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Veröffentlicht am 13.03.2024

Unterhaltsamer Roman mit vielen Gefühlen

Fünf Tage in Florenz
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In „Fünf Tage in Florenz“ erzählt die Autorin Lorraine Brown die Geschichte der Reisejournalistin Maddie, deren Gefühlsleben in den Ferien in Italien durcheinandergewirbelt wird. Was war passiert? Maddie ...

In „Fünf Tage in Florenz“ erzählt die Autorin Lorraine Brown die Geschichte der Reisejournalistin Maddie, deren Gefühlsleben in den Ferien in Italien durcheinandergewirbelt wird. Was war passiert? Maddie erhält völlig überraschend von ihrem Verlobten Nick auf dem Eiffelturm einen Heiratsantrag und antwortet mit „ja“. Das Paar reist nach Florenz, um dort Maddies zukünftige Schwiegereltern kennenzulernen. Im Hotel trifft sie auf ihren Ex-Freund Aidan, ihn hat sie seit ihrer Trennung vor zwei Jahren nicht mehr gesehen. Maddie hat nie überwunden, dass sich Aidan von einem auf den anderen Tag nicht mehr bei ihr gemeldet hat und es nie eine Aussprache geben hat.
Maddie ist im wunderschönen Florenz hin- und hergerissen zwischen der Gegenwart mit ihrer neuen Schwiegerfamilie und der gemeinsamen Vergangenheit mit Aidan, denn die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und die damaligen Zukunftspläne sind noch präsent. Die Familie von Nick ist speziell, dadurch sind die gemeinsamen Treffen und Unternehmungen sehr unterhaltsam und es macht Freude, sich in die jeweilige Situation hineinzudenken.
Lorraine Brown hat die unterschiedlichen Charaktere wunderbar beschrieben, ich konnte mir jede einzelne Person gut vorstellen. Maddie ist äußerst sympathisch und lernt im Laufe der Geschichte immer besser ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Die Autorin hat Florenz so charmant und detailreich dargestellt, dass ich am liebsten sofort hinfahren möchte. Die Geschichte lebt von den zwischenmenschlichen Beziehungen und Entwicklungen sowie den Rückblenden, die über die Beziehung zwischen Maddie und Aidan informieren.
Das Buch ist eine lockere und unterhaltsame Lektüre mit viel Gefühl und tollem Setting, das Ende der Geschichte war mir allerdings zu vorhersehbar und zu schnell abgehandelt.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2024

Wunderbarer Roman mit großen Gefühlen

Nordseesterne
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In „Nordseesterne“ wurde ich von Marie Merburg an die Nordseeküste entführt, in eine Geschichte voller familiärer Geheimnisse, der Kraft der Liebe und den Mut, für den eigenen Weg einzustehen.
Luisa ist ...

In „Nordseesterne“ wurde ich von Marie Merburg an die Nordseeküste entführt, in eine Geschichte voller familiärer Geheimnisse, der Kraft der Liebe und den Mut, für den eigenen Weg einzustehen.
Luisa ist begeisterte Hobbyköchin und könnte sich eine Zukunft in der Welt der Küche gut vorstellen. Ihre Mutter hat jedoch andere Pläne und sieht in Luisa die künftige Nachfolgerin für die Leitung der familieneigenen Kosmetikfirma. Diese Lösung würde gut passen, da auch Luisas Freund Erik bereits in der Firma arbeitet und der ideale Schwiegersohn wäre.
Nicht nur diese Situation bereitet Luisa Sorge, auch um die Gesundheit ihrer Mutter macht sie sich viele Gedanken. Sie war daher einverstanden, als die Mutter eine gemeinsame Reise nach Greetsiel an die Nordseeküste vorschlug. Während dieser Reise erfährt Luisa viele Geheimnisse aus der Vergangenheit, ihre bisherige Welt gerät ins Wanken. Noch während sie versucht die Neuigkeiten zu verdauen lernt sie den attraktiven Restaurantbesitzer Holger kennen und plötzlich ist nichts mehr wie es war.
Was ist das Familiengeheimnis, wie geht es mit der Firma weiter, für was oder wen Luisas Herz?
Marie Merburg hat einen flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil, die Beschreibungen der Orte und Situationen erfolgen stets mit sehr viel Liebe zum Detail und ebenso viel Gefühl. Ich habe sofort eine Verbindung zu Luisa empfunden, auch die weiteren Charaktere sind sehr menschlich und nahbar dargestellt. Greetsiel und die Nordseeküste hat Marie Merburg so bildlich und charmant beschrieben, dass bei mir schon Reisesehnsucht aufkommt.
Der Roman lebt von dieser gefühlvollen Schreibweise, die familiären und persönlichen Geschehnisse halten die Geschichte spannend bis zum Schluss und letztendlich habe ich das Buch mit einem wohligen Gefühl der Zufriedenheit schließen können.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.03.2024

