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Veröffentlicht am 30.08.2025

Tolle Fortführung von Band 1

Silber - Das zweite Buch der Träume
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Band 2 hat mich auf jeden Fall noch mal mehr abgeholt, als Band 1. Liv fand ich hier einen sehr viel stärkeren Charakter, auch wenn sie immer mal wieder trotzdem zu leicht einknickt meiner Meinung nach, ...

Band 2 hat mich auf jeden Fall noch mal mehr abgeholt, als Band 1. Liv fand ich hier einen sehr viel stärkeren Charakter, auch wenn sie immer mal wieder trotzdem zu leicht einknickt meiner Meinung nach, die Geschichte fand ich noch mal spannender, und die Plottwists fand ich auch gut gelungen. Nicht zwingend so, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte sie vorhersehen können, aber ich war auch absolut nicht überrascht von allem, was passiert ist, und entsprechend stimmig kam die ganze Geschichte mir vor.
Ich mag die Zusammenarbeit der Hauptfiguren, und die Konflikte zwischen allen Charakteren, und ich sehe auf jeden Fall auch so einiges in Band 3 auf uns zukommen, auf das ich mich sehr freue. Außerdem mochte ich, wie sehr die (oder zumindest ein Teil der) Familie hier zusammengehalten hat, auch unabhängig von Blutsverwandtschaft, hat mich sehr glücklich gemacht.
Etwas irritiert war ich davon, dass das Ende praktisch identisch zu Band 1 war (bzw. ich glaube der letzte Satz sogar fast wortwörtlich einfach wiederholt wird), was für mich hier leider nicht das Gefühl von "in sich geschlossen" gegeben, sondern eher die Wirkung der ganzen Szene gemindert hat, abgesehen davon hatte ich aber glaube ich nicht wirklich was auszusetzen an dem Buch (außer vielleicht, dass ein bisschen mehr Kommunikation niemandem schaden würde, auch wenn ich in diesem Fall zu 100% nachvollziehen kann, warum es die nicht gab, und es auch durchaus zu den Figuren passte, entsprechend war ich nicht zu frustriert davon), und bin einfach insgesamt jetzt nach dem Lesen ziemlich zufrieden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie alles ausgeht (und wann ich's erfahre, bisher bin ich nämlich noch nicht im Besitz des letzten Bandes).

Veröffentlicht am 30.08.2025

Tolle individuelle Story, insgesamt nicht ganz die richtige Botschaft

The Gender of Mona Lisa 8
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Ich gebe zu, dass am Ende sogar ein paar kleine Tränchen flossen, weil ich mich so für Hinase gefreut habe, und wie sier sich entwickelt hat. Tatsächlich ist Hinases ganze Geschichte tatsächlich sehr bewegend, ...

Ich gebe zu, dass am Ende sogar ein paar kleine Tränchen flossen, weil ich mich so für Hinase gefreut habe, und wie sier sich entwickelt hat. Tatsächlich ist Hinases ganze Geschichte tatsächlich sehr bewegend, und wie sier mit all den Schwierigkeiten umgeht und siehre Gefühle betrachtet und reflektiert fand ich wirklich schön gemacht.
Leider ändert das natürlich auch weiterhin nichts daran, dass ich trotzdem meine Schwierigkeiten mit der Welt habe, und so sehr ich die individuelle Geschichte von Hinase auch mag, so sehr stößt es mir doch sauer auf, dass es in der Welt der Bücher scheinbar trotz aller Geschlechtslosigkeit in Kinderjahren keine einzige nicht binäre Person gibt. Das verursacht trotz allem doch das Gefühl, dass Binärität die Norm sei, und alles andere irgendwie merkwürdig, und damit stimme ich einfach nicht überein. Aus gerade dieser Perspektive muss ich leider auch sagen, dass die ganze Reihe an Qualität für mich abnimmt. Als individuelle Geschichte, die zeigt, wie eine Person letztendlich feststellt, dass sie doch ein binäres Geschlecht hat, finde ich sie zwar toll, aber angenommen jemand nicht binäres liest die Reihe: Die Person kriegt doch eigentlich ununterbrochen gesagt, dass das nur eine Phase ist, und sollten wir solche Aussagen und Botschaften nicht eigentlich längst hinter uns gelassen haben?
Ich werde trotzdem beide Enden lesen, einfach weil mich Hinases Geschichte weiterhin interessiert, nur insgesamt ist die Reihe eigentlich nur ein ganz langes "in Wirklichkeit sind wir alle binär"-Ding, egal wie sehr das Buch teilweise Ansätze zeigt, dass es eigentlich etwas anderes sagen möchte, und damit ist es für mich leider auch immer mit einem sehr miesen Beigeschmack verbunden.

