Ein wirklich wunderschön illustriertes Buch nach der Geschichte von Jane Austen.
Aufgrund des geänderten Mediums wird natürlich viel gekürzt, und ich habe das Gefühl, dass man auf jeden Fall davon profitiert, ...
Ein wirklich wunderschön illustriertes Buch nach der Geschichte von Jane Austen.
Aufgrund des geänderten Mediums wird natürlich viel gekürzt, und ich habe das Gefühl, dass man auf jeden Fall davon profitiert, wenn man das Original kennt. Bei mir ist das Lesen vom Original eine Weile her, und ich war an einigen Stellen zumindest ein bisschen verwirrt, ich habe aber das Gefühl, dass das alles im Original ausführlicher erklärt werden würde.
Das gesagt, gab es keine Stelle, an der ich in der Geschichte nicht mitkam. Durch mein nicht mehr ganz frisches Wissen der Original-Geschichte hatte ich das Gefühl, dass man mehr von den Umständen verstehen würde, und mehr Einblick in die Handlungen aller hätte, wenn man das Original (gut) kennt, aber die Geschichte funktioniert in meinen Augen auch ziemlich wunderbar in dieser gekürzten Form, es gehen nur eben ein paar Dinge verloren.
Alles in allem denke ich, dass es gerade Ergänzend ein echt cooles Buch ist, aber auch für Einsteiger ist es eventuell ein guter Anfang, wenn man kein Interesse an hunderten Seiten altertümlicher Sprache hat. Auf jeden Fall ist es unterhaltsam, und die Bilder einfach richtig schön anzusehen. Besonders die letzte Seite hat es mir angetan, und richtig gerne hätte ich das Bild davon irgendwie als Poster oder so, weil ich es so schön ansprechend finde!
Bei Die Prinzessin der tausend Diebe handelt es sich um die Geschichte von Sora, die ihren Vater und dessen Clan eigentlich vor Jahren hinter sich gelassen hat, nun durch Umstände aber wieder in das Clanleben ...
Bei Die Prinzessin der tausend Diebe handelt es sich um die Geschichte von Sora, die ihren Vater und dessen Clan eigentlich vor Jahren hinter sich gelassen hat, nun durch Umstände aber wieder in das Clanleben hineingezogen wird, und dabei überraschende Unterstützung in einem Tigergott findet, den sie versehentlich aus einer Zwischenwelt befreit.
Das ganze spielt dabei in Korea und das Setting ist in meinen Augen sowohl gut gewählt, als auch sehr angenehm im Text eingebracht, sodass ich beim Lesen auch aktiv das Gefühl hatte, alles würde in Korea spielen, selbst in den Teilen, die mehr Fantasy enthielten, als andere. Für ein Clan-Setting mit Göttern, Mana, und so einigen Kämpfen ein sehr passendes drumherum, wenn man mich fragt.
Sora ist dabei eine sehr starke weibliche Hauptfigur, die unbedingt an Geld kommen möchte, um sich und ihre Mutter finanziell besser unterstützen zu können. Auf dieses Ziel arbeitet sie zielgerichtet hin, und wird natürlich von einigen Hindernissen hier und da aufgehalten. Sie macht in der Geschichte auf jeden Fall Fehler und ist nicht immer sympathisch, ist mir in ihrer Menschlichkeit aber dennoch sehr schnell ans Herz gewachsen, und ich habe sie als Hauptfigur sehr gerne verfolgt.
Ähnliches gilt für beinahe alle anderen Figuren, die mal mehr, mal weniger tief ausgearbeitet waren, in ihren Handlungen aber durchgängig konsequent und großteils auch nachvollziehbar geblieben sind. So stehe ich zwar eindeutig nicht hinter jeder Entscheidung, kann aber aus Perspektive der Figuren eindeutig sehen, warum sie jeweils ihre Entscheidungen getroffen haben, oder wie sie an bestimmten Punkten angekommen sind.
