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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2024

Spannendes Buch mit einigen Schwächen

Wir werden dich töten
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Ich fand dieses Buch wirklich spannend zu lesen, durchaus informativ, und auch wenn natürlich alles aus Moores Sicht beschrieben wird, so regte das ganze Buch doch zum Nachdenken an, auch über die Perspektive ...

Ich fand dieses Buch wirklich spannend zu lesen, durchaus informativ, und auch wenn natürlich alles aus Moores Sicht beschrieben wird, so regte das ganze Buch doch zum Nachdenken an, auch über die Perspektive der Piraten, und ich hatte durchaus das Gefühl, dass beide Seiten sich überraschend gut nachvollziehen ließen.
Ich hätte mir an einigen Stellen ein paar mehr Informationen gewünscht, die das Buch leider nicht geliefert hat (zum Beispiel in Bezug auf das endgültige Lösegeld), und an ein/zwei Stellen waren mir die vorhandenen Informationen etwas knapp zusammengefasst (weil ich zu diesen Dingen ein bisschen mehr weiß, und mir daher gerade da aufgefallen ist, dass Dinge recht kurz gehalten waren, vielleicht gibt es für andere Leute andere Stellen dieser Art), aber angesichts dessen, dass es sich ja eigentlich eher um ein Biographisches Werk handelt als um ein zwingend journalistisches, kam ich auch gut damit zurecht, wie es geschrieben ist, habe trotzdem eine Menge gelernt, und alles in allem fand ich den Bericht, den Moore hier über seine Gefangenschaft schreibt wirklich gut.
Ich muss allerdings sagen, dass die Übersetzung in meinen Augen stark zu wünschen übrig gelassen hat. Ich habe das deutsche mit dem Englischen mal ein wenig verglichen, und es gibt regelmäßig Sätze, die im Deutschen zum Beispiel das Gegenteil vom Originalsatz sind (als präsentestes Beispiel fällt mir ein, dass es im Englischen einmal heißt "wir fahren nicht zum Flughafen" und die deutsche Übersetzung ist "wir fahren jetzt zum Flughafen"), was doch stark dafür gesorgt hat, dass ich nicht so ganz weiß, was ich von der Übersetzung halten soll, aber zumindest inhaltlich und auch vom Stil her fand ich es eigentlich sowohl in Englisch als auch Deutsch gut zu lesen, und bereue es nicht, das Buch in den Händen gehabt zu haben.

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Spannender Fall, tolle Figuren

Lost in Fuseta - Spur der Schatten
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Eine schöne Fortsetzung zu Band eins, mit wieder einmal sehr liebenswerten und lebendigen Figuren, und auch einem spannenden Fall.
Ich mag Lost als Figur immer noch sehr gerne, und es ist sehr interessant, ...

Eine schöne Fortsetzung zu Band eins, mit wieder einmal sehr liebenswerten und lebendigen Figuren, und auch einem spannenden Fall.
Ich mag Lost als Figur immer noch sehr gerne, und es ist sehr interessant, wie aus seiner Sicht alle Tatsachen beschrieben werden, und wie er durchs Leben geht. Teilweise kam es mir auch hier wieder etwas vereinfacht vor, wie das Asperger-Syndrom dargestellt war, da es sich auch bei den beiden Figuren, die es in dieser Geschichte hatten, so ähnlich geäußert hat, aber wie in Band eins auch schon wirkte es gleichzeitig nicht zu überzogen oder zu simpel, sodass ich (aus Perspektive von jemandem, der sich eher bedingt mit dem Thema auskennt) sehr gut damit leben konnte, wie Lost (und Eva) dargestellt wurden.
Der Aufbau des Falls und wie sich langsam an die Lösung herangetastet wird, hat mir ebenfalls wieder zugesagt, und als jemand, der vor ein paar Monaten festgestellt hat, dass er Krimis zwar durchaus etwas abgewinnen kann, aber meist nur, wenn auch die zugehörigen Figuren stark präsent sind, passt die Mischung zwischen Fall und Figuren in der Reihe bisher wirklich gut zu meinem Geschmack.
Ich hätte zwar sogar noch mehr mit einem Fokus auf Figuren leben können (hauptsächlich, weil ich zum Beispiel Lost und Zara wirklich gerne interagieren sehe), aber sie kamen keineswegs zu kurz, und ich werde die Reihe auf jeden Fall auch weiter verfolgen, denn bisher machen Figuren, Setting und Plot eigentlich alles ziemlich richtig in meinen Augen!

