Profilbild von MayaB

MayaB

Lesejury Star
offline

MayaB ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MayaB über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Erstaunlich realistisch

Bodyguard - Das Lösegeld
0

Ein weiterer Bodyguard-Band, der mir echt gut gefallen hat, sogar besser als der erste, und ich bin schon wieder überrascht. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie denke ich beim Cover jedes Mal, dass ...

Ein weiterer Bodyguard-Band, der mir echt gut gefallen hat, sogar besser als der erste, und ich bin schon wieder überrascht. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie denke ich beim Cover jedes Mal, dass es eine typische "Held kriegt alles hin" Geschichte wird, und ... ja, irgendwie ist es das vermutlich auch, aber gleichzeitig ist das ganze so geschrieben, dass ich es absolut realistisch finde, wie Connor alles hinbekommt. Im Rahmen des Settings natürlich, ich halte es nicht grundsätzlich für realistisch.
Connor hat und macht Fehler, aber er lernt auch, findet sich in Situationen zurecht, und was mich mit am meisten überrascht: ich find's super, dass in den Büchern tatsächlich die Einsätze der Fokus sind, und nicht irgendwelche Liebesgeschichten. Denn auch danach sieht das Cover für mich immer aus, aber nein, Connor scheint tatsächlich großteils seinen Job echt professionell zu machen.
Ich bin außerdem bei diesem Buch sehr überrascht davon, wie realistisch die Piraten beschrieben sind. Nicht, dass ich viel Ahnung hatte, aber ich habe vor einer Weile die Biographie von jemandem gelesen, der tatsächlich von Piraten entführt worden ist, und wie das alles hier geschrieben war stimmte echt stark damit überein. Gab so ein paar Momente, in denen ich dachte "das kommt mir doch zu krass vor" oder so, und dann war es aber doch genau das, was ich erwartet hatte. (Wie, dass Piraten großteils die Menschen um sich herum in Ruhe lassen/dass ein Großteil der Motivation zum Beispiel die Überfischung der Meere ist, bzw. die Tatsache, dass man durch Fischen nichts mehr verdienen kann.) Ist natürlich jetzt nur mein Wissen aufgrund der einen Biographie, vielleicht also auch komplett falsch, aber hat zumindest mich ziemlich gut davon überzeugt, dass Bradford tatsächlich eine Menge Mühe in seine Recherchen steckt.
Für mich eine super Fortsetzung, und sollte mir je wieder ein Buch der Reihe in die Hände fallen, werde ich das auf jeden Fall auch lesen!

Veröffentlicht am 20.04.2025

Atkins überzeugt mich immer wieder.

Die Nacht schreibt uns neu
0

Wieder einmal ein Buch von Atkins, das mich komplett überzeugen konnte, obwohl es mich gefühlt eigentlich inhaltlich kaum interessiert. Ich weiß nicht, wie sie es immer wieder schafft, aber ich bin auf ...

Wieder einmal ein Buch von Atkins, das mich komplett überzeugen konnte, obwohl es mich gefühlt eigentlich inhaltlich kaum interessiert. Ich weiß nicht, wie sie es immer wieder schafft, aber ich bin auf jeden Fall Fan davon. Die Figuren sind lebendig, stark, und emotional genau so geschrieben, dass ich komplett mit ihnen mitfühlen kann. Außerdem finde ich, dass die weibliche Protagonistin wirklich extrem gut auf Situationen reagiert. Also nicht fehlerlos, das auf keinen Fall, weil natürlich haben Menschen Fehler, aber an keiner Stelle fand ich ihre Reaktionen frustrierend, oder hatte ein Gefühl von "warum tut sie denn das jetzt?" oder irgendwas in der Art. Sondern tatsächlich war ich eigentlich die ganze Zeit voll bei ihr, und fand es super, wie sie für sich eingestanden ist.
Und die Nebenfiguren fand ich auch großteils ziemlich gut. Klar, auch mit ihren Fehlern, und bei so einigen Sachen war ich überhaupt nicht bei ihnen, wie sie reagiert haben oder sich in das Leben der Protagonistin eingemischt haben, aber als Figuren haben sie gut funktioniert, ich fand die Handlungen komplett nachvollziehbar, und insgesamt hat sich für mich wieder einmal bewahrheitet, dass ich Atkins' Schreibstil genug mag, dass ich vermutlich alles von ihr mögen werde, sobald ich zu lesen anfange.
Hat mir alles in allem wieder gut gefallen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2025

Sehr spannende und liebenswürdige Geschichte

Die Weltensegler - Die phantastische Suche nach der Überallkarte
0

Ich habe wirklich nicht erwartet, so viel Spaß an dem Buch zu haben. Also ich habe damit gerechnet, dass es mir gefallen würde, und dass ich's gut finden würde, aber so sehr? Ich glaube es hat mich insgesamt ...

Ich habe wirklich nicht erwartet, so viel Spaß an dem Buch zu haben. Also ich habe damit gerechnet, dass es mir gefallen würde, und dass ich's gut finden würde, aber so sehr? Ich glaube es hat mich insgesamt vielleicht 5 Stunden gekostet, durch das Buch zu kommen, in zwei Sitzungen (die erste Hälfte gestern Abend, die zweite heute früh), und vielleicht liegt es auch daran, dass ich so schnell gelesen habe, keine Ahnung, aber ich hatte wirklich nichts an dem Buch auszusetzen. Ich fand die Geschichte von Anfang an spannend, alle Figuren ziemlich liebenswert, fand es wirklich schön umgesetzt, wie die Autoren mit Fins Problem umgegangen sind und dass es nie vergessen wurde, während des Abenteuers waren zwar die Kinder mal gelangweilt, ich beim Lesen aber wirklich nie, und die Auflösung am Ende fand ich richtig schön. Auch etwas traurig, wie alles ausgeht, aber da es sich um eine Reihe handelt, werde ich den Figuren ja hoffentlich nicht für immer Lebewohl sagen müssen, und entsprechend bin ich mit dem Ausgang wirklich richtig zufrieden, und freue mich schon darauf, dass es im nächsten Band für mich weitergehen wird, von dem ich mir erhoffe, dass das Lesen genauso viel Spaß machen und Unterhaltung bieten wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2025

Gutes Buch, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird

Märchenprinz
0

Vermutlich hätte das Buch eine bessere Bewertung verdient, wenn ich mit den richtigen Erwartungen in die Geschichte hineingegangen wäre, aber leider wird das Buch irgendwie überall als komisch/lustig und ...

Vermutlich hätte das Buch eine bessere Bewertung verdient, wenn ich mit den richtigen Erwartungen in die Geschichte hineingegangen wäre, aber leider wird das Buch irgendwie überall als komisch/lustig und romantisch und amüsant beschrieben, und mit keinem Wort wird irgendwo erwähnt, dass es sich eigentlich mit häuslicher Gewalt und Alkoholismus und solchen Dingen auseinandersetzt, und entsprechend war ich eigentlich nicht in dem richtigen Mindset für die Geschichte, weil ich nicht damit gerechnet habe. Hätte ich es von Anfang an gewusst, hätte ich das Buch vermutlich gar nicht erst gelesen, weil ich mich einfach überhaupt nicht dafür interessiert habe, so habe ich es erst erfahren, als ich schon so einige Seiten hinter mir hatte, und dann wollte ich es irgendwie auch bis zum Ende durchziehen.
Vielleicht etwas ironisch, angesichts des Themas, dass ich nicht aufgeben konnte, anders als in Beziehungen mit häuslicher Gewalt kann ich hier aber sagen, dass ich es insgesamt nicht bereut habe. Ich hatte nicht wirklich Spaß an der Geschichte, von amüsant oder "urkomisch" ist das alles auch meilenweit entfernt gewesen, und besonders Lola ging mir extrem auf die Nerven, so wie sie geschrieben wurde, einfach weil ich mit den ganzen unvollständigen Sätzen so gar nicht klar kam, aber inhaltlich war es durchaus spannend, das Ende fand ich überraschenderweise doch zufriedenstellend (womit ich irgendwann zwischendurch echt gar nicht mehr gerechnet hatte), und während das Buch mir insgesamt einfach viel zu lang war und ich in der Zeit lieber ein paar andere Geschichten gelesen hätte, kam mir (als nicht betroffener Person) die Aufarbeitung von allem doch ziemlich gut vor, und ich hatte durchaus das Gefühl, dass Keyes wusste, was sie hier tut.
Ich denke, wenn ich die richtige Zielgruppe für das Buch gewesen wäre, wäre es echt super gewesen, so eher im Mittelfeld für mich (aber auf keinen Fall fand ich's schlecht).

Veröffentlicht am 18.04.2025

0/5 Sternen, selbst geschenkt hätte das Buch noch zu viel gekostet

Mein Bruder heißt Jessica
0

Ich habe schon einige Bücher gelesen, die ich wirklich nicht leiden konnte, und die ich schrecklich fand, und nachdem ich nun dieses hier gelesen habe: die waren alle gar nicht so schlecht, wie ich dachte. ...

