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Veröffentlicht am 27.09.2022

Tolle Neuauflage eines Klassikers

Die Schneekönigin
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Die Schneekönigin ist ein echter Klassiker, den wahrscheinlich jeder und jede kennt. Unzählige Male wurde sie verfilmt und es gibt jede Menge Auflagen von diesem Buch.

Kurz zusammenfassen kann man die ...

Die Schneekönigin ist ein echter Klassiker, den wahrscheinlich jeder und jede kennt. Unzählige Male wurde sie verfilmt und es gibt jede Menge Auflagen von diesem Buch.

Kurz zusammenfassen kann man die Geschichte so:

Gerda und Kai sind keine Geschwister, haben aber trotzdem eine innige Bindung. Jeden Tag verbringen die beiden zusammen. Bis eines Tages ein merkwürdiger Splitter in Kais Auge und Herz alles verändert. Es sind Spiegelsplitter der Schneekönigin, diese Splitter lassen Kais Herz kalt und und seine Augen lieblos werden. Gerda versteht nicht, was mit ihrem besten Freund passiert. Es wird Winter und die Schneekönigin entführt Kai.

Das kann Gerda nicht zulassen und sie macht sich auf ihn zu retten. Doch das ist gar nicht einfach und Gerda muss aufpassen, dass sie sich selbst nicht verliert.
In insgesamt 7 Kapiteln verfolgen wir Gerdas Reise, um Kai zu retten.

Die Geschichte wurde 1844 in der Urfassung veröffentlicht, ist relativ zeitlos. Sie ist recht hart für kleinere Kinder, weil Kai doch ziemlich fies zu Gerda ist und die Schneekönigin so mächtig, dass sie einem Angst machen kann (wenn man sie mit Elsa von Disney vergleicht). Jedenfalls würde ich die Story, auch von der Länge her, nicht unbedingt ab 5 empfehlen, aber das kommt immer aufs Kind an.

So wie ich das lese müsste das sogar der Orginal Text sein, zumindet habe ich nirgendwo gelesen das es eine "überarbeitete Fassung" ist. Liest sich zumindest so. Der Text ist trotz der stellenweise älteren Ausdrucksweise aber in Ordnung.

Das Buch wird verschönert mit den Bildern von Galina Zinko. Mir gefällt, wie sie es schafft, dieses doch relativ alte Märchen durch ihre Zeichnungen modern darzustellen. Die Mischung dieser Illustrationen ist ganz interessant - zwischen klassisch und abstrakt. Das hat was ganz Eigenes. Besonders gelungen finde ich das Cover, es wirkt wirklich richtig kalt und die Schneekönigin strahlt sowas Mächtiges und unbezwingbares aus. Ein Glück, die wahre Freundschaft immer siegt


Fazit:
Tolle Ausgabe, wie eigentlich alle Märchenausgaben, die der Verlag herausbringt. Die Zeichnungen sind kunstvoll und die Geschichten zeitlos magisch. Was ganz besonderes für alle die Märchen lieben.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Wunderschön geschrieben!

Du, Mama ... Wie weit ist die Welt?
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Beschreibung:
Der kleine Kater möchte soviel wissen. Wie weit ist die Welt, wie tief ist sie, wie hoch ist sie, wie weit der Weltraum und spürt man es, wenn sich die Erde dreht? Und wie ist das mit der ...

Beschreibung:
Der kleine Kater möchte soviel wissen. Wie weit ist die Welt, wie tief ist sie, wie hoch ist sie, wie weit der Weltraum und spürt man es, wenn sich die Erde dreht? Und wie ist das mit der Liebe, ist sie auch so weit weg? Seine Katzenmama beantwortet ihm geduldig all seine Fragen und da merkt der kleine Kater, dass die Liebe von allem viel näher ist als alles auf der Welt.

