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Veröffentlicht am 29.12.2024

Wenn der Friedhof zum Tatort wird

Es rappelt in der Kiste
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"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad ...

"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad Leisegang nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Rückzugsort. Doch als er ein altes Grab räumen will, entdeckt er eine zweite Leiche darunter. Gleichzeitig stirbt ein Passagier auf einem Flug aus Bogotá nach Deutschland, und kurz darauf wird ein Wachmann in der benachbarten Rechtsmedizin ermordet. Sind diese drei Ereignisse Zufall oder hängen sie zusammen? Gemeinsam mit dem befreundeten Schüler Martin taucht Konrad in die Geheimnisse des Friedhofs und der Verstorbenen ein und stößt auf ein gefährliches Netz aus Verbrechen, das ihn selbst in Gefahr bringt.

Das Buch punktet mit einem angenehmen, leicht verständlichen Schreibstil und abwechslungsreichen, interessanten Charakteren. Besonders der atmosphärische Schauplatz des Friedhofs verleiht der Geschichte einen einzigartigen Charme. Der Autor hat viel Hintergrundwissen über den Melatenfriedhof in die Erzählung einfließen lassen. Der Einstieg in die Handlung ist flüssig und fesselnd, und die Grundspannung bleibt zunächst erhalten. Im Verlauf wird die Geschichte jedoch stellenweise langatmig und verliert an Tempo, bevor sie erst zum Ende hin wieder an Fahrt aufnimmt. Nicht alle Handlungen der beteiligten Personen konnte ich nachvollziehen, manches erschien mir doch sehr konstruiert.
Es gibt humorvolle Momente, doch der Fokus liegt auf dem ernsten Kriminalfall, der zwar reizvoll ist, aber zu sehr in die Länge gezogen wirkt. Für Fans von skurrilen und unterhaltsamen Krimis ist das Buch sicherlich einen Blick wert – insgesamt bleibt es jedoch Geschmackssache. Für mich war es ein solider Friedhofskrimi, der mich aber nicht nachhaltig beeindrucken konnte.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Unterhaltsames Hörbuch, teilweise unübersichtlich

Wir finden Mörder (We Solve Murders-Serie 1)
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In „Wir finden Mörder“ von Richard Osman dreht sich alles um Amy Wheeler, eine Personenschützerin, die die berühmte Thrillerautorin Rosie D’Antonio bewachen soll. Doch als Amy verdächtigt wird, einen Mord ...

In „Wir finden Mörder“ von Richard Osman dreht sich alles um Amy Wheeler, eine Personenschützerin, die die berühmte Thrillerautorin Rosie D’Antonio bewachen soll. Doch als Amy verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben, bittet sie ihren Schwiegervater Steve, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, den wahren Täter zu finden und Amys guten Ruf wiederherzustellen.

Das Hörbuch wird von Richard Barenberg und Wolfgang Wagner gelesen, die ihre Sache gut machen und die Dialoge lebendig wirken lassen. Die Figuren sind charmant und witzig. Besonders Amy, Steve und Rosie sind sympathisch und sorgen für unterhaltsame Momente. Der trockene britische Humor, für den Richard Osman bekannt ist, kommt hier wunderbar zur Geltung.

Leider hat das Hörbuch aber auch Schwächen. Es gibt sehr viele Protagonisten und Schauplätze, die häufig wechseln. Beim Zuhören wird das schnell unübersichtlich, vor allem, weil keine sichtbaren Kapitel oder Markierungen vorhanden sind, wie in einem Buch. Auch war mir nicht immer klar, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammengehören. Das hat meinen Hörgenuss etwas getrübt.

