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Veröffentlicht am 25.01.2025

Brandgefährlich!

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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„Zwei Länder. Zwei Ermittler. Mysteriöse Grenzfälle.“ Jahn und Krammer ermitteln in ihrem nunmehr fünften gemeinsamen Fall.

Ein Auto kommt von der Straße ab, touchiert das Verkehrsschild, ein Hindernis ...

„Zwei Länder. Zwei Ermittler. Mysteriöse Grenzfälle.“ Jahn und Krammer ermitteln in ihrem nunmehr fünften gemeinsamen Fall.

Ein Auto kommt von der Straße ab, touchiert das Verkehrsschild, ein Hindernis bringt es zum Stehen. Diese gespenstische Szene beobachtet eine Zeugin, die schon eine Weile hinter diesem Fahrzeug herfährt. Auch sieht sie, wie eine Frau auf der linken Seite aussteigt, etwas ins Auto wirft und wegläuft. Der nächtliche Wald verschluckt sie sofort. Das verunfallte Fahrzeug brennt aus, die Ermittler finden darin eine verkohlte Leiche. Das Mysterium um diese verschwundene Frau wirft Fragen auf, zumal der Beifahrer der Augenzeugin keine weitere Person gesehen hat.

Kurze Zeit später steht eine Villa in Flammen, auch hier finden sie eine Tote. Es kommt zu weiteren Brandanschlägen, sowohl auf der deutschen als auch auf der österreichischen Seite. Dass es sich um Brandstiftung handelt, beweist allein die Tatsache, dass Brandbeschleuniger gefunden werden. Alexa Jahn und ihr österreichischer Kollege Bernhard Krammer ermitteln grenzübergreifend gemeinsam als auch mit ihren jeweiligen Kollegen vor Ort.

Die komplexen Fälle führen sie in eine Asylunterkunft, auch in die Reichsbürgerszene und nicht nur dahin, es geht sehr viel weiter. Wir lesen von illegalen Holzgeschäften, von Geldwäsche rund um den Immobilienmarkt und von noch so einigem mehr - die Spuren führen nach England und bis nach Afrika.

Dazwischen sind immer wieder ein paar Seiten eingeschoben, die mit ZUVOR übertitelt sind. Lange ist unklar, wer hier erzählt und was dies mit den Ermittlungen zu tun hat.

„Ihre Spur in den Flammen“ - wie hängen all diese Fälle zusammen? Man muss schon konzentriert lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Man ahnt, dass die einzelnen Sachverhalte miteinander zu tun haben. Auch werfen die Opfer – sowohl jene, die überlebt haben als auch die Toten – Fragen auf. Bis zuletzt versteht es Anna Schneider, ihre Leser zu verwirren und sie zu fesseln. Jahn und Krammer, das grenzüberschreitende Ermittlerduo sind Tochter und Vater, was allerdings nicht jeder weiß. Beide sind sie mit Herzblut dabei, sie stellen gerne mal Privates, was schon auch erzählt wird und diese privaten Einschübe die hochkomplexen Fälle auflockern, zugunsten der Arbeit in den Hintergrund.

Die Autorin hat hier viel hineingepackt, auch führt ein alter Fall direkt in die JVA, was mich zunächst schon irritiert hat. Der fünfte Fall der grenzüberschreitenden Krimiserie ist komplex, vielschichtig und unterhaltsam, wie schon die Vorgängerbände, die jeder für sich in sich abgeschlossen sind. Und nun sehe ich gespannt dem nächsten „Grenzfall“ für Jahn und Krammer entgegen.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Paradiesische Strände, traumhafte Fotos

LONELY PLANET Bildband Traumstrände
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Das Buch wartet mit den „100 schönsten Strändne weltweit“ auf, an einigen wenigen davon habe ich das Strandfeeling direkt genossen. Diese „Traumstrände“ haben meine Reiselust aufs Neue angefacht, am liebsten ...

Das Buch wartet mit den „100 schönsten Strändne weltweit“ auf, an einigen wenigen davon habe ich das Strandfeeling direkt genossen. Diese „Traumstrände“ haben meine Reiselust aufs Neue angefacht, am liebsten möchte ich sofort aufbrechen und ganz lange bleiben.

