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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2023

Nicht ganz überzeugend

Elefant will durch die Wand
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Darum geht´s:
Der Elefant ist super- sauer! Am Wasserloch muss er zu lange warten, er soll früh schlafen gehen und auch sonst läuft es überhaupt nicht wie es ihm passt. Er tobt und brüllt herum. Weil er ...

Darum geht´s:
Der Elefant ist super- sauer! Am Wasserloch muss er zu lange warten, er soll früh schlafen gehen und auch sonst läuft es überhaupt nicht wie es ihm passt. Er tobt und brüllt herum. Weil er so tobt, möchten die anderen Tiere aber nichts mehr mit ihm zu tun haben und meiden ihn. Der Elefant wird dann ganz traurig und verspricht nicht mehr so zu toben. Er hat seine Lektion gelernt und verträgt sich wieder mit den anderen Tieren, denn gemeinsam mach eh alles mehr Spaß.

Meine Bewertung:
Dieses Buch war doch eher Gefühlsregulation mit der Brechstange, das bin ich gar nicht von der Autorin gewohnt. Es geht sofort los, denn gleich am Anfang ist der Elefant gefühlstechnisch auf 180. Das Buch beginnt also sofort mit mieser Laune. Fand ich nicht ganz so nett, allerdings wird gleich klargestellt, warum der Elefant so mies gelaunt ist. Er möchte nicht warten, um etwas zu trinken, er ist ja der größte, warum sollte er also warten. Der Elefant ist den anderen Tieren gemein gegenüber und trötet sie alle an. Das ist wahrscheinlich ein Gefühl, das alle bockigen Kinder sofort verstehen. Das 3-jähre Kind wird sich allerdings nicht sofort damit identifizieren können, wie das 5-jähre, weil sie noch nicht so das Verständnis der Selbstreflexion haben.

Irgendwie hätte ich mir pädagogisch gewünscht, dass es ein kleiner Elefant ist, der von seinen Eltern liebevoll während seiner schweren Phase als er alleine ist, von ihnen unterstützt wird. So hätten Kinder vermittelt bekommen, dass da immer jemand ist, der sie unabhängig von ihren Launen liebt (das ist halt der pädagogische Ansatz von heute und hey sind wir nicht alle mal sauer).

Dieser Teil der Geschichte hat mich eher nicht überzeugt. Die Tiere mögen den Elefanten nur, wenn er nicht sauer ist, sonst wollen sie nichts mit ihm zu tun haben und lassen ihn sogar weinen. Außerdem verstehe ich nicht, warum er sich am Ende nicht einfach bei ihnen für seine Ausfälle entschuldigt und stattdessen einen Witz erzählt. Klar, der Witz passt schon ganz gut zur Geschichte, die Idee dahinter war mir jetzt nicht so schlüssig. Wollte er seine Gefühlslage überspielen, statt darüber zu sprechen? Sollte er seine Wut unterdrücken, weil es nicht gut ist? Ähm, ich weiß ja nicht.

Die Zeichnungen von Igor Lange sind ausdrucksstark und passen zum Geschehen. Die Gesichtszüge, die Bockigkeit des Elefanten sind ausgezeichnet getroffen. Man spürt die Wut des Elefanten quasi aus dem Buch springen. Auch mit der Wahl der Farbe vom Hintergrund (hier in einem Bild rot) wird die Bockigkeit sehr gut unterstrichen. Wirkt auf einer Seite für mich etwas zu aggressiv. Die Illustrationen sind ansonsten sehr hübsch geworden, wie man das von Igor Lange erwartet, er weiß halt immer, was Britta Sabbag mit ihrer Geschichte vermitteln will. Tierbücher sind eh immer toll.

Der Text ist in Reimen gehalten. Das macht das Vorlesen recht einfach. Ich habe mich nur ein paar Mal verhaspelt. Man sollte das Buch mit etwas Betonung (vielleicht nicht unbedingt schreien ) vorlesen, dann passt das.

Fazit:
Die Idee und das Konzept sind gut, allerdings habe ich schon sensiblere Bücher zu dem Thema gelesen, da hätte man auch etwas weniger rabiat dran gehen können. Normalerweise sind alle Bücher von Britta Sabbag immer ein Knaller, hier konnte sie mich nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Lustige Geschichte zu Weihnachten

Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
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Darum geht´s:
Der Grumpel hasst Weihnachten. All die glücklichen Leute kann er nicht leiden. Es gibt sowieso wenig, was der Grumpel leiden kann. Eigentlich sind es nur drei Dinge, seinen Stock, seinen ...

