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Maria_12

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2025

Tiefgründig und gefühlvoll

Dem Sturm entgegen
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Die Autorin Cecelia Ahern, erzählt in ihrem neuen Roman „Dem Sturm entgegen“ die Geschichte über eine Frau, die dem Aufruhr in ihrem Inneren zu entfliehen sucht – bis sie erkennt, dass sie dem Sturm nicht ...

Die Autorin Cecelia Ahern, erzählt in ihrem neuen Roman „Dem Sturm entgegen“ die Geschichte über eine Frau, die dem Aufruhr in ihrem Inneren zu entfliehen sucht – bis sie erkennt, dass sie dem Sturm nicht entgehen kann, sondern ihm mutig entgegengehen muss um das Leben neu zu entdecken.

Meine Meinung:
Mit ihrem gelungenen Schreibstil und einer fesselnden Geschichte, gelingt es der Autorin ein gelungenes Porträt über den inneren Sturm der Ärztin Enya, zu erzählen.

Enya ist in einer stürmischen Dezembernacht mit dem Auto unterwegs als sie plötzlich helle Lichter sieht und schnell erkennt, dass hier ein Unfall passiert ist. Ein Taxifahrer, der bereits vor Ort ist, verhält sich etwas eigenartig und ungeschickt aber Enya als Ärztin weiß genau, wie sie handeln muss. Der Anblick des verletzten Jugendlichen erschüttert sie, denn bei seinem Anblick, denkt sie an ihren Sohn. Mit ihren Wiederbelebungsversuchen, rettet sie dem Jungen das Leben.

Enya ist sechsundvierzig Jahre alt, verheiratet, Mutter eines Sohnes und eine erfolgreiche Ärztin aber genau nach diesem schrecklichen Unfall, tobt in Enya ein innerer Sturm, der ihr Leben in Frage stellt. Ist sie glücklich mit ihrem Leben! Sie erkennt, dass sie in der Beziehung zu ihrem Mann schon seit Jahren nicht mehr glücklich ist und trennt sich von ihm. Enyas Vater macht ihr den Vorschlag, in den Midlands von Irland, eine Hausarztpraxis zu übernehmen und sie lässt sich darauf ein. Wird sie hier das Leben für sich neu entdecken …

Das Ende der Geschichte konnte mich auf jeden Fall überraschen, denn damit hätte ich so nicht gerechnet.

Fazit:
Die Autorin hat hier eine spannende Geschichte über das verworrene Leben von Enya, ihrer Ängste, Depressionen, ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Mann und ihrem Sohn und ihre oft doch sehr ausweglose Situation erzählt, die mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Auch die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. Den Gedanken und Gefühlen konnte ich sehr gut folgen. Eine Geschichte, mit der ich viele schöne Lesestunden hatte.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine verdiente Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2024

Ein Debüt über Vergangenheit und Gegenwart

Im Warten sind wir wundervoll
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Die Autorin Charlotte Inden, erzählt in ihrem Debütroman für Erwachsene „Im warten sind wir wundervoll“ eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Geschichte handelt von den War Brides, ...

Die Autorin Charlotte Inden, erzählt in ihrem Debütroman für Erwachsene „Im warten sind wir wundervoll“ eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Geschichte handelt von den War Brides, jenen Frauen, die nach dem Krieg das Wagnis eingingen ihren US-Soldaten über den Atlantik als Angetraute oder Verlobte, zu folgen.

Inhalt:
Eine junge Deutsche, die 1948 am New Yorker Flughafen strandet und als sitzen gelassene War Bride zum Star der Presse wird.

Ein US-Soldat, der ein Versprechen gegeben hat und es nicht einhalten kann.

Und eine Frau, die sieben Jahrzehnte später hofft, dass sich der Weg zum Glück wiederholen lässt.

Dies ist die Geschichte eines Endes, zweier Anfänge und der vielleicht größten Liebe aller Zeiten.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und mit zwei Liebesgeschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Luise und Elfie, sind Großmutter und Enkeltochter, getrennt durch Jahrzehnte und doch sollen sie ihr Glück in New York finden.

