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Veröffentlicht am 15.01.2020

Naja ....

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Ein bisschen wurde ich an Patrick Süßkinds PARFÜM erinnert, aber auch wenn Düfte in Shadowscent eine Rolle spielen, ist die Geschichte ganz anders.
Shadowscent ist ein netter, kleiner Fantasyroman, in ...

Ein bisschen wurde ich an Patrick Süßkinds PARFÜM erinnert, aber auch wenn Düfte in Shadowscent eine Rolle spielen, ist die Geschichte ganz anders.
Shadowscent ist ein netter, kleiner Fantasyroman, in dem Düfte eine sehr große Rolle spielen. Er ist nicht schlecht geschrieben, aber ich habe einige Zeit gebraucht mich in die Welt und ihre Gewohnheiten hineinversetzen zu können, die Hauptcharakter wechseln in meinem Ansehen von langweilig, uninteressant zu könnten vielleicht interessant werden (ach nein, doch nicht) und die Reise ist mir auf der einen Seite zu langatmig, zu ereignislos oder mit zu schnellen Konfliktlösungen. Etwas schwierig macht es der Perspektivwechsel der Charaktere, manchmal führt es zu Verwirrung aus welcher Sicht gerade beschrieben wird, vor allem, wenn man Lesepausen innerhalb der Kapitel macht. Es ist ein nettes Buch, das man lesen kann, aber nicht muss, da es zwar eine interessante Idee aufweist (die Welt der Düfte) sich aber ansonsten kaum von anderen Fantasywelten unterscheidet. Auch die Reise an sich ist nichts Neues und wurde schon an anderer Stelle interessanter umgesetzt. Das Buch liest sich schnell und endet mit einem durchaus als interessant zu nennenden Cliffhanger, aber da mich der Schreibstil, die Welt, die Charaktere nicht wirklich überzeugen konnten, werde ich die Reihe wohl nicht weiter verfolgen. Wie gesagt: Ganz nett, aber nett ist zu wenig, um zu begeistern.

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Veröffentlicht am 13.01.2020

Anders als erwartet

Psychose
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Als ich die erste Folge der Serie gesehen habe, war ich wenig begeistert (eigentlich ziemlich gelangweilt). Aber nachdem ich viel Positives über die Bücher gelesen habe, wollte ich mir ein eigenes Bild ...

Als ich die erste Folge der Serie gesehen habe, war ich wenig begeistert (eigentlich ziemlich gelangweilt). Aber nachdem ich viel Positives über die Bücher gelesen habe, wollte ich mir ein eigenes Bild von der Vorlage machen. Psychose war ein Weihnachtsgeschenk, den zweiten Band habe ich als Rezensionsexemplar erhalten, Band drei habe ich mir selbst gekauft.
Aber alles der Reihe nach.
Psychose war anders als ich es erwartet habe. Am Anfang war ich etwas genervt, nachdem die Handlung scheinbar nicht voranging und sich die Bewohner von Wayward Pines einfach nur merkwürdig verhalten haben (vielleicht war es das, was mich am Anfang der TV-Serie überrascht hat), dann fand ich es durchaus spannend (als man Jagd auf Ethan machte). Dann war ich irritiert (wegen diverser Dinge, die auftauchten und die mir seltsam vorkam).
Ich wollte wissen, was an Wayward Pines nicht stimmte und die Auflösung war dann ganz anders als erwartet. Und rückblickend betrachtet: Mir gefällt das Buch. Tatsächlich erinnert es (oberfächlich) gesehen an Twin Peaks, ist aber doch etwas eigenes (und vollkommen anders, wenn man unter die Oberfläche sieht).
Es ist definitiv kein Krimi oder Thriller. In vielen Dingen fühlt man sich an einen düsteren Comic erinnert.
Es war kein Buch wie ich es erwartet habe, aber es hat mich gut unterhalten.

Ich bin gespannt wie es weiter geht, denn Psychose endet nicht mit einem Cliffhanger. Alles ist möglich ....

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Veröffentlicht am 09.01.2020

Zu lang, um überzeugend zu sein

Das Ende der Evolution
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Matthias Glaubrecht ist ein deutscher Zoologe und Wissenschaftsjournalist. Er studierte Biologie an der Universität Hamburg, wo er 1990 sein Diplom erlangte und 1994 promoviert wurde. Von 1994 bis 1995 ...