Darum geht´s:
Der Grumpel hasst Weihnachten. All die glücklichen Leute kann er nicht leiden. Es gibt sowieso wenig, was der Grumpel leiden kann. Eigentlich sind es nur drei Dinge, seinen Stock, seinen Pullover und Rosenkohl. Als die Maus ihm im Geschäft den letzten Rosenkohl vor der Nase wegschnappt, rastet der Grumpel aus. In seiner Wut entsinnt er den Plan, Weihnachten zu zerstören. Dafür macht er sich auf den beschwerlichen Weg zum Nordpol. Doch schon nach einigen Stunden wird der Grumpel von einer Schar Häschen aufgehalten, die seine Hilfe gut gebrauchen können. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als den flauschigen Kreaturen zu helfen. Doch seine Idee zum Nordpol zu gehen bleibt nicht unentdeckt und so folgt ihm bald ein kleines Langohr, welches unbedingt den Weihnachtsmann kennenlernen will. Ob der Grumpel es trotzdem schafft, seinen furchtbar fiesen Plan in die Tat umzusetzen?

Meine Bewertung:
Als ich die ersten Seiten angefangen habe vorzulesen, dachte ich so „Ne oder?“. Der Grumpel ist auf seine zu komisch und furchtbar zynisch. Das hat auf Anhieb meinem Humor getroffen. Es hat so viel Spaß gemacht, seine Grummeligkeit vorzulesen. Es gibt sehr viel wörtliche Rede in diesem Buch. Man kann die Sätze gut nachsprechen und so den unterschiedlichen Charakteren eine Stimme geben. Das Puschelchen ist eher niedlich und oft sehr aufgeregt, während der Grummel hat oft mürrisch und sehr schlecht gelaunt ist. Der Schreibstil und die Art der Sätze machen die Geschichte sehr interaktiv und lebendig.

Auch wie der Grumpel immer mit seinem Stock spricht, weil er ja sonst niemanden hat, ist auf eine Art ziemlich witzig und dann wieder doch sehr traurig, wenn man darüber länger nachdenkt. Das Häschen, welches der Grumpel „Puschelchen“ tauft, schafft es auf seine naive und puschelige Art sich nach und nach ins Herz des Grumpels. Hier geht es um Freundschaft und Vertrauen. Der Grummel lernt auf seiner Reise das erste Mal in seinem Leben, wie wichtig Freunde und Liebe sein können. Lange hat er sich dagegen gewehrt, doch dann wird ihm dieser Fakt irgendwann klar.

Von der Story her erinnert es ein bisschen an den Grinch, wobei Weihnachten hier eher beliebig austauschbar ist, denn in erster Linie geht es hier um Puschelchen und Grumpel. An Weihnachten merkt der Grumpel halt seine traurige Lage am meisten, weswegen er es auch so hasst. Am Ende wird, das, wie ich finde, kindgerecht erklärt. Da hat der Autor bestimmt viel drüber nachgedacht, wie er es jetzt vermitteln möchte. Auch wenn den meisten, die die Geschichte lesen, klar sein wird, dass dem Grumpel sein Plan, nicht aufgehen wird, bietet das Buch auf seine Art viele nette Überraschungen. Die Gefühle des Grumpels sind ständig für die Leser*innen präsent und man merkt, was die Interaktionen der Protagonisten in ihm auslösen.

Als Adventskalenderbuch würde ich es so nicht beschrieben, weil das Buch länger als 24 Kapitel geht. Wir haben öfter auch zwei Kapitel an einem Abend gelesen, weil manchmal ein fieser Cliffhanger drin war und man jetzt unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Ich würde hier empfehlen, sein eigenes Lesetempo zu finden, unabhängig vom Adventskalender.

Fazit:
Ein lustiger und manchmal sehr grummeliger weihnachtlicher Lesespaß für die ganze Familie. Das Buch steckt voller lustig beschriebener Momente, gerade am Anfang, kann aber auch mit liebevollen Szenen punkten.

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Veröffentlicht am 21.10.2023

Was süßes für kuschelige Lesestunden

Coming Home for Christmas
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Darum geht´s:
Svea Sommer ist unterwegs zu ihrer Großtante. Am Zielflughafen angekommen, steigt sie versehentlich in das falsche Taxi. Sie bemerkt ihren Fehler recht schnell, denn sie ist bei Kjell eingestiegen ...

