Profilbild von MelB2508

MelB2508

Lesejury Star
offline

MelB2508 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MelB2508 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2025

Das beste Buch über das Thema, das ich je gelesen habe!

Nur noch ein einziges Mal
0

Ich bin wirklich skeptisch gewesen vor dem Lesen des Buches - 1. hatte ich bereits ein Buch von Colleen Hoover gelesen, was mich unfassbar zum Weinen gebracht hat, aber auch aus dem Grund einfach zu viel ...

Ich bin wirklich skeptisch gewesen vor dem Lesen des Buches - 1. hatte ich bereits ein Buch von Colleen Hoover gelesen, was mich unfassbar zum Weinen gebracht hat, aber auch aus dem Grund einfach zu viel war und 2. hat mich der ganze Rummel um die Verfilmung abgeschreckt. Aber nachdem meine Töchter unbedingt den Film mit mir sehen wollen und bei uns klar die Devise gilt - bei Literaturverfilmungen erst das Buch dann der Film! - habe ich widerstrebend zu lesen begonnen. Und - omg! Es ist wirklich das beste Buch, das ich je über häusliche Gewalt gelesen habe!!! Letztes Frühjahr habe ich ein Buch gelesen "Alles, was wir fühlen" von Nicole Fisher. Und hätte ich damals schon "Nur noch ein einziges Mal" gelesen gehabt, hätte ich die Autorin auf ihren peinlichen Plagiatsversuch hinweisen können! Aber das ist nur eine Randbemerkung.

Nun zur eigentlichen Rezension:

Lily Bloom verliebt sich in Ryle Kincaid. Die Geschichte zwischen den Beiden ist süß, romantisch und einfach herzerwärmend beim Lesen, wie eine RomCom erleben wir, wie sie sich verlieben, alles vor meinem geistigen Auge voller Blumen und Herzchen. Der Stil ist leicht lesbar und alle Protagonisten sind irgendwie nett, locker und witzig. Ein richtiger Feelgood Roman.
Gleichzeitig gibt es aber eine dunkle Wolke am Horizont - Lily hatte nämlich keine schöne Kindheit und am Tag, als sie Ryle kennenlernt, kommt sie von der Beerdigung ihres Vaters. Dieser war der Grund dafür, warum ihre Kindheit so schlimm war - schlimmer als bei den meisten anderen Kindern. Anhand von alten Tagebüchern erfahren wir, wie die 15jährige Lily sich in einen Jungen verliebt, Atlas, der ebenfalls Schlimmes hinter sich hat und keine Famlie, die sich um ihn kümmern will. Lily ist ein einsames Kind, das nie Freunde zu sich einlädt, weil ihr Vater ihre Mutter misshandelt.
Diese Einblicke in die Vergangenheit und auch die Geschichte, die Lily und Atlas verbindet, sind der parallele Strang, den wir lesen, während Lily sich immer mehr auf Ryle einlässt, seine Familie lieben lernt und ihn schließlich sogar heiratet.
Was dann passiert und wie Lily damit umgeht, ist für mich absolut großartig geschrieben und umgesetzt - und Lily ist eine meiner Heldinnen! Ihre Entscheidungen, ihre Art, wie sie auf das reagiert, was geschieht, sind so reif und gut beschrieben, dass ich mich wirklich in sie verliebt habe. In dem Buch ist Lily gerade mal 25 Jahre alt, als sie ihr Leben ganz neu gestalten muss und eine der schwierigsten Entscheidungen treffen muss, die man sich nur vorstellen kann. Ich weiß, dass die Film-Lily älter ist, finde aber, dass es dem Buch keinen Abbruch tut, dass Lily so jung ist. Für mich passt ihr Verhalten sehr gut, weil sie eben eine bestimmte Vergangenheit hat und diese sie zu einem ganz bestimmten Menschen gemacht hat.
Bevor ich zu viel spoilere, noch eins - man merkt auch ohne das Nachwort der Autorin (unbedingt lesen!), dass hier auch persönliche Erfahrungen mit eingeflossen sind, eine weitere Stärke des Buches!
Und so komme ich zum Schluss zu einer uneingeschränkten Leseempfehlung (DAS habe ich nicht erwartet!) und einem weiteren Highlight dieses gerade begonnenen Lesejahres!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2025

Japanische Mythologie wunderschön illustriert

Der Fuchs und der kleine Tanuki 1
0


Für mich war es echt eine Umstellung von hinten nach vorne und rechts oben nach links unten zu lesen - zum Glück ist es aber im Buch erklärt worden. 
Als ich mich dann darauf eingelassen habe, wurde ich ...