Matthias Glaubrecht ist ein deutscher Zoologe und Wissenschaftsjournalist. Er studierte Biologie an der Universität Hamburg, wo er 1990 sein Diplom erlangte und 1994 promoviert wurde. Von 1994 bis 1995 arbeitete er an der Universität Hamburg. Von 1996 bis 2009 arbeitete er in verschiedenen Museen. 2011 habilitierte er sich an der Humboldt-Universität Berlin.
Er forscht über evolutionäre Systematik, historische Biogeographie, Morphologie und Wissenschaftsgeschichte der Biologie.
In seinem neuesten Werk (und das kann sich mit über 1000 Seiten sehen lassen), DAS ENDE DER EVOLUTION, rechnet Glaubrecht mit der Menschheit ab. Und das mit ungeschönten, ernstzunehmenden Worten.
Ich würde sagen, es ist ein wichtiges Buch, das durchaus aufrüttelt (obwohl es viele andere Bücher zum Thema gibt, sie alle aufrütteln sollten, aber wenn man ehrlich ist … der Effekt ist gleich null. Bücher zu schreiben oder zu lesen ist nur ein kleiner Tropfen auf … man kennt das Sprichwort ja).
Glaubrecht gibt Beispiele, die offensichtlich sind und auch ständig in den Medien kursieren (das Verschwinden der Insekten, wobei es nicht unbedingt um die Arten selbst, sondern um die Anzahl, die Biomasse, geht; die letzten Nashörner und afrikanischen/Asiatischen Großkatzen …), aber auch andere, die zum Nachdenken anregen.
Davor wirft er einen Blick auf die Menschwerdung, zeigt woher wir (vermutlich) kommen und wirft auch einen Ausblick darauf, wohin wir gehen.
Und die letzten Seiten werden (so wie man es von einem Buch dieser Art erwartet) von Quellen- und Literaturhinweisen eingenommen und bieten noch mehr Interessantes zum Thema.

Es hätte ein gutes Buch werden können, das aber aufgrund der Dicke schon die meisten Leser abschrecken dürfte (und mich selbst hat es etwas überrascht). Selbst ohne Literatur und Quellen sind es noch 900 Seiten, die gelesen werden wollen und Informationen bieten.
Und ja, die Botschaft gefällt mir, sie ist wichtig und sollte sich endlich in den Köpfen der Menschheit durchsetzen. Das Buch hat auch seine Stärken, denn es ist verständlich geschrieben, nimmt kein Blatt vor dem Mund und zeigt teilweise sehr drastisch (aber realistisch) wie der Mensch auf seine Umwelt einwirkt.

Was mir nicht gefallen hat:
Ich finde den Titel irreführend. Es wird zwar immer wieder erklärt, warum wir das Ende der Evolution herbeiführen, aber so richtig ist das nicht. Evolution ist fortführend und nur weil einige (leicht übertrieben) Arten aus dem Verkehr gezogen werden (und diese Arten keine Möglichkeit mehr haben sich weiter zu entwickeln) endet für andere die Evolution nicht, nur weil ein Tier (wir) den Planeten verändert. Evolution endet erst, wenn der Planet zerstört ist (nicht mehr existiert), aber darum geht es in diesem Buch nicht.
Ich finde den Titel irreführend und wenn er reißerisch sein sollte, dann verfehlt er in meinen Augen seinen Zweck. Aber vielleicht ist das auch gar nicht beabsichtigt.
Was mir auch nicht gefällt (was aber vielleicht in einem mehrere hundert seiten dicken Buch nötig ist) sind die ständigen Wiederholungen von Tatsachen. Das ermüdet und langweilt auf Dauer (und zieht das Buch vermutlich nur unnötig in die Länge).
Und was mich auch stört, sind die Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler. Normalerweise bin ich jemand, der darüber hinwegsehen kann (besonders bei meinen eigenen), aber manchmal stören sie mich, vor allem wenn sie gehäuft auftauchen.
Die falsche Trennung des Elbufers fand ich ja durchaus erheiternd, aber die Erwähnung von madegassischen Koboldmakis (gibt es nicht) und Rehhühnern (falsche Schreibweise des Rebhuhns, taucht aber mehr als einmal auf) hat mich doch sehr gestört.

