Cover-Bild Hiobs Tochter
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 28.10.2025
  • ISBN: 9783365011867
Peter Orontes

Hiobs Tochter

Schatten des Verrats | Mittelalter-Epos | Spannend, detailreich und gut recherchiert | Ein historischer Roman für alle Follet-Fans | Für Liebhaber historischer Erzählkunst

Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca ist, eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen genießt und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein bewegender Mittelalterroman mit einer begnadeten Heilerin

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Ich lese sehr gerne historische Roman und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover hat mich bereits neugierig gemacht, der Aufbau wirkt auf mich sehr harmonisch und auch der Titel ist gut gewählt. ...

Ich lese sehr gerne historische Roman und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover hat mich bereits neugierig gemacht, der Aufbau wirkt auf mich sehr harmonisch und auch der Titel ist gut gewählt. Die Haptik des Hardcover Buches sowie die gesamte Gestaltung des Buches erscheint mir sehr hochwertig.

Es ist das Jahr 1338 in Deggenfeld, Die junge Medica Miriam ist Jüdin, früh ist sie nur knapp dem Tod entkommen. Nach Jahren kehrt sie voller Freude in ihre Heimat zu ihren Großeltern zurück. Doch erneut muss sie sich Hass und Intrigen aussetzen. Die Juden sollen an allem Schuld sein und Miriam ist mittendrin in dieser gefährliche Spirale. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Auch das Verschwinden ihrer Tochter Rebecca belastet Miriam, wird es ein gutes Ende geben?

Miriam war ein unglaublicher Charakter und ich habe sehr mit ihr mitgefiebert. Die damalige Zeit wurde sehr detailliert beschrieben und ich konnte mir die Szenen gut vorstellen. Die Handlug war durchgehend spannend, es gab einige überraschende Wendungen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Verrat, Hetze und eine Heilerin, die sich gegen das Schicksal stellt

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Bereits der Einstieg in die Handlung bringt mein Blut in Wallung. Ich lerne die junge Jüdin Miriam kennen, als sie knapp dem Tod bei einer Judenhatz entgeht. Jahre später kehrt sie zu ihren Großeltern ...

Bereits der Einstieg in die Handlung bringt mein Blut in Wallung. Ich lerne die junge Jüdin Miriam kennen, als sie knapp dem Tod bei einer Judenhatz entgeht. Jahre später kehrt sie zu ihren Großeltern in Deggenfeld zurück - voller Pläne für die Zukunft und ausgebildete magistra medicinae an der Universität zu Salerno. Zurück in der Heimat wird sie wieder mit dem Hass gegen Juden konfrontiert. Es brodelt in der Stadt. Als der Freund der christlichen Magd ihrer Großeltern zu Tode kommt, findet sich Miriam in eine Verschwörung verstrickt, ohne genau zu wissen, worum es geht. Auch von dieser Seite droht ihr tödliche Gefahr . Und wäre das nicht genug , ist ihre Tochter Rebecca seit Wochen verschwunden, die sie nun unbedingt suchen will. Der Hass des Mobs entlädt sich, als eine Heuschreckenplage über das Land zieht. Nun überschlagen sich die Ereignisse und Miriam weiß nicht, welcher Seite sie vertrauen kann.

Bereits auf den ersten Seiten hat mich der Autor mit seinen anschaulichen, wenn auch oft schwer zu ertragenden Beschreibungen gefangen genommen. Besonders der sinnlose und meist von wirtschaftlichen Interessen befeuerte Hass gegen die Juden hat mich tief berührt. Bisher war Pogrom eher ein objektiver Begriff für mich und erst die Schilderungen aus Sicht der Betroffenen haben mir nachdrücklich offenbart, welches Entsetzen und Leid sich tatsächlich dahinter verbirgt.

Begeistert war ich von den faszinierende Ausführungen zu einigen ärztlichen Eingriffen. Zum Teil war ich überrascht, wie fortschrittlich die Medizin bereits war .