Ich habe schon einige Bücher gelesen, die ich wirklich nicht leiden konnte, und die ich schrecklich fand, und nachdem ich nun dieses hier gelesen habe: die waren alle gar nicht so schlecht, wie ich dachte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich ein Buch jemals so wütend gemacht hätte, wie dieses hier, und ich musste mich beim Lesen wirklich aktiv dagegen entscheiden, Seiten aus dem Buch zu reißen. Und das meine ich nicht als Übertreibung. Vermutlich hätte ich das Buch gleich nach dem ersten Kapitel abbrechen sollen, weil ich da schon gemerkt habe, wie sauer es mich macht, aber ich hatte die Hoffnung, dass es besser werden würde, irgendwann, vielleicht würde das alles ja doch noch richtig ausgearbeitet werden, vielleicht ist da ja noch irgendein Fünkchen gute Geschichte in dem Buch, das alles irgendwie erträglicher macht, und dann war ich bei 50 Seiten, und 80, und 100, und 150, und es kam einfach nichts.
Hat das Buch irgendwelche guten Dinge an sich? Ja. Die letzten 5 Seiten fand ich akzeptabel. Oder vielleicht waren es sogar 10. Wäre das ganze Buch so geschrieben gewesen, wie diese letzten 10 Seiten, dann hätte das Buch vielleicht sogar 3 von 5 Sternen von mir kriegen können. Aber leider gingen den 10 Seiten 240 andere Seiten voraus, die nicht entsprechend geschrieben waren.
Was hat dieses Buch so schwer zu lesen gemacht? Transphobie. Und zwar Unmengen davon, und von jeder einzelnen Person im Buch. Selbst Nebenfiguren, die nur einmal kurz auftauchen, fallen über Jessica her und machen sie runter, und halten ihrer Familie Vorträge, und die Familie macht mit! Die Eltern sind ständig dabei, an Elekrtoschocktherapie zu denken, und ihr Kind irgendwie heilen zu wollen. Und dann gibt es endlich zwei Leute, die halbwegs hinter Jessica stehen (vielleicht eher 1,5), und die misgendern sie auch ununterbrochen und bezeichnen sie als Jungen und all das. Was soll der Mist? Es gibt nach 180 Seiten eine Person, die Jessica endlich ein Mädchen nennt, und von ihr als sie spricht, und die tatsächlich Jessica unterstützt, und oh mein Gott hatte das Buch sojemanden nötig, aber nach allem anderen davor macht es leider auch nichts besser, besonders, weil Sam, aus dessen Sicht wir das ganze ja lesen, es einfach nicht schafft, auch nur einmal zuzuhören. Generell hört niemand in dem Buch zu. Sie behaupten es alle ständig, aber nichts passiert. Die eine der 1,5 Personen nimmt sich sogar raus, Jessica gegenüber zu sagen, dass sie ihren Eltern doch auch mal zuhören sollte. Während die weiterhin ständig an Elektroschocks denken, damit ihr Kind wieder normal wird! WTF?
Und dann nimmt sich das Buch noch raus, dass Jessica ihren Eltern gegenüber nach allem, was passiert ist, sagt, sie seien gute Eltern, trotz allem. Was sie wirklich nicht sind. Also selbst wenn wir die Transphobie und den Rassismus und die Homophobie und all das rausnehmen (ja, die Eltern sind nicht nur transphob, sondern gleich das Komplette Programm), sind die Eltern immer noch egozentrisch, vernachlässigend, haben keinerlei Verständnis dafür, wie man mit Kindern umgehen sollte, nutzen ihre Kinder nur für ihre eigenen Zwecke aus, es gibt keinen einzigen liebevollen Moment mit irgendwem (wenn man mal von dem Gedanken an Elektroschocks absieht, weil sie ihr Kind so lieben und es zurückhaben wollen, merkt man, wie sehr mich das aufgeregt hat?), und dann 10 Seiten vor Ende wird plötzlich ein Schalter umgelegt, den beiden fällt auf, was sie getan haben, und plötzlich ist alles perfekt, Friede Freude Eierkuchen, glückliche Familie, und die Welt ist super in Ordnung. Keinerlei Charakterentwicklung, oder Einsehen der Fehler oder Lernen von irgendwas, es sind einfach alle Figuren mit einem Mal ausgetauscht und darum bessere Menschen und alles ist gut.
