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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2025

Spannender zweiter Fall für das Team

Bittere Nacht
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Ich habe mich sehr auf "Bittere Nacht" gefreut, denn schon "Das Dickicht" hat mir damals richtig gut gefallen. Der Einstieg gelingt sofort, weil man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird. Eine Stand-up-Paddlerin ...

Ich habe mich sehr auf "Bittere Nacht" gefreut, denn schon "Das Dickicht" hat mir damals richtig gut gefallen. Der Einstieg gelingt sofort, weil man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird. Eine Stand-up-Paddlerin stößt im Alsterkanal auf eine Leiche und schon ist man mitten im neuen Fall. Schnell wird klar, dass es nicht bei einem Opfer bleibt und Juha und Lux vom LKA Hamburg wieder ordentlich gefordert sind. Die Mischung aus aktueller Handlung und Rückblicken in die Vergangenheit sorgt dafür, dass es spannend bleibt und sich nach und nach ein größeres Bild ergibt.
Besonders gut gefallen haben mir Juha und Lux als Ermittler-Duo. Die beiden sind sympathisch, funktionieren perfekt zusammen und es macht einfach Spaß, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten. Auch die kleinen Einblicke in ihr Privatleben sind gut dosiert und nie zu viel. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, sodass man leicht durch die Seiten kommt. Es gibt einige überraschende Wendungen, die man so nicht erwartet, und am Ende fügt sich alles clever zu einer stimmigen Auflösung zusammen.
Natürlich gab es auch ein paar Punkte, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Manche Szenen fand ich ein wenig skurril und an der einen oder anderen Stelle wirkten die Zufälle ein bisschen konstruiert. Auch die vielen Wendungen waren stellenweise fast zu viel. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt richtig gefesselt. "Bittere Nacht" ist für mich ein starker zweiter Band, spannend und unterhaltsam, und ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit Juha und Lux.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Politisches Sachbuch zwischen Reportage und Analyse

Letzte Chance
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Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar ...

Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar darzustellen und Hintergründe mit Insiderwissen zu verknüpfen. Sein journalistisch präziser, gleichzeitig gut lesbarer Stil macht komplexe Abläufe verständlich und vermittelt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen.
Besonders interessant fand ich die Schilderungen zum politischen Alltag und die nachvollziehbare Analyse der Machtkämpfe. Das Buch liest sich stellenweise fast wie eine Reportage und bietet einen guten Überblick für alle, die sich einen Eindruck vom aktuellen politischen Geschehen verschaffen möchten. Dennoch lag der Schwerpunkt für meinen Geschmack etwas zu stark auf der Ampel-Analyse, während Merz und mögliche Zukunftsperspektiven recht knapp behandelt werden. Auch manches war bereits aus der Presse bekannt, und die zentrale Frage nach der „letzten Chance“ bleibt am Ende offen.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Für mich ist es ein solides, gut recherchiertes Sachbuch, das wichtige Entwicklungen auf den Punkt bringt und Lust macht, sich weiter mit der aktuellen Bundespolitik auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Solider Begleiter mit Luft nach oben

MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Algarve
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Der Reiseführer „Algarve“ aus dem Michael Müller Verlag hat mir beim Durchblättern zunächst einen guten Eindruck gemacht. Die Einteilung nach Regionen ist übersichtlich, und es gibt viele Tipps zu Stränden, ...

Der Reiseführer „Algarve“ aus dem Michael Müller Verlag hat mir beim Durchblättern zunächst einen guten Eindruck gemacht. Die Einteilung nach Regionen ist übersichtlich, und es gibt viele Tipps zu Stränden, Restaurants und auch zu nachhaltig geführten Betrieben. Die beigelegte Faltkarte finde ich sehr praktisch, gerade wenn man unterwegs mal ohne Handy auskommen möchte.
Beim genaueren Lesen sind mir aber auch einige Schwächen aufgefallen. Die Schrift ist wirklich sehr klein, was das Schmökern anstrengend macht. Auch die Fotos wirken teilweise blass und wenig einladend. An manchen Stellen hätte ich mir ausführlichere Infos gewünscht, gerade bei einzelnen Orten bleibt die Beschreibung recht knapp. Für Shopping oder modernere Freizeitangebote findet man außerdem nur wenig.
Eine Reise an die Algarve habe ich im Moment zwar nicht geplant, aber der Reiseführer macht durchaus Lust auf die Region. Für eine grobe Orientierung finde ich ihn hilfreich, auch wenn er für mich qualitativ nicht an andere Bände des Verlags heranreicht, zum Beispiel an die Reiseführer über Sylt, die Lüneburger Heide oder Istrien. Insgesamt ein solider Titel, der sicher nützlich sein kann, aber eben nicht restlos überzeugt.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Spannung in London – Mein Eindruck von „Der Ruf des Kuckucks“

Der Ruf des Kuckucks
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Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig ...

Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig und ihre Zusammenarbeit macht die Geschichte lebendig und unterhaltsam. Strike als vielschichtiger Kriegsveteran und Robin mit ihrer sympathischen und cleveren Art ergänzen sich hervorragend.
Trotz der gelungenen Figurenzeichnung verliert sich die Handlung an vielen Stellen in zu vielen Details, und der Spannungsbogen wirkt stellenweise flach. Das Finale und die Auflösung waren für mich nicht ganz schlüssig, sodass der Auftakt nicht vollständig überzeugen konnte. Der Schreibstil ist jedoch flüssig und lässt sich gut lesen, was das Buch angenehm unterhaltsam macht.
Ich bin neugierig auf die weiteren Bände der Reihe und werde sie auf jeden Fall weiterlesen. Auch wenn „Der Ruf des Kuckucks“ mich nicht vollkommen überzeugt hat, freue ich mich darauf, mehr von Strike und Robin zu verfolgen und in die spannenden Ermittlungen einzutauchen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Herz und Charme zwischen Nachbarn

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin ...

Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin in eine kleine, liebevoll gezeichnete Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht Dorothy Darling, 77 Jahre alt, die ihre Nachbarschaft mit wachsamen Augen beobachtet. Als die junge Kat mit pinken Haaren und kaputtem Auto bei Dorothys Nachbar Joseph einzieht, ahnt sie nichts Gutes. Doch die eigentliche Bedrohung kommt, als Shelley House abgerissen werden soll. Kurz darauf wird Joseph nach einer Protestaktion bewusstlos aufgefunden, und ausgerechnet Dorothy und Kat müssen sich zusammentun, um zu helfen.
Besonders gefallen hat mir die warmherzige Atmosphäre, die sich beim Lesen aufbaut. Die Geschichte lebt von ihren charmanten, teils schrulligen Figuren, den unterschiedlichen Perspektiven von Dorothy und Kat und der Botschaft über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Humorvolle Momente wechseln sich mit ernsten Themen ab, und auch ein Hauch Spannung ist dabei. Es ist eine Geschichte, die einen beim Lesen lächeln lässt und in der man gerne ein bisschen verweilt.
Für mich erreicht dieses Buch zwar nicht ganz die Stärke des Vorgängers, aber es ist dennoch sehr lesenswert. Die Mischung aus britischem Charme, liebenswerten Eigenheiten und einer positiv-optimistischen Grundstimmung sorgt dafür, dass man sich während des Lesens rundum wohlfühlt. Eine Lektüre, die man nicht nur gern liest, sondern deren Wärme noch lange nachklingt.

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