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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

Konfetti geht immer

Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär’s!)
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Piff Paff Konfetti - oder grüne Gruselgrütze?

Leni kommt auf die weiterführende Schule, auf der auch ihre Schwester ist. Juchuu - endlich wird sie den Blödmann Maxim aus ihrer alten Klasse los und kann ...

Piff Paff Konfetti - oder grüne Gruselgrütze?

Leni kommt auf die weiterführende Schule, auf der auch ihre Schwester ist. Juchuu - endlich wird sie den Blödmann Maxim aus ihrer alten Klasse los und kann ganz neu durchstarten.

Und wen trifft sie gleich an Tag 1 an der neuen Schule? Bingo!
Dazu ist auch noch ihr Hamster Flummi spurlos verschwunden, ihre Eltern zwingen sie zum Zimmeraufräumen und ... ganz fürchterlich - sie soll sich zum Deppen machen und mit Blüschen und rosa Hose in die Schule gehen.

Tja, von wegen Konfetti und Feenstaub - und als ob das alles nicht genug wäre,....halt - mehr wird nicht verraten!

Nur so viel: das Cover ist wunder-wunderschön, aber insgeheim hatte ich die Befürchtung, dass es "wieder so ein Einhorn- und Feenbuch" ist. Aber vertraut dem Klammerzusatz ("schön wär´s"), dem ist ganz und gar nicht so, es ist ein witzige, lustige, einfühlsame Geschichte, in die man richtig eintauchen kann. Ganz ohne Einhorn, versprochen!

Das Buch berichtet aus der Sicht von Leni und damit aus der Sicht einer Zehnjährigen. Das ist so wunderbar getroffen - beispielsweise die erste Liebe der großen Schwester ("IIIIIIIIIieh") und dabei unfassbar witzig.
Unsere Tochter kam ständig mit dem Buch in der Hand aus dem Kinderzimmer und musste uns ganz schnell etwas vorlesen, weil sie wieder eine Stelle so toll fand.
Das Buch ist im Tagebuchstil und im "gemäßigten Comic-Buch-Stil", d.h. mit kleinen Kritzeleien (das ist nicht despektierlich gemeint, "in echt" heißen diese Vignetten habe ich nun gelernt) und unterschiedlicher Schrift untermalt. Aber trotzdem ein "echtes" Buch, also schon mit richtig viel Text.

Leni hat viele Wortneuschöpfungen parat, Schwurbelschwurbelrhabarbersuppe ist unser absolutes Lieblingswort, aber auch Doofi-End finden wir großartig.
Keine Bange: es gibt kein Doofi-End, so viel kann ich schon mal verraten.

Von uns gibt es fünf begeisterte Rezi-Sterne und eine prall gefüllte Konfettikanone samt einer Extraportion Feenstaub für dieses tolle Kinderbuch!

Veröffentlicht am 10.03.2019

Alltagsnah und umsetzbar

No time to eat
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Gesund und schlank to go - das verspricht die Buchrückseite und das klingt doch schon mal super.

Ernährungsbücher gibt es inzwischen wie Sand am Meer, die wenigsten haben mich aber bislang angesprochen. ...

Gesund und schlank to go - das verspricht die Buchrückseite und das klingt doch schon mal super.

Ernährungsbücher gibt es inzwischen wie Sand am Meer, die wenigsten haben mich aber bislang angesprochen.
Dieses hier schon.

Für mich ganz wichtig: ich mag den Schreibstil von Sarah Tschernigow. Sie schafft es, das Thema humorvoll aufzubereiten "...du weißt, dass Essen am Buffet im All-inclusive-Hotel keine Wettbewerb ist" -> ertappt!

