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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2024

Zusammenhangslos aber schön geschrieben

Komplett Gänsehaut
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Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht. Hatte ich vorher nicht und nach dem Lesen bin ich auch nicht schlauer. Es sind einfach sehr viele Gedanken aus dem Leben einer Person, ...

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht. Hatte ich vorher nicht und nach dem Lesen bin ich auch nicht schlauer. Es sind einfach sehr viele Gedanken aus dem Leben einer Person, Erlebnisse und Geschehen, die maximal lose zusammenhängen, und eine wirkliche Geschichte steckt nicht dahinter.
Ich fand es allerdings alles sehr einfach zu lesen, teilweise war es auch ganz lustig, und auch wenn das alles kein Ziel hatte, kam ich damit doch gut zurecht. Irgendetwas an dem Stil hat mir einfach gefallen, und es hat mich nicht so sehr gestört, keine Zusammenhänge zu haben, ich kann aber auch absolut nachvollziehen, wenn das frustrierend ist. Normalerweise fände ich es wohl auch eher nervig, aber hier hat's für mich aus irgendeinem Grund funktioniert.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Goßteils chaotisch amüsant

Herr und Frau Hase - Die Superdetektive
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Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Es ist sehr chaotisch, was meinen Humor ziemlich gut trifft, weshalb ich auch eine Menge Spaß am Lesen hatte. Leider ist es teilweise auch etwas zu chaotisch, worunter ...

Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Es ist sehr chaotisch, was meinen Humor ziemlich gut trifft, weshalb ich auch eine Menge Spaß am Lesen hatte. Leider ist es teilweise auch etwas zu chaotisch, worunter die Geschichte zu leiden hat, auch wenn die Momente an sich amüsant sind. Außerdem gefallen mir die Hauptfiguren zwar ziemlich gut und man verbringt natürlich die meiste Zeit bei ihnen, die Nebenfiguren (die Eltern) sind dafür aber leider umso schwächer, und ich habe richtig gemerkt, wie es mich frustriert hat, wann immer die Eltern irgendwo aufgetaucht sind. Ich verstehe natürlich, dass auch da das Ziel eigentlich Humor war, leider waren die Eltern für meinen Geschmack aber einfach zu viel, was es dann wieder unlustiger gemacht hat. Das ganze ist natürlich mit voller Absicht passiert, und liest sich auch wie volle Absicht, leider hat das nichts daran geändert, wie inkompetent und verantwortungslos die Eltern sind, und an der Stelle konnte ich das Buch leider viel zu wenig genießen.
Ein Stellenweise sehr übertriebenes und manchmal eindimensionales Buch, gleichzeitig lebt der Humor im Buch aber auch genau davon, und ich denke, gerade für Kinder ist es vermutlich nur lustig, weil sie sich an vielen der anderen Dinge nicht stören, auch wenn ich denke, dass die manche Dinge vermutlich auch nicht so richtig verstehen würden.
Aber kein schlechtes Buch, und zumindest für die eigene Belustigung kann ich es (großteils) doch empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Immer noch ziemlich gut

Das Vermächtnis der Drachenreiter
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Ich habe Eragon bereits einmal in der Grundschule gelesen, habe aber aus irgendeinem Grund nach Band 1/während Band 2 aufgehört zu lesen, und obwohl ich weiß, dass ich die Bücher verdammt gut fand, nie ...

