Kleine Frauen, große Sorgen
Beth is deadDie vier Töchter der Familie March stehen sich sehr nahe: Meg, die Älteste, ist Studentin in Harvard; die 18-jährige Jo(sephine) bereitet ihr Debüt als Romanautorin vor; die 17-jährige Beth (Elisabeth) ...
Die vier Töchter der Familie March stehen sich sehr nahe: Meg, die Älteste, ist Studentin in Harvard; die 18-jährige Jo(sephine) bereitet ihr Debüt als Romanautorin vor; die 17-jährige Beth (Elisabeth) ist hochbegabte Pianistin und wird bald ein spezielles Internat besuchen um diese Gabe zu fördern; die 15-jährige Amy gilt eher als rebellisch und aufmüpfig, aber auch ihr Talent als Künstlerin verdient Beachtung. Nachdem ihr Vater einen Roman mit seiner Familie in der Hauptrolle veröffentlicht hat, stehen die Mädchen im Fokus der Öffentlichkeit, was sie größtenteils niemals wollten. Am Neujahrsmorgen wird Beth tot aufgefunden, mit einer schlimmen Wunde am Kopf. Wer hätte ihr etwas antun können?
Es handelt sich um eine moderne Adaption des Klassikers „Little Women“ von Louisa May Alcott, ergänzt durch einen Kriminalfall als spannende Komponente. Ich habe deren Bücher (bisher) nicht gelesen, kenne aber einige der Verfilmungen. Meiner Einschätzung nach sind die Figuren sehr gut dem Original nachempfunden und auf eine erfrischende Art in die heutige Zeit übertragen.
Erzählt wird abwechselnd von den vier Schwestern in zwei Zeitebenen: „davor“ und „heute“. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten die Mädchen in ihren jeweiligen Kapiteln zu unterscheiden. Trotzdem hätte ich mir etwas deutlichere „Stimmen“ zur Abgrenzung gewünscht. Für mich persönlich war der Erzählstil immer flüssig und sehr mitreißend, allerdings eben auch für alle Schwestern gleichermaßen.
Die Geschichte liest sich wunderbar spannend. Es kommen reichlich Geheimnisse ans Tageslicht; unerwartete Wendungen verändern immer wieder die Verdachtsmomente und machen das Miträtseln um den möglichen Täter und Tathergang so abwechslungsreich. Dabei wird auf extreme Gewalt und grausame Beschreibungen verzichtet, was ich als äußerst angenehm und passend empfinde.
Ich habe das Buch in 2 Tagen durchgesuchtet und das spricht sehr für die Autorin und die Handlung.
Ein besonderes „Goodie“ ist das gestaltete Lesezeichen in der Buchklappe.
Fazit: spannender Kriminalfall auf Basis eines Klassikers, sehr empfehlenswert!