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Veröffentlicht am 25.04.2022

Die Kraft der Musik

In einer stillen Bucht
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Das Polizisten-Duo auf Capri Enrico Rizzi und Antonia Cirillo bekommen es mit einem neuen fall zu tun. Eine tote Frau wurde in einen Koffer gepfercht und von den Klippen geworfen. Sie landet auf einem ...

Das Polizisten-Duo auf Capri Enrico Rizzi und Antonia Cirillo bekommen es mit einem neuen fall zu tun. Eine tote Frau wurde in einen Koffer gepfercht und von den Klippen geworfen. Sie landet auf einem Felsvorsprung und wird somit nicht aufs Meer hinausgespült. Nach den ersten Recherchen ist die Identität des Opfers schnell geklärt, es handelt sich um die Leiterin eines berühmten Musik-Konservatoriums in Neapel. Was hat sie auf der Insel Capri gemacht? Warum ist sie ermordet worden? Die Ermittlungen führen immer tiefer in das Musik-Business hinein, welches nicht nur ein Ort der Muse ist...

"In einer stillen Bucht" ist mittlerweile der dritte Band um das Ermittler Duo Rizzi und Cirillo aus der Feder des italienischen Autors Luca Ventura (Pseudonym). Ich bin mit dem aktuellen Fall in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Luca Ventura erzählt die Geschichte in einem leichten und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich auf die italienische Insel Capri entführt hat. Der Spannungsbogen wird mit dem außergewöhnlichen Tod zu Beginn des Buches klassisch aufgebaut und über die einfühlsamen und spannenden Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht guten Niveau gehalten. Es gelingt dem Autor für mich hervorragend den südländischen Flair und die leichte sowie familiäre Lebensweise der Italiener einzufangen. So entwickelt sich eine fesselnde Geschichte, die nicht mit spektakulären und atemberaubenden Szenen überzeugt, sondern eher ruhig daherkommt. Das Finale konnte das Ganze dann mit einer überraschenden und für mich auch überzeugenden Auflösung gelungen abrunden.

Insgesamt ist "In einer stillen Bucht" aus meiner Sicht ein gelungener Regionalkrimi, der mit viel Flair, sympathischen Protagonisten und einem wohldosierten Lokalkolorit überzeugen kann. Ich bin auf weitere Fälle der beiden interessanten Ermittler gespannt, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Ein authentischer Zeitzeugenbericht

Versteckt vor aller Augen
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Das Buch erzählt die fast unglaubliche, aber dennoch reale Geschichte der Jüdin Mala Riva Kizel, die als 1926-geborene den Krieg im jugendlichen Alter erleben musste. Viele Zufälle und sicherlich eine ...

Das Buch erzählt die fast unglaubliche, aber dennoch reale Geschichte der Jüdin Mala Riva Kizel, die als 1926-geborene den Krieg im jugendlichen Alter erleben musste. Viele Zufälle und sicherlich eine ordentliche Portion Glück gehörten dazu, dass hieraus eine Überlebensgeschichte werden konnte. Dass beispielsweise gerade eine Nazifamilie ihr Unterschlupf bot und sie so vor dem sicheren Tod rettete grenzt dabei schon fast an Sarkasmus.

Der niederländische Autor und Journalist Pieter van Os, ist durch Zufall auf das Leben von Mala Riva Kizel aufmerksam geworden und hat sich auf die Suche nach ihren Spuren in der Historie gemacht. Sehr mühevoll und engagiert hat er versucht weitere Zeitzeugen und Belege zu finden und musste dabei immer wieder Enttäuschungen und Rückschläge wegstecken. Nichts desto trotz konnte er dann mit dem Buch "Versteckt vor aller Augen" eine bemerkenswerte und detailreiche Aufarbeitung veröffentlichen, die den Leser in die dunklen Stunden der deutschen Geschichte entführt. Die Erlebnisse von Mala Riva Kizel muten schon fast abenteuerlich an und Pieter von Os versucht sie immer in den historischen Kontext zu bringen. Die Hintergrundinformationen wirken sehr gut recherchiert, schossen aber aus meiner Sicht manchmal über das Ziel hinaus. So ging in einigen Passagen der Lesefluss ein wenig verloren und die Hauptprotagonistin führte nur noch ein Schattendasein. Dennoch hat mich das Schicksal der damals jungen Frau sehr berührt und ihr Umgang mit dem Leben, welches geprägt war von der ständigen Angst der Enttarnung, die ihren sicheren Tod bedeutet hätte, fordert einen großen Respekt ein.

