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Veröffentlicht am 28.07.2024

Die ersten Siedler in Georgia

Savannah – Aufbruch in eine neue Welt
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Die Autorin Malou Wilke, erzählt in ihrem neuen Roman „Savannah – Aufbruch in eine neue Welt“ (Die Siedler-Saga, Band 1), die mitreißende Geschichte der jungen, selbstbewussten und willensstarken Nellie ...

Die Autorin Malou Wilke, erzählt in ihrem neuen Roman „Savannah – Aufbruch in eine neue Welt“ (Die Siedler-Saga, Band 1), die mitreißende Geschichte der jungen, selbstbewussten und willensstarken Nellie Bernstein, die 1733 nach Amerika auswandert und dort zu den ersten Siedlern in Georgia gehört, die unter vielen Entbehrungen und Gefahren Savannah aufbauen.

Inhalt:
Als die junge, unverheiratete Nellie Bernstein im Januar 1733 das sumpfig–wilde Marschland von South Carolina betritt, liegt eine lange entbehrungsreiche Schiffspassage hinter ihr. Ungewollt schwanger, wurde sie vom Vater verstoßen und sah für sich in Preußen keine Zukunft mehr. Wie viele andere war sie dem Aufruf des Visionärs James Oglethorpe gefolgt, der mit mutigen Auswanderern in Amerika eine Kolonie namens Georgia gründen will.

Doch das harte Leben in der Wildnis birgt ungeahnte Gefahren, und Nellie muss für ihr Zuhause in der neuen Welt tagtäglich kämpfen. Vor allem liegen ihr die verwaisten Siedlerkinder am Herzen – und Samuel, der englische Anwalt mit den blauen Augen, der ihr in schweren Stunden beisteht …

Meine Meinung:
Nach einer Vergewaltigung wird die junge Nellie schwanger und ihr Vater hat nichts Besseres zu tun als sie zu verstoßen. Ihre kleinen Geschwister sind traurig, denn von Nellie und dem ältesten Bruder Heinrich, wurden sie versorgt. Dem kleinen Hannes fällt es besonders schwer, seine Schwester gehen zu lassen.

Nellie lässt sich nicht unterkriegen und macht sich zu Fuß auf die gefährliche Reise von Preußen Richtung deutscher Küste zu ihrem Cousin Lawrenz und dessen Familie, die sie herzlich willkommen heißen. Wären da nicht die Dorfbewohner und deren Tratsch. Als Nellie von James Oglethorpe einem Visionär, der mit Auswanderern in den USA die Kolonie Georgia gründen und besiedeln will erfährt, steht für sie fest, sie wird alles tun um mitreisen zu können.

Auf der entbehrungsreichen Überfahrt, verliert sie ihr Kind und ihre Zweifel werden immer größer, ob die Auswanderung der richtige Weg ist. In Savannah angekommen erlebt Nellie viele Schicksalsschläge, viel Pionierarbeit aber auch eine Menge Freude und die Liebe. Nellies Herz schlägt für die vielen Waisenkinder, deren Eltern die Reise nach Savannah nicht überlebten oder vor Ort vom Fieber dahingerafft sind. Tatkräftig bringt sie sich in die Gemeinde ein und findet langsam ihren Weg.

Ein Ende, was mich sehr bewegt hat als Hannes plötzlich nach acht Jahren vor seiner Schwester Nellie steht und sagt: „Ich erkenne dich wieder. Du bist meine Nellie“.

Fazit:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft mit den vielen detaillierten Beschreibungen der Landschaft und den Schwierigkeiten vor Ort. Der erste Band der Siedler-Saga ist eine spannende Geschichte, die über die ersten Siedler unter James Oglethorpe und der neuen Kolonie Georgia, erzählt. Gespannt warte ich auf die Fortsetzung und darauf, wie sich Nellies Schicksal weiterentwickelt.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 25.07.2024

Gefährliche Goldgräberstimmung

Feuerjagd
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Während es in dem Roman „Der Sucher“, um den zugezogenen Ex-Cop Cal Hooper ging, erzählt die Autorin Tana French in ihrem zweiten Band „Feuerjagd“, von dem wortkargen und willensstarken Mädchen Trey, die ...