Für mich war es echt eine Umstellung von hinten nach vorne und rechts oben nach links unten zu lesen - zum Glück ist es aber im Buch erklärt worden. 
Als ich mich dann darauf eingelassen habe, wurde ich belohnt mit einem Buch voller wunderschöner Zeichnungen, vielen Informationen und einer süßen Geschichte! 
Der schwarze Fuchs Senzou muss sich nach einem 300jährigen Schlaf um den kleinen Tanuki Manpachi kümmern. Er gibt ihm den Namen und erlebt einige Abenteuer mit ihm. Dabei erfährt der Leser - die Alterszielgruppe wird mit 8 Jahren angegeben - viel über japanische Mythologie, wie Hausgeister und Opfergaben an diese. Auch werden weitere Informationen in Form von Fußnoten zur Verfügung gestellt - was das -san am Namen bedeutet und ähnliches.
Da ich sehr wenig über die japanische Mythologie weiß, hat mich das auch sehr interessiert und die Geschichte mit den wirklich toll gezeichneten und teilweise sehr niedlichen Figuren hat mir Spaß gemacht! Eine echte Horizont-Erweiterung!  

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein Muss - nicht nur für Fans der Autorin!

Wie fühlt es sich an?
0

Sophie Kinsella ist eine meiner liebsten Autorinnen und zwar schon ewig lange! Ich liebe den britischen Humor, die Happy Ends, die fiesen und die guten Charaktere und die Romantik und Situationskomik in ...

Sophie Kinsella ist eine meiner liebsten Autorinnen und zwar schon ewig lange! Ich liebe den britischen Humor, die Happy Ends, die fiesen und die guten Charaktere und die Romantik und Situationskomik in ihren Büchern. Sie bringt mich zum Lachen und zum Weinen und ich weiß schon beim Aufschlagen der ersten Seite immer, dass ich das Buch lieben werde und gerne darin versinke.
Auf "Wie fühlt es sich an?" war ich sehr gespannt. Seit ich auf Instagram gelesen hatte, dass die Autorin an einem aggressiven Hirntumor leidet, hat es mich beschäftigt. Sie ist etwa 10 Jahre älter als ich und Mutter von 5 Kindern - einfach furchtbar, dass sie eine solche Diagnose erhalten hat!
In ihrem Buch "Wie fühlt es sich an?" thematisiert sie ihre Krebserkrankung auf ihre eigene Weise. Anhand einer fiktiven Person schildert sie das, was sie wirklich erlebt hat - teilweise leicht abgewandelt.
Einige Stellen haben mich wirklich sehr fertig gemacht und zum Weinen gebracht. An anderen blitzte der typische Humor der Autorin durch. Es ist schön gewesen für mich als Fan der Autorin diese privaten Einblicke in ihr Leben zu bekommen - u.a. erzählt sie, wie sie auf die Idee der Shopaholic Reihe kam!
Als Mutter haben mich manche Stellen in dem Buch wirklich extrem betroffen gemacht - die Weihnachtsgeschenke! Wo sind die Kinder? - und als Ehefrau freut es mich so sehr, wie ihr Mann alles für sie aufgefangen und sie unterstützt hat.

Ich bin wirklich bewegt davon, wie sie damit umgeht und unfassbar froh, dass sie schon jetzt über der eigentlich prognostizierten Zeit liegt, die Patienten bei dieser Diagnose im Durchschnitt noch bleibt - und sogar weitere Bücher schreibt! Von ganzem Herzen wünsche ich ihr und ihrer Familie ein Happy End und weiterhin so viel Kraft und Liebe.

Beim Schreiben der Rezension sind mir schon wieder die Tränen in die Augen gestiegen und ich schließe einfach mit einer absoluten Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2025

Kult Buch

Clockwork Orange
0

Clockwork Orange wollte ich schon immer mal lesen und jetzt endlich habe ich es geschafft. Als Fan der Toten Hosen wusste ich lange nicht, dass dem Alex-Lied diese Geschichte zugrunde liegt - beim Lesen ...

