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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2016

Der Fluch

Secret Fire
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Ein guter Auftakt in eine neue und vielversprechende Fantasyserie.

Auf der Familie von Sacha lastet ein uralter Fluch. Bis zur 13. Generation wird der jeweils erstgeborene Sohn an seinem 18. Geburtstag ...

Ein guter Auftakt in eine neue und vielversprechende Fantasyserie.

Auf der Familie von Sacha lastet ein uralter Fluch. Bis zur 13. Generation wird der jeweils erstgeborene Sohn an seinem 18. Geburtstag sterben. Sacha ist er erstgeborene Sohn und wird in ein paar Wochen auch 18 Jahre alt. Er weiß von seinem Schicksal und hat daher jegliches Interesse an ein normales Leben mit Schule und Freunden verloren. Stattdessen versucht er mit aberwitzigen Wetten Geld für seine Familie audzutreiben. So springt er von einm fünfstöckigen Hochhaus, mit der Gewißheit nicht sterben zu können, und steht unten wieder auf. Doch plötzlich tritt Taylor in sein Leben. Diese soll Sacha, so wünscht es ihr Lehrer, der ihr den erwünschten Weg nach Oxford ebnen kann, Nachhilfeunterricht geben. Doch es ist nicht einfach Einzug in das Leben von Sacha zu bekommen und dann ändert sich plötzlich alles. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Sacha bleiben nur noch ein paar Wochen...

C.J. Daughtery erschafft mit Secret Fire eine sehr interessante Fantasywelt. Mit ihrer lebendigen und erfrischenden Schreibweise hat sie mich schnell an die Geschichte gefesselt. Die Hauptprotagonisten Sacha und Taylor werden jeweils in der Ich-Perspektive ausführlich vorgestellt und charakterisiert. Sehr gut gefallen haben mir hierbei die jeweiligen Perspektiv- und Ortswechsel. Dies hat die Geschichte belebt und die Annäherung der Beiden konnte so aus beiden Perspektiven nachvollzogen werden. Die Spannung in dem Buch wird durch den mystischen Hintergrund und dem bisher nicht vollkommen aufgeklärten Fluch erzeugt. Gibt es einen Ausweg für Sacha, sein scheinbar besiegeltes Schicksal noch zu ändern? Da es sich um den Auftakt einer Serie handelt, bleibt die Frage natürlich noch ungeklärt, allerdings kam das Ende für mich dann schon ein wenig überraschend und hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Die Geschichte gefällt mir aber richtig gut und ich bin auf die Fortsetzung sehr gespannt.

Secret Fire ist ein temporeicher und unterhaltsamer Fantasyroman, welcher mich sehr gut unterhalten hat. Sehr gerne empfehle ich ihn daher weiter und bewerte ihn mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.10.2016

Genialer Kriminalroman

Tod am Wörthersee
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Ein unglaublich spannender und tief in die Psyche der Protagonisten eintauchender Kriminalroman aus Österreich!!

Alice ist schwer traumatisiert von ihrer beschwerten Kind- und Jugendzeit. Von ihrem strengen ...

Ein unglaublich spannender und tief in die Psyche der Protagonisten eintauchender Kriminalroman aus Österreich!!

Alice ist schwer traumatisiert von ihrer beschwerten Kind- und Jugendzeit. Von ihrem strengen und gewalttätigen Großvater aufgezogen, hat sie die Fähigkeit auf normale Beziehungen verloren und begibt sich ständig in neue erotische Abenteuer mit gewagter Ausprägung. Eines Tages wird ihre Freundin Ännchen tot am Ufer des Wörthersees aufgefunden und Alice verliert einen weiteren sehr wichtigen Bezugspunkt in ihrem Leben. An ihrem eigenen Leben verzweifelnd gerät aber auch sie in das Visier des Mörders. Wird es dem alkoholkranken Ermittler Rosner rechtzeitig gelingen, den Täter dingfest zu machen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Andrea Nägele beherrscht es perfekt eine düstere und bedrückende Stimmung in ihren Büchern zu erzeugen. Ihr sehr bildreicher und intensive Schreibstil erfordert zwar volle Aufmerksamkeit, hat mich aber ein erneutes mal an ein Buch von ihr gefesselt. Ihre Psychogramme der Hauptprotagonisten sind hervorragend ausgearbeitet. Die Charaktere sind so spannend beschrieben, dass für mich streckenweise die Aufklärung der Verbrechen in den Hintergrund rückte. Dennoch kann auch die durchdachte Handlung überzeugen. Die Spannung wird über die gesamte Länge des Buches aufrechtgehalten, um dann in einem unglaublich spannenden und fulminanten Finale zu enden. Aus meiner Sicht gelingt es Andrea Nagele auch hier den Leser lange im Dunklen zu halten und mit einem Überraschungseffekt aufzuwarten.