Darum geht´s:
Svea Sommer ist unterwegs zu ihrer Großtante. Am Zielflughafen angekommen, steigt sie versehentlich in das falsche Taxi. Sie bemerkt ihren Fehler recht schnell, denn sie ist bei Kjell eingestiegen und der sollte eigentlich die neue Aushilfskraft vom Hotel seiner Eltern abholen. Svea entschließt sich aber erstmal nichts zu sagen und eine Nacht darüber zu schlafen, denn eigentlich fühlt sie sich bei Kjell und im Hotel recht wohl. Doch auch am Tag danach beschließt Svea, dass sie bleiben möchte, ohne die Lage aufzuklären, auch wenn das bedeutet, dass sie jetzt als Aushilfskraft anstelle von Lena Sommer im Hotel arbeiten muss. So schlimm findet Svea das gar nicht, denn Kjell hat ihr ganz schön den Kopf verdreht.

Kjell unterdessen hat die Absage von Lena Sommer bereits einen Tag nach Ankunft von Svea gelesen. Aber auch er sagt nicht, um die Lage aufzuklären, denn die hübsche Svea fazieniert ihn total.

Während der Arbeit im Hotelalltag kommen die beiden sich näher, doch da immer das unausgesprochene Geheimnis zwischen ihnen, das die Lage doch sehr erschwert. Als plötzlich Dinge von Hotelgästen gestohlen werden, gerät Svea als neue in Verdacht. Doch sie würde niemals klauen, dessen ist sich Kjell sicher, aber wer war es dann?

Meine Bewertung:
Den Plot und die Story wird man in der Art bestimmt schonmal irgendwo gehabt haben. Sie sind sich doch alle recht ähnlich, diese Liebesromane. Irgendwie verwirrt sich ein Mädchen oder eine Frau in ein verlassenes Dorf (oder hier halt in ein Hotel) und dort wartet unverhofft doch plötzlich die große Liebe.

Also was ist das, was dieses Buch dann so besonders macht? Warum sollte ich ausgerechnet zu diesem Exemplar von einem Weihnachtsbuch greifen? Die Fragen sind schnell beantwortet - es ist einfach Hyge, man fühlt sich sofort wohl und lässt sofort auf die süße Liebesstory ein. Es ist etwas, was man lesen kann, ohne viel nachzudenken, man lässt sich einfach von der Atmosphäre und den knuffigen Charakteren ein paar Stunden in ihre Welt entführen. Die weihnachtliche Stimmung ist allgegenwärtig und sooo schön. Ich mag dieses Slott Hotel, da würde man selber gerne ein Zimmer buchen.

Hauptprotagonistin Svea ist wirklich zu bemitleiden. Ihre Eltern hatten bei all ihren Auftritten keine Zeit, mit ihr gemeinsam Zeit zu verbringen und so fühlt es sich für sie an, als wäre sie in einer anderen Welt dort. Kein Wunder, dass sie bleiben will, auch wenn sie dafür arbeiten muss. Es ist schon etwas traurig für sie. Zum Glück gibt ihr Kjell sofort das Gefühl, Zuhause und auch Willkommen zu sein. Wer möchte das nicht?

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sveas und Kjells Sicht geschrieben und spielt in der Zeit vom 16.12-31.12. Wobei das schon ziemlich sportlich ist sich so schnell zu verlieben wie ich finde, aber dafür passen sie auch gut zusammen.

Ich muss gestehen, das Ende bzw. die letzten Tage bzw. ein paar Momente davon waren für mich eher überflüssig. Das hatte den Nachteil, dass ich ein bisschen das Interesse verloren habe und mich auch dazu verleiten ließ etwas vorzublättern. Auch die Schwierigkeiten, die Svea und Kjell haben, waren oft ziemlich vorhersehbar, gerade gegen Ende hin. Aber diesen Kritikpunkt habe ich auch nur gegen Ende hin, denn der Rest war völlig Okay von der Story und dem Gesehen her, vielleicht war es dann für mich auch zu viel Hyge auf einmal Mit dem eigentlichen Ende kann ich mich auch wieder sehr gut anfreunden. Das hat die Autorin sehr gut gelöst, wie ich finde.

Ach ja das Buch ist für die Zielgruppe völlig geeignet. Es ist eine harmlose und süße Jugendliebe ohne "Spicy" Szenen.

Fazit:
Ein tolles Buch für Fans von weihnachtlichen Liebesgeschichten und mit 10€ auch echt preiswert. Es ist was seichtes fürs Herz und kuschelige Stunden. Manchmal braucht man wirklich nicht mehr.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Berührend und emotional

Lonely Castle in the Mirror – Roman
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Darum geht´s:

Triggerwarnung: Achtung in diesem Buch geht es um Mobbing, Einsamkeit und Gewalt

Kokoro bekommt immer, wenn sie zur Schule soll, Bauchschmerzen. Ihr Körper rebelliert förmlich, zu sehr ...