Clockwork Orange wollte ich schon immer mal lesen und jetzt endlich habe ich es geschafft. Als Fan der Toten Hosen wusste ich lange nicht, dass dem Alex-Lied diese Geschichte zugrunde liegt - beim Lesen hatte ich die ganze Zeit den Ohrwurm!

Die Geschichte ist durchaus brutal - auch wenn der Autor sie nicht vordergründig so verstanden haben möchte. Ich selbst hatte mit den gewalttätigen Szenen auch keine Probleme. Das lag einerseits daran, dass die Kunst-Sprache, die Alex benutzt, zu einer Distanz beim Lesen führt und andererseits daran, wie sich die Geschichte entwickelt,

Ich bin auf jeden Fall auch der Meinung, dass man den Willen eines Menschen NICHT brechen sollte und ihm die Freiheit lassen MUSS; selbst zu wählen, wie er sich verhält. Daher gefällt mir auch sehr gut, wie das Buch endet.

Nicht gut - wenn auch vermutlich zeitgemäß - ist klar Alex´ Menschen- und vor allem Frauenbild. Aber okay, er macht immerhin eine Entwickliung durch...

Absolutes Highlight war nach der Lektüre der umfangreiche Zusatzteil mit weiteren Texten des Autoren und das Glossar!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2025

Wortgewaltig, humorvoll, berührend und voller Tiefgang

In einem Zug
0

Daniel Glattauer kenne ich von Gut gegen Nordwind, Alle sieben Wellen und Darum - alles wirklich sehr lesbare Bücher und in einem Stil geschrieben, der mich sehr anspricht. Daher war ich sehr gespannt ...

Daniel Glattauer kenne ich von Gut gegen Nordwind, Alle sieben Wellen und Darum - alles wirklich sehr lesbare Bücher und in einem Stil geschrieben, der mich sehr anspricht. Daher war ich sehr gespannt auf sein neues Buch "In einem Zug".
Und - ich LIEBE es!
Es geht um den österreichischen Autoren Eduard Brünhofer, der Liebesromane geschrieben hat, seit mehreren Jahren nichts mehr veröffentlich hat und deswegen unterwegs zu einem ihm unangenehmen Termin ist.
Das ist schon mal ein guter Anfang, ich lese unheimlich gerne über Autoren! Die Parallelen zwischen Glattauer und Brünhofer sind absolut charmant und mit Sicherheit gewollt.
Im Zug von Wien nach München sitzt er nun in einem Abteil mit einer Frau "frühen mittleren Alters", die er für jemanden hält, der seine Bücher gelesen haben könnte. Die beiden kommen ins Gespräch und bleiben es über die gesamte gemeinsame Zugfahrt.
Nicht überraschend sind vor allem die Dialoge unfassbar lesenswert und lesen sich so schnell, flüssig und vor allem "echt", dass ich nicht anders konnte, als das Buch praktisch zu "inhalieren". In 2 Stunden habe ich es gelesen und die ganze Zeit nicht aufgehört, in der Geschichte zu sein.
Beim Schluss-Turn musste ich wirklich schlucken (positiv gemeint!) und ich lächle noch immer!
Ich werde das Buch (wie auch meine anderen Bücher des Autoren) definitiv noch mehrmals lesen. Der Humor, die leisen romantischen Töne, die Insider aus dem Autorenleben und viele, viele wirklich besondere Ideen des Autoren werden mir zwar mit Sicherheit in Erinnerung bleiben, aber wie bei einem guten Essen (oder einem guten Wein - Anspielung auf den Inhalt des Buches!!!) freue ich mich jetzt schon darauf, es noch einmal "schmecken" zu dürfen.
Absolute Leseempfehlung für dieses wundervolle Buch - vermutlich vor allem für die Menschen, die wie Eduard Brünhofer so treffend bemerkte, "seine Bücher vermutlich gelesen haben" - also Menschen, die Daniel Glattauers Stil so gerne mögen wie ich das tue und gerne dialoglastige Romane mit Tiefgang lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere