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Veröffentlicht am 17.07.2022

Immer vorwärts und aus Niederlagen lernen

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück
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Meine Meinung und Fazit:

Minna, eine starke moderne Frau. Mir gefällt die Unbeschwertheit von Minna und dass, was sie nicht kennt, lernt sie, um es zu schaffen. Aufgeben oder zurückblicken, nicht mit ...

Meine Meinung und Fazit:

Minna, eine starke moderne Frau. Mir gefällt die Unbeschwertheit von Minna und dass, was sie nicht kennt, lernt sie, um es zu schaffen. Aufgeben oder zurückblicken, nicht mit ihr. Die Autorin Felicitas Fuchs bindet in "Minna. Kopf hoch, Schultern zurück" die damalige Zeit gekonnt ein. Goldenen Zwanziger, Borsencrash, Aufstreben der Nationalsozialisten, über den 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Neben dem geschichtlichen Verlauf, muss Minna viele Schicksalsschläge erdulden. Doch eins ist klar, Minna schaut nach vorn, es muss weitergehen, trotz Trauer. Auch ihre Verwandten und Wegbegleitern werden interessante und stimmig dargestellt.

Sehr erschüttern fand ich auch das Aufblühen der Nationalsozialisten und wie eingeschränkt und eingeschüchtert alle waren. Bei den eindringlichen Berichten hatte ich oft einen Kloß im Hals, wie abscheulich, erniedrigend und zerstörend es war. Sehr schlimm.

Meine Lieblingsstellen im Buch:
Börsencrash - Seite 272 “Wurde man je wieder so unbeschwert und so voller Hoffnung sein können, nach allem, was geschehen war?"
Seite 397 "Es war die Hölle. Aber man hat keine Wahl. Wenn einen das Schicksal so quält, hat man nur eine einzige Chance: Weitermachen. Man muss alles aushalten, muss einen Weg finden, um alles zu ertragen. Das Leben geht doch weiter, das hältst du ja nicht auf. Ich habe viel gearbeitet, sehr viel ich habe mich regelrecht in Arbeit geflüchtet, damit ich keine Zeit hatte, den Kummer wegen Adele zuzulassen."
Krieg - Seite 503 "Minden war genauso verwüstet wie ihre Seele" Seite 505 "Der Krieg vernichtete die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft."

Ich freu mich auf die Fortsetzung und habe eine neue Autorin für mich entdeckt.

Mein Dank geht an das Team von wasliestdu.de und den Heyne Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und natürlich der Autorin für dieses gelungene Buch.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Mit dem Herz einer Löwin um die ganze Welt

Fräulein Stinnes und die Reise um die Welt
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Meine Meinung und Fazit:
Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet und ich habe mich gleich beim Betrachten an die Anfänge des Automobils zurückversetzt gefühlt. Und die Buchbeschreibung hat mich noch mehr ...

Meine Meinung und Fazit:
Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet und ich habe mich gleich beim Betrachten an die Anfänge des Automobils zurückversetzt gefühlt. Und die Buchbeschreibung hat mich noch mehr davon überzeugt, es unbedingt zu lesen. Und es war kein Fehler.

Clärenore Stinnes ist eine Frau, die aufbegehrt und sich schwer abfinden kann, dass sie nicht in der väterlichen Firma arbeiten darf. Ihre Mutter ist dagegen, sie ist dem alten Rollenbild anhängig. Eine Frau muss heiraten und Kinder bekommen und dem Ehemann gehorchen. Eigene Gedanken, oder eigene Wege sind undenkbar. Demnach ist klar, dass Beide kein gutes Verhältnis haben. Clärenore kämpft immer um Anerkennung, die sie einfach nicht bekommt, egal was für Leistungen sie erreicht hat.

Die Reise beginnt und zunächst sind die Mechaniker und der Filmoperator begeistert. Sind sie doch die ersten, die so eine Weltreise per Auto unternehmen Doch jedem Abenteuer wohnt auch Gefahr und/oder Entbehrungen inne umd somit sind die Unstimmigkeiten vorprogrammiert. Clärenore ist durch die Ungerechtigkeiten durch ihre Mutter und gegenüber Frauen hart und hat nie ein nettes Wort übrig, sie erkennt es zwar selbst, aber durch ihre Art hat sie schon viel kaputt gemacht. Aber ist es nicht genauso, dass man oft zu spät die Fehler erkennt?

