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Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider sehr enttäuschendes Ende

Eona - Drachentochter
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Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, ...

Ich habe dieses Buch als Kind bereits einmal gelesen, oder es versucht, irgendwann nach 2/5 aufgegeben, weil ich keine Zeit mehr hatte, und als ich nun in der Bibliothek das gekürzte Hörbuch gefunden habe, dachte ich mir: warum nicht?
Jetzt darf sich das alte Buch über ein neues Zuhause bei anderen Leuten freuen, weil bei mir wird es auf jeden Fall nicht bleiben. Es ist nicht zwingend, dass das Buch schlecht ist, es hat sogar einige echt gute Elemente, die mir super gefallen haben, es ist nur die Mischung aus "Hauptfigur soll schlau sein aber bemerkt die offensichtlichsten Dinge nicht" und "erwachsener Antagonist möchte an Macht kommen und hält sexuelle Gewalt an einer zwölfjährigen für die Lösung" ähm ... let's maybe not? Natürlich ist er ein Bösewicht, und Bösewichte treffen böse Entscheidungen, aber ich muss sagen, ich bin glaube ich einfach über die Zeit hinweg, in der ich sowas noch als akzeptable Bösewicht-Motivation gesehen habe, und bin inzwischen eindeutig mehr auf der Seite von "Oh mein Gott, warum, sie ist zwölf!" wäre sie erwachsen gewesen, könnte ich zumindest irgendwie damit leben, dann wäre es "nur" 'ne Bösewicht-Sache, aber sie ist ein Kind! Irgendwo muss doch 'ne Grenze sein!
Wie auch immer. Darüber hätte ich tatsächlich noch irgendwie hinwegsehen können, bzw. wären es vermutlich drei Sterne geworden, weil egal wie offensichtlich ich die Lösung für Eonas Probleme auch finde, oder wie sehr ich nie wieder vom Bösewicht hätte lesen wollen, ich glaube, dass das Buch für die richtige Zielgruppe tatsächlich okay gewesen wäre.
Und dann kam die Wunderheilung und die Tatsache, dass Eona am Ende "nicht mehr kaputt" ist, weil sie ihre Behinderung verliert ... nein Danke.
Das Buch hatte zwei richtig gute Sachen in meinen Augen und das war einmal die (natürlich nicht so benannte, aber dennoch vorhandene) trans Frau, die mich richtig positiv überrascht hat, und die ich als Figur echt cool fand, und einmal Eonas verletztes Bein, weil es Protagonisten mit Einschränkungen leider noch immer viel zu selten in Büchern gibt. Leider kann die großartige Lady Dela als Nebencharakter für mich nicht aufwiegen, wie enttäuscht ich über die Wunderheilung am Ende war, und entsprechend gibt es von mir keine drei Sterne mehr. Bestimmt ist das Buch trotzdem super für die Entsprechende Zielgruppe, für mich ging es ab dem Punkt nur eben leider von einem "nicht für mich" zu einem "okay, jetzt bin ich maßlos enttäuscht" über.
Vielleicht liegt es an der gekürzten Version, dass manches nicht ausgearbeitet genug war, aber da die Tatsachen wohl kaum dazuerfunden wurden, wenn es sie vorher nicht gab, macht es für mich nicht so richtig einen Unterschied.

Veröffentlicht am 10.10.2025

Mein liebster Band der Reihe bisher

Mörderische Provence
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Ich habe die Geschichte auch als Hörbuch gehört und bin ehrlich: vermutlich nicht die beste Einschlaf-Lektüre. Es wurde teils wirklich sehr düster, und gerade die Illusionen der Täter hätte ich mir echt ...

Ich habe die Geschichte auch als Hörbuch gehört und bin ehrlich: vermutlich nicht die beste Einschlaf-Lektüre. Es wurde teils wirklich sehr düster, und gerade die Illusionen der Täter hätte ich mir echt nicht aus deren Perspektive anhören müssen, aber im Endeffekt spricht das alles vermutlich nur für das Buch, weil es die düstere Stimmung so gut rübergebracht hat.
Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß, fand auch die Täter-Sichten echt gut (wenn auch wirklich widerlich) geschrieben, und obwohl ich mich erst einen Tag vorher bei einer Freundin beschwert hatte, dass ich mich nicht fürs Privatleben der Familien interessiere, wenn ich einen Krimi lese, war ich hier überraschend interessiert an Leclercs Familie, und hätte sogar gerne mehr von ihnen gelesen. Hätte nicht gedacht, dass die in der Reihe noch auftauchen, und mochte die Clara-Tyson-Kombi wirklich gerne (Leclerc-Tyson sind aber natürlich auch immer noch ein tolles Duo).
Außerdem sind der private und der Kriminal-Handlungsstrang diesmal richtig schön Hand in Hand nebenher gelaufen und haben sich gegenseitig in ihrer Geschichte unterstützt. Ganz abgesehen natürlich von den tollen Nebenfiguren (ich muss sagen, Figuren, die Probleme lösen, und dann niemandem ein Sterbenswörtchen davon verraten, stehen echt hoch auf meiner Liste von Liebsten Figuren), die hier wirklich echt was drauf hatten. Hätte nicht gedacht, wie heftig das teilweise werden würde, aber ... es war eine positive Überraschung, trotz Blutrünstigkeit.
Insgesamt sehr unterhaltsam und spannend und die Reihe gehört eindeutig zu den Krimi-Reihen, von denen ich auch immer wieder was lesen würde, wenn mir was in die Hände fiele.