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Lebendige Figuren, die Lust auf mehr machen

Lost in Fuseta
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Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich gerade anfangs ein wenig Bedenken, wie genau Leander Lost dargestellt wird, und dass es eine sehr stereotypische Darstellung von jemandem ...

Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich gerade anfangs ein wenig Bedenken, wie genau Leander Lost dargestellt wird, und dass es eine sehr stereotypische Darstellung von jemandem auf dem Autismus-Spektrum wäre, aber dann ist das ganze mir doch mehr ans Herz gewachsen, und ich hatte im Endeffekt durchaus das Gefühl, als hätte Gil Ribeiro sich mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt, und nicht einfach nur drauf los geschrieben. Teilweise war es trotzdem etwas einfach und simpel, oder ich hatte das Gefühl, dass das ganze irgendwo aneckt, aber es kam mir nicht vor, als wäre das aus Unwissenheit geschehen, und kann mir sogar auch gut vorstellen, dass das hauptsächlich an mir liegt, da ich mich nicht auf dem Spektrum befinde, und ich darum kleine Nuancen des Aufbaus vielleicht auch gar nicht wahrnehme, ich kann also am Ende gut damit leben, wie es ist (aber eben aus Sicht von jemandem, der sich über ein wenig Interesse hinaus nicht wirklich viel mit Autismus beschäftigt hat).
Davon abgesehen hat mir aber auch der Rest gut gefallen. Der Fall war durchaus interessant, die Figuren sehr lebendig und sympathisch, und insgesamt habe ich einfach sehr gerne gelesen, wie Leander mit anderen Menschen und andere Menschen mit ihm umgehen, und er nach und nach lernt, sich mit Ort und Kollegen zurechtzufinden. Es hat wirklich echt Spaß gemacht, das Buch zu lesen!

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Absurd und amüsant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
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Ich hatte dieses Buch bereits einmal vor Jahren gelesen (vielleicht nicht ganz zum Erscheinungsdatum, aber auch nicht so viel später), konnte mich nur noch daran erinnern, dass ich eigentlich eine Menge ...

Ich hatte dieses Buch bereits einmal vor Jahren gelesen (vielleicht nicht ganz zum Erscheinungsdatum, aber auch nicht so viel später), konnte mich nur noch daran erinnern, dass ich eigentlich eine Menge Spaß an der Geschichte hatte, und als es mir jetzt wieder in die Hände fiel, wollte ich meine Erinnerungen gerne noch einmal auffrischen, und wurde ehrlich nicht enttäuscht.
Das Buch liest sich zwar teilweise etwas langsam (weshalb ich das Hörbuch nur empfehlen kann, das auch sehr angenehm gesprochen ist), geht inhaltlich aber wirklich schnell voran, und Allan ist in meinen Augen ein sehr angenehmer Charakter, um ihn bei seiner Reise zu begleiten.
Das ganze Buch ist eigentlich in zwei Geschichten aufgeteilt, einmal Allans Vergangenheit und einmal das, was jetzt gerade passiert, und beide Geschichten entwickeln sich dabei sehr unvorhersehbar und zufällig, was das Lesen gleichermaßen absurd und amüsant macht, es passt aber auch gut zu dem Stil, in dem das Buch geschrieben ist. Man kann nicht wirklich eine ernste Geschichte erwarten, auch wenn ernste Themen angesprochen werden und das Buch an einigen Stellen auch sehr düster wird, aber der Ton ist gleichzeitig so leicht, dass auch die ernsten Themen eher wie Nichtigkeiten wirken. Vermutlich, weil Allen die meisten Dinge auch einfach als Nichtigkeiten ansieht.
Auch die Figuren um Allan herum fand ich sehr amüsant und habe sie gerne dabei gehabt, und ganz besonders mag ich an dem ganzen Buch, wie sich einfach zufällig alles ergibt. Irgendetwas an dieser Art von Geschichte ist einfach sehr angenehm zu lesen.
Teils verwendet das Buch sehr veraltete Sprache und Worte, die inzwischen eindeutig nicht mehr okay sind, was ich auch während des Lesens eher unangenehm fand, gleichzeitig passt es aber irgendwie zu den Zeiten, zu denen die entsprechenden Worte fallen, und es kommt keineswegs so rüber, als würde Johnasson sich über irgendetwas lustig machen oder so, sondern es ist schon eine bewusste zur Zeit passende Entscheidung. Ich bin aber nicht sicher, ob es das besser macht. Ich persönlich kam beim Lesen nicht so richtig damit klar, andere Leute haben vielleicht gar kein Problem damit, oder ein noch größeres Problem damit, also einfach damit die Warnung gegeben ist: Das N-Wort fällt, häufig. In historischem Kontext und nicht wirklich als Schimpfwort gebraucht, aber es sei hiermit davor gewarnt.
Abgesehen davon kam ich eigentlich ganz gut mit allem klar, was war, fand es lediglich zum Lesen teils sehr mühsam, aber wenn irgendwer ein Buch mit humorvoller Geschichte sucht, die nicht zwingend einem roten Faden folgt sondern eher Allan so ein wenig durch 100 Jahre (nicht ganz wahre) Weltgeschichte führt, dem kann ich den Hundertjährigen durchaus empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Tolle illustrationen, schön geschrieben

