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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Mit OTTO auf Entdeckungstour durch England

OTTO fährt los – Eine Reise nach England
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Schon das Cover hat mich sofort begeistert. Die leuchtenden Farben und die liebevollen Details machen neugierig auf die Geschichte und laden dazu ein, sofort mit OTTO auf große Fahrt zu gehen. OTTO, der ...

Schon das Cover hat mich sofort begeistert. Die leuchtenden Farben und die liebevollen Details machen neugierig auf die Geschichte und laden dazu ein, sofort mit OTTO auf große Fahrt zu gehen. OTTO, der magische Campingbus mit den drolligen Augen, nimmt uns mit auf eine lebendige Reise durch England, wo jede Seite neue Entdeckungen bereithält.
Die Familie erlebt zusammen mit OTTO viele spannende Abenteuer. Detektivspiele mit Sherlock Holmes in London, die Wachablösung am Buckingham Palace, Camping an traumhaften Küstenplätzen, Besuche von geheimnisvollen Burgruinen und den sagenumwobenen Robin-Hood-Wäldern. Dabei dürfen auch englische Klassiker wie Fish and Chips, Teatime und sogar die Beatles nicht fehlen. Besonders schön ist, wie die Geschichte auf spielerische Weise nebenbei kleine Einblicke in die englische Kultur und Sprache vermittelt.
Die Illustrationen sind farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet. Auf jeder Seite gibt es so viel zu entdecken, dass Kinder beim Vorlesen immer wieder Neues sehen können. Besonders gelungen finde ich die kleinen Mitmach-Elemente, die Kinder aktiv in die Geschichte einbeziehen und die Reise noch lebendiger machen. Auch die Karte zu Beginn des Buches, die die wichtigsten Stationen zeigt, sorgt dafür, dass Kinder spielerisch Orientierung und Reiselust entwickeln.
Dieses Buch hat mich mit einem Gefühl von Vorfreude und Sommerglück zurückgelassen. Es ist ein wunderschönes Vorlesebuch, das Kinder wie Erwachsene in die englische Kultur eintauchen lässt. OTTO wird sicher noch viele Male auf Reisen gehen und bleibt dabei ein fester Lieblingsgast im Kinderzimmer-Regal.
Ein rundum gelungenes Sommerferienabenteuer. Es ist bunt, lehrreich, liebevoll illustriert und voller Herz. OTTO ist einfach zum Verlieben und weckt Lust auf weitere Entdeckungstouren.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2026

Zwischen Herkunft und Herz

Where We Belong
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Das Cover wirkt ruhig und zugleich sehr emotional und spiegelt die Verbindung zwischen den Figuren auf eine schöne, zurückhaltende Weise wider. Es passt gut zur Geschichte, die nicht laut erzählt wird, ...

Das Cover wirkt ruhig und zugleich sehr emotional und spiegelt die Verbindung zwischen den Figuren auf eine schöne, zurückhaltende Weise wider. Es passt gut zur Geschichte, die nicht laut erzählt wird, sondern ihre Wirkung vor allem durch Gefühle und Erinnerungen entfaltet. Schon beim ersten Eindruck wird deutlich, dass hier eine intensive und persönliche Geschichte wartet.
Im Mittelpunkt steht Zofia, deren Weg zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie ihre Erfahrungen als junges Mädchen in einem fremden Land dargestellt werden. Das Gefühl, nicht dazuzugehören, ständig bewertet zu werden und sich beweisen zu müssen, wird sehr greifbar vermittelt. Diese Erlebnisse prägen sie bis in die Gegenwart und geben der Geschichte eine spürbare Tiefe.
Die Begegnung mit Nils bringt genau diese Vergangenheit wieder zurück und sorgt für eine emotionale Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Beziehung zwischen den beiden ist alles andere als einfach und lebt von unausgesprochenen Gefühlen, Verletzungen und der Frage, ob Vergebung überhaupt möglich ist. Gerade diese Mischung macht die Geschichte so intensiv und glaubwürdig.
Zofia ist eine Protagonistin, die durch ihre Stärke und Verletzlichkeit gleichermaßen berührt. Ihre Entwicklung wirkt authentisch und nachvollziehbar. Auch Nils bleibt nicht eindimensional, was die Dynamik zwischen ihnen noch interessanter macht.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr emotional, ohne dabei überladen zu wirken. Die Autorin schafft es, ernste Themen sensibel einzubinden und gleichzeitig eine mitreißende Geschichte zu erzählen. Besonders die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart geben der Handlung zusätzliche Tiefe und lassen die Hintergründe nach und nach lebendig werden.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und war emotional stark eingebunden. Für mich ist es eine berührende Geschichte über Identität, Zugehörigkeit und die Frage, ob man der Vergangenheit wirklich entkommen kann. Ein Roman, der nachdenklich macht und lange im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Wenn Fantasie plötzlich Fahrt aufnimmt

Heute fahren wir nach Anderswo
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Mit Heute fahren wir nach Anderswo hat Klaus Baumgart ein Bilderbuch geschaffen, das Kinder dazu ermutigt, ihre eigene Fantasie zu entdecken. Die Geschichte beginnt mit einem sehr vertrauten Gefühl. Oscar ...

Mit Heute fahren wir nach Anderswo hat Klaus Baumgart ein Bilderbuch geschaffen, das Kinder dazu ermutigt, ihre eigene Fantasie zu entdecken. Die Geschichte beginnt mit einem sehr vertrauten Gefühl. Oscar ist langweilig und er findet nichts, das ihn wirklich interessiert. Erst durch Elfis Kreide entstehen neue Möglichkeiten und plötzlich wird aus einem leeren Moment ein spannendes Abenteuer.

Die Figuren sind sympathisch und ergänzen sich sehr gut. Während Elfi voller Ideen steckt, braucht Oscar zunächst etwas Zeit, um sich auf diese neue Welt einzulassen. Gerade diese Entwicklung macht die Geschichte besonders schön nachvollziehbar.

Der Text ist bewusst knapp gehalten und lässt viel Raum für die Illustrationen. Diese wirken teilweise wie echte Kinderzeichnungen und passen hervorragend zum Thema der Geschichte. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Fantasie direkt auf den Seiten zum Leben erwacht.

Auch die Gestaltung des Buches wirkt offen und leicht, sodass Kinder die Bilder intensiv entdecken können.
Ich nehme aus diesem Buch vor allem die Botschaft mit, dass Fantasie in jedem steckt und manchmal nur einen kleinen Impuls braucht, um sichtbar zu werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Bilder/Illustrationen
  • Cover
Veröffentlicht am 16.03.2026

Freiheit, Mut und Selbstfindung

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Das Cover des Buches fängt sofort den Blick ein. Eine Frau steht auf einem Gipfel, die Arme weit geöffnet, umgeben von majestätischer Natur. Es verspricht eine Geschichte voller Freiheit und Neubeginn. ...

Das Cover des Buches fängt sofort den Blick ein. Eine Frau steht auf einem Gipfel, die Arme weit geöffnet, umgeben von majestätischer Natur. Es verspricht eine Geschichte voller Freiheit und Neubeginn.
Carina Amara Kruse nimmt den Leser mit auf eine intensive Reise von Berlin über Bangkok, Bali und Indien bis nach Neuseeland. Ihr Leben gerät in einem kurzen Zeitraum aus den Fugen. Beziehung und Job zerbrechen, Träume scheinen geplatzt. Die Autorin beschreibt authentisch, wie sie inmitten des Chaos den Mut findet, alles hinter sich zu lassen. Auf der Reise begegnet sie Menschen, die ihr neue Perspektiven eröffnen, erlebt magische Momente und muss lernen, loszulassen.
Der Schreibstil ist klar, warm und leicht zugänglich, sodass man Carinas Gefühle und Entscheidungen gut nachempfinden kann. Besonders die Mischung aus persönlichen Reflexionen, spirituellen Erfahrungen und praktischen Erkenntnissen macht das Buch tiefgründig. Die Charaktere wirken lebendig und die Orte bildhaft beschrieben. Obwohl einige Passagen esoterisch angehaucht sind, bleibt die Geschichte bodenständig und bewegend.
Das Buch hinterlässt ein Gefühl von Hoffnung und Inspiration. Es ist eine Einladung, mutig eigene Wege zu gehen und sich selbst wiederzufinden.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Wenn Kunst Erinnerungen weckt

Letzter Akt
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„Letzter Akt“ erzählt von Dora, einer Schauspielerin Anfang vierzig, die nach Jahren beim Film wieder auf der Theaterbühne steht. Nach einer Premiere trifft sie den Maler Victor, der sie nicht kennt. Und ...

„Letzter Akt“ erzählt von Dora, einer Schauspielerin Anfang vierzig, die nach Jahren beim Film wieder auf der Theaterbühne steht. Nach einer Premiere trifft sie den Maler Victor, der sie nicht kennt. Und genau das ist für Dora irgendwie befreiend. Zwischen den beiden entsteht eine vorsichtige Nähe, die sich langsam aufbaut, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Als Dora Victor bittet, ein Porträt von ihr zu malen, wird aus dem Atelier ein Ort voller Spannung und Erinnerungen. Doras Jugend in Frankfurt taucht Stück für Stück auf und zeigt, wie sehr die Vergangenheit sie geprägt hat.
Andreas Schäfer schreibt sehr ruhig und dennoch eindringlich, man kann sich gut in Dora und Victor hineinversetzen. Besonders gelungen finde ich, wie Kunst und Leben hier miteinander verwoben werden- Das Porträt ist mehr als nur ein Bild, es spiegelt Gefühle und Erinnerungen. Die Geschichte ist nicht actiongeladen, aber gerade die leisen Momente machen sie intensiv und besonders. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, es lässt sich leicht lesen, gleichzeitig bleiben viele Szenen im Gedächtnis hängen.
Am Ende bleibt ein Gefühl von Nachdenklichkeit über Doras Vergangenheit und darüber, wie Begegnungen und Kunst einen auf einmal treffen können. Ein Buch, das ruhig beginnt, aber immer stärker nachwirkt und einem noch lange im Kopf bleibt.

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