Veröffentlicht am 05.10.2025

Leider nicht mein Buch, für andere bestimmt super

Heart of Night and Fire
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Ich muss sagen, dass mir das Buch leider nicht so sehr zugesagt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Repräsentation ist fantastisch, und das Hörbuch, das mir von NetGalley zur Verfügung gestellt wurde ...

Ich muss sagen, dass mir das Buch leider nicht so sehr zugesagt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Repräsentation ist fantastisch, und das Hörbuch, das mir von NetGalley zur Verfügung gestellt wurde ist wirklich angenehm zu hören und die Sprecherin macht einen echt guten Job, was mir sehr gefallen hat. Ebenso mochte ich den Plot echt gerne, und mir hat das Setting gut gefallen.
Zarya ist eine Protagonistin, die ihr gesamtes Leben bisher eigentlich eingesperrt verbracht hat, und sich nichts mehr wünscht, als endlich in Freiheit zu sein, und als sie die Gelegenheit endlich bekommt, zögert sie natürlich nicht lange, bevor sie in die Welt flieht. Sie weiß ziemlich genau, was sie will, und lässt sich von Leuten nicht sagen, wo es hingeht, sondern bestimmt ihren Weg selbst, was ich echt gut fand. Außerdem hat sie kein Problem mit sexueller Nähe, was ich auch immer erfrischend in Büchern finde, auch wenn mir die Sex-Szenen dann meistens (war hier auch so) eher auf die Nerven gehen, aber trotzdem habe ich lieber eine Protagonistin, die halt Vorstellungen hat und keine Scheu vor ihren Wünschen, als eine, die die ganze Zeit nur nervös am Erröten ist.
Aber was an Zarya in meinen Augen leider gar nicht funktioniert hat, und damit dafür gesorgt hat, dass ich an ganz vielen Stellen überhaupt keine Lust mehr auf die Geschichte hatte, waren ihre Beziehungen zu anderen Leuten. Ich hatte bei einer Beziehung zum Beispiel die ganze Zeit das Gefühl, dass sie funktionieren würde, wenn es sie eher geschrieben wäre, als würde es sich um so eine geschwisterliche Rivalität handeln, nur um später rauszukriegen, dass es tatsächlich so gemeint ist. Diesen Eindruck hat es auf mich aber gar nicht gemacht, eher hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass Zarya die Person wirklich gerne tot sehen würde (und habe mich die ganze Zeit gefragt, warum sie's nicht einfach tut, weil irgendwie schienen alle Leute ihrer Meinung zu sein), und dann plötzlich hat sie ihre Abneigung bisher als Witz abgetan, was ich so gar nicht gesehen habe. Dieses gleiche Problem mit ihren Gefühlen zwischen Liebe und Hass, die sie nicht wirklich gut ausdrücken kann, gibt es auch bei anderen Personen. Da hätte für mich einfach emotional klarer sein müssen, wo man steht, so hatte ich als es dann darum ging, dass sie sich durchaus sorgt, das Gefühl, dass das alles komplett aus dem nichts kam.
Ähnlich wie die romantischen Geschichten, die mich auch komplett kalt erwischt haben, weil ich das Gefühl hatte, sie kennt Leute drei Tage, und plötzlich war irgendwie von ganz starken Gefühlen die Rede, was mir persönlich einfach viel zu schnell ging.
Das ganze Beziehungs-Drama und Verhalten der beteiligten Personen fand ich hingegen wieder echt gut gelöst und habe ich ganz gerne gehabt.
Das ganze Drama um "wir wollen dich nur beschützen, sagen dir aber absolut nichts, außer dass du hier nicht weg darfst/das nicht machen darfst, und dann am Ende sind wir sauer, weil du nicht grundlos auf uns hörst/sagen wir dir, wir haben's doch gesagt, wenn was schief läuft, weil was dachtest du, warum wir dir Dinge verboten haben?" fand ich dagegen unglaublich anstrengend. Gebt Zarya doch einfach die Möglichkeit, Dinge zu verstehen, anstatt sie ständig im dunkeln tappen zu lassen und dann sauer zu sein, wenn sie das nicht will.

