Über das Buch Crazy Rich: Die geheime Welt der Superreichen habe ich im Rahmen eines Interview-Podcasts mit der Autorin Julia Friedrichs erfahren, und da ich das Thema spannend fand, habe ich es gelesen.
Was ...
Über das Buch Crazy Rich: Die geheime Welt der Superreichen habe ich im Rahmen eines Interview-Podcasts mit der Autorin Julia Friedrichs erfahren, und da ich das Thema spannend fand, habe ich es gelesen.
Was passiert, wenn man Superreiche fragt, wie sie ihr Milliardenvermögen gemacht haben? Genau das tut Friedrichs und gibt uns spannende Einblicke in ihre Welt. Friedrichs reist zu Luxusjachten, Family-Offices und Steueroasen und spricht mit den reichsten Menschen Deutschlands. Sie stellt wichtige Fragen: Was ist reich, ab wann spricht man von superreich? Wie verändert so viel Reichtum die Gesellschaft? Ist es gerecht, dass wenige Menschen so viel besitzen? Viel Zeit hat sie mit „Sebastian“ verbracht, einem Superreichen aus einer Unternehmensdynastie, der den Reichtum seiner Familie kritisch hinterfragt.
Mir hat gut gefallen, wie differenziert Friedrichs das Thema behandelt. Sie zeigt uns nicht nur die moralischen Fragen, sondern auch, wie der Alltag der Superreichen aussieht und wie sie mit Themen wie Steuern, Umweltschäden und Wohltätigkeit umgehen. Das Buch ist mehr als eine Sammlung von Zahlen und Fakten. Es gibt uns Einblicke in die Denkweise der Reichen und zeigt, dass es sehr unterschiedliche Ansichten gibt – von denen, die Verantwortung übernehmen, bis zu denen, die in einer Blase leben und die Realität nicht sehen (wollen).
Friedrichs stellt viele Fragen, die zum Nachdenken anregen. Sollte so viel Reichtum in den Händen von so wenigen liegen? Wie viel Verantwortung haben die Superreichen? Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, aber das Buch hilft, sie klarer zu sehen und darüber zu sprechen.
„Crazy Rich“ ist interessant, leicht zu lesen und gibt Denkanstöße. Nach der Lektüre fühle ich mich besser informiert und nehme die gewonnenen Informationen dankbar mit in die Zukunft.
Ich habe einen bereits älteren Hunter-und-Garcia-Psychothriller von Chris Carter gelesen: Totenkünstler, der 4. Band der Reihe um die beiden Ermittler beim LAPD.
Wieder einmal stehen die beiden Ermittler ...
Ich habe einen bereits älteren Hunter-und-Garcia-Psychothriller von Chris Carter gelesen: Totenkünstler, der 4. Band der Reihe um die beiden Ermittler beim LAPD.
Wieder einmal stehen die beiden Ermittler vor einem besonders grausamen und verstörenden Verbrechen. Ein Täter hat es sich zur Praxis gemacht, aus den Körperteilen seiner Opfer makabre Skulpturen zu schaffen. Da sich unter den Opfern auch ein ehemaliger Staatsanwalt und ein Polizist befinden, erhöht dies die Brisanz und sorgt für zusätzliche Spannungen in den Behörden von Los Angeles.
Chris Carter hat es erneut geschafft, die Spannung auf einem hohen Level zu halten. Der Fall ist düster, intensiv und von einer erschreckenden Brutalität geprägt, die in ihrer Deutlichkeit unter die Haut geht. Die schaurigen Details, die der Täter hinterlässt, sind erschreckend. Immer wieder finde ich es hierbei faszinierend, dass jemand in der Lage ist, solche Bluttaten in Worte zu fassen und für den Leser eindrucksvoll aufzuschreiben.
Das Zusammenspiel von Hunter und Garcia bleibt wieder ein Höhepunkt der Reihe. Die Chemie zwischen den beiden Ermittlern sorgt für eine erfrischende und menschliche Note inmitten des grausamen Geschehens. Sie erhalten dieses Mal Unterstützung von Alice, einer Recherche-Expertin der Staatsanwaltschaft. Die Dynamik des Teams ist wie gewohnt stark und trägt zur emotionalen Tiefe der Ermittlung bei.
Besonders gelungen ist auch der Perspektivwechsel, so wechselt der Handlungsstrang bei jedem neuen Opfer. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Handlung zieht den Leser schnell in ihren Bann, sodass das Buch fast wie von selbst in einem Rutsch durchgelesen werden kann.
Das Finale des Buches überrascht (wie so häufig bei Carter) mit einer cleveren Wendung, die dazu anregt, die gesamten Puzzleteile noch einmal zu überdenken. Insgesamt handelt es sich um einen fesselnden und brutalen Thriller, der sowohl durch seine packende Handlung als auch durch starke Charaktere überzeugt.
Für mich ist auch dieser Teil ein gelungenes Werk von Carter, das sowohl Fans der Reihe als auch neue Leser begeistern dürfte.
