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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2025

Reihe hat für mich zum Ende wieder nachgelassen

Scary City 3: Der Bezwinger der Dämonen
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Leider konnte der letzte Band der Reihe mich wieder etwas weniger überzeugen als der zweite. Es war weiterhin sehr schnell zu lesen, aber die Klischees waren wieder stark vorhanden, emotional konnte mich ...

Leider konnte der letzte Band der Reihe mich wieder etwas weniger überzeugen als der zweite. Es war weiterhin sehr schnell zu lesen, aber die Klischees waren wieder stark vorhanden, emotional konnte mich nichts vom Geschehen überzeugen (dafür, dass mehrere Leute sterben/in Gefahr schweben war's mir wirklich einfach egal, weil die Art, wie im Buch damit umgegangen wird, für mich einfach sehr gefühllos wirkte, und außerdem wurden die entsprechenden Personen wirklich schnell vergessen), manche Dinge wurden mir zu oft aufgefrischt (es wurde zum Beispiel mehrfach erklärt, wer Mr Myrddin ist, was ich als einmalige Wiederholung von der vorherigen Geschichte okay fände, aber mehr als das braucht's wirklich nicht), einige Figuren fand ich relativ inkonsequent (wie Myrddin, der angeblich niemanden alleine losziehen lassen würde, obwohl ihn das bisher nie gestört hat, oder Mats Mutter, die die ganze Reihe über mal nett, mal ruppig, mal hilfsbereit, mal eher zickig war), und mich hat auch ein wenig gestört, wie leicht Figuren einerseits von Mord reden oder davon Leute umzubringen, sie in anderen Momenten aber ganz geschockt sind, wenn Leute (auch Feinde) sterben.
Auch das Ende ging mir dann leider viel zu schnell. Ich glaube, wenn alles etwas länger oder emotionaler geschrieben worden wäre, dann hätte es auf jeden Fall funktionieren können, so finde ich die Idee zwar nett, die Umsetzung aber an so vielen Stellen eher oberflächlich und mangelhaft, dass ich trotzdem nicht wirklich zufrieden bin.

Veröffentlicht am 10.04.2025

Fantastische Bilder, mit denen die Geschichte nicht immer mithalten kann

Timeless - Retter der verlorenen Zeit
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Es fällt mir relativ schwer, dieses Buch zu bewerten, weil es von der Aufmachung her einfach unglaublich schön ist, die Illustrationen sind (großteils, einige wirken etwas schräg/als wären die Menschen ...

Es fällt mir relativ schwer, dieses Buch zu bewerten, weil es von der Aufmachung her einfach unglaublich schön ist, die Illustrationen sind (großteils, einige wirken etwas schräg/als wären die Menschen eher aus Schnipseln zusammengesetzt) echt fantastisch, die Welt war interessant/eine coole Idee, und das Setting gibt verdammt viel Potential, inhaltlich ... nicht ganz so sehr.
Die Geschichte ist durchaus solide, hat aber eindeutig ihre Schwächen. Teils verlässt sie sich wirklich sehr stark auf die Bilder (sodass ohne Bilder sowas wie kleine Lücken entstehen), teils arbeitet sie in meinen Augen etwas zu sehr mit Klischees (gerade im Umgang mit den Mädchen), teils haben mich kleine Plotpunkte etwas frustriert (wie die Tatsache, dass grob gesagt die Hauptfigur verraten wird und er sich dann am Ende dafür entschuldigen muss, dass er verständlicherweise sauer deshalb war), und teils funktioniert die Geschichte aber echt gut für mich (die grobe Idee und das Setting waren super, und wie ein paar Themen aufgegriffen wurden hat mir auch gefallen, auch wenn ich teils das Gefühl hatte, dass es eher oberflächlich war).
Das Buch ist sehr vollgepackt, und während das in den Illustrationen für mich gut funktioniert, ist es in der Geschichte selbst teils etwas viel gewesen. Wie die Figuren miteinander interagiert haben war an vielen Stellen natürlich, an anderen aber zu viel in meinen Augen. Und dann hat mich das Buch an einer Stelle tatsächlich emotional voll erwischt ... ist da aber gleichzeitig auch zurückgerudert, sodass ich jetzt gerade nicht ganz weiß, was ich davon halten soll. Auch scheint es im Ansatz Magie/Übernatürliches zu geben, was aber nie so richtig erklärt wird oder wozu es nicht wirklich Infos gibt, und während die Welt sehr cool wirkt, hatte ich teils das Gefühl, dass sich über das "das wäre cool" nicht so richtig Gedanken gemacht wurde.
Ich hatte insgesamt trotzdem eine gute Zeit, und das Zusammenspiel aus Bild und Story hat durchaus funktioniert, für mich haben die Bilder (gerade die mit Landschaft) aber wesentlich mehr Eindruck hinterlassen, als die teils eher oberflächlichen oder klischeehaften Figuren/Story-Elemente.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Fantastischer neuer Panem-Band

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Dieses Buch hat mich wirklich sehr emotional zurückgelassen. Was natürlich erwartbar war, immerhin kannte man ja Haymitchs Geschichte schon grob, und außerdem war er bereits im Original meine Lieblingsfigur, ...

