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Veröffentlicht am 21.09.2025

Weltraum Comic voller (Sprach-)Witz

Captain Flop
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David Walliams wird zu Recht als Nachfolger von Roald Dahl genannt - seine Geschichten sprühen ebenso wie die Dahls nur so vor Humor und zeigen die Welt aus den Augen der Kinder, die immer die Protagonisten ...

David Walliams wird zu Recht als Nachfolger von Roald Dahl genannt - seine Geschichten sprühen ebenso wie die Dahls nur so vor Humor und zeigen die Welt aus den Augen der Kinder, die immer die Protagonisten sind. 
Ich war sehr gespannt auf den Comic und ob auch hier die der Humor so gut rüber kommen wird wie in den Büchern. Und ich kann klar sagen - JA! Der Textanteil ist zwar logischerweise deutlich geringer als in den Büchern, aber hat es in sich. Und die Comicfiguren transportieren den Humor nochmal zusätzlich und vertiefen ihn. 
Als Grundidee dient dem Autoren das, was er auch zu meiner großen Freude am Ende des Buches kurz zusammenfasst: Alle Figuren aus dem Comic basieren auf den echten Tieren, die ins All geschossen wurde. Die Hauptfigur, Flop, ist ein Schimpanse. Er wird ins All geschossen und soll die Erde einmal umrunden. Gelingt ihm das, sollen menschliche Astronauten folgen. 
Die Weltumrundung glückt tatsächlich, aber leider ist Flop ein ziemlicher Tollpatsch und so bleibt er für 50 Jahre in seiner Weltraumkapsel eingefroren, bis ein Hunde-Pirat auf sein Gefährt trifft und die beiden Astronauten wider Willen auf weitere Tiere im Weltall treffen. 
Selbst die Kampfszenen sind irgendwie süß gemacht und alle Figuren gefielen mir sehr gut und passten sehr gut zur Handlung. 
Eine meiner liebsten Stellen ist die, als der Piratenhund den Riesenpfirsich erwähnt, der "eine andere Geschichte, von einem wesentlich talentierteren Autoren" sei - womit Walliams natürlich direkt auf Roald Dahls James und der Riesenpfirsich anspielt. 
Ich für meinen Teil muss sagen, dass David Walliams nicht weniger talentiert ist als Roald Dahl, sondern ein Kinderbuchautor, der wundervolle Geschichten schreibt, deren Humor und Warmherzigkeit nicht nur Kinder, sondern auch Eltern anspricht und ich empfehle den Comic natürlich uneingeschränkt weiter!!!

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Schenkt Kraft und ist sehr gut geschrieben!

Krebs meistern - Jenseits von richtig und falsch
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Als mein Vater vor einem Jahr mit 68 Jahren die Diagnose Krebs erhielt, waren wir geschockt und voller Angst. Heute, ein Jahr und OP, mehrere Chemotherapie-Sitzungen und viele Krankenhausaufenthalte später ...

Als mein Vater vor einem Jahr mit 68 Jahren die Diagnose Krebs erhielt, waren wir geschockt und voller Angst. Heute, ein Jahr und OP, mehrere Chemotherapie-Sitzungen und viele Krankenhausaufenthalte später sind wir ernüchtert und weiterhin ängstlich.
Krebs meistern ist das erste Buch, das ich seitdem zu dem Thema lese und das erste Sachbuch überhaupt zum Thema Krebs, das ich lese - und ich kann es einfach nur wärmstens empfehlen!
Der Autor, der selbst eine Krebserkrankung überstanden hat und aus dem medizinischen Bereich kommt, lässt seine eigenen Erfahrungen nicht nur einfließen, er stellt sie streckenweise beispielhaft in den Vordergrund und das macht sehr viel Mut.
Der Aufbau des Buches lädt auch zum Blättern und immer-wieder-lesen ein und ist - ein klares Plus! - auch für nicht direkt Betroffene sehr interessant zu lesen.
Die Themen sind vielfältig und gut gegliedert, es gibt einen großen Anhang und sogar den Link zu Online Übungen.
Der Ton des Autoren hat mir wirklich besonders gut gefallen. Er belehrt nicht und zeigt auch nicht den "einen Weg" auf. Nein, er nimmt den Lesenden empathisch an die Hand und zeigt auf, welche Wege es geben könnte und wie man für sich entscheidet, was sich gut anfühlt und richtig ist.
Wirklich absolut perfekt gemacht! Ich werde das Buch meinem Vater schenken und hoffe, er findet Kraft darin, ebenso wie meine Mutter, die ein Teammitglied im Sinne des Buches ist und sehr für ihn da sein muss zurzeit.
Für betroffene Menschen und Angehörige auf jeden Fall eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Ein Volltreffer - ich bin begeistert!

Hustle
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Die 30jährige Leonie verliert ihren Job - aber nicht ihre Würde. Am letzten Arbeitstag rächt sie sich auf eine wirklich kreative Art und Weise. Danach allerdings macht ihr Ex-Chef seine Drohung wahr und ...

