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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Unglaublich fesselnd und spannend

Interview mit einem Vampir
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Interview mit einem Vampir war ... eine Erfahrung, würde ich sagen. Ich wusste ja, dass es sich um ein Horror-Buch handelt, und ein klein wenig hatte ich auch Ahnung vom Inhalt, aber wow habe ich nicht ...

Interview mit einem Vampir war ... eine Erfahrung, würde ich sagen. Ich wusste ja, dass es sich um ein Horror-Buch handelt, und ein klein wenig hatte ich auch Ahnung vom Inhalt, aber wow habe ich nicht damit gerechnet, wie unwohl ich mich beim Lesen fühlen würde. Aber auf eine gute Art und Weise? Die Vampire haben es auf jeden Fall geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen, und ich fand es absolut faszinierend, wie die Welt aufgebaut war. Ich lese nicht oft Vampir-Romane (eher gar nicht), aber ich hatte das Gefühl, dass hier viele Themen aufgegriffen werden, die man üblicherweise eher am Rande erwähnt, wenn überhaupt. Wie Claudias Schwierigkeiten mit ihrem kindlichen Körper, während sie selbst aber natürlich längst kein Kind mehr ist. Und dann irgendwie aber doch. Aber eben nicht wirklich.
Auch die anderen Figuren fand ich unglaublich faszinierend, und während ich sie alle nicht wirklich mochte, habe ich sie gleichzeitig sehr schnell ins Herz geschlossen. Sie sind auf keinen Fall sonderlich sympathische Zeitgenossen, aber für die Welt und die Geschichte haben sie in meinen Augen wirklich gut funktioniert. Und irgendwie mochte ich sie auch schon, eben als Figuren, aber keiner von all den Leuten war wirklich liebenswert oder so. Was ich beim Lesen sehr interessant fand.
Generell hatte die Geschichte für mich viel Gegensätzliches, sodass ich sie einerseits oft abschreckend fand, gleichzeitig aber durchgängig ziemlich begeistert und fasziniert war, und ich glaube genau das mag ich an dem Buch auch. Es war nicht wirklich gruselig, aber dennoch finde ich Horror als Genre durchaus passend gewählt, denn irgendwie war es das trotzdem, und insgesamt war es sehr düster und nachdenklich, und ich konnte es echt kaum aus der Hand legen.
Die Übersetzung hat dabei denke ich auch eine Menge Arbeit geleistet. Ich habe teilweise ins Englische reingelesen, und fand die Übersetzung nicht immer ganz getreu, aber ich fand sie dafür unglaublich flüssig zu lesen und inhaltlich bleibt sie durchaus am Original, entsprechend hatte ich da eigentlich kaum Probleme mit und war sehr zufrieden mit meiner deutschen Ausgabe und werde vermutlich auch noch mehr aus der Reihe lesen, wenn mir mal wieder nach ein bisschen Unwohlsein zumute ist.

Veröffentlicht am 02.08.2025

Tolle Welt und Figuren, die mir manchmal emotional leider fremd blieben

We hunt the Flame
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In We Hunt The Flame folgen wir einer Gruppe zufällig (und teils widerwillig) zusammengewürfelter Kameraden, die alle aus ihren eigenen Gründen und mit eigenen Zielen versuchen, die Magie ins Reich um ...

In We Hunt The Flame folgen wir einer Gruppe zufällig (und teils widerwillig) zusammengewürfelter Kameraden, die alle aus ihren eigenen Gründen und mit eigenen Zielen versuchen, die Magie ins Reich um Arawiya zurück zu bringen, wo sie seit langer Zeit nicht mehr heimisch ist. Erlebt wird das ganze aus Sicht von Zafira, einer Jägerin, die entgegen der Gesetze ihres Volkes auch als Frau für das kämpft, was ihr etwas bedeutet, und Nasir, der trotz der Tatsache, dass er ein Prinz ist, eigentlich nur Befehlen gehorchen kann.