Es gibt zwei Punkte, die mich persönlich nicht so ganz überzeugen konnten. Das ist einmal die Tatsache, wie düster das Buch teils wird (ich persönlich fand es einerseits ziemlich cool, war aber andererseits gar nicht darauf vorbereitet, wie blutrünstig es werden könnte, und ich kann mir durchaus Vorstellen, dass es nicht für jeden was ist, plötzlich in solche Situationen hineingeworfen zu werden), und andererseits das Tempo der Geschichte. So ist alles an Action gut geschrieben, nur leider auch wirklich extrem schnell. Ab einem gewissen Punkt folgt im Buch wirklich ein Ereignis aufs nächste, alles ohne Pause, man hat nie einen Moment zum Durchatmen, und leider hat damit vieles auch eher seinen Effekt auf mich verloren, weil ich ein paar emotionale Wendungen so gar nicht auf mich wirken lassen musste oder konnte, weil ja schon das nächste kam. An der Stelle hätte ich mir gewünscht, dass das Buch etwas länger wäre, um die Situationen wenigstens ein bisschen mehr auszukosten.
Für mich haben darunter auch die emotionalen Entwicklungen der Hauptfigur gelitten, die ich einerseits zwar durchaus sehen kann, andererseits haben mir an ein paar Stellen die Zwischenschritte einfach gefehlt. Sehr gerne hätte ich gehabt, dass sich die Änderungen wenigstens ein bisschen langsamer entwickelt hätten.
Gut zu lesen war das Buch eindeutig, und man ist geradezu durch die Seiten geflogen, gerade das mit der Mischung des sehr dichten Schreibstils hat aber eben auch einiges an Wirkung abgeschwächt, in meinen Augen.
Insgesamt eine absolut solide Geschichte (mit tatsächlich auch einer angenehm langsamen Liebesgeschichte etwas mehr im Hintergrund), und ich werde Band 2 ganz sicher auch lesen (oder zumindest habe ich großes Interesse daran, zu erfahren, wie es weitergeht), mit dem Tempo aber nicht durchgängig überzeugend.
Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann ...
Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann den Plan schmiedet, sie mit der Unterstützung seiner Freunde zu suchen und zurück zu holen. Dabei muss er sich gegen Eltern, Lehrer, und einen Haufen anderer Erwachsener behaupten, hat aber auch hier und da ein wenig Unterstützung an seiner Seite.
Im großen und ganzen ist das Buch wirklich sehr angenehm geschrieben. Es lässt sich leicht und unterhaltsam lesen, und mit den Illustrationen gibt es auch immer wieder einen echten Hingucker, der sehr leicht verzaubert. Archer ist dabei ein großteils sympathischer Hauptcharakter, der einfach ein Abenteuer erleben möchte, Adélaïde ein starkes Mädchen, dass sich so leicht nicht einschüchtern lässt, und Oliver ein recht feiger Junge, der eigentlich lieber überall anders wäre. Genau da liegt auch so ein bisschen eins meiner Probleme mit dem Buch. Oliver ist zwar ein sympathischer Charakter, und irgendwie mag ich ihn auch, aber gleichzeitig wirkt es auch ganz oft, als würde er seine Freunde eigentlich am liebsten zurückhalten wollen, und während ich seine Angst durchaus auch verstehe, hatte ich auch das Gefühl, dass in der Geschichte selbst nicht viel dahinter steckte. Es wirkte ein wenig, als wäre er einfach nur als Gegengewicht vorhanden, dabei war er aber entweder so schwach, dass man das durchaus mehr hätte zeigen können, oder so stark, dass es alles andere überdeckt hat. Ein wenig hatte ich bei ihm das Gefühl, als wäre er nur auf seine Angst geschrumpft worden, die dann aber gleichzeitig so klein gehalten, dass er den anderen nicht wirklich im Weg steht. Dadurch geht er leider ein bisschen unter und ist im Vergleich zu den anderen eindeutig der schwächste Charakter.
Ähnliche Schwierigkeiten hatte ich mit ein paar anderen Figuren, die ebenfalls sehr auf nur eine Eigenschaft reduziert wurden. Ganz schlimm dabei Archers Mutter, die ebenfalls stark mit der Angst zu kämpfen hat, ihren Sohn zu verlieren. Dabei aber nicht im Geringsten Rational handelt, sodass sie ihn natürlich noch mehr verliert. An sich wichtig, damit die Geschichte überhaupt funktionieren kann, und auch irgendwie eine solide Grundlage, gleichzeitig hatte ich hier das Gefühl, dass sich im Laufe der Geschichte absolut nichts an irgendwas ändert. Es findet keinerlei Entwicklung statt, die Mutter erlebt an keiner Stelle Konsequenzen, und irgendwie fand ich es sehr traurig, wie viel ganz viele von den Figuren auf der Stelle treten und sich im Laufe der Geschichte eigentlich kaum ändern.
