch ‘Wer hat unsere Lok geklaut?‘ ein eher ungewöhnliches Konzept für Sprachreisende vor, das Hans Engberding Mitte der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts mit ‘Lernidee‘ ins Leben gerufen hat. Anstatt langweiliges Vokabelpauken, eignet man sich die Sprachkenntnisse im direkten Kontakt mit Land und Leuten an. Etwas Abenteuerlust muss man schon mitbringen, um auf den sehr ungewöhnlichen Pfaden zu wandeln und die Welt aus einer ungeahnt neuen Perspektive kennenzulernen. Die fantasievoll ausgedachten und ambitioniert umgesetzten Reisemöglichkeiten führen zum Beispiel über Fahrradreisen in der Sahara, Zugreisen mit der Transsibirischen Eisenbahn oder Flussfahrten auf dem Mekong rund um die Welt. Kleine und große Pannen werden mit viel Improvisation ausgeglichen und bleiben schließlich als einzigartige Erlebnisse im Gedächtnis haften.
Mit viel Witz und einer großen Portion Humor macht uns der Autor mit dem unternehmerischen Konzept von ‘Lernidee‘ bekannt, zeigt den Einfallreichtum und das menschliche Geschick auf, das schließlich all die liebenswerten Anekdoten der Reisehungrigen gepaart mit einem einzigartigen Konzept des Erlernens von Sprachen hat entstehen lassen.

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