Mich persönlich konnte die Welt sehr schnell in ihren Bann ziehen, auch wenn die vielen erdachten oder arabisch inspirierten Begriffe teils nicht sofort in ihren Bedeutungen ersichtlich wurden, was es auch manchmal etwas verwirrend gemacht hat. Ich konnte mich allerdings sehr schnell in die Regeln und die Welt generell hineinfinden, und gerade die Figuren fand ich wirklich gut gemacht.
Sie haben alle eindeutig ihre Stärken, Schwächen und eigenen Ziele sowie Motivationen, und sind dabei alle einzigartig, sodass ich auch wirklich das Gefühl hatte, dass alle Figuren wirklich relevant für die Geschichte waren. Auch werden die Einsätze sehr schnell sehr deutlich, sodass man auch das ganze Buch über durchaus merkt, wie wichtig der aktuelle Auftrag ist.

So sehr ich allerdings die Figuren mochte, so sehr haben die einzelnen Beziehungen für mich dann doch zu Wünschen übrig gelassen. So habe ich durchaus erkennen können, was das Ziel mit einigen Figuren war, und sie sind mir individuell sehr ans Herz gewachsen, ich habe anderen Figuren aber teils ihre Trauer nicht ganz abkaufen können, wenn in der Gruppe Vorfälle kamen, da ich beim Lesen gar nicht das Gefühl hatte, dass sie wirklich mehr zusammengewachsen wären. In der Theorie ja, wirklich überzeugend in Momenten herübergebracht war es für mich aber leider nicht.
Und das betraf für mich sowohl freundschaftliche als auch romantische Beziehungen. Ich fand das Tempo durchaus angebracht, und es gab auch ausreichend Szenen, in denen die Leute sich näherkamen, sodass ich rein vom Verständnis her absolut nachvollziehen kann, wann sich was wie entwickelt hat, und es kam mir auch absolut realistisch vor, nur emotional hat mich irgendwie gar nichts davon abholen können. Ich hatte weder das Gefühl, dass die romantischen Paare viel Chemie hatten, noch konnte ich generell Gefühle nachvollziehen. Einzeln ging es noch, aber dann zwischen den Figuren miteinander haben mich die Emotionen leider ganz oft nicht abgeholt/ich habe beim Lesen kaum was (mit) gefühlt.
Das Problem tauchte für mich hauptsächlich in der zweiten Hälfte des Buches auf, denn in der ersten, als wir langsam die Figuren und Welt kennenlernen, hatte ich das Gefühl fehlender Emotionen beinahe gar nicht, aber dann kam das Gefühl dafür umso öfter und ich habe mich sehr oft dabei erwischt, dass ich irgendwie ein klein wenig mehr gebraucht hätte, um den Leuten Dinge abzukaufen/ich manchmal (das hauptsächlich bei Nasir und Altair) das Gefühl hatte, dass die Geschehnisse emotional eher stillstanden.

Abgesehen davon hat mich das Buch aber durchaus überzeugen können. Das Ende jetzt hat mir gut gefallen und macht durchaus neugierig auf mehr, die Welt fand ich sehr schön, und wie die Figuren in Band zwei weitermachen werde ich mir auf jeden Fall auch noch durchlesen, denn ich bin auf jeden Fall gespannt auf den weiteren Verlauf (und vielleicht kann Band zwei mich ja auch emotional etwas mehr abholen, wäre auf jeden Fall schön).

Veröffentlicht am 31.07.2025

Queere Liebesgeschichte mit ganz viel Herz, die sich für mich leider manchmal gezogen hat

Sommergeflüster
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Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, die Polyamorie behandelt haben (leider), dieses hier konnte mit den anderen aber auf jeden Fall mithalten, was Herz und Gefühle anging. Man hat auf jeden Fall ...

Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, die Polyamorie behandelt haben (leider), dieses hier konnte mit den anderen aber auf jeden Fall mithalten, was Herz und Gefühle anging. Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass das Thema Menger wichtig ist, und dey sich auch damit auskennt, was ich super schön fand. (Und auch generell queere Identitäten kommen nicht zu kurz.)

Mit Johanna, Marek und Sable hat dey ein paar wirklich tolle Hauptfiguren erschaffen, mit denen man auf jeden Fall mitfühlen konnte, und die durch ihre Fehler auch sehr menschlich sind, während sie eindeutig immer ihr bestes geben, was ich auch schön zu sehen fand. Einige wiederkehrende Figuren sind dabei ebenfalls unglaublich sympathisch, kamen mir aber manchmal zu kurz. So gibt es tragende Figuren, die ich eigentlich auch gerne als Hauptfiguren gesehen hätte, die dann aber immer wieder über längere Zeit wie von der Bildfläche verschwinden, und ein wenig hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus hier nicht "nur" auf Marek, Sable und Johanna gelegen hätte (auch wenn ich absolut verstehe, warum dem so war), sondern eben auch auf den weiteren zugehörigen Menschen zu diesem Trio.

Kommunikation ist ebenfalls ein Thema im Buch, das den einzelnen Figuren sehr wichtig ist und ich schon echt gut aufgegriffen fand, gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder Momente, in denen die Figuren komplett vergessen oder sich weigern, etwas zu sagen, was für mich teils schon in fast klischeehafte Missverständnisse ausartete, die mich persönlich wenig überzeugen konnten. Oder nicht wirklich Missverständnisse, davon gibt es tatsächlich eher wenig, allerdings entsteht da trotzdem eine Art von Dynamik, die mir teils ein wenig erzwungen wirkte, und bei der ich bei der Länge der Geschichte schon manchmal das Gefühl hatte, jetzt könnten sich die Figuren langsam mal zusammenreißen.

Von der Sprache her hat das Buch mir tatsächlich ziemlich gut gefallen. Ins Gendern kommt man irgendwann rein und überließt es fast, fand ich, und Menger hat eine sehr blumige Ausdrucksweise die bestimmt nicht für jeden was ist, mich hier aber koomplett abholen konnte, und ich habe mich praktisch im Prolog schon in den Stil verliebt und ihn sehr gerne weiter so gelesen.

Alles in allem lässt sich für mich sagen, dass die Geschichte sehr emotional war und ich sie gerne gelesen und mich vom Geschehen abholen lassen habe, es gab aber auch eindeutig Momente, die mir nicht ganz so sehr zugesagt haben, und die mich nicht so wirklich mitreißen oder begeistern konnten. Das ändert aber nichts daran, dass es ein sehr liebevolles Buch ist, und zum Thema Polyamorie haben wir davon sowieso viel zu wenige, also wer sich dafür Interessiert: Ich kann's durchaus empfehlen ^^

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Großartiges Ende der Trilogie

His Dark Materials 3: Das Bernstein-Teleskop
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Ein absolut würdiger Abschluss der Reihe. Für mich lag ein bisschen Pause zwischen Band 2 und 3, aber ich habe mich unglaublich schnell wieder einfinden können, war sofort wieder ganz im geschehen, und ...