Noch wichtiger: ihr Konzept ist praktisch und im Alltag umsetzbar und setzt nicht auf totalen Verzicht, aufwändiges Einkaufen und Kochen mit Zutaten, die man nur in Spezialgeschäften bekommt. Für Kochmuffel & wenig Zeit Habende bzw. immer-Unterwegs-Menschen macht es bewusst, dass das alles kein Hindernis für gesunde Ernährung ist und man immer eine Wahl hat.
Der zehn Punkte Plan umfasst (beispielsweise) sowohl den smarten Einkauf als auch Tipps für Mitnahme-Essen vom Bahnhof oder Flughafen, ebenso für Kantine und Restaurant.

Auch wenn das Buch jetzt keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse bringt, so ist es doch leicht, locker und ohne schlechte Laune zu verbreiten auf den Punkt gebracht und motiviert mich tatsächlich, mein Essverhalten zu überdenken.

Veröffentlicht am 08.03.2019

War nicht so mein Fall

Ran an das Fett
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Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.
Ich war sehr neugierig, welch neue Erkenntnisse ich aus der Lektüre ziehen kann, meine Erwartungen wurden jedoch nur teilweise erfüllt.

Das Buch gliedert ...

Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.
Ich war sehr neugierig, welch neue Erkenntnisse ich aus der Lektüre ziehen kann, meine Erwartungen wurden jedoch nur teilweise erfüllt.

Das Buch gliedert sich in neben Einführung, Epilog usw. in vier Hauptteile.
In Teil 1 geht es um Wahrheiten über das Fett mit einem großen Schwerpunkt auf Cholesterin. Ich fand den Einstieg nicht kurzweilig - ich hatte mir eine leichter lesbare Aufbereitung gewünscht, ich fand es eher langatmig.
Im zweiten Teil geht es um die Wunderwirkung von Fett - und wie quasi so gut wie alle Krankheiten damit geheilt werden können.
Hm - hier werden Kohlenhydrate nun verteufelt und eine fettreiche (ja, schon vorausgesetzt, ich esse die richtigen Fette) Ernährung als das Maß aller Dinge beschrieben, das war mir etwas zu glorifizierend.
Im dritten Abschnitt wurden dann die verschiedenen Lebensmittel vorgestellt, bis es dann im letzten Teil konkret wurde und der Praxis-Teil startete.
Dieser kam mir viel zu kurz, insgesamt war mir das Thema zu wenig ansprechend aufbereitet und zu medizinisch (ja, ich weiß, es ist ein medizinisches Thema), auch optisch fehlte mir eine Auflockerung durch Illustrationen. Die wenigen Skizzen haben mich nicht angesprochen.

Es war durchaus ein interessanter Einblick in das Thema, richtig warm bin ich damit allerdings nicht geworden.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Warmherzige Geschichte und so wunderschön illustriert

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte
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"Ein Freund lässt den Freund niemals im Stich"

Ein fürchterliches Feuer brennt einen großen Teil des Waldes ab und ein kleiner Fuchs verliert dabei seine Familie.
Zum Glück hat Mama Reh ein Herz und ...

"Ein Freund lässt den Freund niemals im Stich"

Ein fürchterliches Feuer brennt einen großen Teil des Waldes ab und ein kleiner Fuchs verliert dabei seine Familie.
Zum Glück hat Mama Reh ein Herz und nimmt ihn bei sich auf. Aber ist das nicht gefährlich?
Denn wie Uhu so schön sagt: Ein Fuchs bleibt ein Fuchs!
Aber der vermeintlich so schlaue Uhu weiß eben nicht alles und kennt die große Kraft der Freundschaft nicht...

Ich dachte zuerst, bei diesem Buch würde es sich um ein klassisches Bilderbuch handeln, aber es steht schon auf der Rückseite, dass es vielmehr ein wunderbares Familienbuch zum Kuscheln und Vorlesen ist. Genau so ist es! Es ist mit 192 Seiten und 40 Kapiteln schon relativ dick (welch Glück!), die Kapitel sind perfekt zum abendlichen Vorlesen geeignet, das sie nur zwischen zwei und sechst Seiten lang sind. Da gehen meist auch zwei bis drei Kapitel (-;
Für Erstleser ist es noch zu viel Text und die Schriftgröße ist zu klein, für etwas fortgeschrittene Leser dann aber wieder gut geeignet (bei uns hat es die Drittklässlerin problemlos selbständig gelesen).