Ich habe Eragon bereits einmal in der Grundschule gelesen, habe aber aus irgendeinem Grund nach Band 1/während Band 2 aufgehört zu lesen, und obwohl ich weiß, dass ich die Bücher verdammt gut fand, nie wieder angefangen. Und weil mir jetzt kürzlich drei der Bücher in die Hände gefallen sind, dachte ich, ich könnte mich ja noch einmal daran versuchen, und da ich mich an nichts erinnern konnte, habe ich wieder mit Band 1 begonnen.
Der mir auch jetzt wieder gut gefallen hat. Ich denke, mir sind mehr Schwachstellen aufgefallen, als als ich ein Kind war (ich finde zum Beispiel das Worldbuilding teils recht ungelenk/gezwungen eingebaut, einige Freundschaften entwickeln sich zu schnell (innerhalb von 20 Seiten soll ich plötzlich glauben, dass Murtagh und Eragon sich so nahe stehen wie Brüder, nachdem man vorher mit Brom über so lange Zeit eine Bindung aufgebaut hat), manchmal fühlte es sich für mich etwas konstruiert an, wenn Eragon Dinge überhört/mitbekommen hat und wie das passiert ist, und Eragon meistert wirklich viele Dinge einfach so auf anhieb oder innerhalb weniger Zeilen (die zwar teils auch mehrere Tage/Wochen beschreiben, aber trotzdem fühlte es sich an einigen Stellen einfach sehr schnell an)), aber insgesamt hatte ich trotzdem viel Spaß, und auch wenn Eragon manche Dinge in meinen Augen zu schnell gelernt hat, hat das meinem Spaß tatsächlich nicht so viel geschadet, da er dennoch auch Schwächen beibehält, und er selbst mit zu großen Fähigkeiten keineswegs ein Meister in allem ist.
Auch gab es manchmal einen sehr schmalen Grad, zwischen nervig und erträglich den Eragon für mich gewandert ist, dadurch, dass er aber erst 15/16 ist, kam ich wiederum super damit klar, dass er manchmal aufbrausend ist oder zu schnell/unüberlegt handelt, denn ich hatte durchaus das Gefühl, dass das zu einem Kind passen würde. Insofern mochte ich ihn trotzdem echt gerne, und für alle anderen Figuren gilt es genauso.
Alle größeren Figuren wirkten zumindest im Ansatz tiefgründig, und die Nebenfiguren waren vielleicht manchmal recht simpel, gleichzeitig gibt es aber genügend Leute insgesamt, dass ich gut damit leben kann, dass ein paar dann nicht so sehr ausgearbeitet waren.
Auch hat die Welt mir gut gefallen. Ab und an fand ich die Erklärungen wie gesagt etwas gezwungen eingebaut, aber trotzdem waren die Begebenheiten spannend, genau wie die Monster und Wesen, und beim Lesen merkt man auch durchaus, dass Dinge auf dem Spiel stehen. Es fühlt sich keineswegs zu leicht an, wie Eragon und andere an ihre Ziele gelangen, und auch wenn das Buch für mich durchgehend einen hoffnungsvollen Ton beibehalten hat und ich jetzt nie wirklich von den Problemen irgendwie richtig mitgenommen wurde/die mich beim Lesen nicht bedrückt/richtig berührt hätten, wurde trotzdem sehr deutlich, dass nicht alles Freundlich ist, und dass es große Probleme sind, und dass es Eragon und anderen einiges abverlangt, und insofern fand ich die Schwierigkeiten auch dann sehr gut gemacht, wenn ich mich nicht komplett auf sie einlassen/nicht wirklich immer mit den Menschen mitfühlen konnte (emotional zumindest, vom Verständnis her war ich eigentlich immer ganz bei ihnen und konnte nachvollziehen, warum/was/wie getan/reagiert wurde).
Insgesamt ein ziemlich guter Anfang zur Reihe, würde ich behaupten, und ich habe auf jeden Fall große Hoffnungen, dass ich diesmal die ganze Reihe und nicht nur Band 1 schaffen werde, auch wenn ich es nicht ganz so sehr genießen konnte wie beim ersten Versuch, denn ich bin mir recht sicher, dass ich das Buch mit 12 als ziemlich perfekt bewertet hätte.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Guter Thriller, der leider (außer von der Autorin) nicht als solcher beworben wird!

Der Kuss des Raben
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Als Thriller: 3,5 bis 4 Sterne
Als YA-Romance-Buch (als das ich es ursprünglich gelesen habe): 1,5 Sterne

Es tut mir wirklich leid, dass ich diesem Buch nicht mehr als 2,5 Sterne geben kann, und wäre ...

Als Thriller: 3,5 bis 4 Sterne
Als YA-Romance-Buch (als das ich es ursprünglich gelesen habe): 1,5 Sterne