Die Geschichte selbst ist durchaus spannend, aber durch die vielen Nebenfiguren und Handlungsorte etwas verwirrend. Für mein Empfinden war die Story etwas zu sehr in die Länge gezogen, und mir fehlte ein klarer roter Faden, an dem sich die Handlung entlang entwickelt. Der britische Humor und die liebenswerten Charaktere machen diese Schwächen jedoch teilweise wett. Trotzdem hatte ich mir insgesamt mehr versprochen und bin mir unsicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

„Wir finden Mörder“ ist trotz allem ein unterhaltsames Hörbuch mit witzigen Figuren und viel britischem Charme. Wer aufmerksam zuhören kann und Osmans Stil mag, wird sicher Freude daran haben. Für alle, die es lieber klarer und strukturierter mögen, könnte die gedruckte Buchversion besser geeignet sein.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen

Ordnung für immer
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„Ordnung für immer“ von Gunda Borgeest bietet eine grundlegende Einführung in das Thema Ordnung und richtet sich besonders an Einsteiger, die noch keine Vorkenntnisse haben. Die Autorin beleuchtet psychologische ...

„Ordnung für immer“ von Gunda Borgeest bietet eine grundlegende Einführung in das Thema Ordnung und richtet sich besonders an Einsteiger, die noch keine Vorkenntnisse haben. Die Autorin beleuchtet psychologische Aspekte, gibt praktische Tipps und bietet Hilfestellungen wie Typentests und Checklisten. Ihr Schreibstil ist angenehm und verständlich, und die klare Gestaltung des Buches passt gut zum Thema und spricht mich optisch an.
Für Leser, die bereits Erfahrung mit ähnlicher Literatur haben, bleibt das Buch jedoch hinter den Erwartungen zurück. Viele der vorgestellten Konzepte und Ratschläge sind mir schon bekannt und wurden bereits in anderen Büchern ausführlicher behandelt. Innovative Ansätze oder neue Ideen habe ich leider nicht gefunden. Zudem sind die praktischen Anwendungen oft oberflächlich oder zu allgemein gehalten, um mir einen echten Mehrwert zu bieten. Beispielsweise wirken der Aufräumkalender und die Checklisten wenig hilfreich, da ihnen Tiefe und Struktur fehlen. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich in unserem Familienhaushalt bereits viele Routinen etabliert habe und daher Punkte wie z.B. Betten machen oder durchlüften nicht extra aufgelistet brauche, da sie selbstverständlich erledigt werden.
Positiv hervorzuheben ist, dass Borgeest verschiedene Lebenssituationen und Ordnungstypen anspricht und auch das Zusammenleben mit anderen Ordnungstypen sowie die Einbindung von Kindern thematisiert. Dennoch fühlt sich die Umsetzung oft unzureichend und irgendwie schwammig an. Besonders Leser mit konkreten Erwartungen an detaillierte Anleitungen oder neue Ordnungssysteme dürften enttäuscht sein.
Insgesamt eignet sich „Ordnung für immer“ als Einstieg in die Thematik, kann aber mit anderen, fundierteren Werken zum Thema nicht mithalten. Wer bereits mit Ordnungsliteratur vertraut ist, wird hier wenig Neues finden.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Hilfreiches und umfassendes Werk

Besser schreiben für Dummies
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In diesem Jahr habe ich nicht nur viel gelesen, sondern auch ausführlich über die Inhalte der Bücher geschrieben. Ich war daher sehr dankbar für das Buch „Besser schreiben für Dummies“ von Monika Hoffmann.

Gerade ...

In diesem Jahr habe ich nicht nur viel gelesen, sondern auch ausführlich über die Inhalte der Bücher geschrieben. Ich war daher sehr dankbar für das Buch „Besser schreiben für Dummies“ von Monika Hoffmann.

Gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz stellt sich die Frage, ob das Schreiben überhaupt noch dieselbe Bedeutung hat. KI ermöglicht es, in Sekundenschnelle Texte zu erstellen, die ansprechend klingen und viele Anforderungen erfüllen. Dennoch bleibt das Handwerk des Schreibens meiner Meinung nach eine unverzichtbare Fähigkeit. Schreiben ist wichtig für Alltag, Schule, Studium und Beruf. Egal, ob es nur um ein paar private Zeilen geht, eine wissenschaftliche Arbeit oder eine überzeugende berufliche E-Mail. Die Fähigkeit, eigene Gedanken klar und verständlich auf Papier zu bringen, ist in allen Bereichen gefragt.