Hier meine Lieblingsstellen im Buch.
Kapitel Türkei: "Clärenore versuchte die Erinnerungen abzuschütteln, doch sie hatten sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt und waren Teil ihrer Persönlichkeit geworden.
Kapitel Mongolei: "Ob er sich ebenso zu ihr hingezogen fühlte? Er musste doch das Knistern zwischen ihnen bemerken? Wie kleine elektrische Stöße, die sich ständig entluden. Als die Musik zu Ende war und die Platte sich kratzend weiter auf dem Teller drehte, trat Clärenore bedauernd einen Schritt zurück. Wie konnte sich etwas, das verwerflich war, so richtig anfühlen?"

Ich spreche gern eine Leseempfehlung aus, da man neben der Weltreise auch noch Einblick in die Gepflogenheiten der verschiedenen Länder bekommt und ich mich ofters darüber gewundert habe. Und das Nachwort und die Routenübersicht finde ich sehr gelungen.

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser und dem blanvalet Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für diese außergewöhnliche Weltreise.

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Veröffentlicht am 25.06.2022

Martha ermittelt

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Meine Meinung und Fazit:

Dieses Buch ist für much ein typisches Cover-Gefall-Buch. An dem Cover konnte ich nicht vorbei und der Kriminalroman passt auch noch in meine aktuell bevorzugte Handlungszeit, ...

Meine Meinung und Fazit:

Dieses Buch ist für much ein typisches Cover-Gefall-Buch. An dem Cover konnte ich nicht vorbei und der Kriminalroman passt auch noch in meine aktuell bevorzugte Handlungszeit, kurz nach dem 2. Weltkrieg.

In einem ehrenwerten Haus wird Vera Malottke tot aufgefunden und auf einmal hat fast jeder nur negatives über dieses "Frauenzimmer" zu berichten. Diese Frau, die die Männer der besseren Gesellschaft Leers mehr als nur bekannt war. Und darüber Buch geführt hat. Dass das heikle Ermittlungen werden, ist natürlich klar.

Die Autoren setzen Martha, eine verwitwte taffe Frau in den Mittelpunkt. Sie hat im gleichen Haus wie Vera gewohnt und möchte gern wissen, wie es zu der Tat gekommen ist. Sie lässt nicht locker und überlegt in alle Richtungen und scheute sich nicht, auch Höhergestellten gegenüber zu treten und Bedenken zu äußern. Ungerechtigkeit müssen besiegt werden. Ihre Art ist wie ihr Name frisch und natürlich. Man muss Martha einfach mögen.

Nicht nur die Ermittlungen stehen im Mittelpunkt, sondern auch die gesellschaftliche Wandlung un der Nachkriegszeit und wie weit die Einflüsse der damiligen Nazis noch reichen, oder auch wie beschwerlich das Leben gewesen ist. Das, was Menschen im Krieg mit Flucht und Gefangenschaft erlebt haben, damit muss jeder selbst klar kommen, es wird nicht geredet und somit werden die Traumatas verschlimmert. Auch interessant oder eher erschreckend, wie sehr Frauen eingeschränkt und abhängig vom Ehemann gewesen sind. Sehr gut miteinander verbunden.

Eine klare Leseempfehlung.

Hier noch meine Lieblingsstellen:
Seite 24 "Aber, sie reckt ihr Kinn, man muss nach vorn blicken. Nicht zurück. Das bringt nichts. Man kann das Vergangene nucht ändern."

Seite 180 "Unverheiratete Männer sind schließlich Mangelware. Und immerhin ist er gesund. Auch wenn er ein bisschen Verschluss ist. Mit einem Hauch von Traurigkeit, die ihn wie ein Mantel einhüllt. Einmal hat er zu Martha gesagt: “Manche Menschen können alles vergessen, was geschehen ist, und einfach weitergehen. Anderen drückt es aufs Herz, und sie bleiben auf der Schwelle stehen. Können sich nicht über die Zukunft freuen, weil die Last der Vergangenheit so schwer zu tragen ist.“

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den rororo Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an das Autorenpaar für die heiteren Ermittlungsstunden. Ich bin schon jetzt ein Martha Fan.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Eine musikalische Mission

Ein Lied für Molly
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Meine Meinung und Fazit:
Im Nachwort und Dankessagung schreibt Claudia Winter, dass das Buch eine Herzensgeschichte ist und genau so habe ich es auch empfunden. Doch zunächst etwas zum Inhalt. Die Hauptprotagonistin ...

