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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2023

Nachhaltige Küchenorganisation

Deine Küche kann nachhaltig!
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Das Buch ist kein klassisches Kochbuch, es gibt zwar etwas über 50 vegetarische Rezepte, der Schwerpunkt liegt aber meines Erachtens auf dem Thema Zero-Waste und Nachhaltigkeit.
Es geht viel um Organisation ...

Das Buch ist kein klassisches Kochbuch, es gibt zwar etwas über 50 vegetarische Rezepte, der Schwerpunkt liegt aber meines Erachtens auf dem Thema Zero-Waste und Nachhaltigkeit.
Es geht viel um Organisation in der Küche und im Haushalt und Anregungen, wie man Lebensmittelverschwendung reduzieren kann.

Dazu zum Beispiel eine Auflistung, wofür man Produkte noch verwenden kann, wenn man z. B. Nüsse, Kekse oder Schokolade übrighat, die man nicht mehr so essen mag (das Weihnachtsmann-Problem..).
Es gibt Tipps zum Vorräte ordnen, kleine Mini-Challenges (sowas mag ich ja sehr)und Küchenroutinen.

Abgerundet wird das mit schönen Rezepten, die vegetarisch und/oder vegan sind, die Autorin aber sympathischerweise diese Ernährungsform zwar klar favorisiert, aber auch die Sonntagsbratenfraktion völlig o.k. findet.
Das fand ich sehr schön, im Buch geht es nicht um einen Exklusivzirkel, es gibt auch Tipps, wie man seine tierischen Produkte reduzieren kann, ohne dass ein völliger Verzicht gefordert wird.

Insgesamt weiß man als alter Küchenhase natürlich Vieles aus dem Buch schon, trotzdem ist es angenehm, es so schön aufbereitet und kompakt serviert zu bekommen.
Und einiges Neues habe ich trotzdem herausziehen können bzw. das Bewusstsein wieder mal fokusiert.
Insgesamt hatte ich aber etwas mehr mit einem Kochbuch und weniger mit einem Ratgeber gerechnet - das verspricht ja der Titel, deswegen hat es nicht ganz für fünf Sterne gereicht.

Für Neueinsteiger in einen eigenen Haushalt ist das aber ein prima Ratgeber, damit sich gar nicht erst blöde Routinen einschleichen.
Das ideale Einzugsgeschenk für die erste eigene Wohnung beispielsweise.
Garniert mit wirklich schönen Rezepten.

Veröffentlicht am 21.10.2023

Ein Leseerlebnis zwischen Begeisterung und Ernüchterung

Vom Ende der Nacht
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Das Buchcover finde ich ja wunderschön und auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.

Das Buch hingegegen...da bin ich hin- und hergerissen.

Die Handlung an sich ein Klassiker.
Zurückhaltendes ...

Das Buchcover finde ich ja wunderschön und auch der Klappentext hat mich sofort angesprochen.

Das Buch hingegegen...da bin ich hin- und hergerissen.

Die Handlung an sich ein Klassiker.
Zurückhaltendes Mädchen aus gutem Haus, das sich an alle Regeln hält, verliebt sich in den coolen, angesagten Frauenschwarm und Bad Boy der Schule.
Soweit, so vorhersehbar.

Die Umsetzung fand ich dann aber gut gemacht, weil ich mich sowohl in Rosie als auch in Will hineinversetzen konnte, trotz ihrer Gegensätzlichkeit.
Ihre Entwicklung im Laufe der Jahre - vom Schul-Teenie zu Erwachsenen - fand ich stimmig und manchmal hat mich das Buch richtig gepackt und berührt.
Gerade Will entwickelte sich für mich immer mehr zum Sympathieträger.

Über längere Stellen fand ich es aber ereignislos und redundant und musste mich zwingen, die Seiten nicht nur zu überfliegen. Da hat für mich das berühmte Etwas gefehlt, der Funken konnte nicht zu hundert Prozent überfliegen.

Mein Fazit: lesenswert, aber nicht überragend.