Meine Bewertung:
Ich glaube hier hat Sabine Bohlman es etwas zu gut gemeint und ein bisschen zu viele Fragen eingebaut, die an sich sehr wichtig und für manches Kind auch wichtig sind, aber teilweise auch recht speziell. Es ist so schön philosophisch und handwerklich richtig gut umgesetzt. Aber halt so, das ich als Erwachsene es toll findet. Mein Sohn (4,5 Jahre) hat erst interessiert zugehört, aber irgendwann waren im die Fragen des kleinen Kater wahrscheinlich zu abstrakt. Bei dem ersten Teil "Du Papa ist zehn viel?" hatte er das nicht, da hat er immer bis zum Ende zugehört, aber hier hat ihn gestört das er kleine Kater zu viel seltsames fragt. Vielleicht liegt es daran das er den Sinn noch nicht ganz verstanden hat. Was mir aufgefallen ist, die Wortwiederholungen die im ersten Teil noch stark präsent waren, sind hier weniger geworden. Der Dialog der beiden Katzen ist vielschichtiger.

Ich würde das Buch trotz das es ab 3 Jahren ist, etwas ältern Kindern empfehlen, die sich bereits mit ähnlichen Fragen beschäftigt haben. Wir warten noch ein Jahr und dann passt es bestimmt.

Natürlich ist das Ende ein Highlight, welche Eltern werden nicht schwach, wenn sie eröffen dürfen, das die Liebe ganz nah, gleichzeitig weit und weiter als man denken kann ist. Sie ist also überall. Was für eine wunderschöne Message und es wurde im Gesamtkonzept gut auf dieses Highlight hingearbeitet. Da schmelzen die Herzen vor Liebe nur so dahin, meins zumindest.

Illustationen:
Ich brauche hier nur Emilia Dziubak zu nennen. Wer ihre Bilder kennt weiß was einen erwartet. Ich mag ihren Stil und diese erdigen und blauen Töne sind für Tier und Naturbücher immer eine gute Wahl

Gut ist trotz Inflation hat sich der Preis nicht geändert, für "Du Papa ist zehn viel?" hat man letztes Jahr auch 15€ bezahlt.

Fazit:
Ein Bilderbuch wie es sein sollte, es ist gut geschrieben, hat einen wunderschönen pädergoischen Ansatz und tolle Zeichnungen, aber leider kommt es bei Oli nicht an. Wenn er es nicht so mag, behalte ich es halt.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Begleitet Max an die Time Travel Academy.

Time Travel Academy 1. Auftrag jenseits der Zeit
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Max ist zwölf Jahre alt und am liebsten hätte er ein Handy, stattdessen umsorgen ihn seine Eltern mit Süßigkeitenverbot und schicken in langweilige Ferienkurse. Seit dem Verschwinden seiner Schwester Stella ...

Max ist zwölf Jahre alt und am liebsten hätte er ein Handy, stattdessen umsorgen ihn seine Eltern mit Süßigkeitenverbot und schicken in langweilige Ferienkurse. Seit dem Verschwinden seiner Schwester Stella sind seine Eltern sowieso ziemlich seltsam und so kapselt auch Max sich immer mehr von der Außenwelt ab. Dann erhält Max plötzlich eine goldene Einladung. Er soll Anwärter an der Time Travel Academy werden. Doch aus seinen Eltern bekommt er dazu gar nichts heraus, im Gegenteil sie streiten ab, dass die Einladung echt ist. Max glaubt ihnen kein Wort und macht sich heimlich auf den Weg zur Academy. Dort erwartet er auch seine Schwester wiederzufinden. Aber erst einmal muss er die schwierige Anwärterzeit bestehen und die hält so einige Herausforderungen für Max bereit.

Meine Bewertung:
Also man kann sagen in diesem Buch hat man alles, was man braucht. Einen sympathischen nicht ganz perfekten Protagonisten, ein Geheimnis, treue Freunde, Mut, sowie einige Herausforderungen und eine gewisse Portion 90ger Jahre. Mir hat es richtig Spaß gemacht, Max und seine Anwärterzeit in der Academy zu begleiten.

