Lehrreiches Buch für ältere Kinder und/oder Erwachsene
Die verborgenen BilderFriekes Welt bricht in einem Augenblick am Frühstückstisch in tausend Scherben! Ihre Eltern erklären sie würden sich trennen, da ihr Vater mit seinem neuen Freund zusammen ziehen möchte. Und dann wird ...
Friekes Welt bricht in einem Augenblick am Frühstückstisch in tausend Scherben! Ihre Eltern erklären sie würden sich trennen, da ihr Vater mit seinem neuen Freund zusammen ziehen möchte. Und dann wird Frieke auch noch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in ein Haus ziehen das schon vor über 100 Jahren gebaut wurde!
In der neuen Wohnung kommen unter den Tapeten alte Zeichnungen zum Vorschein und wenn Frieke diese Bilder berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen! Dort trifft sie auf Ilsabeth die im Jahr 1928 in dieser Wohnung mit ihrer Familie lebt.
Immer öfter reist Frieke in die Vergangenheit zu der Familie bis sie eines Nachmittags beim Tee ein ganz anderes Bild dieser Menschen kennen lernt...
Die Gefühlswelt von Frieke nach der Trennung der Eltern wird wirklich ganz fantastisch und nachvollziebar beschrieben! Man erlebt die Einsamkeit, die Wut und die Verzweiflung ganz nach mit dem jungen Mädchen mit und alles wird sehr authentisch beschrieben!
Ausserdem lernen vorallem Kinder einiges über die Zeit der späten 20er Jahre kennen, die ersten Kinos und wie es sich in einer so großen Familie lebt, aber auch die Schatten der Zeit.
Deshalb ist das Buch auch eher etwas für ältere Kinder und Erwachsene Leser, da die düstere Zeit sehr eindrücklich eingefangen wird.
Die Geschichte ist die ganze Zeit über spannend und interessant erzählt, nur das Ende finde ich dann ein bisschen zu schnell erzählt und die Wandlung von Frieke kommt zu plötzlich in meinen Augen. Hier hätten ein paar Seiten noch gut getan.
Insgesamt ein tolles Buch über den Verlust einer heilen Familie und wie etwas neues darauf entstehen kann. Und sehr lehrreich lernen Kinder etwas über die späten 20er Jahre kennen.