Darum geht´s:

Triggerwarnung: Achtung in diesem Buch geht es um Mobbing, Einsamkeit und Gewalt

Kokoro bekommt immer, wenn sie zur Schule soll, Bauchschmerzen. Ihr Körper rebelliert förmlich, zu sehr schmerzen sie ihre Erlebnisse in der Schule. Kokoro wird von ihren Mitschülern gemobbt und ist seelisch daher völlig fertig. Nicht mal mehr ihren Eltern sich vertraut Kokoro an. Sie schließt sich zu Hause ein und lässt niemand an sie heran. So dümpelt sich tagaus tagein vor sich hin. Jeder Tag ist ein Kampf mit sich und der Verpflichtung doch zur Schule zu gehen.

Eines Tages beginnt Kokoros Spiegel zu leuchten, welcher sie in ein geheimes Schloss zieht. Zusammen mit sechs anderen Teenagern bekommt sie von der „Wolfskönigin“ die Aufgabe, einen Schlüssel zu einem versteckten Raum zu finden. Wer den Schlüssen und den Raum findet, bekommt einen Wunsch erfüllt. Kokoro weiß genau, was sie sich wünschen wird, aber manchmal verläuft das Schicksal anders als man denkt. Sie lernt die anderen Jugendlichen besser kennen und das lässt ihren Wunsch immer weiter in den Hintergrund rücken.

Meine Bewertung:
Dieses Buch hat mich seit der ersten Seite gefesselt. Auch wenn ich eigentlich nicht zur Zielgruppe für dieses Buch gehöre, sind Themen wie Mobbing oder Ausgrenzung auch an mir als Jugendliche nicht vorbeigegangen und so fühlte ich mich gleich mit Kokoro verbunden. Gleichzeitig konnte ich mich auch gut in ihre Mutter hineinversetzen, die sie auf ihre Art wirklich gut unterstützt hat. Zum Glück sind nicht alle japanischen Eltern so kalt, wie oft dargestellt wird.

Nun zur Story und der Umsetzung. Ich konnte dieses Buch am Anfang nicht sofort einordnen, denn die Wolfskönigin, welche nie ihr Gesicht zeigt, hätte auch deutlich gutes Potenzial für einen Horror-Roman geliefert. Gleiches gilt für das Setting in einem einsamen Schloss mit sechs anderen Jugendlichen u.a. Also vorab, das ist es definitiv nicht. Der Roman befasst sich mit viel tieferen Emotionen, als nur mit der einfachen Angst, die Stoff für einen Horror-Roman liefert. Was nicht weniger tragisch ist, denn die Geschichten könnten so aus der realen Welt entstammen, das macht das ganze so bitter. Nicht nur Kokoro, deren Geschichte wir in diesem Roman ausführlich kennenlernen, sondern auch die anderen sechs Jugendlichen haben ihre eigenen Erfahrungen mit Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung. Jeder geht damit anders um, jedoch haben alle etwas gemeinsam - sie gehen nicht zur Schule und können daher ihre Zeit im Schloss verbringen. Für ihre Suche haben sie einen begrenzten Zeitraum, der ein japanisches Schuljahr lang ist, also 3 Semester von Mai bis März. Das Buch ist deswegen auch in 3 Trisemesterabschnitte mit jeweils 4 Unterkapiteln unterteilt. Sie können in der Zeit machen, was sie wollen, wenn sie nicht den Schlüssel suchen möchten.

Am Anfang traut sich Kokoro nicht so recht ins Schloss, überwindet sich aber dann. Man verfolgt ihren Weg bis zum Ende des letzten Trisemesters. Ich möchte hier nicht weiter erzählen, denn alle Details könnten etwas über den Inhalt verraten. Es gibt wirklich eine Menge zu erfahren und vieles wird nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Manchmal braucht man als Leser genauso lange wie Kokoro, die eigentlichen Zusammenhänge in dieser Geschichte zu entdecken, manchmal kann man sich aber auch schon vorher etwas erahnen. Sagen wir mal so, mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet. Es war interessant und hat versucht, die roten Fäden miteinander zu verknüpfen. So ganz überzeugen konnte es mich vom Sinn her nicht ganz, aber hier sollte man einfach nicht zu viel nachdenken und die inspirierende Intension der Autorin einfach annehmen. Mich hätten da noch ein paar Sachen nach dem eigentlichen Ende interessiert, leider war hier der Epilog viel zu kurz. Das fand ich etwas schade, zeigt aber auf, wie sehr mich das Buch in die Protagonisten in den Bann gezogen haben.