"Versteckt vor aller Augen" ist für mich ein äußerst lesenswertes Buch. Die Anzahl der lebenden Zeitzeugen dieser düsteren Zeit werden immer weniger, umso wichtiger ist es ihren Berichten zu lauschen und lesen, um nicht zu vergessen und natürlich daraus zu lernen. die Welt hat es leider nötig. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Ein größenwahnsinniger Lebenstraum

Allgäuer Höhenrausch
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Kommissar Guntram Glattlinger bekommt es mit einem tragischen Tod an der Baustelle der neuen Staumauer in einer Voralpenregion zu tun. Das Opfer wurde anscheinend bei Betonarbeiten in einem Schacht "entsorgt" ...

Kommissar Guntram Glattlinger bekommt es mit einem tragischen Tod an der Baustelle der neuen Staumauer in einer Voralpenregion zu tun. Das Opfer wurde anscheinend bei Betonarbeiten in einem Schacht "entsorgt" und bei der Ausschalung entdeckt. Was steckt hinter dem Mord? Der Tote war ein aktiver Umweltaktivist, handelt es sich um ein politisches Motiv? Oder stand er bei seinem Engagement lediglich dem Bauunternehmen im Weg? Es gibt viele Ansätze, die Guntram Glattlinger unter anderem auch zu einem Unfall in der Vergangenheit führen...

Der Autor Wolfgang Heinl hat mit "Allgäuer Höhenrausch" einen aus meiner Sicht guten Regionalkrimi veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem flüssig zu lesenden Schreibstil, der die Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird gut und behutsam aufgebaut und über die Entwicklung der Protagonisten und überraschende Wendungen auf einem guten Niveau gehalten. Es ist hier weniger die klassische Tätersuche, sondern vielmehr die Entwicklung der einzelnen Protagonisten, die hier für Spannung sorgt. Es entwickelt sich ein komplexes Geschehen, wo immer wieder neue Probleme auftreten und die Protagonisten enger miteinander verbunden werden. Für mich wurde dabei aber der Zufall ein paar mal zu häufig bemüht, was dem Gesamteindruck ein wenig schmälerte. Das fulminante Finale rundet den Kriminalroman gelungen ab.

Insgesamt ist "Allgäuer Höhenrausch" ein aus meiner Sicht gut umgesetzter Regionalkrimi, der mich mit seiner ungewöhnlichen Struktur, den interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Der Odem des Teufels

DAS EULENTOR
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Im Jahre 1911 hat Alexander Berger die Abenteuerlust gepackt. Er begibt sich mit einigen wenigen Mitstreitern auf eine Expedition zur Inselgruppe Spitzbergen. Das Gebiet ist noch wenig erforscht und er ...

Im Jahre 1911 hat Alexander Berger die Abenteuerlust gepackt. Er begibt sich mit einigen wenigen Mitstreitern auf eine Expedition zur Inselgruppe Spitzbergen. Das Gebiet ist noch wenig erforscht und er finanziert die Reise über einen Auftrag die Insel zu kartographieren. Durch das extrem kalte und unwidrige Wetter wird das kleine Team aber schnell in die Schranken verwiesen und es sind nach wenigen Tagen schon die ersten Opfer zu verzeichnen. Wie durch ein Wunder kommt kurz vor dem endgültigen Scheitern der Mission Rettung und sowohl Alexander Berger als auch zwei weitere Teilnehmer kommen mit dem Leben davon. Aber die Entdeckung eines tiefen Schlunds kurz vor Ende hat sie in den Bann gezogen, so dass es wahrhaftig zu einer zweiten Expedition kommt...