Die 30jährige Leonie verliert ihren Job - aber nicht ihre Würde. Am letzten Arbeitstag rächt sie sich auf eine wirklich kreative Art und Weise. Danach allerdings macht ihr Ex-Chef seine Drohung wahr und als sie nach einer langen Urlaubsreise zurück kommt, findet sie in ihrer Branche keinen neuen Job mehr. Notgedrungen nimmt sie einen Job an, der sie vom Ruhrgebiet nach München bringt und so trostlos und langweilig ist, wie man es sich kaum vorstellen kann. Statt mit Pflanzen zu experimentieren wie in ihrem vorigen Job, katalogisiert und digitalisiert sie Insekten in Schaukästen für eine staatliche Behörde. 
Sie wohnt in einer runtergekommenen Wohnung, die sie sich gerade so leisten kann und beschreibt alles, was man immer an Vorurteilen über München so hört.
Wie sich Leonie in ihr neues Leben findet und durchkämpft, wäre an sich schon fast genug Stoff für eine gut lesbare und unterhaltsame Lektüre, aber jetzt kommen wir zum Titel. Hustle. Das bedeutet im ursprünglichen Sinn Abzocke oder Betrügerei. Denn Leonie rutscht über eine Zufallsbekanntschaft, die bald eine richtige Freundin wird, in einen Nebenerwerb. Sie bietet ihr Talent, kreativ Rache zu üben, gegen Geld an Menschen an, die sie auf einem Liebeskummerforum findet. 
Über ihre neue Freundin Genevieve findet sie bald Zugang zu einer Frauenclique, die alle verbotene Aktivitäten ausüben, um sich das Leben in München und noch etwas mehr leisten zu können. Es war ein Hochgenuss, diesen 4 Frauen zuzuhören und sie zu begleiten.
Wie ich es aus dem Pola-Verlag kenne, treffen wir mal wieder auf sehr starke und interessante Frauen, gegen die die männlichen Protagonisten sehr blass wirken. 
Leonie ist eine spannende Hauptfigur, die mich wirklich in ihren Bann gezogen hat - und die Geschichte ist trotz der vielen humorvollen Stellen und der sehr gut lesbaren Sprache wirklich vielschichtig und durchaus nachdenklich stimmend. Es werden Themen berührt, die mich sehr berührt haben - wie wichtig ist Karriere? Was macht es mit einem, wenn man etwas findet, für das man brennt? Welche Art von Moral und Gewissen sind noch tolerierbar, wo sehe ich bei mir Grenzen? Aber auch Beziehungen werden gezeigt wie die von Leonies Eltern, die sich fast ihr Leben lang streiten bis sie auf einmal damit aufhören. 
Und natürlich - Freundschaft und Unterstützung unter Frauen, so wichtig und so tragend - auch und besonders für dieses Buch. 
Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung! 

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Wirklich spannender Cosy Crime

Nightingale
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Lydia Nightingale kommt gerade von ihren Flitterwochen mit ihrem frisch gebackenen Ehemann in ihr neues Zuhause - einem englischen Landsitz im verschlafenen Whispering Pines. Die neue Lady Nightingale ...

Lydia Nightingale kommt gerade von ihren Flitterwochen mit ihrem frisch gebackenen Ehemann in ihr neues Zuhause - einem englischen Landsitz im verschlafenen Whispering Pines. Die neue Lady Nightingale ist Halb-Britin und kommt aus Boston. An ihrem ersten Tag im neuen Zuhause entwickelt sich alles vollkommen anders als erwartet. Statt sich gemütlich einzuleben, wird die Familie in einen Mordfall ermittelt und Lydias Ehemann als Verdächtiger in Haft genommen! Gemeinsam mit dem Butler Godfrey fängt sie an, selbst zu ermitteln...

Mord im Musensaal ist der Beginn einer Cosy Crime Reihe in einem tollen Setting und mit Figuren voller Potenzial. Die clevere und einfallsreiche Lady Lydia und das absolute Original Butler Godfrey mit seiner Mary Poppins Tasche stechen auf jeden Fall heraus. Beim Lesen bin ich zunächst begeistert gewesen vom Setting - ich liebe Cosy Crime und Großbritannien wirklich sehr! Der Fall, in dem Lydia dann ermittelt, ist auch wirklich spannend geschrieben und die Spannungskurve steigt bis zum rasanten Showdown und Finale schnell und steil an!

Ich habe mich die ganze Zeit beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich, dass es ein Wiedersehen geben wird mit den lieb gewonnenen Figuren.

Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Spannender Krimi mit tollen Figuren - macht Lust auf mehr!

Über die Toten nur Gutes
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Mads Madsen (ja, das ist wirklich sein Name ) lebt und arbeitet in Glücksburg an der Ostsee. Er ist Trauerredner, ein Job, der mir bis zur Lektüre dieses Glückgriffs von einem Krimi absolut unbekannt war. ...

Mads Madsen (ja, das ist wirklich sein Name ) lebt und arbeitet in Glücksburg an der Ostsee. Er ist Trauerredner, ein Job, der mir bis zur Lektüre dieses Glückgriffs von einem Krimi absolut unbekannt war.
Als ein ehemaliger Schulfreund von ihm unter verdächtigen Umständen ums Leben kommt, beginnt Mads auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät bald selbst in große Gefahr.

Ich war von Anfang an begeistert von Mads und seiner Familie und seinen Freunden. Sein hyperaktiver Bingo-Fanatiker Vater, seine Geschwister, der beste Freund (ein Bestatter) und seine erstaunliche Freundin - alle Figuren haben mich begeistert und haben so viel Potenzial, dass ich mich sehr gefreut habe, als ich gesehen habe, dass "Über die Toten nur Gutes" der Auftakt einer Reihe ist. Die Figuren - allen voran natürlich Mads - geben das auf jeden Fall her!
Auch die Atmosphäre ist einfach toll getroffen und hat mir sehr gefallen. Mads, der junge Trauerredner mit der wunderschönen Stimme, ist sympathisch und greifbar.
Die Spannung des Krimis baut sich erst langsam auf, mündet dann aber in einem sehr spannenden Finale und hat mich auf jeden Fall sehr gefesselt.
Alles in allem ein Buch, das ich eindeutig weiterempfehlen kann und der Beginn einer Reihe, die ich im Auge behalten werde. Ich freue mich schon darauf, alle wieder zu treffen

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