Hier hilft „Besser schreiben für Dummies“. Das Buch deckt eine breite Palette an Themen ab und bietet wertvolle Unterstützung – vom Arbeitsplatz und Arbeitsmittel über Onlinetexte bis hin zur gendersensiblen Sprache. Die zahlreichen Beispiele machen die theoretischen Inhalte greifbar und helfen, das Gelesene besser zu verstehen. Besonders praktisch ist die klare Struktur des Buches, denn Kapitelübersichten und leicht verständliche Erklärungen ermöglichen es, gezielt nach bestimmten Themen zu suchen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es die Vielfalt des Schreibens bewusst macht. Zwar können KI-Tools viele Aufgaben erleichtern, beispielsweise die Rechtschreibprüfung, doch der individuelle Stil eines Textes bleibt einzigartig. Und amm Ende liegt es immer am Verfasser selbst, für welche Zielgruppe er schreibt und wie der Text wirkt und gelesen wird.

Schreiben zu können ist eine zentrale Fähigkeit, die weit über den Einsatz digitaler Werkzeuge hinausgeht. Dieses Buch ist eine wertvolle Hilfe, um diese Kompetenz zu vertiefen und das eigene Schreibhandwerk zu verbessern.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Konnte meine Erwartung nicht erfüllen

Die Besucherin
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„Die Besucherin“ ist der neue Roman der Erfolgsautorin Joy Fielding. Der Klappentext verspricht psychologische Spannung:
Als Linda Davidson ihre Freundin Carol in der Klinik besucht, sorgt der plötzliche ...

„Die Besucherin“ ist der neue Roman der Erfolgsautorin Joy Fielding. Der Klappentext verspricht psychologische Spannung:
Als Linda Davidson ihre Freundin Carol in der Klinik besucht, sorgt der plötzliche Tod eines Patienten für Unruhe. War es wirklich ein natürlicher Tod? Bei ihren Nachforschungen trifft Linda auf die an Demenz erkrankte Jenny Cooper, eine ältere Patientin, die behauptet, bereits Menschen getötet zu haben. Spielt Jenny ein Spiel, oder steckt mehr dahinter? Als Linda tiefer gräbt, verstrickt sie sich in ein Netz aus Geheimnissen und Lügen – mit verhängnisvollen Konsequenzen.
Mit diesem spannenden Ausgangspunkt und der Autorin Joy Fielding verbindet man als Leser gewisse Erwartungen an Atmosphäre und Raffinesse. Leider konnte „Die Besucherin“ diese aus meiner Sicht nicht ganz erfüllen. Der Roman ist eher ein durchschnittlicher Spannungsroman mit wenig Nervenkitzel – weder ein typischer Psychothriller noch ein Buch, das fesselt.
Die kurzen Kapitel lassen sich flüssig lesen, und Fieldings Beschreibungen von Charakteren und Schauplätzen sind durchaus anschaulich. Doch die Handlung plätschert eher dahin, und trotz des wichtigen Themas Demenz bleibt die Geschichte überraschend emotionslos und ohne Atmosphäre.
Trotz dieser Schwäche habe ich, in der Hoffnung auf eine überraschende Wendung, weitergelesen. Dank des guten Schreibstils war es nicht unbedingt langweilig, aber wirklich begeistern konnte mich die Geschichte nicht. Das Ende wurde zwar etwas lebendiger, konnte den faden Gesamteindruck jedoch nicht retten.
Liest man den Roman ohne große Erwartungen als leichtes Zwischendurch-Buch, ist er durchaus in Ordnung. Wer jedoch auf einen typischen Joy-Fielding-Knaller hofft, dürfte hier enttäuscht sein.

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