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Veröffentlicht am 22.10.2025

Wirft einen anschaulichen Blick hinter die Kulissen eines Superstars

Inside Alcaraz – Die erste Biografie zum kommenden Superstar im Herrentennis
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Der Titel macht dem Inhalt des Buches alle Ehre. Es ist nur logisch, dass das Buch keine Biografie mit Carlos Alcaraz selbst ist, schließlich ist er erst 22 Jahre alt und hat mit Sicherheit andere Dinge ...

Der Titel macht dem Inhalt des Buches alle Ehre. Es ist nur logisch, dass das Buch keine Biografie mit Carlos Alcaraz selbst ist, schließlich ist er erst 22 Jahre alt und hat mit Sicherheit andere Dinge im Kopf. Vielmehr wird hier der kometenhafte Aufstieg von ihm beleuchtet. Zu Wort kommen dabei Weggefährten, Tenniskollegen und Freunde. Bei all seinem Erfolg ist es inspirierend, wie bodenständig Carlitos geblieben ist. Zu Verdanken hat er das nicht nur der großartigen Erziehung seiner Familie, sondern vor allem Juan Carlos Ferrero. Ich finde die Einblicke in seine Akademie wahnsinnig spannend und großartig, wie mit den jungen Spielern umgegangen wird. Gerade in Bezug auf Social Media und all den Versuchungen außerhalb des Sports. Das Buch handelt zwar von Alcaraz, aber ich denke, der Fokus liegt eher darauf, wie er zu dem Spieler gereift ist, der er heute ist. Dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle, z.B. das frühe Sponsoring, dass es Alcaraz ermöglicht hat, seine Gedanken nur dem Sport zu widmen oder der frühe Einsatz einer Psychologin, die ihn auch heute noch begleitet. Das alles ist mir völlig neu gewesen und wirft ein neues Licht auf seine Karriere. Obwohl sich Sätze und Fakten zum Ende hin immer mal wieder gleichen, konnten mich die verschiedenen Ereignisse fesseln. Trotzdem bleibt für mich die Frage, ob der Erfolg nicht zu früh kam und er dem ständigen Druck über die Jahre standhalten kann. Das wird allerdings nur die Zeit zeigen.

Inside Alcaraz wirft vor allem einen Blick hinter die Kulissen seiner bisherigen Karriere. Der Rückhalt der Familie, der Einfluss seiner Trainer, seine Paradeschläge, all das wird anschaulich und packend beschrieben. Ein Muss für jeden Tennisfreund, auch wenn er kein Alcarazfan ist.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Liebesgeschichte mit wichtiger Botschaft, aber zu viel Taylor Swift

Schneeflockenfunkeln
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Ich bin erneut begeistert von Veronika Weiß‘ Schreibstil. Ich mag die unbeschwerten, flüssigen und lebhaften Dialoge. Ich konnte mich gut in Lynn hineinversetzen. Obwohl nur aus ihrer Perspektive erzählt ...

Ich bin erneut begeistert von Veronika Weiß‘ Schreibstil. Ich mag die unbeschwerten, flüssigen und lebhaften Dialoge. Ich konnte mich gut in Lynn hineinversetzen. Obwohl nur aus ihrer Perspektive erzählt wird, hat mir Miles‘ Sicht nicht gefehlt. Sein Trauma konnte man ebenfalls in den Gesprächen nachempfinden. Die Geschichte verliert sich nicht in öden Monologen, sondern ist immer am Rotieren. Starwood wird lebendig und herzlich beschrieben und die weihnachtlichen Traditionen sorgen für ein wolliges Gefühl. Das Thema am Ende ist aktuell und enorm wichtig. Ich finde die Botschaft – nicht zu schweigen – wichtig und überzeugend dargestellt. Allerdings taucht es plötzlich auf und wurde zu schnell abgearbeitet. Das Verhalten von Miles ist enttäuschend, aber nachvollziehbar, trotzdem gibt Lynn ihm viel zu hastig nach. Dass Taylor Swift in der Handlung einen so großen Platz einnimmt, hat mich nur genervt. Es tut mir leid, aber ich habe diese Stellen übersprungen, da ich ihr nichts abgewinnen kann und ihre Musik ebenfalls nicht mag.

Schneeflockenfunkeln ist eine süße Liebesgeschichte mit ernster Botschaft am Ende des Buches. Ich finde, dem Thema hätte man mehr Aufmerksamkeit schenken müssen, um die Geschichte stimmiger abzurunden. Trotzdem sind mir die kleinen zusätzlichen weihnachtlichen Wunder nicht entgangen, die ebenfalls ein starkes Signal der sozialen Gemeinschaft senden.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Nerviges Hickhack der Protagonisten und eine grausige Übersetzung

Morbidly Yours
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Ich finde das Thema Tod mal eine völlig neue Richtung bei Liebesgeschichten. Mir hat der schwarze Humor gefallen. Das hat Callums Beruf als Bestatter weniger düster erscheinen lassen. Callum ist ein sympathischer ...