Luise Adler die junge Deutsche, lernt 1945 den amerikanischen Soldaten Joseph Hunter und dessen Freund Wilson, kennen.
Eine Verbindung zwischen einem Amerikaner und einer Deutschen ist jedoch von Seiten der amerikanischen Regierung gänzlich verboten und wird auch von den Deutschen misstrauisch beäugt. Aber Luise und Jo Hunter sind unsterblich ineinander verliebt. Als er zurück in die USA muss, scheint ihre Liebe aussichtslos, denn Luise ist die Einreise strikt verboten. Als der War Bride Act für eine kurze Zeitspanne eine Möglichkeit zur Einreise eröffnet, macht sich Luise auf den Weg nach New York, doch am Flughafen ist von Jo Hunter nichts zu sehen.
Erst mit Hilfe von Ernest, einem ehemaligen Journalisten und einem Presseaufruf versucht halb New York, Luises Aufenthalt in den Vereinigten Staaten zu sichern. Denn irgendwo muss Hunter doch stecken. Wird Luise ihre große Liebe und ihr Glück finden …

70 Jahre später reist Elfie nach New York um ihren studierenden Verlobten zu sehen und zu überraschen doch schon während ihres Fluges lernt sie einen Mann kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt und sogar ihre Beziehung in Frage stellt. Eine moderne Liebesgeschichte folgt dieser Begegnung und hält so manche Überraschung bereit …

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, Vergangenheit und Gegenwart gut miteinander in Einklang zu bringen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher leicht lesen. Die handelnden Personen, allen voran die Hauptprotagonisten sowie die Handlungsorte konnte ich mir gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Die Längen der Kapitel fand ich passend, hätte mir aber Überschriften mit genauen Orts- und Datumsangaben, gewünscht.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2024

Finale der Himmelsstürmerinnen-Saga

Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume
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Mit ihrem zweiten Band „Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume“ beendet die Autorin Sarah Lark, die Dilogie ihrer neuen fiktiven Familiensaga vor einem historischen Hintergrund über vier starke ...

Mit ihrem zweiten Band „Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume“ beendet die Autorin Sarah Lark, die Dilogie ihrer neuen fiktiven Familiensaga vor einem historischen Hintergrund über vier starke und mutige Frauen, am Ende des 19. Jahrhunderts.

Meine Meinung:
Mit dem Einstieg in den 2. Band hatte ich nicht mit Mary Anns Geschichte gerechnet und wie sie sich mit Hilfe von Hoss, ihre Freiheit erkämpft. Schnell wird klar, dass Mary Ann die Tochter der verstorbenen Haily Hard ist und plötzlich rangeln sich die Großmutter, Ailis und Donella um sie. Ein bisschen schade, denn bei Mary Anns Geburt, wollte keine sich um sie kümmern geschweige denn, sie aufnehmen.

Mary-Ann lebt letztendlich bei ihrer Großmutter Lady Mairead und dann kommt der Tag, wo sie ihr wohlbehütetes zu Hause verlässt um ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Hier fehlten mir schon ein paar klärende Worte zwischen Mary-Ann und ihrer Großmutter.
Das Leben hält Mary Ann ganz schön in Atem und so manche Herausforderung muss sie meistern. Erst zum Ende der Geschichte findet sie endlich ihr Glück.

Ailis geht mit ihrer Freundin Molly nach Südafrika um in einer Sternwarte zu arbeiten und beide freuen sich auf ihr neues Umfeld in Johannesburg, doch schnell stellen sie fest, dass der Zweite Burenkrieg tiefe Spuren hinterlassen hat, die unüberbrückbar scheinen. Als in Brickfields die Beulenpest ausbricht, steht Ailis plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung, die ihr Leben verändern wird.

Donella geht als Mechanikerin und Flugausbilderin für die amerikanische Einheit Lafayette Escadrille nach Frankreich um in die Nähe ihres Mannes, der schon einige Zeit dort als Berater stationiert ist, zu gelangen. Erstaunt war ich jedoch, dass plötzlich so viele Familienmitglieder an der Front in Frankreich anzutreffen waren. Irgendwie schien mir das unwirklich!