Wie gesagt: Es hätte ein wichtiges Buch sein können und der Autor hat auch viel zu sagen.
Aber: Kürzer wäre besser gewesen und würde vermutlich auch mehr Leser ansprechen.

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Veröffentlicht am 08.01.2020

Der Inhalt hält, was das Cover verspricht

Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens
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Inspector Swanson und die Mathematik des Todes ist der sechste Swanson-Fall, aber der erste den ich gelesen habe. Ich weiß gar nicht, warum mir die Bücher vorher nie aufgefallen sind, denn die Cover sind ...

Inspector Swanson und die Mathematik des Todes ist der sechste Swanson-Fall, aber der erste den ich gelesen habe. Ich weiß gar nicht, warum mir die Bücher vorher nie aufgefallen sind, denn die Cover sind durchaus ansprechend und stimmungsvoll.

Und tatsächlich hält der Inhalt, was Cover und Klappentext versprechen.

Ich hatte während des Lesens nicht den Eindruck, dass ich die früheren Fälle kennen muss. Man wird schnell ins Geschehen einbezogen, auch wenn der namensgebende Fall einige Zeit auf sich warten lässt, aber das nur zugunsten der Stimmung und Atmosphäre, so dass man auf die damaligen Verhältnisse gut eingestimmt wird.

Aber Zeit lässt sich der Roman auch sonst, ohne dass es langweilig wird. Die Ermittlungen ziehen sich über mehrere Monate, es werden interessante Charaktere vorgestellt, neue Errungenschaften, die wir in der heutigen Zeit nicht missen mögen (Aufzüge, Telefone ...) und die Ermittlungsarbeit ist immer spannend (und manchmal auch mit dem einen oder anderen Augenzwinkern versehen.

Robert C. Marley ist Sherlock Holmes Fan und so fehlt die eine oder andere Bemerkung auf den berühmten (aber auch hier fiktiven) Detektiv nicht.

Freunde viktorianischer Krimis (die es auch ein bisschen düster mögen) kommen ganz auf ihre Kosten.

Und wenn man denkt, man weiß wer der Täter ist, kommt es doch anders als man denkt.

Ein atmosphärisch gelungener, spannender und unterhaltsamer Kriminalfall.


Und sicher nicht der letzte, den ich von Inspector Swanson/Robert C. Marley gelesen haben werde.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Enttäuschend

Mydworth - Spur nach London
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Spur nach London ist der dritte Fall, den Lord und Lady Mortimer lösen müssen, der erste, den ich gelesen habe und auch der letzte den ich lesen werde.

So sehr ich diese Art von Krimis auch mag und so ...

Spur nach London ist der dritte Fall, den Lord und Lady Mortimer lösen müssen, der erste, den ich gelesen habe und auch der letzte den ich lesen werde.

So sehr ich diese Art von Krimis auch mag und so hoch meine Erwartungen auch waren ... ich wurde regelrecht enttäuscht.

Mydworth ist eine spannende Zeitreise ins England der 20er Jahre - für Fans von Babylon Berlin, Downton Abbey, und Miss Fishers mysteriösen Mordfällen.

Babylon Berlin hat mir nicht gefallen, ich habe die Serie schnell aus meinem Gedächtnis gelöscht und nur wenige Folgen gesehen. Aber .... ich liebe Downton Abbey und Miss Fisher.

Aber mir ist auch klar, dass man kaum Vergleiche zwischen Buch und Film herstellen kann, aber ich hätte mir von Mydworth wenigstens etwas Flair der Serien gewünscht.

Aber .... das Autorenduo hat es nicht geschafft, mich in die 20erJahre zu versetzen, der Fall war nett, die witzigen Teile passabel, aber mehr auch nicht, das Ermittlerduo war nett (mehr aber auch nicht, da gefallen mir andere ermittelnde Ehepaare besser) und am Ende bleibt ein netter Krimi, den man aber nicht gelesen haben muss und der sich nicht von anderen Krimis dieser Ära hervorhebt.

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch aber ... ich wurde nicht befriedigt.

Wirklich positiv war nur, dass sich die Geschichte schnell lesen ließ. Langweilig war es nicht, aber auch nicht wirklich spannend oder in irgend einer Weise herausragend.

Und noch ein Nebensatz: Obwohl es der dritte Teil war hatte ich nicht das Gefühl, die ersten beiden Bände kennen zu müssen.

Schade ...

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