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Veröffentlicht am 03.09.2025

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Gwin und das Herz des Drachen (Band 1)
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GWIN UND DAS HERZ DES DRACHEN ist eine liebenswerte und spannende Geschichte um ein mutiges Mädchen, dass sich den Gefahren des Lebens stellt und mit Hilfe ihrer Freunde das Böse besiegt. Leicht und flüssig ...

GWIN UND DAS HERZ DES DRACHEN ist eine liebenswerte und spannende Geschichte um ein mutiges Mädchen, dass sich den Gefahren des Lebens stellt und mit Hilfe ihrer Freunde das Böse besiegt. Leicht und flüssig geschrieben, einfach verständlich und doch schnell fesselnd. Die Charaktere sind alle sehr sympathisch und erleichtern Gwins Weg.
Gwin (und der Leser) lernen dabei, wie wichtig es ist, auf die innere Stimme zu hören und auf die eigene Intuition zu vertrauen, sich nicht von Vorurteilen leiten lassen und sich sein eigenes Bild vom Gegenüber machen. Und natürlich darf man den Glauben an sich selbst nicht verlieren. Dinge, die Gwin lernt oder bestätigt bekommt, und die auch dem Leser vor Augen geführt werden. Und das ist leider auch in der heutigen zeit noch wichtig. Aber trotz den Lehren, die man auch als Erwachsener aus dieser Geschichte (für Leser und Leserinnen ab neun Jahren empfohlen) ziehen kann, darf man nicht die fantasievollen Gestalten der Geschichte aus den Augen verlieren. Und von diesen (und von Gwin) möchte man gerne mehr lesen.
Sprechende Katzen … kennt man. Sprechende Katzen mit violetten Umhängen … nun das ist schon etwas anderes.
Drachen … kennt man, auch wenn die Variante in GWIN UND DAS HERZ DES DRACHEN eher der asiatischen als der europäischen Sichtweise entspricht.
Hexen … kennt man .. in gut und in böse. Aber deswegen haben sie noch nichts von ihrer Faszination verloren. und Hexe ist nicht gleich Hexe.
Aber es gibt noch so viel mehr.
Fantasy für junge Leser, in die auch erwachsene hineinlesen sollten. Einfach nur schön erzählt.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Faszinierend ... irgendwie

Die Katze
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Trotz des Alters der Geschichte (sie erschein 1933) merkt man ihr das nicht an. Problemlos lässt sich die Geschichte auch in die heutige Zeit übertragen. Ungewöhnlich hier ist der Erzählstil. Die Handlung ...

Trotz des Alters der Geschichte (sie erschein 1933) merkt man ihr das nicht an. Problemlos lässt sich die Geschichte auch in die heutige Zeit übertragen. Ungewöhnlich hier ist der Erzählstil. Die Handlung besteht hauptsächlich aus der Betrachtung von Gefühlen und Stimmungen. Viele Szenen werden durch Alains Gespräche mit sich selbst oder mit Saha (die natürlich nicht antwortet, jedenfalls nicht mit Worten) prägen etliche Szenen und verleihen der Geschichte etwas künstlerisches. Poetisch und bildhaft wird dieses Geschichte erzählt.
Ein Klassiker der französischen Literatur und ein Buch für jeden Katzenfreund, der sich bestimmt in seinen Ansichten bestätigt fühlt.
Ich muss allerdings sagen, dass mich persönlich die Geschichte nicht berührt hat. Ich fand den Stil faszinierend, teilweise war es auch schwierig der Handlung zu folgen, vor allem am Anfang, als ich noch nicht wusste, worauf ich mich eingelassen habe.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

???

Psychopompos
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Ist PSYCHOPOMPOS autobiografisch? Man mag es annehmen, und muss es nicht unbedingt anzweifeln. Die Autorin führt den Leser durch ihre Kindheit und ihre Faszination für Vögel, mit Beobachtungen verschiedener ...

Ist PSYCHOPOMPOS autobiografisch? Man mag es annehmen, und muss es nicht unbedingt anzweifeln. Die Autorin führt den Leser durch ihre Kindheit und ihre Faszination für Vögel, mit Beobachtungen verschiedener Arten und Überlegungen zur Existenz der Kanarienvögel. Irgendwann kommen Gedanken über den Tod hinzu, und der Wunsch als Psychopomp sterbende Seelen zu begleiten. Leicht ist es mir nicht gefallen, ihren Gedanken geradlinig zu folgen. Immer gegenwärtig, der Wunsch zu fliegen, dann wieder Kindheitserinnerungen, Gedanken an ihren Vater, Erinnerungen an den eigenen literarischen Werdegang, Reisen durch die Welt …
So ganz weiß ich nicht, was das Buch bezweckt, oder was es in mir auslösen soll.
PSYCHOPOMPOS soll Nothombs persönlichstes Buch sein. Sie verarbeitet ihre Kindheit als Botschaftertochter. Ein zentrales Leitmotiv sind Vögel, die für ihr Leben, ihren Ängste und ihre spätere Berufung als Schriftstellerin stehen und sie und den Leser durch das gesamte Buch begleiten.
Zugleich thematisiert sie ein traumatisches Ereignis in ihrer Kindheit – einen Übergriff in Bangladesch –, der zu ihrer späteren Essstörung beitrug. Sie beschreibt diesen Weg als eine Art inneren Tod und Wiedergeburt: Die Vogel-Metapher wirkt als Heilmittel und als Begleiter zwischen Leben und Tod.
Ich kannte die Autorin vorher nicht, fühlt mich vom Klappentext angesprochen, aber das Buch selbst berührte mich nicht. Vielleicht muss man mit dem Werk Nothombs vertraut sein um PSYCHOPOMPOS etwas abgewinnen zu können. Mich hat es fragend und ratlos zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Einhörner mal anders