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Veröffentlicht am 20.10.2023

Ein Buch für die ganze Familie

Kocht mit Checker Tobi - Meine Lieblingsgerichte, Mitmach-Checks und Checker-Fragen rund ums Essen
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"Checker Tobi hat jetzt ein Kochbuch - wie super" dachte ich mir, als ich das Buch sah.
Das stimmt so aber nicht, denn wie auch schon der Untertitel andeutet, geht es hier um mehr als nur um eine Rezeptsammlung.

Tobi ...

"Checker Tobi hat jetzt ein Kochbuch - wie super" dachte ich mir, als ich das Buch sah.
Das stimmt so aber nicht, denn wie auch schon der Untertitel andeutet, geht es hier um mehr als nur um eine Rezeptsammlung.

Tobi erklärt ganz viel um das Thema Essen.
Ob Lebensmittelallergie, fleischlos glücklich, woher stammt der Döner oder was ist koscheres Essen.
Aber auch Basiswissen für die Küche, etwa wie man einen Kühlschrank richtig befüllt.
Natürlich darf auch der Klassiker nicht fehlen: Warum müssen wir furzen?

Dazwischen gibt es ganz viele Rezepte zum Nachkochen. Tobis Lieblingsessen aus seinem Familienkochbuch, aber auch eine Reise um die Welt mit etwas ausgefalleren Rezepten. Aus Georgien Imeruli Kchapuri, aus Äthopien Injera, aus Japan Pho-Gemüse mit Nitamago-Ei und noch viel, viel mehr.
Wer nicht ganz so mutig ist, probiert die Römertopflasagne, den Kartoffel-Nudel-Auflauf oder die Kartoffelsuppe mit Käsefüßen.
Meine Lieblingsrezepte sind Sommerrollen mit Erdnuss-Soße und in der Variante hier mit Tempeh kannte ich sie auch noch nicht sowie Zucchini-Bratling mit Feldsalat und Kartoffeldressing und die gefleckten Kuh-Waffeln.

Für Vegetarier sind die Fleisch-Rezepte zwar nichts, es gibt aber auch viele vegetarische Rezepte und den Hinweis auf Ersatzprodukte (z. B. Hähnchen oder Hähnchenersatz), so dass auch das Veggie-Kind fündig wurde.

Es ist kein klassisches Kinderkochbuch, die Rezepte sind zwar leicht verständlich, aber nicht auf Kinderkochbuchniveau heruntergebrochen. Hier soll man zusammenkochen.
Ein schönes Buchkonzept - auch bei den Wissensblöcken (die wie immer bei Checker Tobi spannend und leicht verständlich sind) habe ich als Erwachsene noch das ein oder andere mitnehmen können.

Gefällt mir ausgesprochen gut, das gemeinsame Kochen und Lernen mit Checker Tobi!

Veröffentlicht am 16.10.2023

Herrlich - endlich wieder in der verrückten Redaktion

Love Will Tear Us Apart
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Wie habe ich mich gefreut, dass endlich Teil drei in deutscher Übersetzung erscheint.
Ich nehme es gleich vorweg: dieser Band ist für mich zur Höchstform aufgelaufen und die weitere gute Nachricht: entgegen ...

Wie habe ich mich gefreut, dass endlich Teil drei in deutscher Übersetzung erscheint.
Ich nehme es gleich vorweg: dieser Band ist für mich zur Höchstform aufgelaufen und die weitere gute Nachricht: entgegen der ursprünglichen Absicht wird es wohl nicht bei einer Trilogie bleiben.

Vincent Banecroft ist natürlich als Kopf der STRANGER TIMES wieder mit an Bord, doch diesmal verhält er sich ungewohnt. O.K., hier kann man natürlich einwenden, dass er sich immer ungewohnt verhält, aber lest selbst, hier zeigt er eine neue Seite. Er ist ja nie über den (vermeintlichen?) Tod seiner Frau hinweggekommen und lässt nichts unversucht, sie zurückzubekommen.
Wobei ich sagen muss, dass ich das alte Scheusal Banecroft regelrecht vermisst habe!

Genauso wie Hannah, die sich leider in Richtung Selbstfindungs-Retreat verabschiedet hat und die ich schmerzlich vermisst habe.
Dafür bekommen andere Figuren diesmal mehr Raum, das hatte auch etwas.