Es ist gegliedert nach Ozeanien, Afrika, Asien, Mittlerer Osten, Europa und Amerika. Dabei sprechen die Fotos sowieso für sich, man kann sich an diesen Traumbildern gar nicht sattsehen und die Beschreibung dazu vervollständigt das idyllische Gesamtbild. Wie hinkommen? Auch dies wird kurz beschrieben.

Am Ende des Buches findet man noch eine Info über die Top 5 Traumstrände für Familien, für den Sonnenuntergang, abseits vom Trubel, zum Schnorcheln, um Tiere zu beobachten oder auch die Inseln, die überraschen können. Dann sind es noch je fünf Inseln, die den Besuch trotz vieler Badegäste wert sind und solche, an denen man die Natur besonders gut erleben kann und auch jene zum Beobachten der anderen, was auch immer damit gemeint ist.

Vom feinen Sandstrand bis hin zu felsigen Klippen ist alles dabei, ich bin restlos begeistert. Und nicht nur ich, auch das ein oder andere Familienmitglied stöbert gerne darin. Und zudem ist dieses fantastische Buch ein wunderbares Geschenk für jeden, der gerne verreist. Es ist zum Wegträumen schön.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Die Vergangenheit drängt mehr und mehr an die Oberfläche

Die Schanze
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„Da hing er. Ein Mahnmal am Himmel…“ Der Prolog lässt mich mit einem Gefühl zurück, das von Entsetzen und Ekel bis hin zur Ratlosigkeit besteht und noch so einige Abstufungen dazwischen enthält.

Einige ...

„Da hing er. Ein Mahnmal am Himmel…“ Der Prolog lässt mich mit einem Gefühl zurück, das von Entsetzen und Ekel bis hin zur Ratlosigkeit besteht und noch so einige Abstufungen dazwischen enthält.

Einige Stunden zuvor packt Ellen Roth ihre Koffer, um zurückzukehren. Zurück in den Süden unserer Republik, zurück in ihre alte Heimat, die sie vor vielen Jahren verlassen hat. Sie übernimmt eine Hausarztpraxis, die – so wird ihr bei ihrer Ankunft sofort klar – ziemlich heruntergekommen ist. Sie joggt erst mal ne Runde, trifft auf eine Gruppe von Männern, die ihr ein Fernglas reichen. Was sie sieht, lässt alles wieder hochkommen, sie übergibt sich – was hat sie dermaßen aus der Fassung gebracht?

Alles ist ein wenig seltsam hier. Doktor Schwarz, von dem sie die Praxis übernimmt, glänzt mit Abwesenheit, trotzdem sie einen Übergabe-Termin vereinbart hatten. Überhaupt herrscht eine düstere Grundstimmung vor, was durch die winterlichen Verhältnisse noch verstärkt wird. Ellen scheint eine gute Ärztin zu sein, auch meine ich schon, dass sie eine starke Persönlichkeit wäre, auch wenn dann doch so einiges dagegen spricht und ihre verletzliche Seite immer wieder durchschimmert. Ich bin gespannt, will sie und ihre Beweggründe näher kennenlernen.

„Seit er tot ist, musste ich viel an damals denken. Mich quält noch immer mein schlechtes Gewissen…“ Wessen Gedanken dies sind, ist nicht auszumachen. Diese Andeutungen, dass früher etwas geschehen sein muss, ziehen sich konsequent durchs Buch. Die Rückblicke kommen abrupt, sie verschwimmen mit dem heutigen Geschehen. Mehr noch – die Zeitebenen vermischen sich während eines Satzes, was gerade anfangs sehr irritierend ist. Es dauert schon ne Weile, bis mir dieser Schreibstil geläufig ist.

Was damals geschehen ist, wie Ellen hier involviert war, lässt sich schon erahnen, wenngleich es lange dauert, bis dies wirklich angesprochen wird. Es gibt einen weiteren Toten und wie schon die Beschreibung zum Buch verrät, hat Ellen ein starkes Motiv. Von ihrer Familie sind noch ihre Schwester samt Ehemann und Kind sowie ihr Vater übrig und auch die Dorfbewohner kommen so nach und nach zum Vorschein. Keiner scheint sympathisch zu sein, alle könnten mit der bis jetzt vertuschten Vergangenheit zu tun zu haben. Eiskalt ist nicht nur die Witterung, eiskalt und unbarmherzig sind auch so manche Personen, eine davon scheint auf Rache zu sinnen.