Erzählt wird die Geschichte aus Tiersicht und das ist sehr drollig. Denn für uns Menschen alltägliche Dinge sind für Tiere große Wunder, so haben wir ab und an auch etwas gerätselt, wovon die Tiere denn nun sprechen, bis wir dann kichernd ein Aha-Erlebnis hatten.

Die Botschaft des Buches ist wunderschön, "jeder darf sein, wer er ist! Aber auch wenn wir alle ganz verschieden sind, können wir doch trotzdem allerbeste Freunde sein."
Eine warmherzige Geschichte für Groß und Klein, mit traurigen und lustigen Momenten, die wir sehr gerne gelesen haben.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wunderschönen Illustrationen, die sehr, sehr niedlich sind. Oft füllen sie auch eine Doppelseite und die Schrift ist dann in das Bild integriert, klasse!
Das Buch ist stabil und hochwertig, wir sind auch vom Erscheinungsbild voll des Lobes.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Spannend, humorvoll und interessant

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Gleich vorneweg: für alle Fans von Sherlock Holmes und entsprechenden oldschool-Krimis ist das Buch ein großer Lesespass.

Worum geht es? Die Story hat zwei Zeitebenen, in Rückblenden begleiten wir den ...

Gleich vorneweg: für alle Fans von Sherlock Holmes und entsprechenden oldschool-Krimis ist das Buch ein großer Lesespass.

Worum geht es? Die Story hat zwei Zeitebenen, in Rückblenden begleiten wir den berühmten Arthur Conan Doyle. Er hat die Nase gestrichen voll von seiner berühmten Romanfigur. Allerdings nicht von Kriminalfällen, anstatt diese zu schreiben, macht er sich selbst an Ermittlungen und sucht einen Mörder.

Im hier und heute gibt es ebenfalls einen Mordfall und einen jungen Sherlock-Holmes-Fan, der sich diesbezüglich an die Ermittlungen macht.

Die beiden Ebenen sind miteinander verknüpft und die abwechselnden Perspektiven sind abwechslungsreich und beide auf ihre Art spannend, wobei mir der historische Teil besonders gut gefallen hat.

Sprache und der dezente Humor – insbesondere im Rückblick – fand ich ganz wunderbar. Wie etwa bei „Runny“, der so genannt wird, weil seine Nase ständig läuft oder die Frage Arthurs, ob Sally „möglicherweise zarte Bande zu einem Gentleman geknüpft hat“.

Richtig erhellend fand ich die vielen Querverweise, beispielsweise zu Agatha Christie und weiteren berühmten Zeitgenossen, ich wusste gar nicht, dass sich damals (gefühlt) alle Schriftsteller Englands kannten.
Auch die Verbindung mit Zeitgeschichte, insbesondere der Frauenwahlrechts-Bewegung war interessant und Neuland für mich.
Überhaupt ist die Verbindung von fiktiver Story mit historischen Tatsachen sehr gelungen, am Ende löst der Autor das auch noch in seinen Nachbemerkungen auf. Er verrät dem Lesenden, was in der Story der Wahrheit entspricht – sehr viel mehr als ich angenommen hatte, unbedingt auch noch das Nachwort lesen!

Mein Fazit: ein sehr unterhaltsames Buch mit vielen interessanten Informationen über Arthur Conan Doyle und die Zeitgeschichte. Nicht nur für große Sherlock-Holmes-Fans lesenswert, sondern für alle, die Krimis ohne große Gewaltszenen mit viel „Drumherum-Infos“ mögen.
Ich bin begeistert und empfehle es sehr gerne weiter.
Fünf von fünf Deerstalker Mützen-Sternen!

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