Ein absolut würdiger Abschluss der Reihe. Für mich lag ein bisschen Pause zwischen Band 2 und 3, aber ich habe mich unglaublich schnell wieder einfinden können, war sofort wieder ganz im geschehen, und war richtig begeistert von der Handlung. Ich habe hier auch eindeutig gesehen, was genau Leute damit meinen, Pullman hätte anti-christliche Werte in das Buch einfließen lassen, weil oh ja, und wie, dem kann ich nur zustimmen und hätte ich auch nicht gebraucht, aber die Welt und Figuren und Handlung generell waren wieder so überzeugend, dass es mich wirklich nicht gestört hat. (Bin aber auch Atheist, also vielleicht würde es sonst anders aussehen.)
Wie alle Handlungsstränge hier nach und nach zusammenführen, und sogar noch mal neue aufgemacht werden und dann aber noch ein zufriedenstellendes Ende finden fand ich richtig gut, die einzelnen Zusammenarbeiten der Figuren fand ich auch wieder sehr cool, und irgendwie hat das Buch es auch geschafft, dass selbst die Dinge, bei denen ich kurz das Gefühl hatte, sie würden zu leicht gehen, sich am Ende doch passend angefühlt haben, und sie mit Schwierigkeiten und Verlusten kamen, die mich dann doch wieder überzeugt haben.
Die Eine Sache, die mich gar nicht überzeugen konnte, war die (zu erwartende) Liebesgeschichte, die ich einfach flach und ungelenk fand, und wirklich nicht nötig, und entsprechend groß war meine Überraschung, als ich am Ende plötzlich voll dabei war und ich richtig emotional wurde, als es um diese (in meinen Augen eigentlich eher nicht vorhandene) Romanze ging. Eine Sache, die nur noch übertroffen wurde von dem kleinen Extra-Kapitel mit Zusatzgedanken, die mich tatsächlich mehrfach den Tränen nahegebracht haben. Kam beides komplett unerwartet für mich, aber hat mich mit einem gleichermaßen traurigen und hoffnungsvollen Gefühl das Buch zuschlagen lassen, sodass ich richtig zufrieden aus der ganzen Geschichte rausgegangen bin.
In meinen Augen eine sehr empfehlenswerte Trilogie, von der ich echt froh bin, endlich zum Lesen gekommen zu sein.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ich wünschte, ich hätte gewusst, worauf ich mich einlasse (und es wäre Tatsächlich gezielt so geschrieben gewesen)

Die Mitte der Welt
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Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit ...

Anders als meine Bewertung von 2 Sternen vermuten lässt, handelt es sich um ein gutes Buch. Nur leider eins, das in meinen Augen komplett falsch beworben wird. Ich bin in dieses Buch hineingegangen mit dem Gedanken an eine Liebesgeschichte, eine ungewöhnliche Familie, und ja, vielleicht ein bisschen Drama, aber im Endeffekt trotzdem eine schöne Geschichte. Was ich stattdessen bekommen habe, war eine Geschichte über Trauma und Missbrauch, und dem Umgang/Aufwachsen in schwierigen Umständen. Mit der Schwierigkeit, dass es der Hauptfigur (weil er noch jung ist) nicht klar ist, und scheinbar auch niemand anderem bewusst ist, was eigentlich los ist. Und leider hatte ich das Gefühl, dass es nicht absichtlich passiert ist. Insofern fand ich das Buch also einerseits tatsächlich echt gut, andererseits fand ich es gut als das Buch, das es eigentlich nicht sein sollte, und das Buch, das es sein sollte, habe ich beim Lesen nicht gefunden.