Also etwas andere Vorzeichen in Band drei - aber keine Bange, es wird wieder turbulent, schön schräg, spannend, verrückt und einfach die allerbeste Unterhaltung.
Es gibt ein Wiederlesen mit alten Bekannten, gewohnt viele Handlungsstränge, die manchmal auch etwas verwirren und viele Seiten Humor, der genau der meine ist.

Band 2 fand ich im Vergleich zu Band eins ja nicht ganz so 100%-ig genial, Band drei spielt aber wieder in der höchsten Liga mit.
Und ich rate dringend davon ab, hier quer einzusteigen. Ohne die Entwicklung der Vorgängerbände wäre das ein komplett anderes Leseerlebnis.

Sehr gut gefallen hat mir hier auch, dass viele Stränge aufgelöst wurden und nicht nur Cliffhanger auf Band vier verweisen. Aber alles ist natürlich nicht in Butter, so dass ich es gar nicht erwarten kann, in die Zeitungsredaktion zurückzukehren.

Fazit: Highlight-Buch mit Kichergarantie. Völlig abgefahren und völlig verfahren.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Hundert Klassiker

Hundert Klassiker
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Das Buch kommt leider ein paar Jahr(zehnte) zu spät für mich - wie hätte ich mich gefreut, wenn ich es damals anlässlich meiner ersten eigenen Wohnung bekommen hätte.

Hier sind (fast) alle Klassiker der ...

Das Buch kommt leider ein paar Jahr(zehnte) zu spät für mich - wie hätte ich mich gefreut, wenn ich es damals anlässlich meiner ersten eigenen Wohnung bekommen hätte.

Hier sind (fast) alle Klassiker der bodenständigen Küche versammelt, die ich so mag und teilweise auch schon ewig nicht mehr gegessen habe.
Von Eiern in Senfsoße zu dem typischen Nudelsalat mit Fleischwurst drin über Matjes, Krustenbraten und Rinderrouladen.

Ganz großes Kino auch der Nachtisch und Kuchenteil, hier fehlt mir wirklich gar nichts:
Zwetschgenkuchen mit Streuseln und natürlich aus Hefeteig, Käsekuchen, Süßer Hefezopf, alles die Stars meiner Kindheit. Aber auch Birnen-Crumble, Mousse au Chocolat und Butterkuchen (wie von Mama!) sowie Zitronenkuchen und noch viel mehr.

O.k., ein Rezept für Rührei hätte es vielleicht nicht gebraucht, aber andererseits ist das nun mal auch ein echter Klassiker und für absolute Kochanfänger ist es vielleicht doch hilfreich?

Hilfreich für Anfänger auf jeden Fall die Basics, wie etwa, ab wann ein Ei alt und nicht mehr verwendbar ist.
Aber auch die Zubereitungsexpertise finde ich nützlich. Unter jedem Rezept gibt es einen "Wichtig"-Kasten mit eben wichtigen Punkten, die man beachten sollte.

Die Rezepte an sich sind leicht verständlich, übersichtlich gegliedert und mit den Symbolen für Anzahl der Personen, Zubereitungszeit und Veggiesymbol (oder eben nicht) gekennzeichnet.
Ich habe sofort Lust auf das Nachkochen von zig Rezepten bekommen - ich glaube, so viele Post-It´s hat noch kein Kochbuch bislang.

Die Essensfotos sind reduziert auf das Wesentliche, so mag ich das.
Eine Ausnahme gibt es, das Foto zum Matjesrezept. Müsst Ihr Euch ansehen, so lustig!

Die Rezepte an sich sind jetzt nichts Neues, Klassiker eben und erfahrene Köche und Köchinnen werden vielleicht enttäuscht sein.
Ich habe zwar auch schon viele Jahre Kocherfahrung auf dem Buckel, bin aber dennoch sehr angetan, weil es so eine schöne komprimierte Sammlung meiner liebsten Kindheitsrezepte ist und ich manche Hinweise tatsächlich auch noch nicht kannte.

Es ist ideal für Kochanfänger, aber kein klassisches Koch-Lernbuch. Man lernt nicht das grundlegende, systematische Kochen wie in den Standardwerken.
Aber ich finde, so macht es viel mehr Spaß - ein zusätzliches Standardwerk schadet aber sicherlich nicht.

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