Humorvoll, wie ich es von Moers gewohnt bin
Die 13 ½ Leben des Käpt'n BlaubärBlaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das ...
Blaubär steht schon seit einigen Jahren auf meiner Leseliste, und nachdem ich wirklich lange nicht dazu kam, hat es sich irgendwie für einen Buchclub ergeben, worüber ich wirklich glücklich bin, denn das hat tatsächlich endlich einmal dafür gesorgt, dass ich die Motivation für so ein dickes Buch gefunden habe.
Es ist eher eine Aneinanderreihung einzelner Kurzgeschichten, bzw. fühlt sich nicht wie eine wirklich zusammenhängende Geschichte an, auch wenn sie durchaus chronologisch nacheinander passiert, entsprechend kann ich durchaus nachvollziehen, warum einige Menschen es als "echte" Geschichte nicht so mögen, für mich hat es allerdings wunderbar funktioniert, und Moers fängt für mich sehr schön das Gefühl ein, als würde Blaubär wirklich mir die Geschichten von dem erzählen, was er erlebt hat (oder sie erfinden, ganz sicher kann man sich da vermutlich nicht sein).
Wie so oft spielt Moers angenehm mit Sprache und kleineren und größeren Literarischen "Easter Eggs", wenn man so will, wodurch ich sehr viel Spaß am Lesen hatte. Die Figuren sind eine lebendige Mischung aus allem möglichen, die Probleme und Herausforderungen alle auf eine sehr zamonische Art ganz unterschiedlich, irgendwie hängen Geschichten und Figuren manchmal doch mehr zusammen als erwartet, und am ende gibt es sogar einen schönen Abschluss zu dem ganzen.
Ich bin Blaubär und seinen (vorübergehenden) Gefährten auf jeden Fall gerne durch die Geschichte gefolgt.
Einzig die Länge der Kapitel war teilweise wirklich eine Herausforderung für mich, denn die Mischung aus mal 30 Seiten und mal 200 war schon sehr hart. Hat auch irgendwie funktioniert und ergibt vermutlich Sinn, immerhin kann man nicht in jedem Leben gleich viel erleben, aber es war eindeutig anstrengend.
Für mich dennoch ein gelungener Einstieg in die Welt (auch wenn es nicht mein Einstieg war, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es als erstes Zamonien-Buch auch super funktionieren würde) und auch wenn es manchmal vielleicht etwas langatmig wird, wenn die Kapitel einfach nicht zu enden scheinen, wurde ich trotzdem super unterhalten und habe im großen und ganzen nichts daran auszusetzen. Es ist eben die Geschichte eines mehr oder weniger makellosen Helden, jedenfalls fühlt sie sich so an, aber sie ist amüsant und kreativ, und manchmal braucht es genau das.