(Im folgenden Spoiler für ganz viele Dinge.)
So gibt es unendlich viele Kleinigkeiten, die einfach nie aufgegriffen oder behandelt werden, und deren Thematisierung ich beim Lesen echt vermisst habe. Dagegen sind die ganzen Klischees, die in dem Buch vorkommen, sogar eine Kleinigkeit, die mich gar nicht gestört hat, denn auf einem gewissen Level kam es mir wirklich so vor, als könnte die Geschichte so existieren, und nur weil etwas ein Klischee ist, heißt es nicht, dass es (zum Beispiel) Männer hassende Lesben nicht auch in echt gibt. (Heißt nicht dass ich's toll fand, aber passte in meinen Augen zur Tatsache, dass absolut niemand in dem Buch wirklich sympathisch war.)
Was mich anders als die Klischees aber sehr gestört hat (mich allerdings nicht stören würde, wenn es tatsächlich ein Buch über Trauma und Missbrauch wäre, entsprechend trotzdem eine Bewertung in der Mitte der Skala, weil dann fände ich das Buch tatsächlich in Ordnung, da ich sehe, was genau los ist, selbst wenn der Ich-Erzähler keine Ahnung hat), war: Die Tatsache, dass sich eine erwachsene Frau an einem Kind vergreift, um ihm zu zeigen, wie man "sich ein schönes Gefühl macht"; dass ein Freund der Familie einem (zwar inzwischen älteren, aber trotzdem immer noch) Kind sexuelle Erfahrungen näher bringt, indem er einen Prostituierten engagiert; generell dass die Erwachsenen alle viel zu invested in die sexuellen Erfahrungen eines Kindes waren, und das nicht auf einem Aufklärungs-Level (da hätte ich's akzeptiert); dass die beste Freundin des Hauptcharakters absolut alle Grenzen überschreitet und es aber immer als eine Eigenschaft dargestellt wird, die praktisch bewundernswert ist, weil sie die Menschen besser kennenlernen will; dass die Mutter ein Verhalten an den Tag legt, das vielleicht nicht körperlich misshandelnd ist, sehr wohl aber psychisch so einige Schäden hinterlässt; und noch ein paar andere Dinge. Ich fand die Dinge aus Sicht von Phil durchaus gut geschrieben, sodass ich es als Buch über eine schreckliche Kindheit absolut akzeptabel fände, aber weder Nachwort noch Klappentext noch irgendwas anderes gibt mir das Gefühl, dass das das Ziel daran war, und insofern kann ich es nicht gut finden, weil wenn es kein Buch über Trauma ist, dann hat davon so ziemlich nichts was im Buch zu suchen.
Und ein paar Dinge, die mich auch in einem Buch über Trauma gestört hätten: die ganzen merkwürdigen sexuell angehauchten Gespräche und Situationen mit der Familie. In einem Bett schlafen verstehe ich, kein Ding, gerade wenn man emotional gerade Nähe braucht (die es in der Familie eindeutig zu wenig gibt), aber das Geschwisterkind unter der Dusche beobachten? Eifersüchtig sein, wenn Leute Familienmitglieder küssen? What? Das fand ich sehr befremdlich, egal, was für ein Buch es denn wäre.
Weiterhin stolpert man gelegentlich über veraltete Sprache, aber das Buch ist alt, entsprechend will ich es mal nicht zu sehr ankreiden, auch wenn's nicht super war.
Und damit auch noch was positives: Das Ende hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Hauptsächlich, weil es mir das Gefühl gibt, dass Phil vielleicht den ganzen Trauma-Kreis doch zu durchbrechen schafft. Ich denke auch hier, dass es nicht das Ziel war, mir dieses Gefühl zu geben, aber ich habe tatsächlich Hoffnung für Phil.

Fazit: Das Buch wäre in meinen Augen absolut seine 4 Sterne wert, wenn es anders beworben worden wäre, und ich das Gefühl hätte, dass zum Beispiel die Familiensituation tatsächlich thematisieren soll, wie grauenhaft das alles eigentlich ist, oder die merkwürdigen Erwachsenen-Kinder-Situationen tatsächlich mit der Intention geschrieben worden wären, ein sehr ungutes Gefühl beim Leser hervorzurufen. Da ich allerdings das Gefühl habe, dass es eher eine spannende Geschichte für Jugendliche sein sollte, die ihren Alltag mir ein paar lustigen und ein paar weniger lustigen Situationen zeigt, konnte mich das Buch in der Hinsicht leider gar nicht überzeugen, denn für Jugendliche fehlte mir zu 100% die Einordnung vieler Dinge, von denen ich überzeugt bin, dass es nicht so leicht ist, hinter Phils Perspektive zu schauen und zu sehen, was tatsächlich los ist, statt das, was Phil in Momenten sieht.