Ich finde das Thema Tod mal eine völlig neue Richtung bei Liebesgeschichten. Mir hat der schwarze Humor gefallen. Das hat Callums Beruf als Bestatter weniger düster erscheinen lassen. Callum ist ein sympathischer junger Mann. Seine scheue Art ist gut dargestellt. Seine Wandlung durch Lark ist absolut nachvollziehbar. Ihr flippiges Mundwerk und aufgeschlossenes Wesen hat Callum aus seinem tristen Alltag geholt. Leider gingen mir die Monologe der beiden auf die Nerven. Ständig haben sie sich im Kreis gedreht: Ich liebe ihn, ich liebe sie, ich bin nicht gut für ihn, sie hat was Besseres verdient. So ging es die Hälfte des Buches. Callum zu verkuppeln wirkt stellenweise einfach nur krampfig und die zarten aufkeimenden Gefühle sind in den Hintergrund getreten. Dass Callum eine Granate im Bett ist, superheiß und im weiteren Verlauf auch noch vulgär spricht, ist unglaubwürdig. Das Ende ist zwar süß, aber doch auch erwartbar gewesen. Obwohl sich die Geschichte gut lesen lässt, ist die Übersetzung für mich unterirdisch. Das ständige Gendersternchen stört den Lesefluss massiv und nervt einfach nur noch. Dazu werden zu oft englische Wörter und Phrasen eingestreut und damit meine ich nicht mal diese absurde Personenbezeichnung von Rory. Das soll womöglich cool und modern wirken, ist am Ende aber einfach nur lächerlich.

Morbidly Yours besticht zwar durch ein komplett neues Themenfeld, rutscht aber durch das Hickhack der Protagonisten ins Erwartbare ab. Der Humor konnte mich abholen und auch die kleinen süßen Momente zwischen Callum und Lark. Das unnötige alberne Hin und Her und die Übersetzung sind für mich aber leider ein zu großer negativer Aspekt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Kein Herbstzauber, aber romantische Spätsommerliebelei

Love me in Autumn. Eine cinnamon spiced Romance
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Sowohl der Titel, als auch das Cover täuschen über den Inhalt: Es handelt sich nicht um einen Herbstroman! Die Geschichte spielt die meiste Zeit im Spätsommer und versprüht auch keinerlei Herbstzauber, ...

Sowohl der Titel, als auch das Cover täuschen über den Inhalt: Es handelt sich nicht um einen Herbstroman! Die Geschichte spielt die meiste Zeit im Spätsommer und versprüht auch keinerlei Herbstzauber, wie in Band 1. Insgesamt hat mir die Geschichte um Hazel und Noah trotzdem gefallen. Die Schnitzeljagd ist teilweise sehr romantisch, aber auch abenteuerlustig gestaltet. Ich mag die beiden von ihrer Art, aber ihre ständigen Monologe über die Gefühle des jeweils anderen sind doch recht nervig. Hazels Wandlung ist ebenfalls etwas überzogen dargestellt und passt nicht zu ihrer Persönlichkeit. Noahs Entwicklung in Bezug auf seine Vergangenheit ist dagegen gelungen. Die Momente, die beide teilen, sind süß und doch recht ernst. Allgemein stehen hier die Gefühle und Selbstzweifel der Protagonisten im Vordergrund und ich habe etwas die Leichtigkeit aus Band 1 vermisst. Zum Schluss wird man dann von zu vielen Namen erschlagen, was aber für den enormen Zusammenhalt von Dream Harbour spricht.

Love me in Autumn ist eine emotionale Liebesgeschichte, bei der man den Protagonisten zwar jede Handlungsweise abnimmt, aber nicht unbedingt ihre Wandlung. Das zwischenzeitliche Hin und Her ist etwas mühselig, aber das romantische Ende entschädigt. Dream Harbour ist und bleibt eine heimelige Kleinstadt mit herzlichen Bewohnern und neuer Geschichten.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Tiefgründig und vorhersehbar, aber dennoch spannungsvoll erzählt

Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls
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Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um wieder in die Geschichte und ihre Protagonisten hineinzufinden. Ich finde sowohl Paige als auch Miles sympathisch. Man merkt, dass die Vergangenheit beide verbindet, ...

Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um wieder in die Geschichte und ihre Protagonisten hineinzufinden. Ich finde sowohl Paige als auch Miles sympathisch. Man merkt, dass die Vergangenheit beide verbindet, aber auch verändert hat. Es ist früh klar, wo die Handlung hinführt und das Drama am Ende bestätigte meine Vermutung. Letztlich ist es zwar spannend aufgebaut, aber Paige hat zu lange gezögert, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Ich finde zwar gut, wie Paige und Miles gemeinsam heilen und oft über ihre Gefühle reden, aber trotz allem ist mir ihre Beziehung zu sehr auf Sex aufgebaut. Ihre jeweiligen Wesensarten blieben im Hintergrund und ich konnte nicht nachvollziehen, was Miles an Paige so liebt. Ab und an wurden ihre Vorzüge genannt, aber das ist für mich nicht deutlich hervorgetreten, wohingegen Miles wahre Akte der Liebe und Freundschaft aufzeigt. Die Darstellung des Zusammenhalts der Clique gefällt mir gut, auch wenn Lewis oft zu aufdringlich wirkt. Die Herbstzeit ist in den Hintergrund gerückt und wird nur dezent mal erwähnt, versprüht demnach nicht den heimeligen Charme von Band 1.

Stay with me in Willow Falls ist eine tiefgründige Liebesgeschichte, die oft emotional und weniger humorvoll daher kommt. Der Ausgang ist zwar offensichtlich, wird aber durch spannende Konflikte in die Länge gezogen. Ich fiebere auf jeden Fall der Geschichte von Reese und Owen entgegen, denn ihre knisternde Stimmung ist nicht zu übersehen.

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