Die Autorin lässt zwar geschickt passende Themen wie: Kriegsneurosen, Rassendiskriminierung und Prohibition die auf andere illegale Geschäfte wie Prostitution und Menschenhandel übertragen wurden, perfekt zum Zeitgeschehen in die Handlung mit einfliessen aber handelt diese in einem rasanten Tempo ohne Tiefgang und einer wirklichen Verknüpfung, ab.

Fazit:
Die einzelnen Geschichten und Ereignisse der Protagonisten werden zwar nebeneinanderher erzählt aber trotzdem fehlt es jedem Charakter an Tiefe. Die vielen Themen, die nicht unbedingt in die Handlung gemusst hätten, haben die Atmosphäre und den Lesefluss der Geschichte, erheblich gestört.
Mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen, konnte mich die Autorin bisher immer hell begeistern, während mich die Himmelsstürmerinnen-Saga, nicht unbedingt überzeugen konnte.
Von mir 3 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 25.12.2024

Irlands große Hungersnot

Sing, wilder Vogel, sing
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In ihrem neuen Roman „Sing, wilder Vogel, sing“ erzählt die irische Schriftstellerin Jacqueline O’Mahony, die wahre Tragödie von Doolough 1849 inmitten der Großen Hungersnot (1845 bis 1852) in Irland und ...

In ihrem neuen Roman „Sing, wilder Vogel, sing“ erzählt die irische Schriftstellerin Jacqueline O’Mahony, die wahre Tragödie von Doolough 1849 inmitten der Großen Hungersnot (1845 bis 1852) in Irland und verknüpft diese geschickt mit der fiktiven jungen Außenseiterin Honora, die nach ihrer Freiheit sucht und jemanden, der sie als das erkennt, was sie ist.

Inhalt:
Die junge Honora war schon immer eine Außenseiterin in ihrem Dorf an der irischen Westküste. Es ist das Jahr 1849. Als die Hungersnot ihre Gemeinschaft mit brutaler Wucht trifft, schöpft sie genau aus ihrem Anderssein die Kraft zu überleben. Nachdem sie alles verloren hat, bricht sie auf nach Amerika, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Honora gibt nicht auf, ehe sie ihre Freiheit findet – und jemanden, der sie als das erkennt, was sie ist.

Meine Meinung:
Ein Rotkehlchen im Haus ist ein piseog. Ein Fluch, der Unglück bringt …

Bei Honoras Geburt stirbt ihre Mutter und der Vater will sie lieber nicht in seiner Nähe haben. Erst durch die alte Alice, lernt Honora zu überleben und kämpft sich dann alleine durchs Leben. Sie hält sich fern von den Menschen, verbringt die Nächte im Wald, denn zu Hause hat sie nicht mal ein eigenes Bett. Honora lernt die Geheimnisse von Feld und Wald und der Lebewesen besser kennen als die meisten anderen Menschen, wird zur Außenseiterin und Käpferin.

Als die große Hungersnot Honoras Heimat mit brutaler Härte trifft und sie auf bestialische Art alles verliert, schöpft sie letztendlich Kraft aus ihrem Anderssein und widersetzt sich ihrem Schicksal. Als blinder Passagier auf einem Schiff, wagt sie schließlich als stummes Mädchen mit dem Namen Nell, den gefährlichen Weg nach Amerika. Denn dort, so glaubt Honora, wartet auf sie die lang ersehnte Freiheit, doch zunächst erfährt sie nichts anderes als Gewalt und Unterdrückung. Und wieder muss Honora um ihre Freiheit kämpfen.

Für Honora scheint Prosper der einzige Ausweg aus ihrer schwierigen Lage zu sein. Sie heiraten und leben versteckt in einer kleinen abgelegenen Hütte bis Honora plötzlich Joseph begegnet. Sie erkennt in ihm den indigenen Mann, dessen Erfahrungen ihrem eigenen ähneln und weiß, sie ist angekommen.

