Kurzweiliges und unausgereiftes Debüt der Autorin
Off to the RacesMan spürt, dass es Elsie Silvers Erstlingswerk ist! Es gibt viele Punkte in dem Buch, die noch unausgereift wirken. Ich mag den Schreibstil und die Beschreibungen von der Ranch. Auch das Thema Pferderennsport ...
Man spürt, dass es Elsie Silvers Erstlingswerk ist! Es gibt viele Punkte in dem Buch, die noch unausgereift wirken. Ich mag den Schreibstil und die Beschreibungen von der Ranch. Auch das Thema Pferderennsport wurde gut eingeführt. Allgemein wird die Liebe zu den Pferden auf so viele Arten erzählt. In der Hinsicht ist Billie als Charakter fantastisch gelungen. Menschlich finde ich sie allerdings oft zu hochnäsig und oberflächlich gezeichnet. Sie hat eine harte Jugend gehabt, die aber zu kurz thematisiert wird und nur teilweise nachempfunden werden kann. Ihr guter Freund Hank spielt eine wichtige Rolle, bleibt aber bis zum Schluss blass, obwohl ich ihre Vater-Tochter Beziehung mag. Vaughn ist ebenfalls ein gebranntes Kind und ist anfangs nur von Äußerlichkeiten und seiner Libido getrieben. Ich bin mit ihm einfach nicht warm geworden, da seine Handlungen sehr sprunghaft sind. Zusammen bilden die beiden wenig Tiefe, keine Chemie und denken oft an das Eine. Der große Konflikt am Ende wird zu schnell, unlogisch und glatt gelöst. Schade, denn in der Geschichte steckt so viel Potenzial für mehr! Nebencharaktere werden für weitere Bände eingeführt und wecken zumindest das Interesse am Weiterlesen.
Off to the Races ist ein schwächerer Roman der Autorin, gleichzeitig zeigt er, wie Autoren nach und nach reifen und besser werden. Die Charaktere sind oberflächlich und verlieren sich in Superlativen. Es gibt viele Anstöße für spannende Konflikte und überraschende Wendungen, die aber leider ungenutzt bleiben und im Sande verlaufen. Somit ist die Geschichte zu vorhersehbar und kurzweilig.