Dieses Buch hat mich wirklich sehr emotional zurückgelassen. Was natürlich erwartbar war, immerhin kannte man ja Haymitchs Geschichte schon grob, und außerdem war er bereits im Original meine Lieblingsfigur, entsprechend bin ich auch irgendwie davon ausgegangen, dass das Buch mit mitnehmen würde, aber irgendwie war ich trotzdem nicht bereit dafür. Obwohl ich mir ziemlich sicher war was kommen würde, und nichts an den größeren Handlungen mich wirklich überrascht hat, im großen und ganzen hab ich eigentlich alles kommen sehen, aber Collins hat es trotzdem geschafft, dass das alles mich voll erwischt hat. Ganz besonders der Epilog. Ich war tatsächlich ähnlich emotional wie bei der Original-Trilogie. Was absolut positiv ist, und nur ein Lob an diesen Band hier, aber … ich fühle mich dennoch ein wenig verraten. Vermutlich eher von mir als von Collins, denn dass sie super schreibt, davon bin ich ja ausgegangen.
Die einzige Sache, die mich tatsächlich wirklich überrascht hat, war der Anfang des Buches. Ich war sehr beeindruckt, dass Collins es geschafft hat, wieder eine neue Einleitung zu finden, obwohl der ganze Ablauf (natürlich) so ähnlich zu den vorherigen Büchern ist. Und trotz der Ähnlichkeit war es doch wieder anders genug, um neu zu sein. Hat mir sehr gefallen.
Und natürlich ist Haymitch auch einfach eine Figur, die ich sehr leicht ins Herz schließen kann. Vielleicht, weil ich ihn schon in den bisherigen Büchern so super fand, keine Ahnung, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn auch hier wieder geliebt habe, und die ganzen anderen Erwähnungen von Namen und Andeutungen von Dingen, die dem Leser bereits bekannt waren, haben mir auch unglaublich gut gefallen. In meinen Augen hat das super funktioniert.
Ich weiß, dass einige Leute das Buch nicht so sehr mochten/sie das Gefühl hatten, nicht ganz die Zielgruppe zu sein, weil die Geschichte so ähnlich zu bisherigen Büchern ist, und man entsprechend nicht viel neues lernt, aber ich persönlich war eindeutig die Zielgruppe und ich fand‘s super. Ich konnte ein bisschen was neues Lernen, ein bisschen was altes wiederentdecken, wir kriegen endlich Haymitchs Backstory, die natürlich super war (also, zu lesen, denn es bleiben natürlich die Hungerspiele und Panem), und ich hatte einfach eine gute Zeit. Außerdem fand ich schön, dass man ein paar Abschlüsse aber auch ein paar Anfänge mitbekommen konnte, Snow natürlich Snow ist, und ich war einfach echt glücklich mit dem Buch.
Die Geschichte war packend und durchdacht, ich wurde zum nachdenken angeregt, politisch war das ganze auch wieder super aufgezogen und ich werd mit meinen Gedanken vermutlich einfach generell der Story noch ein wenig mehr nachhängen, und das Zusammenspiel insgesamt zwischen Geschichte und politischen Ansichten fand ich wieder einmal sehr gelungen.
Natürlich ist es nichts komplett neues, aber wenn einem die restlichen Bücher gefallen haben, dann wird dieses hier vermutlich nicht anders sein, und ich persönlich war einfach total begeistert (und am Boden zerstört, bei Panem geht es glaube ich nicht anders).

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Spannende Welt, Magie und Figuren, leider kam vieles zu kurz

A Fragile Enchantment
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Der Titel der Rezension ist für mich Programm: Niamh als Hauptfigur habe ich sehe schnell ins Herz geschlossen, ebenso wie Kit als beständigen Charakter an ihrer Seite, und eigentlich alle Nebenfiguren. ...