Fazit:
Besonders gut gefällt mir der Aufbau der Geschichte und die in der Nachbemerkung beschriebenen Verbindung zwischen den Iren und den indigenen Amerikanern. Der eindrucksvolle Schreibstil der Autorin konnte mich von der ersten Zeile an fesseln und mich tief in die Geschichte eintauchen lassen. Honora als Außenseiterin und Kämpferin, hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen.
Von mir 5 Sterne und eine absloute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Mit leisen Tönen eindrucksvoll erzählt

Über allen Bergen
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In ihrem historischen Roman „Über allen Bergen“ erzählt die französische Autorin Valentine Goby, eine eindrucksvolle und atmosphärische Geschichte über die Kraft der Natur und den Zauber der Berge.

Inhalt:
Auf ...

In ihrem historischen Roman „Über allen Bergen“ erzählt die französische Autorin Valentine Goby, eine eindrucksvolle und atmosphärische Geschichte über die Kraft der Natur und den Zauber der Berge.

Inhalt:
Auf seiner ersten Zugreise mitten durchs Schneegestöber kann Vadim nur an eines denken: Atmen. Hoch oben in den Bergen, wo das Ende der Welt nicht mehr weit zu sein scheint, fließt die Luft klar und ungehindert in seine Lungen. Dort oben ist weit und breit kein Fliegeralarm zu hören, nur die alles umfassende Stille der Natur.
Von nun an wird er als Vincent ein neues Leben führen, fern von seiner russisch-jüdischen Familie, abgeschieden von der Zivilisation. Und trotz der schneidenden Kälte findet er in dem kleinen Dorf am Hang ein Zuhause und Menschen, die ihm Wärme schenken. Doch über allen Bergen bleibt die Zeit nicht stehen, und schließlich wird die Realität 1943 auch über seinen Zufluchtsort hereinbrechen ...

Meine Meinung:
Im Januar 1943 wird Vadim aus Paris, in die französischen Alpen in ein abgelegenes Bergdorf geschickt, um der Verfolgung der Deutschen zu entkommen. Hoch in den Bergen fernab von seiner russisch-jüdischen Familie, wird Vadim als Vincent, ein neues Leben führen.

Vincent ist von dem unbekannten Leben in dem kleinen Dorf am Hang überwältigt, denn die Menschen sind herzlich und bieten ihm ein neues Zuhause ohne Bedenken. Vincent ist begeistert von den Bergen und verarbeitet mit Hilfe der Jahreszeiten und der Farben Weiß – Grün – Gelb seine Emotionen und Eindrücke. Aus seiner Sicht beschreibt er sehr detailliert seine Umgebung und über den Zauber der Berge, dem man sich kaum entziehen kann.
Zeit um Heimweh zu haben, bleibt Vincent nicht, denn täglich gibt es neues für ihn zu entdecken. Zaghaft richtet sich Vincents Blick hin und wieder auf seine Familie und da realisiert er allmählich, was in Paris eigentlich geschehen ist. Besonders das merkwürdige Verhalten seines Vaters als Polizisten sich nach ihm erkundigten und er so getan hatte, als könne er nicht sprechen, weil er wusste, dass sein Akzent ihm Probleme bereiten würde, wird Vincent die Gefahr in Paris klar. Ihm wird bewußt, dass er aus dem Verhalten seines Vaters gelernt hat: Es zählt nicht, wer du bist, sondern für wen man dich hält.

Gespannt habe ich Vadims Leben in den französischen Alpen verfolgt und wurde durch die leise und atmosphärische Erzählung, nicht enttäuscht.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine berührende Geschichte, Schnörkellos, direkt und sprachlich unglaublich gut zu erzählen. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht Vadims/Vincent in der Ich-Perspektive und lässt somit einen wunderbaren tiefen Blick auf das Innerste ihres Protagonisten zu. Das historische Geschehen des Krieges ist zwar gegenwärtig, bleibt aber im Hintergrund der Handlung, denn die Erzählung dreht sich um Vincent und die Berge.
Mich konnte dieser Roman, mit den leisen Tönen und Vadims Geschichte, von der ersten Zeile an, überzeugen.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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