Veröffentlicht am 30.08.2025

Weiterer schöner Band, bei dem ich ein paar Dinge aber wieder fragwürdig fand

The Gender of Mona Lisa 7
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Wieder ein einerseits schöner Band, der mich andererseits aber auch wieder auf so einige Logiklücken hingewiesen hat. Zum Beispiel die Tatsache, dass Frankreich komplett in einer Sprache lebt, in der alles ...

Wieder ein einerseits schöner Band, der mich andererseits aber auch wieder auf so einige Logiklücken hingewiesen hat. Zum Beispiel die Tatsache, dass Frankreich komplett in einer Sprache lebt, in der alles männlich/weiblich ist, weil das in unserer Welt auch so ist/war, aber wenn in Frankreich die Geschlechtsreife ja aber auch erst ab einem gewissen Punkt eintritt, dann muss die Sprache für davor ja auch existieren, theoretisch kann es also nicht (fast) alles männlich/weiblich sein. Also ich verstehe natürlich, dass man die Sprache nicht neu schreiben kann, aber das ergibt doch für diese Welt hier dennoch keinen Sinn.
An sich der größte Teil der Story hat mir aber wieder gut gefallen. Es gibt immer noch viele Stereotypen und eine heteronormative Welt, so mehr oder weniger, aber gleichzeitig wird auch aufgegriffen, dass es nicht alles so ist, wie die Stereotypen es einen vielleicht glauben lassen, und das fand ich wiederum richtig schön gemacht. Ich glaube, die Reihe könnte einfach bis zum Ende eine Mischung aus "voll gute Ideen" und "Worldbuilding wirkt nicht ganz stimmig" sein ... aber das werde ich ja bestimmt noch feststellen.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Nach ewiger Pause mein Lieblingsband bisher

The Gender of Mona Lisa 6
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Ich hatte die Reihe jetzt fast zwei Jahre pausiert, bevor ich in Band 6 eingestiegen bin, kam allerdings auch ohne Reread super rein ins Geschehen und hatte keine Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, ...