Eine Lawine war es nicht unbedingt, die mich mitgerissen hat. Unterhaltsam war „Die Schanze“ aber doch. Lange hatte ich eine andere Person im Auge und war dann doch überrascht, wer denn so konsequent mit der Vergangenheit abrechnet.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Krakau während der deutschen Besatzung

Die Schwestern von Krakau
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Mit „Die Schwestern von Krakau“ hat Bettina Storks einen historischen Roman vorgelegt, der die Jahre 1941 bis 1943 in Krakau während der deutschen Besatzung wiedergibt.

Der Prolog führt uns ins Jahr ...

Mit „Die Schwestern von Krakau“ hat Bettina Storks einen historischen Roman vorgelegt, der die Jahre 1941 bis 1943 in Krakau während der deutschen Besatzung wiedergibt.

Der Prolog führt uns ins Jahr 1943, wir gehen direkt hinein nach Krakau zu Gusta Dawidson Draenger in ihre Gefängniszelle. Ihr Tarnname ist Justyna, sie ist aktives Mitglied von Akiba, einer jüdischen Widerstandsgruppe während der deutschen Besatzung.

Danach führt uns der Weg nach Paris, wir schreiben das Jahr 2017. Bettina Storks verbindet das historische Geschehen mit der fiktiven Geschichte um die deutschstämmige Familie Wagner. Das Schicksal der beiden Schwestern Lilo und Helene steht im Mittelpunkt, erzählt wird abwechselnd auf zwei Zeitebenen mit Orts- und Zeitangaben, sodass man jederzeit weiß, wo man sich gerade befindet.

Nun, Édiths Vater Simon lebte in Paris, er erliegt mit 77 einem plötzlichen Herztod. Einige Monate zuvor hat er sie gebeten, zu ihm zu kommen, denn er wollte Wichtiges mit ihr besprechen. Das Gespräch, das zunächst nicht eilig schien, ist nicht mehr zustande gekommen. Nun sieht Édith sich in Simons Arbeitszimmer um und entdeckt dabei Notizen und eine Telefonnummer mit Stuttgarter Vorwahl, die zu einer Apotheke Wagner in Fellbach führt. „Was weiß Adi?“ steht auf einem Zettel. Adi ist Simons ältere Schwester, aber was soll sie wissen? Édiths Neugier ist geweckt und so ruft sie diese Nummer an, Tatjana meldet sich, sie ist bei ihrer Mutter Dora zu Besuch. Wie sich herausstellt, sind Édith und Tatjana miteinander verwandt, ihre Großmütter waren Schwestern. „Meine Großmutter Lilo und ihre Schwester Helene wuchsen als sogenannte Volksdeutsche im polnischen Krakau auf.“ Und so kommt es, dass Tatjana kurzerhand nach Krakau reist mit dem Ziel, mehr über ihre Familie zu erfahren. Édith versucht derweilen, in Paris bei ihrer Tante Adi mehr über die Vergangenheit herauszufinden, was sich allerdings als schier unmöglich erweist, da Adi keinerlei Erinnerungen zu haben scheint.

Der historische Teil umfasst die Jahre 1941 bis 1943 im von den Deutschen besetzten Krakau. Dabei lesen wir von den Gräueltaten der Nazis und deren Umgang mit den polnischen Bürgern, gehen direkt ins jüdische Ghetto, erfahren von den Widerstandskämpfern und deren mutigen Helfern und von den Deportationen der Juden. Die historischen Figuren findet man nochmal gut beschrieben am Ende des Buches, es sind sowohl Widerstandskämpfer als auch so einige der brutalen SS-Gruppenführer. Auch sind die wichtigsten historischen Ereignisse angeführt, was zusätzlich zum besseren Verständnis beiträgt und die wichtigsten Mitglieder der fiktiven Familie Wagner in Krakau, Fellbach bei Stuttgart und Paris finden sich am Buchanfang.