Der österreichische Autor Andreas Gruber versteht es aus meiner Sicht hervorragend, Spannung und düstere Atmosphären zu schaffen. Schon mehrfach konnte er mich mit seinen packenden Geschichten begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in "Das Eulentor" gestartet bin. Gruber erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in das kalte und einsame Spitzbergen entführte. Der Spannungsbogen wird über die mysteriösen Vorkommnisse bei der Expedition und dem Geheimnis um den tiefen Schlund im Eis auf einem extrem hohen Niveau gehalten. Sehr gekonnt verbindet Gruber die Erzählungen zweier Zeitebenen, die inhaltlich ineinandergreifen. Das Ganze entwickelte sich für mich zu einem echten Page-Turner, den ich kaum noch aus der Hand legen wollte. Auch das fulminante Finale konnte mich voll und ganz überzeugen und rundet die mystische Geschichte gelungen ab.

Insgesamt ist "Das Eulentor" aus meiner Sicht ein äußerst gelungener Horror-Thriller, der weniger mit blutrünstigen Szenen und spektakulären Erscheinungen überzeugt, sondern eine düstere Atmosphäre schafft, die den Leser bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Für mich eines der bisherigen Lesehighlights in diesem Jahr, welches ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Tolle Fortsetzung

Der Ruhm des Königs
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Seit dem Jahre 1920 herrscht in den Vereinigten Staaten von Amerika ein landesweites Verbot zur Herstellung und Verkauf von Alkohol. Dies ruft einige kriminelle Vereinigungen auf den Plan, die erkennen, ...

Seit dem Jahre 1920 herrscht in den Vereinigten Staaten von Amerika ein landesweites Verbot zur Herstellung und Verkauf von Alkohol. Dies ruft einige kriminelle Vereinigungen auf den Plan, die erkennen, dass sich mit dem Schmuggel von Alkohol viel Geld verdienen lässt. Es beginnt in Manhattan ein Krieg um die Vorherrschaft, der im Jahre 1928 einen Höhepunkt erreichte. Mord und Überfälle stehen auf der Tagesordnung, aber ein Mann versucht mit viel Verstand und einer notwendigen Kaltblütigkeit die Kontrolle allein zu übernehmen. Der Kurator Frederick Crichton gerät durch Zufall zwischen die Fronten des Bandenkrieges und gerät dabei in Gefahr...

Der Autor Andre Milewski konnte mich schon mit dem Auftaktband der Reihe um den sympathischen Kurator Frederick Crichton aus den 20ern begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer großen Erwartungshaltung in das neue Abenteuer gestartet bin. Milewski erzählt die Geschichte wieder in einem temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führte. Der Spannungsbogen wird mit den Bandenkämpfen um den Alkoholschmuggel gut aufgebaut und über die gesamte Länge des Buches auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Besonders gut gefällt mir an dieser Reihe die Verknüpfung von Fiktion und Fakten, Milewski bedient sich einiger realer Personen der Vergangenheit, um darum eine spannende fiktive Story aufzubauen, die mit gut recherchierten historischen Informationen gespickt ist. Es entwickelt sich eine fesselnde Story, die bis zum fulminanten Finale gut zu unterhalten weiß. Im Anhang klärt der Autor dann auf, was aus dem Reich der Fantasie stammt und was wirklich geschah.

Insgesamt ist "Der Ruhm des Königs" für mich die gelungene Fortsetzung einer besonderen Reihe, die mit interessanten Protagonisten, einem fesselnden Mix aus Fakten und Fiktion und dem Erzähltalent des Autors zu überzeugen versteht. Ich hoffe auf noch möglichst viele knifflige Fälle für Frederick Crichton, empfehle den Roman sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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