Was neben allen anderen Problemen, die ich mit dem Buch hatte, auch für Probleme mit der Geschichte an sich gesorgt hat, weil sie halt einfach wirklich nicht gut geschrieben war, sonst hätten wir Charakterentwicklung oder irgendwas bekommen, das haben wir aber nicht. Stattdessen haben wir 240 Seiten Geschichte, die sich eigentlich nur damit befasst, wie schlecht es der Familie von Jessica geht, und wie Jessica ihnen das antun kann, und Jessica ist so ein schlechter Mensch, keinerlei Aufklärung oder überhaupt der Versuch, irgendwas zu verstehen, sondern Schuldzuweisung bis zum bitteren Ende, der Wunsch, zu dem zurückzukehren, wie es war, egal wie schlecht es Jessica damit geht, weil "sie hat angefangen" (mehr oder weniger ein Zitat, natürlich wird Jessica niemals tatsächlich als Mädchen bezeichnet), es passiert keinerlei Aufklärung an irgendeiner Stelle, und dann soll das ein Buch sein, das für trans Identitäten sensibilisiert? Wie bitte? Ich arbeite mit Kindern, und ja, Kinder sind schlau, aber nicht so schlau, dass sie dieses Buch lesen könnten, und tatsächlich erkennen würden, wie viel hier falsch läuft. Immerhin fällt das Wort transgeschlechtlich zwei oder drei Mal, da lernt man es vielleicht, aber sonst? Es geht ja nicht mal um Jessica, sondern wirklich hauptsächlich um Sam, und wie schlecht es ihm mit Jessicas Entscheidung geht, und dann kriegen wir zwischendurch noch ein paar weirde Romanzen mit Sam und irgendwelchen Mädchen, und Jessica taucht zwischendurch mal richtig lange gar nicht auf, weil warum auch, und ... nein. Einfach nein. Bewegend? Einfühlsam? Wie bitte? Keine Ahnung, wer das auf die Rückseite des Buches geschrieben hat, aber hat die Person irgendeine Ahnung vom Thema?
Und vielleicht, trotz allem, hätte ich diesem Buch noch irgendwie 0,25 Sterne geben können, ganz eventuell (vermutlich nicht), aber dann ist da noch die Übersetzung, in der Jessica sich selbst misgendert. Weil wer auch immer es übersetzt hat immer das "generische Maskulin" genommen hat, wann immer Jessica über sich selbst spricht. Selbst in den Momenten, in denen sie versucht, Leuten klarzumachen, dass sie sich als Mädchen fühlt, nutzt sie immer die männlichen Berufsbezeichnungen für sich selbst. Bitte was? Was soll der Mist? Und ja, vielleicht kommt jetzt irgendwer mit "das passiert halt mal, wenn man es so gewohnt ist": nein. Nein nein nein nein. Okay, vielleicht, vielleicht irgendwem, aber in diesem Buch hätte es nicht passieren dürfen. Wir haben 99% der Figuren im Buch, die Jessica schon misgendern, da hätte sie es nicht selbst auch noch machen dürfen. Und ja, das ist jetzt anekdotische Evidenz, aber: Ich bin mir immer zu jeder Zeit 100% bewusst darüber, welche Berufsbezeichnung ich nehme, wenn ich über mich spreche. Ich gendere teilweise sogar beim Sprechen, also mit einer Lücke zwischen Lehrer:in zum Beispiel, weil ich manchmal eben einfach nicht in eine der Kategorien passe und es keine gute geschlechtsneutrale Bezeichnung gibt. Also dass Jessica nicht auffallen sollte, dass sie sich da selbst misgendert? Ich bezweifle es. Und wie.
Ich habe im Second Hand Handel 1€ für das Buch ausgegeben, und es war ehrlich zu viel. Viel zu viel. Selbst umsonst wäre es noch zu viel Geld gewesen.
Aber ich sehe es mal positiv: Immerhin werden alle zukünftigen Bücher jetzt vermutlich besser sein, denn ich bezweifle, dass es schlechter geht. Und wenn doch, dann will ich's nicht wissen, das hier war schlimm genug. Und damit jetzt genug von meiner Abneigung zu diesem Buch, und ich suche mir irgendwas, was ich damit basteln kann, weil einfach wegwerfen tue ich Büchern nicht an, aber zumindest dieses Exemplar wird auch bestimmt nie wieder von irgendwem gelesen werden, wenn ich es irgendwie verhindern kann.