Fundgrube toller Rezeptideen

Einfach gesund kochen für Kinder
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„Einfach gesund kochen für Kinder“ - so knackig der Buchtitel auch klingt, einfach ist das gesunde Kochen im Familienalltag für mich wirklich nicht. Ich bin daher immer froh neue Anregungen zu erhalten ...

„Einfach gesund kochen für Kinder“ - so knackig der Buchtitel auch klingt, einfach ist das gesunde Kochen im Familienalltag für mich wirklich nicht. Ich bin daher immer froh neue Anregungen zu erhalten und habe mich über das Kochbuch von Susanne Dorner, erschienen im Rivaverlag, sehr gefreut.
Täglich kochen, im besten Fall gesund, schmackhaft und nicht zu aufwändig, dazu braucht es neben den erforderlichen Zutaten vor allem Kochideen. 150 Rezepte sind in dem Softcoverbuch enthalten, von Frühstück, über das Mittagessen bis zum Abendessen. Es gibt süße und herzhafte Varianten, Speisen mit und ohne Fleisch oder Fisch, Suppe, Salate und natürlich auch Desserts und Kuchen. Vegetarische und vegane Rezepte sind besonders gekennzeichnet, ein ganzes Kapitel widmet sich dem Mealprep, also dem Vorkochen bzw. Vorbereiten von Kleinigkeiten für die Lunchbox.
Zu Beginn des Buches gibt es Informationen zu Zutaten, Hilfsmittel und Zubereitungshinweisen.
Natürlich haben sich bei uns in der Familie schon Favoriten gefunden: Tomatensuppe mit Reis, gefüllte Kartoffeln, Käsemakkaroni und pikante Pfannkuchenpizza. Alles wirklich schnell zubereitet mit den Standardzutaten von Zuhause und sehr lecker. Die Fotos sind sehr ansprechend und für mein Empfinden auch tatsächlich realitätsnah.
Ich mag das Kochbuch wirklich sehr, da es übersichtlich Rezepte präsentiert, die tatsächlich für den Familienalltag geeignet sind und schnell zubereitet werden können.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Wunderbare Unterhaltung mit auch ernsten Themen

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Schon lange stehen die Bücher vom Donnerstagsmordclub auf meiner Wunschliste, da sie genau meinem Geschmack nach unterhaltsamen Krimis aus England entsprechen.
Gleich vorweg, es ist ein Vergnügen die ...