Der Titel der Rezension ist für mich Programm: Niamh als Hauptfigur habe ich sehe schnell ins Herz geschlossen, ebenso wie Kit als beständigen Charakter an ihrer Seite, und eigentlich alle Nebenfiguren. Für mich hat Niamh sich mit ihrer Magie und ihren Zielen und Ansichten durchaus wie ein echter Mensch angefühlt, und ich fand, dass man generell sehr gut gemerkt hat, dass alle Figuren ihre eigenen Ziele und Motivation hatten, und an keiner Stelle waren die Charaktere nur „Pappaufsteller“ oder so. Für mich hat das wirklich gut funktioniert.
Ähnlich sieht es mit der Welt aus, die ich sehr magisch fand und mit der ich super leben konnte, und der Magie. Es wird zwar nicht alles total detailliert erklärt, aber das, was erklärt wird, war für mich vollkommen ausreichend, um das Gefühl zu haben, dass es sich um ein echtes Setting handelt, in das ich mich einfach hineindenken konnte. Könnte ich Fragen zu allem und jedem beantworten? Nein. Aber das muss ich auch nicht, es war trotzdem echt genug in meinen Augen.
An der Magie finde ich besonders Niamhs Kräfte immer noch sehr spannend, denn Emotionen/Gefühle in Kleidungsstücke hineinweben zu können finde ich als Ausgangspunkt einfach eine echt tolle Idee, und sowas lese ich wirklich immer wieder gern.

Leider gibt es aber auch einiges, was mir nicht so gut gefallen hat. So fand ich die Geschichte anfangs echt schön und spannend, zum Ende hin ging es mir dann aber zu sehr um die Romanze und alles andere fiel irgendwie einfach weg/war dann plötzlich okay, ohne dass es da Auflösungen gegeben hätte. Ganz viele Probleme werden in dem Buch eröffnet, die am Ende dann nur mit einem „man kümmert sich drum/arbeitet dran“ abgehakt werden (wenn überhaupt, einige Dinge werden auch einfach vergessen).
Die Romanze ist zwar ganz nett geschrieben, nimmt für mich allerdings zu viel Raum ein, der anderen Dingen diesen Raum dann nimmt, und leider war das nicht nach meinem Geschmack. Auch startet Niamh zwar als echt sympathische Figur für mich, wandelt irgendwann aber eher in Richtung „(emotional) übergriffig“, weshalb ich da leider ein wenig genervt von ihr war.
Und ich war richtig glücklich über die queeren Figuren im Buch, nur leider ist die queerness bei einigen Figuren auch eher wie so ein Nebengedanke, der überhaupt nichts mit der Figur zu tun hat. Also es wird einem zwar gesagt, dass Figuren queer sind, wirklich davon Merken tut man aber nie was und es beeinflusst an keiner Stelle irgendetwas in der Story. Trifft nicht auf alle Figuren zu, aber auf einige, und gerade weil es eigentlich so viele gibt, hätte man es für mich dann bei denen, für die es absolut unrelevant war, auch weglassen können. (Damit meine ich nicht, dass es einen Grund für queere Figuren braucht, bitte macht alle Figuren queer, ich wäre begeistert, aber wenn eine Figur darüber spricht, dass zwischen ihr und ihrer besten Freundin was lief/läuft, dann will ich nicht, dass die beste Freundin danach nie wieder erwähnt wird/die Figur absolut keinen Gedanken daran verschwendet.)

Für mich persönlich hätten die einzelnen Inhalte der Geschichte sehr gerne eine größere Rolle spielen dürfen, da ich auch an allem um die Romanze herum großes Interesse hatte und das in meinen Augen einfach zu kurz kam, für alle Leute, die hauptsächlich an Romanze und ein bisschen Worldbuilding interessiert sind, ist das Buch aber vermutlich schon was, kann ich mir vorstellen, denn die Figuren waren schon ganz süß und die Beziehung auch (wenn auch an einigen Stellen etwas zu kitschig und zu schnell für mich).

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Schöne weitere Eichhorn-Geschichte (wenn auch nicht so gut wie viele andere der Reihe)

Herr Eichhorn: Herr Eichhorn und der König des Waldes
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Das Buch ist ausnahmsweise einmal eine Mischung aus Meschenmosers üblichem Zeichenstil und ganz neuen Illustrationen für die Geschichte innerhalb der Geschichte, was mich echt überrascht hat. Der übliche ...

Das Buch ist ausnahmsweise einmal eine Mischung aus Meschenmosers üblichem Zeichenstil und ganz neuen Illustrationen für die Geschichte innerhalb der Geschichte, was mich echt überrascht hat. Der übliche Stil sagt mir persönlich mehr zu, das ändert aber nichts daran, dass der andere Stil sich auch ziemlich gut in der Geschichte gemacht hat und beides durchaus ansprechend war. Ich fand die "neuen Bilder" nur nicht ganz so lebendig wie die bekannten, die wie immer voller Leben steckten.
Inhaltlich nicht ganz meine Art von Kinderbuch, weil ich Ausscheidungen in Büchern noch nie was abgewinnen konnte, aber Kinder hätten ganz sicher ihre Freude daran, und die Geschichte insgesamt fand ich tatsächlich recht süß wieder einmal, also hat es großteils doch wieder gepasst.
Wird nicht mein Lieblingsbuch von ihm, den Platz dürfen andere Bücher behalten, aber war trotzdem ein schönes Buch und hat mir gefallen!