Dabei fand ich gut, dass es nicht wie eine typische Schule aufgebaut war, sondern eher wie ein Studium. Sie mussten auch nicht über langweilige Schulaufgaben, wie in anderen Schulbüchern brüten, sondern hier war (zu Sakuras Leidwesen - eine Mitschülerin von Max) mehr Praxis und Körpereinsatz gefragt. Max ist zu Anfang ziemlich unsicher, was sich auch an seinen Leistungen zeigt, er traut sich eher wenig zu und denkt, dass er am falschen Platz ist und jederzeit rausfliegen kann. Mir wurde das ein bisschen zu viel thematisiert, ist aber zum Glück nicht das ganze Buch über relevant, denn Max wächst mithilfe seiner neuen Freunde an seinen Aufgaben. Der Teamgeist der Freunde Max, Sakura, Ravis und ...(noch Geheim) ist allgegenwärtig, da heißt es alle für einen und einer für alle. Jedenfalls ergänzen sich alle ziemlich gut. Es gibt zwar auch ein paar fiese Charaktere, diese bestimmen aber zum Glück nicht allzu viel das Geschehen.

Die ganzen tollen Details in der Academy sind interessant ausgearbeitet. Sie ist ein schwebendes Hover, das niemand sieht. Das Hover besteht aus vielen Etagen und fliegt mal hier mal da. Während der Zeit in der Academy vergeht keine Zeit in der realen Welt. Mit Armbändern können die Kids in der Zeit herumreisen (am Anfang sind es immer nur ein paar Minuten). Sie müssen sehr fit für die Aufgaben, die ihnen nach der Anwärterzeit gestellt werden, sein, daher machen sie viel Sport. Es gibt eine Sportart, worauf alle in der Academy abfahren - Zero-Grav-Ball. Das ist wie Fußball nur ohne Gravitation. Das Essen ist eine Art Schleim, der sich auf dem Teller der Schüler transformiert und dann das gewünschte Gericht annimmt. Eine KI im Armband die DaVinci heißt, leitet die Protogonisten mit Terminerinnerungen u.a. durch ihre Anwärterzeit. Alle Lehrer haben alle ihr spezielles Lieblingszeitalter und dementsprechend kleiden sie sich auch.

Der Schreibstil ist jung und modern, man kann das Buch flüssig durchlesen. Obwohl es so viel Neues gibt, ist alles ganz leicht zu verstehen. Die Kapitel starten alle mit einem kleinen Bildchen mit einem der Protagonisteninnen darauf (das wiederholt sich im Laufe des Buches). Alles in allem gut für diese Altersgruppe umgesetzt. Warum der Teil "Auftrag jenseits der Zeit" heißt kann ich allerdings nicht nachvollziehen, weil hier definitiv in der Zeit gereist wird, aber das ist halt mein persönliches Empfinden. Vielleicht weil Max seine Schwester finden will...halt auch jenseits der Zeit wenn nötig.

Fazit:
Modern, dynamisch und ziemlich cool! Wer Zeitreisebücher mit viel Technik, etwas Academyalltag und interessanten Protagonist
innen mag, wird das Buch lieben.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Genderklischees Ade

Seeräubermädchen und Prinzessinnenjunge
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Milo ist ein echter Prinzessinnenjunge und Mara ein echtes Seeräubermädchen. Seit sie sich kennengelernt haben, sind sie die besten Freunde überhaupt und spielen jeden Tag zusammen. Auch Milos Eltern und ...

Milo ist ein echter Prinzessinnenjunge und Mara ein echtes Seeräubermädchen. Seit sie sich kennengelernt haben, sind sie die besten Freunde überhaupt und spielen jeden Tag zusammen. Auch Milos Eltern und Maras Vater verstehen sich gut.

Eines Tages fährt Mara mit ihrem Vater in den Urlaub. Von dem Tag an macht sich bei beiden Kindern eine schreckliche Vermissung breit. Als Mara zurückkommt ist es nicht mehr wie vorher, denn die Vermissung ist immer noch da. Werden sie sich wieder so gut verstehen wie vorher?