Meine Meinung und Fazit:
Im Nachwort und Dankessagung schreibt Claudia Winter, dass das Buch eine Herzensgeschichte ist und genau so habe ich es auch empfunden. Doch zunächst etwas zum Inhalt. Die Hauptprotagonistin Bonnie findet im Bus eine Mappe mit persönlichen Notizen und Noten. Sie verspricht ihrem Sohn Josh, den Besitzer zu finden und so beginnt die Suche. Die Suche nach dem Besitzer, aber auch die Suche nach dem eigene Weg und der Erkenntnis, dass nicht alles falsch oder richtig war oder sein wird. Sondern, dass man Chancen ergreifen soll und manches ändern sollte.
Alle handelnden Personen haben irgendwo ihre Schwächen, aber mit Reden und Öffnen erreicht man mitunter das Ziel oder zunächst kleine Zwischenziele. Der Glaube an sich und die Liebe zu den Mitmenschen oder zu dem Herzensmenschen sind entscheidend.
Ich mag nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber mich an die Geschichte berührt und mich hat der Schreibstil und die Art der Autorin mit Worten umzugehen, überzeugt und im Herzen berührt.
Eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

Meine Lieblingsstellen im Buch:
Seite 38: "Sei nett, sei geduldig, kümmere dich. Mach die Welt ein bisschen freundlicher, besonders dann, wenn sie unfreundlich zu dir ist. "
Seite 268: "Ich habe sie ständig im Kopf, wissen Sie. Die Musik, meine ich. Sie wummert und dröhnt und manchmal glaube ich, mir platzt der Schädel. Erst wenn ich sie aufschreibe, wird es still."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Goldmann-Verlag und ganz besonders an die Autorin, die es mit diesem Buch geschafft hat, mein Herz zu berühren und somit einen Platz auf der Liste meiner Lieblingsautoren eingenommen hat.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Vertrauen in extremen Situationen

Flug 416
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Meine Meinung und Fazit:

Ich bin ja so ein Cover-Typ, wenn mir das Cover nicht zusagt, dann komme uch manchmal nicht bis zur Kurzbeschreibung, aber die brauchte ich gar nicht.
Als renommierter Pilot steigt ...

Meine Meinung und Fazit:

Ich bin ja so ein Cover-Typ, wenn mir das Cover nicht zusagt, dann komme uch manchmal nicht bis zur Kurzbeschreibung, aber die brauchte ich gar nicht.
Als renommierter Pilot steigt Bill Hoffmann in das Flugzeug mut Flugnummer 416, um die Passagiere von L. A. nach New York zu bringen. Seine Gedanken kreisen gerade darum, dass er sich nicht an sein Versprechen gehalten hat, mit seinem Sohn Scoot etwas zu unternehmen.

Doch dann beginnt das Szenario. Er soll sich zwischen seiner Familie und den Passagieren entscheiden. Was für eine Horror-Vorstellung. Und man bekomnt viel von den Beweggründe der Täter mit, was einem auch zum Nachdenken bringt, denn vieles in der Welt ist einfach ungerecht. Rechtfertig aber keine Taten.

T. J. Newman legt einen temporeichen und spannenden Thriller vor. Man kann das Buch schlecht aus der Hand legen, man kommt von einer Situation zur nächsten und jede bringt Überraschungsmomente mit.

Ich spreche sehr gern eine Leseempfehlung aus.

Meine Lieblingsstelle im Buch, Kapitel 20:
"Mein Gott wie sehr er diese Leute mochte. Wie stolz er auf ihr Pflichtbewusstsein war. Wie ein Leuchtturm dienten sie als beständige Rückversicherung der Hoffnung. Im Chaos des Sturms waren sie das Vorhersehbare inmitten des Unvorhersehbaren. Sie waren das Signalfeuer, das den Weg nach Hause wies Nicht nur die Mitarbeiter seines Towers."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Goldmann-Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für die spannenden Lesestunden.

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