Das beste Buch über das Thema, das ich je gelesen habe!
Nur noch ein einziges MalIch bin wirklich skeptisch gewesen vor dem Lesen des Buches - 1. hatte ich bereits ein Buch von Colleen Hoover gelesen, was mich unfassbar zum Weinen gebracht hat, aber auch aus dem Grund einfach zu viel ...
Ich bin wirklich skeptisch gewesen vor dem Lesen des Buches - 1. hatte ich bereits ein Buch von Colleen Hoover gelesen, was mich unfassbar zum Weinen gebracht hat, aber auch aus dem Grund einfach zu viel war und 2. hat mich der ganze Rummel um die Verfilmung abgeschreckt. Aber nachdem meine Töchter unbedingt den Film mit mir sehen wollen und bei uns klar die Devise gilt - bei Literaturverfilmungen erst das Buch dann der Film! - habe ich widerstrebend zu lesen begonnen. Und - omg! Es ist wirklich das beste Buch, das ich je über häusliche Gewalt gelesen habe!!! Letztes Frühjahr habe ich ein Buch gelesen "Alles, was wir fühlen" von Nicole Fisher. Und hätte ich damals schon "Nur noch ein einziges Mal" gelesen gehabt, hätte ich die Autorin auf ihren peinlichen Plagiatsversuch hinweisen können! Aber das ist nur eine Randbemerkung.
Nun zur eigentlichen Rezension:
Lily Bloom verliebt sich in Ryle Kincaid. Die Geschichte zwischen den Beiden ist süß, romantisch und einfach herzerwärmend beim Lesen, wie eine RomCom erleben wir, wie sie sich verlieben, alles vor meinem geistigen Auge voller Blumen und Herzchen. Der Stil ist leicht lesbar und alle Protagonisten sind irgendwie nett, locker und witzig. Ein richtiger Feelgood Roman.
Gleichzeitig gibt es aber eine dunkle Wolke am Horizont - Lily hatte nämlich keine schöne Kindheit und am Tag, als sie Ryle kennenlernt, kommt sie von der Beerdigung ihres Vaters. Dieser war der Grund dafür, warum ihre Kindheit so schlimm war - schlimmer als bei den meisten anderen Kindern. Anhand von alten Tagebüchern erfahren wir, wie die 15jährige Lily sich in einen Jungen verliebt, Atlas, der ebenfalls Schlimmes hinter sich hat und keine Famlie, die sich um ihn kümmern will. Lily ist ein einsames Kind, das nie Freunde zu sich einlädt, weil ihr Vater ihre Mutter misshandelt.
Diese Einblicke in die Vergangenheit und auch die Geschichte, die Lily und Atlas verbindet, sind der parallele Strang, den wir lesen, während Lily sich immer mehr auf Ryle einlässt, seine Familie lieben lernt und ihn schließlich sogar heiratet.
Was dann passiert und wie Lily damit umgeht, ist für mich absolut großartig geschrieben und umgesetzt - und Lily ist eine meiner Heldinnen! Ihre Entscheidungen, ihre Art, wie sie auf das reagiert, was geschieht, sind so reif und gut beschrieben, dass ich mich wirklich in sie verliebt habe. In dem Buch ist Lily gerade mal 25 Jahre alt, als sie ihr Leben ganz neu gestalten muss und eine der schwierigsten Entscheidungen treffen muss, die man sich nur vorstellen kann. Ich weiß, dass die Film-Lily älter ist, finde aber, dass es dem Buch keinen Abbruch tut, dass Lily so jung ist. Für mich passt ihr Verhalten sehr gut, weil sie eben eine bestimmte Vergangenheit hat und diese sie zu einem ganz bestimmten Menschen gemacht hat.
Bevor ich zu viel spoilere, noch eins - man merkt auch ohne das Nachwort der Autorin (unbedingt lesen!), dass hier auch persönliche Erfahrungen mit eingeflossen sind, eine weitere Stärke des Buches!
Und so komme ich zum Schluss zu einer uneingeschränkten Leseempfehlung (DAS habe ich nicht erwartet!) und einem weiteren Highlight dieses gerade begonnenen Lesejahres!