Insgesamt hat mich "Tod am Wörthersee" völlig überzeugt und mir einige schlaflose Stunden bereitet. Ich bereue nichts und empfehle das Buch unbedingt weiter und bewerte es folgerichtig mit völlig verdienten 5 von 5 Sternen!!!

Veröffentlicht am 06.10.2016

Skrupellose Habgier

Küstenbrut
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Ein spannender und clever konzipierter Regionalkrimi von der Ostseeküste.
Der Kunsthistoriker Richard Gruben wird von seinem Freund, dem Polizisten Mulsow, an die Ostseeküste gerufen, um ihn bei der Aufklärung ...

Ein spannender und clever konzipierter Regionalkrimi von der Ostseeküste.
Der Kunsthistoriker Richard Gruben wird von seinem Freund, dem Polizisten Mulsow, an die Ostseeküste gerufen, um ihn bei der Aufklärung zu einem rätselhaften Tod einer Galeristin behilflich zu sein. Obwohl Richard der Name des Opfers nichts sagt, wird bei ihr seine Visitenkarte gefunden. Es stellt sich heraus, dass eine Freundin der Toten ein flüchtig Bekannte von Richard ist. Er will nun dazu beitragen Licht ins Dunkel zu bringen, da die vermeintliche Eröffnung einer Galerie scheinbar niemals wirklich ins Auge gefasst wurde. Warum sollte dann Richard als anerkannter Kunsthistoriker hinzugezogen werden? Könnten als Motiv des Mordes wertvolle Grafiken des verstorbenen Künstlers Halford in Frage kommen? Oder führen die Ermittlungen noch in ganz andere Richtungen?
Anja Behn hat mit "Küstenbrut" einen spannenden und sehr durchdachten Regionalkrimi geschrieben. Der Hauptprotagonist Richard Gruben hat mit seiner ruhigen und besonnenen Art schnell viele Sympathiepunkte sammeln können. Der lebendige und bildreiche Schreibstil von Anja Behn hat mir hervorragend gefallen und mich an die Geschichte gefesselt. Die Autorin hat schon direkt im Prolog einen Spannungsbogen gespannt, den sie auch über die gesamte Länge des Buches aufrechterhalten kann. Immer wieder gibt sie dem Leser im Verlauf der Geschichte die Möglichkeit eigene Überlegungen bezüglich des Tathergangs und den Hintergründen anzustellen, um ihn dann mit der Auflösung der clever aufgebauten Story zu überraschen. Dies ist der zweite Band um den sympathischen Kunsthistoriker und ich hoffe, das noch mehrere folgen werden.
Insgesamt hat mir "Küstenbrut" richtig gut gefallen und ein paar spannende Lesestunden bereitet. Ich kann das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen und bewerte es mit vollen 5 von 5 Sternen!!!

Veröffentlicht am 06.10.2016

Pssst...ein guter Krimi? Genauuu

Schlemihls Schatten
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Ein skurriler und sicherlich sehr ungewöhnlicher Kriminalroman aus Osnabrück.

Osnabrück wird von einem unheimlichen Serientäter heimgesucht. Er tötet auf bizarre und sehr gewaltsame Art und Weise zwei ...

Ein skurriler und sicherlich sehr ungewöhnlicher Kriminalroman aus Osnabrück.

Osnabrück wird von einem unheimlichen Serientäter heimgesucht. Er tötet auf bizarre und sehr gewaltsame Art und Weise zwei Menschen. Beide Opfer haben sich zu Lebzeiten nicht viele Freunde gemacht, so dass im Umfeld viele möglichen Täter in Frage kommen. Aber wie stehen die beiden Morde, die offensichtlich vom gleichen Täter verübt wurden im Zusammenhang? Tötet ein Wahnsinniger wahllos seine Opfer? In seiner Not beordert der zuständige Hauptkommissar Hollmann einen ehemaligen Kollegen wieder ins Team. Schnell sind die ersten Erfolge bei der Aufklärung zu verzeichnen, kann das Team einen weiteren Mord verhindern?