Während es in dem Roman „Der Sucher“, um den zugezogenen Ex-Cop Cal Hooper ging, erzählt die Autorin Tana French in ihrem zweiten Band „Feuerjagd“, von dem wortkargen und willensstarken Mädchen Trey, die auf Rache sinnt als ihr Vater Jonny nach vier Jahren unerwartet ins Dorf zurückkehrt.

Inhalt:
Zwei Männer kommen nach Ardnakelty. Einer kommt nach Hause. Einer kommt, um zu sterben. Und ein junges Mädchen steht zwischen allen Fronten.

Ein ungewöhnlich heißer Sommer hat Irland im Griff. Die Farmer sind nervös, die Ernten bedroht. Die 15-jährige Trey hat an das kleine Dorf schon ihren Bruder verloren. Etwas Sicherheit bietet der Außenseiterin nur der ehemalige Polizist Cal, der sie liebt wie eine Tochter. Da kommt nach Jahren der Abwesenheit unerwartet Treys Vater zurück. Mit offenen Armen empfängt ihn niemand, doch er bringt einen verheißungsvollen, gefährlichen Plan mit. Und einen Fremden. Cal versucht, Trey zu schützen, aber Trey will keinen Schutz. Sie will Rache.

Meine Meinung:
Der Autorin gelingt es meisterhaft eine sich langsam aufbauende Spannung mit großartiger Atmosphäre, zu schaffen.

Die mittlerweile 15jährige Trey ist alles andere als erfreut, als plötzlich ihr Vater Johnny nach langer Abwesenheit wieder in Ardnakelty mit einem reichen Engländer im Schlepptau, auftaucht. Jonny lässt die sonst so vernünftigen Dörfler glauben, dass es in der Umgebung des Dorfes eine Goldader gibt, in deren Abbau sie investieren können. Johnny versucht für seine Machenschaften auch seine Tochter Trey einzuspannen aber sie durchschaut sein Spiel und verfolgt ihre eigenen Ziele. Cal, der Trey liebt wie ein Vater, ahnt was Trey vorhat und versucht sie zu schützen.

Es ist ruhig in Ardnakelty, aber keineswegs friedlich und Schritt für Schritt entwickelt sich eine fesselnde Handlung, die geschickt durch die Dialoge der Charaktere stetig vorangetrieben wird. Die kantigen und kauzigen Charaktere der Einheimischen werden treffend dargestellt und obwohl sie alle sehr sympathisch wirken, scheint doch jeder mindestens ein kleines Geheimnis zu verbergen.

Die Hitze und das Gold scheinen plötzlich alle Dorfbewohner nervös zu machen und dann liegt ein Toter in den Bergen. Trey findet ihn und ein Ermittler aus Dublin entfaltet ein komplexes Konstrukt aus gefährlichen Fragen für alle Beteiligten.

Die Autorin sorgt noch für die ein oder andere Wendung und präsentiert ein völlig überraschendes Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte.

Der Buchtitel „Feuerjagd“ gewinnt erst am spannenden Ende an Bedeutung.

Fazit:
Die Autorin rollt die Entwicklung und Verbindung der Charaktere untereinander Stück für Stück fein säuberlich auf und offenbart ein interessantes Leseerlebnis. Der flüssige aber sehr ruhige Schreibstil ohne Schnörkel oder aufwendigen Satzgebilden, hat mir ausnehmend gut gefallen.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Die erschütternde Reise eines Kindes

Solito
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Der Autor Javier Zamora, erzählt in seinem ersten Prosawerk „Solito“ eine wahre Geschichte aus seiner eigenen Kindheit, wie er als neunjähriges Kind mit einem Schlepper aus Zentralamerika quer durch Mittelamerika ...