Meine Bewertung:
Ein bisschen zu viel übers Ziel hinausgeschossen, meiner Meinung nach. Es ist zu viel von allem. Milo ist durch und durch ein Prinzessinnenjunge - er hat gar nicht mit anderen Sachen gespielt außer mit Rosa Kram und Mara ist durch und durch Seeräubermädchen, die ebenfalls nichts anderes toll fand. Gut, sie haben mal die Sachen getauscht, aber irgendwie gab es sonst nichts. Kinder spielen mit Küchen, Kaufläden, Autos, Dinos, mit Matsch im Sand oder fahren mit Fahrzeugen durch die Gegend. Mir hat das alles gefehlt. Es war zu kitschig auf beiden Seiten und wirkte daher etwas unrealistisch auf mich. (Wenn mein Sohn mit seinen Meerjungfrauenpuppen spielt, hat er gleichzeitig ein Dinokostüm an, lila Fußnägel und ein Autoshirt.) Es gibt nicht immer nur rosa oder blau, sondern dazwischen. Die Botschaft ist mir dahinter nicht ganz schlüssig, es hätte z.B auch ein Buch über Transgenerkinder sein können (was ja auch gut ist).

Für ein Kind ist bestimmt interessant, dass die beiden Kinder in dem Buch so überhaupt nicht stereotyp sind. Geschlechterrollen sind ja sogar schon Kindergartenkindern bekannt. Ich denke da gibt’s eine Menge Diskussionsbedarf, wobei ich glaube Eltern, die pädagogisch anders erziehen, würden ihrem Kind nie so ein Buch kaufen.

Die Geschichte war für mich jetzt auch nicht so überzeugend. Es wurde viel über das Verhältnis von Kind zu den Eltern erzählt, es ist jetzt zwar schön, dass die Eltern so viel Zeit für ihre Kinder haben, aber das hat mit der eigentlichen Freundschaft der beiden Kinder nichts zu tun. Die Idee mit der Vermissung war okay, aber durch die krassen Persönlichkeiten ist es ein bisschen in den Hintergrund geraten. Beide finden durch eine Einladung zu Maras Geburtstag wieder zusammen und das ziemlich schnell. Irgendwie war nicht klar, wo jetzt genau das Problem bei der Vermissung lag und warum sie sich nicht gefreut haben als sie sich wiedergesehen haben. Aber wahrscheinlich ist das halt manchmal bei Kindern so

Die Bilder sind süß gezeichnet, es gibt im Verhältnis zu den Bildern mehr Text. Daher ist die Altersempfehlung ab 5 aufgrund der Länge von 72 Seiten schon gut gewählt. Jüngeren ist das vielleicht zu lang und dafür sind es etwas zu wenig Bilder. Ansonsten ist es gut zum Vorlesen, für schöne kuschelige Abende auf dem Sofa.

Fazit:
Immer raus mit den alternativen Büchern, unsere Jugend darf hoffentlich endlich so sein wie sie mag und nicht was Erwachsene von ihnen erwarten. Das Buch hatte für mich zwar ein paar Schwachstellen, aber ich hätte als Kind trotzdem mal gerne so ein Buch gelesen.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Ein mitreißendes und emotionales Buch

Nächte im Tunnel
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Ella ist 14 und hat Polio überlebt, jetzt hat sie ein hinkendes Bein, welches ihr das Leben erschwert. Sie und ihre Familie wohnen in London. Es ist Krieg und die Stadt wird regelmäßig bombardiert. Jede ...