Skandar und der Verrat der Helden
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SKANDAR UND DER VERRAT DER HELDEN ist der dritte Teil der ungewöhnlichen Einhornreihe, in der diese nicht so nett sind (und Regenbögen furzen) wie man sie sonst kennt. Und dieser Teil muss sich nicht hinter ...

SKANDAR UND DER VERRAT DER HELDEN ist der dritte Teil der ungewöhnlichen Einhornreihe, in der diese nicht so nett sind (und Regenbögen furzen) wie man sie sonst kennt. Und dieser Teil muss sich nicht hinter den Vorgängern verstecken, Rasant und spannend geht es weiter und natürlich lässt den Leser die eine oder andere Überraschung den Atem anhalten. Das eine oder andere mag vorhersehbar sein, anderes dagegen nicht und den einen oder anderen Schockmoment bekommt man ebenfalls serviert. Langeweile gibt es nicht. Aber es ist gleichzeitig ein Buch über Freundschaft und Zusammenhalt, sowie den dunklen Seiten davon, die durchaus auch die Handlung erschüttern (es gibt mehr als einen Verrat, was es natürlich nicht besser macht).
A. F. Steadman macht aus einer Internatsgeschichte mehr als einen HarryPotter-Abklatsch (was es schon von Anfang an nicht war). Nach und nach führt sie den Leser tiefer in ihre Welt ein und der Showdown am Ende macht neugierig auf die kommenden Teile, denn auch wenn es kein Cliffhanger im eigentlichen Sinne ist … vielleicht wurden die Karten anders gemischt.
Wer Einhörner- und Internatsgeschichten einmal anders erleben möchte, sollte um SKANDAR keinen Bogen machen. Und auch Teil drei ist ein echter Pageturner.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

???

Rettet die Vielfalt
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Ein Manifest (von lateinisch manifestus ‚handgreiflich gemacht‘, ‚offenbart‘) ist eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur. Der Begriff wird vielseitig verwendet, ...

Ein Manifest (von lateinisch manifestus ‚handgreiflich gemacht‘, ‚offenbart‘) ist eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur. Der Begriff wird vielseitig verwendet, eine allgemein akzeptierte Definition existiert nicht. Manifeste sollen in der Regel eine breite Öffentlichkeit erreichen.
Ob es RETTET DE VIELFALT – Manifest für eine biodiverse Gesellschaft schafft ist fragwürdig. Ab einem gewissen Grade darf man sich fragen, was dieses Manifest eigentlich will. Dabei fängt alles vielversprechend an. Es wird erklärt was es mit der Biodiversität auf sich hat und was der Unterschied zur Artenvielfalt ist. Nachdem beides immer in einen Topf geschmissen wird, kann man das nie genug erwähnen. Der Verlust der Artenvielfalt ist nicht mit dem Verlust der Biodiversität gleichzusetzen. Sie ist ein Teil davon, aber Biodiversität ist weitaus mehr. Und ja, wir müssen sie erhalten/retten. Da führt kein Weg daran vorbei. Nur … dieses Manifest ergeht sich in so vielen allgemeinen Phrasen, bei denen man sich fragen muss, wer sich eigentlich angesprochen gefühlt werden soll. Die Politik? Der Bürger? Und was will mir das Manifest eigentlich sagen. Es wird mit juristischen Begriffen um sich geworfen, mit denen ich nicht viel anfangen kann und von denen ich mich eher abgeschreckt fühle. Mag sein, dass eine Politisierung der Biodiversität nötig ist und man dadurch die Politik zu einer Reaktion bringt, der Ottonormalverbraucher wird dadurch eher verunsichert und durch die Theoretisierung eines wichtigen Themas auch eher zu einer negativen oder gleichgültigen Reaktion verleitet. Und dann habe ich das Gefühl, dass sehr viel immer wieder erwähnt wird und sich die Kapitel fast nicht unterscheiden.
Ist dieses Buch hilfreich. Kann ich etwas daraus lernen? Kann ich die (Arten)Vielfalt retten und die >Biodiversität erhalten? Ich habe nicht den Eindruck, dass ich das kann. Also doch ein Buch für die Politik oder die Wissenschaft (allerdings kann man da auch nicht verallgemeinern, was oder wen die Autorin und ihre CoAutoren ansprechen will, ist mir da auch ein Rätsel).
Ja, die Einleitung ist wirklich eine Hilfe, den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Biodiversität zu verstehen. Der Rest des Buches ist … ein Manifest, das niemanden erreicht.