Der Autor Javier Zamora, erzählt in seinem ersten Prosawerk „Solito“ eine wahre Geschichte aus seiner eigenen Kindheit, wie er als neunjähriges Kind mit einem Schlepper aus Zentralamerika quer durch Mittelamerika aufbricht, um zu seinen schon geflüchteten Eltern nach Kalifornien zu kommen.

Inhalt:
Javier Zamora wächst in einer kleinen Stadt in El Salvador bei seinen Großeltern auf. Seine Eltern sind vor Jahren vor dem Bürgerkrieg geflohen und leben in den USA, er kann sich kaum an sie erinnern. Eines Tages beauftragen sie einen Schlepper damit, ihren Sohn zu ihnen zu bringen, quer durch Mittelamerika. Als Javier abgeholt wird, rechnet er damit, dass die Reise zwei Wochen dauert. Er freut sich darauf, seine Eltern wiederzusehen – und kann sich nicht vorstellen, was auf ihn zukommt. Er reist allein, inmitten einer kleinen Gruppe fremder Erwachsener, die für ihn auf dem monate-langen Trip zu einer Art Familie wird. Er erlebt lebensgefährliche Fahrten mit Booten, wandert in erbarmungsloser Hitze durch lebensfeindliche Wüsten, lernt, sich als ein anderer auszugeben, wird festgenommen und eingesperrt, steht vor schussbereiten Gewehren, erlebt Einsamkeit, Täuschungen, Gefahren – und, immer wieder, an unerwarteten Stellen auch Freundlichkeit, Hilfe, Liebe.

Javier Zamora hat nach seiner Ankunft in den USA kaum je über seine Erlebnisse gesprochen. Bei der Veröffentlichung wurde das Buch von der Kritik gefeiert – und sofort zum Bestseller.

Meine Meinung:
Dem Autor gelingt es nur bedingt, seine wahre Geschichte durch die vielen spanischen Begriffe und Wendungen, authentisch zu erzählen. Im Anhang gibt es zwar ein ausführliches Glossar mit der spanischen Übersetzung unterteilt zu den jeweiligen Kapiteln, was hilfreich ist aber den Lesefluss, mehr als beeinträchtigt.

Die Geschichte wird aus der Perspektive und der Erinnerung des neunjähriges Javiers erzählt und beschreibt seine gefährliche Reise quer durch Guatemala und Mexiko in die USA, die sieben Wochen die reinste Höhle gewesen sein muss.

Javiers Eltern beauftragen einen Schlepper damit, ihren Sohn zu ihnen zu bringen, der kleine Junge freut sich auf die Reise doch sie wird ihn ein Leben lang prägen. Er wird mit Angst und Verlust, Hunger und Kälte konfrontiert. Diese einschneidenden Erlebnisse müssen doch auf einer Seite, so eine kleine Seele traumatisieren und auf der anderen zeigt Javier tapfer wiederum viel Mut und Ausdauer.

Am Ziel angekommen, heißt es, sich von liebgewonnen Menschen zu verabschieden und die eigenen Eltern erst mal kennen zu lernen.

Fazit:
Aus meiner Sicht gelingt es dem Autor, mit leisem Wehmut über seine traumatischen Erlebnisse aus seiner Kindheit, zu erzählen. Wird er dieses dunkle Kapitel aus seiner Kindheit je überwinden? Ich wünsche es ihm.
Von mir 3 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Ergreifende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust

In den Farben des Dunkels
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Der Autor Chris Whitaker, erzählt in seinem neuen Roman „In den Farben des Dunkels“ eine ergreifende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust, die den großen Bogen über mehrere Jahrzehnte und quer ...

Der Autor Chris Whitaker, erzählt in seinem neuen Roman „In den Farben des Dunkels“ eine ergreifende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust, die den großen Bogen über mehrere Jahrzehnte und quer durch die Vereinigten Staaten spannt und mit einem dicht gewobenen Ende aufwartet.