Auf „Dunkles Wasser“ von Charlotte Link habe ich mich lange gefreut und mir bewusst Zeit genommen, um den Thriller in Ruhe genießen zu können. Der fünfte Teil der Kate Linville-Reihe fesselte mich von ...
Auf „Dunkles Wasser“ von Charlotte Link habe ich mich lange gefreut und mir bewusst Zeit genommen, um den Thriller in Ruhe genießen zu können. Der fünfte Teil der Kate Linville-Reihe fesselte mich von der ersten Seite an. Als Kennerin der Serie war ich natürlich gespannt, wie es Kate beruflich und privat ergeht und wie sich ihr Kontakt zu Caleb entwickelt.
Im Mittelpunkt des Kriminalfalls steht Iris, die als Teenager vor 15 Jahren einen brutalen Überfall überlebte, bei dem ihre Familie ermordet wurde. Auf einer Urlaubsreise in Frankreich gerät sie erneut in Gefahr, als ihre Reisepartnerin spurlos verschwindet. Zufällig trifft sie auf Caleb Hale, der ihr sofort seine Hilfe anbietet – eine Begegnung, die weitreichende Folgen hat.
Charlotte Link gelingt es, die düstere Stimmung der Geschichte meisterhaft zu vermitteln, obwohl sich ein Großteil der Ermittlungen im Hochsommer abspielt. Ihre Beschreibungen sind detailreich und fangen die Emotionen der Charaktere eindrucksvoll ein. Besonders Kate und Caleb, die schon in den Vorgängern eine zentrale Rolle spielten, sind erneut tiefgründig und facettenreich dargestellt. Man leidet mit Kate, die mit ihren Zweifeln kämpft, und ist hin- und hergerissen von Calebs Entscheidungen.
Die Erzählstruktur ist geschickt, die verschiedenen Handlungsstränge verweben sich immer mehr und steigern die Spannung. Die Rückblenden in das Jahr 2008 und die grausamen Ereignisse der Tatnacht sind heftig und schwer zu ertragen. Durch die Perspektive des Täters erhält man einen zweiten Blick auf die Geschehnisse. Nach einigen unerwarteten Wendungen steigt die Spannung merklich und endet in einem dramatischen Abschluss. Kate überzeugt erneut durch ihren Scharfsinn und ihre Hartnäckigkeit und es macht Spaß, sie bei den Ermittlungen zu begleiten.
Obwohl Dunkles Wasser auch als Einzelroman funktioniert, ist es empfehlenswert, die anderen Bände der Reihe zu kennen, um die Charakterentwicklung und die Zusammenhänge besser zu verstehen. Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diesen Thriller.
„Richter sterben besser“ ist der dritte Fall für Richter Siggi Bruckmann, geschrieben von Thorsten Schleif.
Das Cover ist schlicht und ausdrucksstark, keine unnötigen Schnörkel – genau mein Geschmack. ...
„Richter sterben besser“ ist der dritte Fall für Richter Siggi Bruckmann, geschrieben von Thorsten Schleif.
Das Cover ist schlicht und ausdrucksstark, keine unnötigen Schnörkel – genau mein Geschmack. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Nach der Rückkehr von der Hochzeit seiner Ex-Frau Britta wird der Richter Siggi Bruckmann beinahe von einem Auto überfahren und nur knapp von einem herabstürzenden Blumenkübel verfehlt. Während sein Freund, Hauptkommissar Hiller, von einem Zufall ausgeht, ist Siggi überzeugt, dass jemand gezielt auf ihn aus ist. Der Verdacht ist nicht unbegründet, da er viele alte Feinde hat. Siggi beschließt, die Initiative zu ergreifen und einen Plan zu schmieden, um dem möglichen Mörder zuvorzukommen.
Der Schreibstil ist erfrischend und unkompliziert, mit einer guten Mischung aus Leichtigkeit und trockenem Humor, der mir gut gefallen hat. Es war mein erstes Buch von Thorsten Schleif, und ich musste mich an die sehr kurzen Kapitel gewöhnen. Siggi, der Hauptprotagonist, ist ein cleverer und strategisch denkender Richter, der genau weiß, wie er seine Pläne umsetzt. Leider kannte ich die vorausgehenden Fälle von Richter Bruckmann nicht und war deswegen unwissend, was potentielle Feinde angeht. Auch waren viele Personen in die Geschichte involviert, und die Zuordnung war nicht immer ganz einfach. Der gut inszenierte Mord ist ein eindrucksvolles, taktisch ausgeklügeltes Vorhaben, das mich gut unterhalten hat. Das Ende kommt überraschend, allerdings bleiben bei mir einige Fragen unbeantwortet.
Insgesamt war „Richter sterben besser“ ein kurzweiliger Justizroman, die mich gut unterhalten hat, auch wenn ich mir etwas anhand des Klappentextes etwas mehr Tiefgang erhofft hatte. Es war ein solider Kriminalroman für zwischendurch, wird mir aber nicht als besonderes Lesevergnügen im Gedächtnis bleiben.