Ella ist 14 und hat Polio überlebt, jetzt hat sie ein hinkendes Bein, welches ihr das Leben erschwert. Sie und ihre Familie wohnen in London. Es ist Krieg und die Stadt wird regelmäßig bombardiert. Jede Nacht aufs neue müssen die Bewohner Londons Schutz in der U-Bahn-Station vor den Bomben suchen. Lange Schlangen und anstehen vor der Station ist jetzt Ellas neuer Alltag. Ihre Schule hat schon lange geschlossen. Auch Jay schlägt sich jeden Tag durch. Er reserviert Plätze in der U-Bahn-Station und verkauft sie abends an Schutzsuchende. Ella findet das verwerflich, empfindet jedoch auch Sympathie für ihn. Eines Tages trifft Ella auf Quinn, die in ihren Männerhosen und ihrem Auftreten sich von den andern unterscheidet. Quinn ist selbstbewusst, von reichen Adel und fest entschlossen aus ihrem Käfig auszubrechen. Doch auch Quinn muss einsehen, das der Krieg seine eigenen Regeln aufstellt und so werden sie, Ella, Yay und Ellas Bruder Robbie bald zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die mutig allen Bomben trotzt. Denn jeder hat einen Traum, den es zu erfüllen geht, ganz egal wie unrealistisch er auch sein sollte.

Meine Bewertung:
Dieses Buch ist ziemlich traurig, stellt aber sehr realistisch dar, wie Kinder in dieser Zeit gelebt haben könnten. Es geht um Verlust, Enttäuschung, Hoffnungen und Träume. Alle Gefühle sind nah beieinander und werden unverfälscht beschrieben. Man kann die vier Protagonistinnen förmlich im U-Bahn-Schacht vor sich sehen und die bedrückte Atmosphäre spüren.

Mit dem Charakter Quinn kommt eine neue interessante Person in die Geschichte. Sie ist von reicher Herkunft, möchte ihre damalige Rolle aber überhaupt nicht einnehmen. Für Quinn ist die Welt mehr als nur Hausfrau und Mutter zu werden, sie möchte die gleichen Rechte von Mann und Frau und denkt nicht mal daran, dass ihr weniger Rechte zustehen. Für sie sind alle Männer nur Pimmel. Gleichzeitig ist sie der Männerwelt auch nicht so ganz abgeneigt. Ihre Ansichten, ihre Naivität und gleichzeitig ihr Charakter sind wirklich total interessant. Sie ist bereit sich Herausforderungen zu stellen und hilft, wo sie kann. Ella beneidet sie zunächst, wächst dann an sich selbst und ist am Ende mit ihr auf einer Ebene. Ich finde, sie wächst in diesem Buch am meisten, auch wenn sie hinter Jay und Quinn manchmal etwas verschwindet. Ihr Bruder Robbie bringt die typische Niedlichkeit eines jüngeren Bruders mit sich, er ist noch der unbeschwerteste von allen, hat aber einen starken Beschützerinstinkt seiner Schwester gegenüber.

Alle Charaktere in diesem Buch sind wirklich sehr vielschichtig und tun nie etwas Bestimmtes ohne das sie einen Grund dafür haben. Erwachsen werden in Zeiten des Krieges ist definitiv nicht einfach.

Der rote Faden der Geschichte ist jederzeit klar erkennbar und zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil ist unkompliziert und man kann den Text flüssig lesen. Die Kapitelauswahl ist nicht zu lang. Gut hat mir gefallen, dass gleich beim Klappentext gespoilert wurde – es stirbt nämlich ein Charakter in diesem Buch, wie und wer das wird natürlich nicht gesagt. Es ist auch bis zum Ende total offen wer stirbt (meine Vermutung war jedenfalls falsch ...). Das macht es natürlich nicht weniger traurig oder schlimm, aber man weiß immerhin, was einen erwartet.

Tipp für Lehrkräfte: Ich finde, das Buch kann man gut in der Schule lesen. Man kann definitiv einige interessante Charakterisierungen daraus erstellen und es gibt eine Menge Themen für Aufsätze.

Fazit:
Ein Buch was bestürzt zurücklässt und gleichzeitig voller Hoffnung, für die Zukunft der Protagonist
innen. Absolut lesenswert!

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