Inhalt:
Es ist gleißend heller Hochsommer, als der dreizehnjährige Patch entführt wird. Für seine beste Freundin Saint bricht an diesem Tag die Welt zusammen. Sie isst, schläft und atmet nur noch, um ihn zu finden und nach Hause zu holen.

Patch verbringt unendliche Stunden allein in einem stockdunklen Raum. Bis er eine Hand in seiner fühlt. Das Mädchen sagt, es heiße Grace, und es holt Patch aus dem Dunkel, indem es die Welt mit seinen Worten malt.

Patch wird schließlich befreit, doch nicht erlöst. Denn niemand glaubt ihm, dass es Grace wirklich gab. Er will sie um jeden Preis finden und das Verbrechen sühnen, das ihn nicht loslässt. Auch Saint sucht den Täter und die Wahrheit, aber mit ganz anderen Mitteln als Patch. Selbst wenn das bedeutet, dass sie ihn für immer verlieren könnte.

Die Geschichte von Saint und Patch ist eine grandiose Odyssee, die den großen Bogen über mehrere Jahrzehnte und quer durch die Vereinigten Staaten spannt. Ein unvergesslich intensiver Roman über die Unausweichlichkeit des Schicksals und die Bedingungslosigkeit der Liebe.

Meine Meinung:
Der dreizehnjährige Patch stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wurde nur mit einem Auge geboren, weshalb er eine Augenklappe trägt. Seine beste Freundin, ist die Bienenzüchterin mit der Latzhose und der dicken Brille, die bei ihrer Großmutter lebt. Beide sind Außenseiter in der amerikanischen Kleinstadt Monta Clare (Missouri) aber beste Freunde, die durch dick und dünn gehen.

Patch wird unfreiwillig Zeuge als seine Mitschülerin Misty von einem maskierten Mann im Wald überwältigt wird und klar sieht er nicht zu, er greift ein, damit sie fliehen kann. Der Täter entführt stattdessen Patch an einen dunklen Ort. Erst als er das Mädchen namens Grace bemerkt, dass sich ebenfalls in dem dunklen Raum befindet, gewinnt er einen Teil seiner Zuversicht zurück. Grace kümmert sich um Patch, indem sie ihm Geschichten erzählt und all die Orte bildhaft beschreibt, an denen sie gewesen ist. Patch fühlt und erkennt in der Dunkelheit Grace bildhafte Beschreibungen. Patch verliebt sich in Grace.

Nachdem sich die Spuren nach Patchs verschwinden im Sand verlaufen, gibt die Polizei ihre Suche auf, nur Saint nicht. Sie ist überzeugt, dass ihr Freund noch lebt und will ihn zurück haben. Mit einem unglaublichen Gespür gelingt es ihr, ihren besten Freund zu finden und zu befreien, doch Patch hat sich verändert. Die Dunkelheit während seiner Gefangenschaft, wird er nicht los und er macht sich große Sorgen um Grace.

Von Grace gibt es weder eine Spur noch etwas was ihre Existenz begründen würde und jeder glaubt an eine Fantasie von Patch, doch für ihn wiegt der Verlust so schwer, dass seine Suche nach Grace zu seinem Lebensziel wird, während Saint alles versucht, ihren besten Freund von damals zurückzugewinnen.

Die beiden Außenseiter verbindet die lebenslange Sehnsucht nach einer unerreichbaren Liebe und führt beide durch ganz Amerika bei der unerbittlichen Suche nach Grace, dem Täter und der Wahrheit.

Erst zum Schluss werden die Zusammenhänge durch viele überraschende Wendungen und das ganze Ausmaß der tragischen Wahrheit, offensichtlich.