Christian Hardinghaus spricht bei seinem Krimidebüt selber von einem "durchgeknallten" Kriminalroman. Das hat mich neugierig gemacht und ich kann ihm im Nahhinein Recht geben, die Geschichte um die Osnabrücker Morde ist skurril aber gleichzeitig auch spannend und überraschend anders. Die beiden Charaktere des Täters Konrad und des Kommissars Echtner sind äußerst interessant gezeichnet und geben dem Roman seinen besonderen Charme. Interessanter Weise lagen meine Sympathien eher bei dem sehr gewaltbereiten Täter als bei dem durch Crystal Meth angespornten Ermittler. Die Spannung kommt trotz des von Anfang an bekannten Täters nicht zu kurz. Christian Hardinghaus schafft direkt zu Beginn des Krimis einen Spannungs-bogen, der sich über die gesamte Länge des Buches erstreckt und sich in einem fulminanten Finale aus meiner Sicht unvorhersehbar und überraschend auflöst. Der Schreibstil des Autors ist lebendig und flüssig zu lesen und trägt zur guten Krimiunterhaltung bei.

Insgesamt handelt es sich bei "Schlemihls Schatten" um einen spannenden und unterhaltsamen Kriminalroman, der in erster Linie mit seiner Außergewöhnlichkeit besticht. Ich kann das Buch weiterempfehlen und bewerte es mit guten 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.10.2016

Macht um jeden Preis

Triptychon
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Ein absolut fesselnder und aufgrund seiner Realitätsnähe erschreckender Thriller.
John Gallagher ist ein Informatiker und arbeitet für den Londoner Konzern P.W.I.. Seine Aufgabe ist es in Südafrika ein ...

Ein absolut fesselnder und aufgrund seiner Realitätsnähe erschreckender Thriller.
John Gallagher ist ein Informatiker und arbeitet für den Londoner Konzern P.W.I.. Seine Aufgabe ist es in Südafrika ein neues Rechenzentrum auszubauen. Er steht dort unter enormen beruflichen Druck und sein Privatleben lässt ebenfalls zu wünschen übrig. So schlittert John in eine verhängnisvolle Affäre mit einer jungen Stewardess. Fest gewillt, diese sofort wieder zu beenden fliegt er Hals über Kopf zurück nach London. Hier beginnt nun sein albtraumartiger Trip, der von Tag zu Tag neue böse Überraschungen und nicht vorstellbare Grausamkeiten für ihn bereit hält.
Thomas Beckstedt versteht es mit seinem intelligenten und außer-gewöhnlichen Schreibstil den Leser an die Geschichte zu fesseln. Er schildert Situationen mit unglaublich häufigen Perspektivwechseln, ohne dass der Leser den Überblick verliert. Dies gibt dem Roman immer wieder ein hohes Tempo und Dramatik, was die Seiten nur so vorüberziehen lässt. Die Beschreibung der Protagonisten gelingt ihm ebenfalls hervorragend und er bringt somit interessante Charaktere in die Geschichte ein. Die Spannung wird über das gesamte Buch auf sehr hohem Niveau gehalten und der Leser kann immer wieder eigene Überlegungen bezüglich der Verbindungen einzelner Protagonisten zueinander anstellen. Die Geschehnisse sind streckenweise sehr brutal beschrieben und Thomas Beckstedt gelingt es dennoch sie nicht reißerisch wirken zu lassen, so dass ich als Leser auch mit einigen Folterszenen keine Probleme hatte. Insgesamt dürfen wir hier einem Menschen begleiten, der ohne sein Zutun in einen Strudel von Korruption, Gewalt und Macht gerät und dabei als kleiner Mann versucht gegen die ganz großen anzukämpfen.
"Triptychon" ist aus meiner Sicht ein unglaublich gut gelungener und intelligenter Thriller, der mich im Anschluss auch noch länger über die Geschehnisse hat nachdenken lassen. Vieles scheint nicht unbedingt der Fantasiewelt zu entspringen und wirkt dadurch authentisch und gleichzeitig sehr erschreckend. Eine absolute Leseempfehlung und volle 5 von 5 Punkten!!!