Die Handlung rund um Miriam ist packend. Sie ist selbstbewusst, manchmal fast schon wagemutig und sich ihres ärztlichen Könnens gewiss. Das zeigt sich für mich darin, dass bei der Aufdeckung der Verschwörung nicht locker lässt. Dabei ist sie geistesgegenwärtig und kann sich mehrfach einer tödlichen Bedrohung entziehen. Das Ende lässt viele Fragen offen, die auf Antworten warten, so dass ich mich auf die Fortsetzung bereits jetzt freue.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und mir nebenbei geschichtliche Ereignisse näher gebracht, die für mich bisher nur Worte auf Papier waren.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Fesselnd bis zur letzten Seite

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„...Du bist verständig, und du bist stark. Stärker als du glaubst. In dreißig Tagen wirst du bei einen Großelten in Deggenfeld sein. Ich weiß es…“

Der Prolog erzählt von einem Pogrom im Jahre 1324 in ...

„...Du bist verständig, und du bist stark. Stärker als du glaubst. In dreißig Tagen wirst du bei einen Großelten in Deggenfeld sein. Ich weiß es…“

Der Prolog erzählt von einem Pogrom im Jahre 1324 in Mecklenburg. Miriam hatte mit ihren Eltern Bekannte besucht. Sie überlebt, ist aber gefangen. Doch ein Cousin befreit sie und ermöglicht ihr die Flucht.
Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er passt sich den historischen Gegebenheiten an. Außerdem zeugt er von intensiver Recherche des Autors.
Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen. Miriam hat in Salerno Medizin studiert und kehrt nun als Ärztin in die Heimat zurück. Grund ist der Hoftag Ludwig !V. in Koblenz. In der Stadt beobachtet Miriam einen Mord. Der Sterbende ist ein Bekannter aus ihrer Kinderzeit. Er drückt ihr eine Feder in die Hand.
Nach dem Hoftag begibt sich Miriam in ihren Heimatort. Dort stellt sie fest, dass ihre Tochter Rebecca seit längerem verschwunden ist. Ihr Großvater möchte, dass sie ihm in der Praxis hilft und diese bald übernimmt. Noch hält sich Miriam bedeckt.
Sehr ausführlich werden die ärztliche Behandlungen beschrieben. Auch Diskussionen zwischen Großvater und Enkelin drehen sich um diese Thematik. Dabei wird deutlich, dass jüdische Ärzte mehr Freiheit bei der Berufsausübung haben wie christliche.
Spannend fand ich auch, wie die Brandbekämpfung in jener Zeit funktioniert hat. Jeder ist aufgerufen mitzutun. Doch Vorurteile grassieren auch da. Glücklicherweise lässt sich nicht jeder beeinflussen.

„...Er hat recht, Feuerherr, ich kann bestätigen, dass die Juden ganze Arbeit geleistet haben. Im Gegensatz zu manchen anderem Bürger der Stadt, der sich gedrückt hat und gar nicht erst erschienen ist...“
Einige Ereignisse machen Miriam schnell klar, dass die Ereignisse in Koblenz weite Kreise ziehen und auch in Deggenfeld verortet sind. Mit dem Besitz der Feder hat sie sich in gefährliches Fahrwasser begeben.
Momentan aber gibt es ein dringenderes Problem. Eine Heuschreckenplage braucht Schuldige. Die Oberen der Stadt hetzen den Mob gegen die Juden auf. Sie hoffen, damit gleichzeitig ihre Schulden los zu werden. Deshalb dürfen die Juden die Stadt nicht mehr verlassen. Ein Rabbi in Salerno hatte Miriam einst gesagt:

„...Wisse, meine Tochter: Es gibt nichts Gefährlicheres als die Menge, die zum Pöbel wird. Sie vermag aus einem Hasen einen Wolf zu machen…“

Hat Miriam eine Chance, sich und ihre Großeltern zu retten? Wird sie ihre Tochter wiedersehen? Und wird sie herausfinden, was es mit den Federn auf sich hat?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen und was Hass für Folgen hat.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Spannend und authentisch

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In diesem historischen Roman wird die historisch belegte Gräueltat vom 30.09.1338 im bayerischen Deggendorf an der jüdischen Bevölkerung literarisch hervorragend verarbeitet.
Dies ist nun mein dritter ...

