Gefährliche Nachkriegsjahre in Berlin
Im Schatten der RuinenEiner äußerst entbehrungsreichen und noch immer ungeheuer gefährlichen Zeit des Nachkriegsjahres von 1948 müssen sich die Menschen in Berlin stellen. Die vier Besatzungsmächte haben die Stadt unter sich ...
Einer äußerst entbehrungsreichen und noch immer ungeheuer gefährlichen Zeit des Nachkriegsjahres von 1948 müssen sich die Menschen in Berlin stellen. Die vier Besatzungsmächte haben die Stadt unter sich aufgeteilt. Die Entnazifizierung läuft auf Hochtouren. Der Hunger ist allgegenwärtig, die Wohnungen größtenteils zerbombt. Die Schwarzmärkte haben Hochkonjunktur und sind in fester Hand von kriminellen Banden. Die ‘Brandenburger‘ spielen hier eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Captain Matthew Wallet degradiert und strafversetzt ist mit der Aufgabe betraut, für Ordnung und Sicherheit im amerikanischen Sektor zu sorgen und die bedrohlichen Schwarzmarkaktivitäten im Auge zu behalten. Doch er bekommt es mit einer weitaus größeren Herausforderung zu tun, einer straff organsierteren und skrupelloseren Vereinigung, die ihn arg in Bedrängnis bringt, es nicht nur auf sein Leben abgesehen hat. Lange bleibt unklar, wer die intriganten Fäden im Hintergrund zieht und welches Ziel damit verfolgt wird.
Peter Klisa legt mit ‘Im Schatten der Ruinen‘ einen fesselnden, turbulenten und aktionsgeladenen historischen Thriller vor, der in seiner unterhaltenden Art ganz nebenbei gut recherchierte historische Fakten in einer bis zum Schluss interessanten Fiktion verarbeitet. Das offensichtlich feindselige Verhältnis zwischen der östlichen und den westlichen Besatzungszonen bringt zusätzliches Konfliktpotenzial in die Geschichte, das zu eskalieren droht. Hervorragend ausgebaute menschliche Charaktere erzeugen ein intensives Spannungsfeld, welches das Geschehen vorantreibt und damit eine sogartige Wirkung erzeugt.
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung der Verbrecherjagd, denn noch sind die Übertäter nicht gestellt.