Abgesehen davon waren es aber tolle Ideen, die Geschichte selbst war auch ziemlich cool, und dass Adélaïde nur ein Bein hat, fand ich richtig angenehm. Es spielt keine große Rolle (oder, doch, das schon, aber es ist nichts, was im Buch zwingend für Schwierigkeiten oder irgendwas sorgt), sondern ist einfach Teil von ihr, und da ich das bisher so in Kinderbüchern noch nicht gelesen hatte, war ich davon sehr positiv überrascht. Auch die ganzen kleinen Nebenstränge oder Hintergrundgeschichten zu ganz vielem mochte ich sehr, und generell auch die Interaktionen zwischen allen Figuren.
Ich fand nicht alles immer logisch oder gut gemacht, aber beim Lesen hatte ich dennoch echt viel Spaß.
Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, ...
Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, dass Clara und ihre Mutter auch weiterhin eine Rolle spielen, wenn auch keine so große.
Die beiden Plotstränge von Kunstraub und die Trennung von Privat-/Arbeitsleben haben in meinen Augen nicht so gut zusammengepasst wie in Band 3, aufgrund der Tatsache, dass der Fall aber selbstverständlich mit dem Arbeitsleben zu tun hat, war das alles auch nicht zu weit ab vom Thema.
Unterhaltung war da, einen Kunstraub als Fall fand ich auch mal sehr spannend, weil habe ich glaube ich noch nie oder auf jeden Fall ewig nicht irgendwo gelesen, und alles in allem hatte ich wie so oft einfach 'ne gute Zeit!
Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte ...
Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte und eine Woche ohne Internet war, kann ich sagen: Ich hab's endlich geschafft, und ich bin froh, dass er's empfohlen hat, weil es hat tatsächlich viel Spaß gemacht. Eindeutig kein gutes Einschlaf-Buch (niemand ist überrascht), aber das hat mich nicht daran gehindert, dass ich es mehrere Tage lang in jeder Freien Minute (auch vorm Einschlafen) gehört habe, weil es so spannend und unterhaltsam war, und ich einfach immer unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Mich hat nicht alles überzeugt, und zum Beispiel von den ganzen Beziehungs-Sachen zwischendurch war ich die ganze Zeit eher genervt, dadurch, dass ich den Plot selbst aber so spannend fand, und der durchgängig im Vordergrund war oder zumindest aller paar Seiten wieder in den Vordergrund gerutscht ist, war ich aber auch nicht enttäuscht.
Gab's Figuren, bei denen ich das Buch am liebsten gegen eine Wand geworfen hätte? Ja. Aber da die auch eindeutig so gewollt waren, kann ich das der Geschichte wohl kaum vorwerfen, und die Figuren, die ich mögen sollte, mochte ich großteils auch. Nicht alle, oder ich fand nicht alle toll, aber ich fand sie alle interessant, und ich war ihnen auf jeden Fall durchgängig wohlgesonnen. Sie sind menschlich, sie machen Fehler, und manchmal nerven sie, aber ... das tun meine besten Freunde auch, also nichts, was mich Leute hassen lassen würde, auch nicht, wenn sie fiktional sind.
Etwas unstimmig bin ich über ganz viele Referenzen im Buch, bei denen ich dann häufiger dachte "ist mir das jetzt zu direkt?", und ich bin auch immer noch nicht sicher. Das präsenteste Beispiel, dass ich bei der Schwarm persönlich ganz oft an "Die Vögel" denken musste (habe den Film nie gesehen, aber irgendwie entsteht da trotzdem eine Assoziationskette bei mir) und im Buch irgendwann auch jemand davon spricht, das aktuelle Geschehen verfilmen zu lassen, und am besten von Hitchcock Fichtung Die Vögel. Einerseits war's ein netter Moment, weil ich beides eben auch miteinander verbinde, andererseits ist es mir irgendwie auch zu direkt.
Insgesamt nicht schlimm, aber ich weiß auch nichts, ob's mir beim Lesen dadurch mehr Spaß gemacht hat.
Ändert aber nichts daran, dass ich grundsätzlich sehr viel Spaß hatte, und mir das Buch von Anfang bis Ende großteils gut gefallen hat. Sehr unterhaltsam!