Persönliche Freiheit contra Tradition
John of JohnAls John Calum MacLeod wieder nach Hause auf die schottischen Hebriden-Inseln zurückkehrt, holt ihn die Vergangenheit ein. Die strengen Traditionen der Bevölkerung verbunden mit ihrem Glauben stehen in ...
Als John Calum MacLeod wieder nach Hause auf die schottischen Hebriden-Inseln zurückkehrt, holt ihn die Vergangenheit ein. Die strengen Traditionen der Bevölkerung verbunden mit ihrem Glauben stehen in krassen Wiederspruch zu seinem freien Leben am College in Manchester, wo er Modedesign studiert hat. Nun ist er wieder John der Sohn von John, seinem Vater, der seinen Lebensinhalt in der Schafzucht und der Weberei traditioneller Muster und Stoffe sieht. Da gibt es auch noch die Großmutter mit Herz und gleichzeitig in Strenge ihrer Herkunft verpflichtet.
Douglas Stuart zeichnet in seinem Roman ‘John of John‘ das Bild einer Gesellschaft der 1990er Jahre, die geprägt ist, jede Art der Abweichung von der als Normalität des Lebens betrachteten Realität zu verachten, auszugrenzen. Es darf nicht existieren, was nicht der Regel des Zusammenlebens entspricht. Selbst in der Familie werden die Gefühle im tiefsten Inneren verborgen. So stellt sich Frage: Wer kennt eigentlich wen mit seinen Vorlieben und Lebensträumen?
Ein Roman, der lebendig geschrieben ist und in seinem Konfliktreichtum sehr stark menschliche Gefühle reflektiert.