In diesem historischen Roman wird die historisch belegte Gräueltat vom 30.09.1338 im bayerischen Deggendorf an der jüdischen Bevölkerung literarisch hervorragend verarbeitet.
Dies ist nun mein dritter historischer Roman von Peter Orontes und auch dieses Mal war ich von seinem Schreibstil und vom Inhalt ganz begeistert. Der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gehalten und ich war immer mitten im Geschehen. Aufgrund der hervorragenden Struktur des Buches konnte ich problemlos der packenden Handlung, die mehrere Erzählstränge beinhaltet, folgen.
Ich liebe die bildhafte Sprache von Peter Orontes. Sätze wie „Es begann eine andere Saat zu sprießen. Die Saat des Bösen. Noch niemand wusste davon. Außer denen, die sie ausgebracht hatten. Nur Tage später sollte sie aufgehen“ (S. 208) haben mich begeistert.
Im ersten Handlungsstrang wird in der fiktiven Stadt Deggenfeld, wo am 30. September 1338 ein Pogrom gegen die Juden stattfindet, das jüdische Leben mit ihren Bräuchen sowie der Stimmungswandel der Bevölkerung beschrieben. Anhand der jüdischen Magistra Medicinae Miriam bat Nathan, die in Salerno studiert hatte, erfahren wir ausführlich über die damalige fortschrittliche medizinische Behandlungsmethoden der jüdischen Ärzte. Gleichzeitig wird aber auch der Unterschied zur christlichen Behandlung, die Zweiteilung zwischen Arzt und Wundarzt deutlich, die sehr rückständig war. Alle Protagonisten sind authentisch, auch wenn sie etwas klischeehaft dargestellt werden. Ich konnte den Stimmungswandel der christlichen und der jüdischen Bevölkerung beim Lesen direkt spüren.
Im zweiten Handlungsstrang geht es um eine blutige Verschwörung. Dank der immer wiederkehrenden kurzen und hervorragenden Zusammenfassungen der Ereignisse und die daraus gebildeten Schlussfolgerungen, wurde ich beim Lesen immer wieder „abgeholt“, so dass ich kein Problem hatte, auch diesem Handlungsstrang um die Morde mühelos zu folgen.
Der dritte Handlungsstrang auf den ich jetzt wegen nicht eingehen möchte, um das Geheimnis nicht zu verraten, und die noch offen gebliebene Fragen, sind ein gelungener Cliffhanger für den Abschluss der Dilogie.
Ich fand das Personenverzeichnis mit Nennung der wichtigsten Personen und vor allem die Erläuterungen im Glossar sehr hilfreich. Die historisch belegten Personen sind dabei separat aufgeführt. Dank des Nachwortes konnte ich Fiktion und Realität sehr gut auseinander halten.
Fazit:
Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, da mir alle Handlungssträngen sehr gut gefallen haben. Ich habe jede Seite des Buches genossen.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Gut recherchierter Roman über eine jüdische Medica

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Cover: Das Cover des Romans ist schlicht aber dafür sehr edel und ich mag diesen dunklen Blauton sehr gerne. Er passt auch zu den eher düsteren Themen des Romans.

Inhalt: Deggenfeld im Jahre 1338. Die ...

Cover: Das Cover des Romans ist schlicht aber dafür sehr edel und ich mag diesen dunklen Blauton sehr gerne. Er passt auch zu den eher düsteren Themen des Romans.

Inhalt: Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca ist, eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen genießt und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.

Meine Meinung: Ich lese zurzeit supergerne historische Romane, die mich mit interessanten Charakteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch nachdem mich der Klappentext schon angesprochen hatte. Ich habe ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist wirklich angenehm, bildlich und es hat sich ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten geradezu dahinfliegen lässt. Somit habe ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist zwar eher langsam und gemächlich, aber Längen gab es im Buch dennoch nur sehr selten, da die Handlung immer spannend gewesen ist. Besonders sympathisch war mir in diesem Buch die Protagonistin Miriam, die ein sehr großes Medizinwissen mitbringt und mich damit immer wieder faszinieren konnte! Im Buch geht es einerseits um die Medizin einer jüdischen Media, aber auch um Intrigen, Plagen und Bedrohungen die sich vorallem gegen jüdische Menschen gerichtet haben. Es war spannend zu lesen, aber auch grausam und ich musste öfter schlucken. Der Roman endet mit einem kleinen Cliffhanger und ist, im Vergleich zum restlichen Buch, etwas schnell und abrupt erzählt, jedoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten und mich wieder etwas dazulernen lassen. Auch das Nachwort des Autors ist sehr lesenswert und ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Von mir erhält das Buch 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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