Ich hatte die Reihe jetzt fast zwei Jahre pausiert, bevor ich in Band 6 eingestiegen bin, kam allerdings auch ohne Reread super rein ins Geschehen und hatte keine Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, und kann außerdem sagen, dass dieser Band mir bisher am besten gefallen hat. Auch noch nicht zwingend perfekt, und vielleicht wird es mit den nächsten Bänden auch wieder abnehmen, denn bisher war es auch immer ein auf und ab, aber ganz viele Fragen, die sich mir in den ersten Büchern gestellt haben, und die ich ziemlich oberflächlich beantwortet fand, sind hier endlich zumindest erwähnt worden, und das hat mich doch sehr glücklich gemacht.
Unter anderem die Tatsache, dass es trans Menschen tatsächlich gibt, und dass Hinase sich entschieden hat, erst einmal sich selbst darüber im klaren zu werden, was sier eigentlich möchte, haben mich sehr glücklich gemacht. (Besonders ersteres hat bei mir bisher große Fragen aufgeworfen, und zweiteres ist hauptsächlich eine eigene Vorliebe.) Außerdem fand ich es schön, dass man zumindest einen kleinen Einblick in die queeren Tatsachen dieser Welt hatte.
In meinen Augen ist es irgendwie zu wenig, bzw. finde ich, dass dafür, dass Ungeschlechtlichkeit eine so große Rolle spielt, die ganze Welt auch weiterhin sehr heteronormativ vorkommt, war mir nicht ganz richtig/logisch erscheint, aber es wurde aufgegriffen, und man merkt, dass die Person, die die Reihe schreibt, das ganze zumindest nicht vergessen hat.
Mir stößt immer noch ein wenig auf, wie genau mit nicht-binären Menschen in der Welt umgegangen wird, bzw. wie "abnormal" das trotz allem Verständnis doch zu sein scheint, was ich echt kritisch finde (und besonders in Kombination mit der Tatsache, dass die letzten Bände X/Y heißen, ahne ich da irgendwie nicht viel Gutes), aber gleichzeitig hat Yoshimura mich bisher auch immer mal positiv überrascht, und ich find's bisher auch durchaus gut, also bleibe ich einfach mal gespannt, wie sich alles weiter entwickelt.
(Zu den Figuren muss ich außerdem sagen, dass ich sie hier fast alle richtig gerne hatte. Und eventuell war Shiori mit seiner Erkenntnis Aoi gegenüber tatsächlich mal mein Favorit, weil er endlich mal richtig über den Tellerrand geschaut hat, was ich die ersten 5 Bände tatsächlich nie erwartet hätte, also ... mal sehen, wie sich das noch entwickelt.)

Veröffentlicht am 29.08.2025

Ließ in meinen Augen wieder etwas nach

The Gender of Mona Lisa 5
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Nicht ganz so überzeugend wie Band 4, aber dennoch auch weiterhin ziemlich gut.
Besonders Aoi fand ich diesmal richtig super, und generell haben die Nebenfiguren mir verdammt gut gefallen.
Und auch die ...

Nicht ganz so überzeugend wie Band 4, aber dennoch auch weiterhin ziemlich gut.
Besonders Aoi fand ich diesmal richtig super, und generell haben die Nebenfiguren mir verdammt gut gefallen.
Und auch die Beziehungen zwischen Hinase und den anderen beiden waren ziemlich okay. Ich bin nicht total begeistert von Ritsu und Shiori, sie haben beide etwas nachgelassen in meinen Augen, aber sie waren auch beide nicht die schlimmsten Figuren, und ich kann durchaus irgendwie sehen, woher sie jeweils mit ihrer Motivation kommen. Ritsu habe ich eventuell nicht ganz so gemocht wie beim letzten Mal, und gerade für Hinase tat es mir ziemlich leid, aber andererseits bin ich auch der Meinung, dass es gut für Ritsu ist, dass sie für sich selbst einsteht. Es ist nicht ideal, es hatte wieder diesen sehr zwangvollen Unterton, den ich nicht mochte, aber wenn es Ritsu wichtig ist und für sie so sein musste, dann verstehe ich das. Manche Dinge muss man eben tun, selbst wenn sie nicht immer bei allen gut ankommen.
Diesen Band die Nebenfiguren eindeutig mein Highlight, aber auch der Rest weiterhin ziemlich okay. Nur das Ende ist sehr ... ich bin gespannt, wo das noch hinführt, aber bisher bin ich wirklich nicht begeistert davon. Eigentlich dachte ich ja, dass ich Shioris Bruder nicht ganz so schrecklich war, oder zumindest kam er mir in vielen Momenten nach Band 1 ziemlich okay vor, aber wenn das alles wirklich Absicht war ... mir ist relativ egal, warum er all das tut, es herrscht ärztliche Schweigepflicht, und dass er die so unglaublich missbraucht finde ich wirklich grauenhaft. Besonders, nachdem er nicht mal mit Hinase vorher über irgendwas spricht. Also der geht mir wirklich sehr auf die Nerven/der ist bei mir gerade ziemlich unten durch.
Aber mal sehen, vielleicht wird es ja im nächsten Band doch besser.