Ich glaube alles in allem handelt es sich eigentlich um eine echt gute Geschichte, gerade mit der tollen Repräsentation, den guten Ideen, und den an sich sehr soliden Figuren, für mich haben die Beziehungen zwischen den Figuren nur leider so wenig Sinn ergeben/ich konnte die so schlecht nachvollziehen, dass ich persönlich nicht wirklich Freude an dem ganzen hatte.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Sehr schöne Herbst-Geschichte

Mumpelmoff und das Wunder am Schloss
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Mumpelmoff geht auf Reisen, um seinen besten Freund den Luftballon wieder mit Energie zum Leuchten zu versorgen, und beim Begleiten auf seiner Reise lernen wir seine Welt kennen und auch die anderen Figuren, ...

Mumpelmoff geht auf Reisen, um seinen besten Freund den Luftballon wieder mit Energie zum Leuchten zu versorgen, und beim Begleiten auf seiner Reise lernen wir seine Welt kennen und auch die anderen Figuren, die darin leben. Außerdem ist es zwar eindeutig ein Kinderbuch, hat mit dem alten Haus, in dem Mumpelmoff lebt, aber dennoch eine ganz leicht düstere Stimmung, die es auch noch zu einem perfekten Buch für den Herbst oder Oktober macht. Außerdem lädt sie zum Einkuscheln ein, und wer würde sich nicht gerne zu einem guten (Hör)Buch irgendwo einkuscheln und die Geschichte genießen, während es draußen so kalt ist?
Mir haben auf jeden Fall sowohl Figuren als auch Geschichte sehr gut gefallen. Im Hörbuch mochte ich ebenso das Vorlesen, und im physischen Buch die liebevoll gestalteten Illustrationen auf jeder Seite. Insgesamt ist es wirklich ein sehr gelungenes (Hör)Buch!

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  • Cover
Veröffentlicht am 04.10.2025

Inhaltlich als Reflexions-Übung total spannend, scheint leider KI-Kust zu sein

Die Phönixkarten für dein Inneres Kind - 44 Archetypenkarten und 192-seitiges farbiges Booklet
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Wie der Titel bereits sagt, gefallen mir Karten und Buch als Hilfsmittel um Dinge zu reflektieren und sich Gedanken zumachen richtig gut. Das Buch erklärt total ansprechend und leicht verständlich, wie ...

Wie der Titel bereits sagt, gefallen mir Karten und Buch als Hilfsmittel um Dinge zu reflektieren und sich Gedanken zumachen richtig gut. Das Buch erklärt total ansprechend und leicht verständlich, wie man mit den Karten arbeiten kann (aber nicht muss) und als jemand, der vorher noch nie auch nur ansatzweise irgendwie Karten gelegt hat, fand ich das alles super gut und kurz erklärt, sodass ich sofort ins Thema einsteigen und die Karten auch "anwenden" konnte.

Die Texte zu den einzelnen Karten sind dabei ebenfalls gut gelungen, und als Anstoß, um sich mit seinem Leben weiter auseinanderzusetzen, funktionieren sie richtig toll. Natürlich muss man sich auch auf sie einlassen, aber wenn man das tut, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie sie nicht Hilfreich sein könnten.

Außerdem gefallen sie mir auch weg von einer persönlichen Reflexion einfach zum Nachdenken allgemein echt gut.

Und zum Zeichenstil würde ich gerne ähnliches sagen, gerade weil die Karten ja doch echt hübsch sind, aber leider musste ich beim Betrachten der Karten feststellen, dass es sich höchstwahrscheinlich um KI-Bilder handelt. Was nichts daran ändert, dass es sich inhaltlich um echt gute Arbeit handelt, mir aber trotzdem einiges an der Freude genommen hat, besonders, weil es eben nirgendwo erwähnt wird (oder ich es nicht gefunden habe). Gerade wenn man doch so viel Arbeit in ein Kartendeck steckt, kann man in meinen Augen durchaus auch Künstler für die Illustrationen bezahlen, oder wenigstens die Transparenz zeigen, dass man genau das nicht getan hat. Aber während es viele Bilder gibt, die tatsächlich recht vernünftig wirken, gibt es auch viele, die bei genauerer Betrachtung eher zerfallen (fehlende Arme, Finger, die einfach im Buch verschwinden, ein Vogel der nicht wirklich auf der Hand des Menschen sitzt sondern irgendwie komisch daneben), und ich bin mir sehr sicher, dass solche Fehler einem Menschen nicht passiert wären.

Insofern inhaltlich richtig solide Arbeit, die mir gut gefällt, aber durch die KI-Bilder nimmt meine Begeisterung dann leider doch eher ab.