Von der Art her sind Story und Protagonisten typisch japanisch. Passt also gut in das Hayabusa Program. Den Roman gibt es auch als Manga, welcher in 5 Bänden abgeschlossen ist. Wer also lieber Manga statt dicke Bücher liest, kann daher hier zugreifen. Der Manga nimmt Szenen, Aussagen und Handlung 1:1 vom Roman auf. Im Roman ist allerdings noch mehr Platz, um Gefühle oder Details zu beschreiben. Für mich haben beide Varianten einen gewissen Charme. Beim Manga habe ich noch die Optik in Form von schönen Zeichnungen dabei, die kann ich mir beim Roman in meiner Fantasie vorstellen.

Fazit:
Ein bewegender Roman, spannend geschrieben und voller Emotionen, die einen nur so überfluten. Ein Feuerwerk der Gefühle, spannendes Setting und eine bis zum Ende spannende Story. Wie ich finde, ein insgesamt gutes gutes Werk.

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Mitreisend, spannend und actionreich.

Der letzte Rabe des Empire
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Darum geht´s:
Melvin lebt auf der Straße und hält sich mit betteln und Tagelöhnerjobs am Leben. Über seine wahre Herkunft weiß er nichts, geblieben ist ihm nur ein verblichenes Bild seiner Eltern. Als ...

Darum geht´s:
Melvin lebt auf der Straße und hält sich mit betteln und Tagelöhnerjobs am Leben. Über seine wahre Herkunft weiß er nichts, geblieben ist ihm nur ein verblichenes Bild seiner Eltern. Als Jack der Ripper seine Mordserie beginnt, erkennt Melvin ein Muster. Der Ripper tötet nur Frauen aus dem Freudenhaus, wo er als kleiner Junge aufgewachsen ist. Damit ist auch Melvins geheime Liebe in Gefahr, um sie zu retten, begibt sich Melvin sich auf die Suche nach Jack den Ripper. Damit setzt er sich großer Gefahr aus und schlittert gleichzeitig mitten in ein düsteres und aufregendes Abenteuer rein.

Meine Bewertung:
Ich kannte den Autor noch nicht und auch die Erstveröffentlichung des Romans 2021 beim Thienemann-Esslinger Verlag ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Zum Glück habe ich den Roman bei der Vorschau von Carlsen entdeckt und schon die Beschreibung hat mich total überzeugt das Buch lesen zu wollen.

Dementsprechend hatte ich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung, was Story und Umsetzung anging. Ich muss sagen, der Roman hat mich absolut überzeugt. Er ist schlüssig geschrieben, am Ende ziehen sich alle roten Fäden zusammen und trotzdem rätselt man immer noch fleißig mit. Die Fantasyelemente könnten vielleicht den ein oder anderen stören, mir haben sie sehr gut gefallen, weil es auch gut dazu passt und der Geschichte dienlich ist. Beim Lesen der allgemeinen Beschreibung würde man es nicht ganz erwarten, daher wird bestimmt der ein oder andere überrascht beim Lesen sein.

Es entwickelt sich alles sehr ins Mysteriöse und okultische. Man bekommt quasi die gesamte Bandbreite, die das Leben so mit sich bringt. Da geht es um tragische Liebesgeschichten, Rache, machtsüchtige Priester und verstoßende Außenseiter. Das alles passt auf seine Art so unglaublich gut zu dem viktorianischen Setting.

Melvin ist ein wirklich interessanter Held. Er ist mutig, selbstlos und loyal. Obwohl er von der Straße ist, wirkt er nicht so, was aufgrund seiner Hintergrundstory natürlich nicht selbstverständlich ist. Auch die anderen Charaktere und ihre Vergangenheit ist gut erarbeitet. Ich mag, dass alle so unterschiedlich sind. Die kleinen Streitereien zwischen Melvins neuen Bekannten (ich Spoiler hier nicht weiter) sind zu komisch und unterhaltsam, zudem lockern sie die doch sehr düstere Atmosphäre gut auf.

Fazit:
Der letzte Rabe des Empiere hat alles was ein gutes Buch braucht. Eine gute Story, eine kreative Umsetzung und einen guten Schreibstil. Für alle Krimi- und Fantasyfans genau das richtige. Für 10€ bekommt man ein 1A Buch, da gibts nichts zu meckern, Unterhaltung garantiert

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