Honigkuchen
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Eine sehr schön geschriebene Geschichte, mit wirklich wunderschönen Illustrationen. Sehr ansprechend gestaltet, angenehm zu lesen, und ich bin sehr gerne in die Geschichte, und wie Figuren und alles drumherum ...

Eine sehr schön geschriebene Geschichte, mit wirklich wunderschönen Illustrationen. Sehr ansprechend gestaltet, angenehm zu lesen, und ich bin sehr gerne in die Geschichte, und wie Figuren und alles drumherum beschrieben worden sind, eingetaucht.
Die Botschaft, dass man manche Dinge einfach wagen sollte, und dass Sorgen einen manchmal nur zurückhalten, sie es aber nicht müssen (jedenfalls ist das das, was ich herausgelesen habe), war wirklich schön. Es gab allerdings auch Momente, in denen ich nicht ganz wusste, wohin genau die Geschichte eigentlich wollte. Gerade der Kasten, der ja eindeutig für etwas steht, ist leider komplett an mir vorbei gegangen, und ich komme nicht wirklich darauf, was damit bezweckt werden sollte, und einige Stränge der Geschichte verlaufen sich im Nichts (wie die Eltern, wobei das wiederum auch relativ natürlich wirkt).
Auch geht es wirklich sehr schnell und einfach voran, obwohl die Geschichte beim Lesen eher langsam und ruhig wirkt. Der Schreibstil ist einfach sehr entspannt, gleichzeitig lösen aber jegliche Konflikte und Probleme einfach in Luft auf, ohne dass wirklich etwas getan werden würde.

Insgesamt hat mir das Leseerlebnis sehr gefallen, genau wie die Botschaft, die Geschichte selbst, sobald ich mehr darüber nachdenke, wirkt aber eher etwas unbefriedigend. Sie ist trotzdem schön, und gerade die Bären mochte ich sehr, und wie Junpei diese Geschichte immer weitergesponnen hat, aber das drumherum und die Familie waren nicht wirklich so, dass ich zwingend behaupten würde, es handle sich um eine tolle Geschichte.
Sehr einfühlsam und einladend, und die Übersetzung wirklich schön um sich darin zu verlieren, nur inhaltlich so, dass wenn die schöne Sprache nicht wäre, ich vermutlich auch keine Freude gehabt hätte.
So ist es trotzdem ein schönes Buch, das ich wirklich unglaublich gerne in den Händen gehalten habe und bei dem ich gerne über die Seiten gestrichen habe, weil es sich auch richtig gut anfühlte, die 4 Sterne hat es sich in meinen Augen also durchaus verdient, in einer anderen Verpackung wäre meine Bewertung zweifellos sehr viel niedriger ausgefallen. Andererseits kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass ich es beim erneuten Lesen (vielleicht auch am Stück) eher besser fände, also wer weiß, was es genau ist.

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