Fazit:
Der Autor rollt die Emotionale Entwicklung und Verbindung der Figuren untereinander Stück für Stück auf und offenbart ein intensives Leseerlebnis, dass mich total überrascht hat. Der Autor baut mit seinem Schreibstil eine fesselnde Spannung auf, die intensiv aufwühlt und mich tief berührt hat. In die Geschichte konnte ich wie ein Sog tief eintauchen und das Buch bis zum Ende kaum aus der Hand legen.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Drei Frauen, drei Schicksale

Unter dem Moor
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Die Autorin Tanja Weber, erzählt in ihrem neuen Roman „Unter dem Moor“ eine Geschichte über drei Frauen und deren durch Jahrzehnte getrennte Schicksale am Stettiner Haff.
EINE STIRBT, EINE RÄCHT SICH, ...

Die Autorin Tanja Weber, erzählt in ihrem neuen Roman „Unter dem Moor“ eine Geschichte über drei Frauen und deren durch Jahrzehnte getrennte Schicksale am Stettiner Haff.
EINE STIRBT, EINE RÄCHT SICH, EINE KANN SICH RETTEN.

Inhalt:
1936 wird die 14-jährige Gine zum Landjahr ans Stettiner Haff geschickt, wo endlose Weite Hoffnung verspricht und salzige Böden die Geheimnisse der Menschen hüten. Als sich dort ein Mann an Gine vergeht, schwört das Mädchen Rache und ahnt nicht, wie sehr es damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird. Jahrzehnte später zieht sich die überarbeitete Berliner Ärztin Nina in die endlosen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns zurück und macht einen erschreckenden Fund. Im geteilten Deutschland träumt die zwanzigjährige Sigrun vom Ausbruch aus den eng gesteckten Grenzen des DDR-Systems. Ihre Geschichte sickert mit dem Wasser des Haffs in den torfigen Boden, bis sie von Nina aufgespürt wird.

Meine Meinung:
Die Autorin baut ihre Geschichte mit vielen Andeutungen und Geheimnissen auf drei Zeitebenen auf und lässt erst zum Ende des Romans, Raum um hinter die Zusammenhänge der drei Frauen, zu blicken.

1936: Die 14jährige Regine, Gine genannt, wird gegen ihren und den Willen ihrer Eltern für acht Monate zum Landjahr ans Stettiner Haff geschickt. Hier muss sie unter beschwerlichen Bedingungen hart unter der strengen Kontrolle der Aufsehenrinnen auf dem Gut der von Wetzlaffs arbeiten. Als sich ein Mann auf dem Gutshof an Gine vergeht, wird sie unerwartet nach Hause geschickt, doch sie schwört Rache …

1979: Die 20jährige Sigrun ist mit Achim verheiratet und ihre Welt mit Sohn Marco, könnte nicht glücklicher sein, wenn da nicht die eng gesteckten Grenzen des DDR-Systems wären. Sigrun vermisst den Trubel der Großstadt und ihre beste Freundin Christa, die sie hin und wieder in Berlin besucht und gerät dabei ins Visier der Staatssicherheit. Sigruns Hoffnungen scheinen auf den ersten Blick so wenig anspruchsvoll und trotzdem so tragisch.

Heute: Die überarbeitete junge Berliner Ärztin Nina fühlt sich ausgebrannt und nimmt eine Auszeit von ihrer Arbeit. Gemeinsam mit ihrem Hund Ayla fährt sie nach Mecklenburg-Vorpommern, um abzuschalten und wieder zu sich selbst zu finden.
Bei einem Spaziergang im Wald macht Nina eine folgenschwere Entdeckung, die weit in die Vergangenheit reicht.

Geschickt wechselt die Autorin zwischen den Zeitebenen hin und her und zeichnet gekonnt drei Schicksale auf - EINE STIRBT, EINE RÄCHT SICH, EINE KANN SICH RETTEN -.

Fazit:
Der Autorin ist es wunderbar gelungen mit ihrem flüssigen Schreibstil, ihre Geschichte mit leisen Tönen, packend und nachvollziehbar zu erzählen. Mich konnten diese drei Schicksale, bis zum Ende, überzeugen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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