Es ist das Schweigen, das die Kriegsgeneration prägt. Auch bei den „Schwestern v on Krakau“ ist es nicht anders. Die junge Lilo bleibt in Krakau, sie war stets die Vernünftige, während ihre jüngere Schwester Helene es daheim nicht mehr aushält und sich klammheimlich nach Paris absetzt. Ihre Spur jedoch verliert sich, denn auch im fernen Frankreich sind es die Nazis, die viel Elend hinterlassen.

Es war nicht mein erstes Buch von Bettina Storks und wird auch nicht mein letztes sein. Ich schätze ihre hervorragende Recherche, sie ist ganz nah an den geschichtlichen Ereignissen, verknüpft sie geschickt mit den fiktiven Elementen und präsentiert eine homogene, gut lesbare Geschichte, die mich tief berührt hat und mir das Gefühl gibt, ein Stück weit mehr von der leider so unrühmlichen deutschen Geschichte zu wissen. Nie mehr – ich hoffe, dass auch dieser Roman dazu beiträgt, nie zu vergessen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Zwei Tage im November, die gar mörderisch enden

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Die schwerreiche Familie Snæberg, die sich anlässlich des hundertsten Geburtstages des Großvaters, den allerdings schon vor Jahren das Zeitliche gesegnet hat, in einem abgelegenen Hotel trifft, benimmt ...

Die schwerreiche Familie Snæberg, die sich anlässlich des hundertsten Geburtstages des Großvaters, den allerdings schon vor Jahren das Zeitliche gesegnet hat, in einem abgelegenen Hotel trifft, benimmt sich eher daneben.

Im Wechsel lese ich davon, was am 3. November 2017 geschehen ist und dann zwei Tage danach, am 5. November. Dem Tag, als die Leiche gefunden wird. Dazwischen erfahre ich von der Arbeit der zuständigen Kriminalpolizei in Akranes. Die Kapitel sind mit Datum und dem Namen derjenigen Person überschrieben, die gerade im Vordergrund steht. Wobei Petra, ihre Tochter Lea und auch Viktor und seine derzeitige Freundin Maja sowie Trygvi, der Außenseiter der Familie nebst der Hotelangestellten Irma viel Raum einnehmen. Natürlich spielen noch andere Familienmitglieder eine Rolle, der Stammbaum der Familie Snæberg benennt sie alle. Er ist der Story vorangestellt, was gerade anfangs sehr hilfreich ist.

Mein erster und mein bleibender Eindruck - allesamt sind sie Alkoholiker. Dazu so mancher drogen- und tablettensüchtig. Und nicht nur das, auch hat keiner der Figuren Kontur, sie bleiben blass, eher unscheinbar und unsympathisch. Wobei ich nicht jeden Buchcharakter mögen muss, denn oftmals sind es die Fiesen, die Ungeliebten, die eine Story beleben, sie interessant machen, was jedoch auf keinen der hier Agierenden zutrifft.

Wir wissen, dass jemand verschwindet und dass jemand ums Leben kommt. Jedoch bleibt bis zum Schluss unklar, wer denn hier gemeint sein könnte, denn es hat den Anschein, als ob immer mal wieder einer abgängig ist und noch dazu ist so manche Szene mit sehr vielen Fragezeichen behaftet. Auch gibt die Polizeiarbeit nichts preis - weder, was genau geschehen noch, wer das Opfer ist. Das sollte es auch gar nicht, denn es sollte vorab nichts bekannt sein. Trotzdem bleibt das Buch farblos, die Erzählweise ist eher nüchtern, die Ereignisse muten wie aneinandergereiht an. Und die Polizisten sind eher Statisten, die schnell abgehandelt werden - von Hörður und Sævar ist nicht viel zu spüren und von Elma schon gar nicht, die ich in den Vorgängerbänden als Team sehr geschätzt habe.

Nun, hier handelt es sich um ein Prequel, dessen Handlung nicht nach sondern vor den bekannten Ereignissen liegt. „Verschwiegen“, „Verlogen“ und „Verborgen“ habe ich sozusagen am Stück verschlungen, diesen Band jedoch musste ich immer wieder weglegen, die Story hat mich so gar nicht ins Buch gezogen. Und doch wollte ich wissen, wer denn nun das Opfer ist und genau dies hat mich dann einigermaßen mit diesem vierten Band der „Mörderischen Island-Reihe“ versöhnt, denn das unvorhersehbare Ende hat so einiges wettgemacht.

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