Schon lange stehen die Bücher vom Donnerstagsmordclub auf meiner Wunschliste, da sie genau meinem Geschmack nach unterhaltsamen Krimis aus England entsprechen.
Gleich vorweg, es ist ein Vergnügen die Kriminalgeschichte anzuhören, da sie ganz wunderbar von Johannes Steck und Beate Himmelstoß gelesen wurde. Auch ohne die Vorgängerteile zu kennen war es mir möglich, dem Kriminalfall zu folgen und die beteiligten Personen einzuordnen. Nichtsdestotrotz möchte ich die vorherigen Teile noch hören oder lesen, da es mir wirklich viel Freude gemacht hat, die Senioren beim Ermitteln zu begleiten.
Die vier Freunde Joyce, Elizabeth, Ibrahim und Ron können sich glücklich schätzen, dass sie sich in der Seniorenresidenz Coopers Chase kennengelernt und angefreundet haben. Nachdem ein ihnen gut bekannter Antiquitätenhändler ermordet wurde, wird die Clique aktiv und fängt an, ihre Fühler auszustrecken und Erkundigungen einzuziehen.
Die Krimireihe von Richard Osman ist als Cosy Crime klassifiziert, ich war jedoch positiv überrascht, welche tiefgründigen Themen in der Geschichte ihren Platz fanden. Sehr einfühlsam und respektvoll wird mit dem Thema Demenz umgegangen, auch Trauer und Einsamkeit sind Teil der Erzählung und bekommen die Aufmerksamkeit, die sonst in dieser Art Bücher nicht zu finden ist. Neben den vielen amüsanten Szenen und humorvollen Dialogen haben mich gerade die ernsten Momente zum Nachdenken angeregt. Der Kriminalfall ist toll aufgebaut, viele Verdächtige, viele falsche Spuren und Spannung bis zum Schluss.
Kurz und knapp, mir hat das Buch sehr gut gefallen und kann es ohne Einschränkung empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Wie man sich einen Regionalkrimi wünscht

Wen die Specht holt
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Gar schaurig ist´s in der Oberpfalz – zumindest in dem charmanten Provinzkrimi „Wen die Specht holt“ von Yvette Eckstein.

Ausgerechnet an Heilig Abend wird die inszenierte Leiche des Bürgermeisters ...



Gar schaurig ist´s in der Oberpfalz – zumindest in dem charmanten Provinzkrimi „Wen die Specht holt“ von Yvette Eckstein.

Ausgerechnet an Heilig Abend wird die inszenierte Leiche des Bürgermeisters von Holzwiesenreuth während der Kindermesse vor der Kirche gefunden. Grausig hergerichtet und mit Stroh ausgestopft erinnert der Tote an die Oberpfälzer Sagengestalt „die Specht“, der Schreckensfigur, die unartigen Kindern mit einer Sichel den Bauch aufschneiden und mit Stroh oder Steinen ausstopfen soll. Warum wurde der getötete Bürgermeister so zur Schau gestellt und wer hat ein Interesse an seinem Tod? Den Fragen muss nun Kommissar Johann Kranzfelder über die Weihnachtsfeiertage nachgehen, Unterstützung erhält er von seiner jungen und engagierten Kollegin Klara Stern.

Während des Gottesdienstes, als es sich Kommissar Kranzfelder auf seinem Platz so richtig gemütlich gemacht hat, wird die Leiche gefunden und die weihnachtliche Stimmung verfliegt sofort. Der Beginn der Geschichte hat mir richtig gut gefallen, keine lange Hinführung, sondern direkt mit dem Mordfall gestartet. Kranzfelder ist ein Oberpfälzer, wie man sich einen Oberpfälzer eben vorstellt: bodenständig, heimatverbunden und herzlich. Dazu passt der junge, frische und unbekümmerte Charakter von Klara Stern und gemeinsam bilden sie ein wunderbares Ermittlerteam.

Yvette Eckstein schafft es allen beteiligten Personen ein realistisches Wesen zu geben, daher wirken die Dialoge und Situationen immer sehr stimmig und wirklichkeitsnah. Der eingestreute Humor ist genau richtig dosiert, zum Schmunzeln, aber nicht zu albern und lächerlich. Die Ermittlung steht trotz aller Nebenschauplätze immer noch im Mittelpunkt und das Interesse, wer der Mörder sein wird, bleibt bis zum Ende bestehen.

Für mich ein schön zu lesender Regionalkrimi mit den besonderen Eigenarten und Bräuchen der Region, humorvoll und unterhaltend, aber mit einem ernsten Kriminalfall und Spannung bis zum Schluss.

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