Es tut mir wirklich leid, dass ich diesem Buch nicht mehr als 2,5 Sterne geben kann, und wäre ich mit den richtigen Erwartungen an das Buch herangegangen, hätten es bestimmt einige mehr sein können, nur leider war dem nicht so. Überall wird das Buch als Romance und YA betitelt, teilweise auch als Fantasy, und Cover und Klappentext bestärken in dieser Annahme nur. Das stimmt nicht. Es handelt sich auf keinen Fall um eine Liebesgeschichte, und Fantasy spielt auch nicht wirklich eine Rolle, weshalb ich beinahe sofort enttäuscht war, denn die Liebesgeschichte kam wirklich kurz. Innerhalb weniger Seiten wird aus zwei Leuten, die kaum miteinander zu tun haben eine angeblich tiefgehende Beziehung, die dann einfach da ist und besteht, und von der nie klar wird, woher genau die Gefühle von egal wem kommen, weil die Beziehung so aus dem Nichts entsteht, und auch danach nie deutlich wird, dass irgendjemand tatsächliche Gefühle hätte. Ebenso verhält es sich mit allen anderen Beziehungen und Freundschaften, die großteils oberflächlich zu bestehen scheinen, wenn überhaupt, und vermutlich hätte ich das Buch da sehr schnell abgebrochen, wenn ich nicht in einer Rezension gesehen hätte, dass das Buch als Thriller sehr wohl etwas taugt. Und das tut es. Dieses Buch ist ein Thriller, kein Romance-Buch, und wäre ich mit diesem Wissen an die Geschichte herangegangen, dann hätte ich mich ganz sicher darauf einlassen können und es hätte mir gefallen, so konnte ich leider bis zum Ende die Erwartung an eine Liebesgeschichte nicht abschütteln, was meine Freude an dem Buch eindeutig gemindert hat.
Babendererde greift in diesem Buch verdammt ernste Themen auf, die auch eindeutig nichts für schwache Nerven sind (Rassismus und Vorurteile mal um das in meinen Augen im Buch harmloseste zu nennen), und einige davon sind ganz gut aufgearbeitet, andere eindeutig zu harmlos, um für ein Kinder- und Jugendbuch zu funktionieren. Rassismus und Vorurteile zum Beispiel werden ganz gut auf- und eingearbeitet, und man merkt beim Lesen absolut, warum das falsch ist und das Buch lädt dazu ein, sich zu hinterfragen, und das auf eine Art, die vermutlich für Jugendliche in Ordnung ist (ich habe trotzdem das Gefühl, es wird zu schnell abgehandelt, aber es ist in Ordnung), aber andere Themen kommen vor und gehen im Drama von allem anderen unter, und insgesamt hat das Buch zu viele Themen und wird auch teilweise zu düster, als dass ich sagen würde, es würde sich für Jugendliche tatsächlich eignen.
Als ernsten Thriller würde das Buch von mir vermutlich dennoch 3,5 oder vielleicht sogar 4 Sterne bekommen, da ich denke, dass es in der Hinsicht wirklich spannend und ziemlich gut gemacht ist, und auch wenn ich von Anfang an wusste, worauf es hinaus läuft (nachdem mir klar war, dass es ein Thriller ist), habe ich das eher als Positiv wahrgenommen, da von Anfang an die Hinweise für alles eindeutig da sind, und man schon in den ersten Kapiteln ein unwohles Gefühl beim Lesen bekommt, und die Figuren durchaus so handeln, dass man am Ende nicht überrascht von irgendwas ist. Da koommen trotzdem Themen zu kurz und manche Figuren sind fragwürdig und an einigen Stellen hätte es zweifellos mehr auf Dinge eingehen können, aber das Buch funktioniert als Thriller wirklich gut, auch mit den eher moralisch grauen Figuren.
Als Liebesgeschichte oder Jugendbuch eignet es sich in meinen Augen allerdings wirklich wenig, Fantasy ist es auch nicht wirklich, und in der Hinsicht würde ich der Geschichte eher 2 Sterne oder weniger geben. Was mir wirklich leidtut, weil die Autorin die geringe Bewertung eindeutig nicht verdient hat, denn sie hat das Buch nicht als Liebesgeschichte sondern tatsächlich als Thriller bezeichnet (wie ich im Nachhinein herausgefunden habe), aber leider waren meine Erwartungen an der Stelle von anderen Seiten so fehlgeleitet, dass das Buch mich trotzdem nicht ganz überzeugen konnte, auch wenn ich es inzwischen besser weiß.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Fantastische Figuren, tolle Welt, lustige Geschichte

Gevatter Tod
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Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß mit diesem Buch.
Es ist eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Pratchett gelesen habe, aber ich habe nur gutes erwartet (aufgrund von eigener Erinnerung und ...

Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß mit diesem Buch.
Es ist eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Pratchett gelesen habe, aber ich habe nur gutes erwartet (aufgrund von eigener Erinnerung und den Berichten einer Freundin und von generell Menschen) und ich wurde auf keinen Fall enttäuscht. Die Figuren sind lustig, die Welt interessant, und die Geschichte mit so viel Humor erzählt, dass selbst ernsthaftere Stellen trotzdem immer lustig sind und man die Geschichte wirklich gerne verschlingt.
Mort war als Hauptcharakter genau die richtige Mischung von hoffnungslos und kompetent für mich, Tod so viel sympathischer als ich gedacht hätte, und selbst die unfreundliche(re)n Figuren habe ich einfach nur gerne gelesen und ihren Szenen beigewohnt, weil ich sie trotzdem echt gerne hatte. Außerdem ist Pratchett wirklich unglaublich gut darin, Geschichten in eine Richtung zu lenken, von der es sich anfühlt, als würde man wissen, was als nächstes kommt, nur um es dann doch ganz anders zu handhaben und von den eigentlichen Erwartungen wegzukommen. Und das ganze, ohne dass es sich merkwürdig anfühlt. Oder eher: alles fühlt sich in der Welt stimmig an, egal wie merkwürdig es ist, einfach weil in der Scheibenwelt merkwürdige Handlungen so normal sind.
Sowohl Figuren als auch Plot haben mir wirklich zugesagt, und ich bin echt traurig, wie schnell das Buch am Ende vorbei war, obwohl ich mit dem Ende selbst absolut zufrieden bin. Das Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten, und ich bin richtig froh, endlich die Zeit für Mort und seine Schwierigkeiten gefunden zu haben.
Wird auf jeden Fall nicht mein letztes Buch von Pratchett gewesen sein (auch, weil ich noch so einige weitere Bücher von ihm im Regal stehen habe), und ich hoffe, irgendwann vielleicht sogar die komplette Scheibenwelt-Reihe als gelesen abhaken zu können, denn Pratchett trifft meinen Humor wirklich ziemlich gut und ich wüsste nicht, wie ich bei einem der Bücher keinen Spaß haben könnte (obwohl man das vermutlich wird sehen müssen).

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