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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

Schonungslos ehrlicher und sehr herzberührender autobiografischer Roman

All the Way to the River
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Wow, das Buch hat mich von Beginn an gepackt, richtig durchgeschüttelt und hinweggefegt. Elizabeth Gilbert nimmt uns in diesem Buch mit auf eine schonungslos aufrichtige und authentische Reise durch einen ...

Wow, das Buch hat mich von Beginn an gepackt, richtig durchgeschüttelt und hinweggefegt. Elizabeth Gilbert nimmt uns in diesem Buch mit auf eine schonungslos aufrichtige und authentische Reise durch einen turbulenten, bewegenden Abschnitt ihres Lebens. Allein dafür hat sie meinen größten Respekt verdient.

Im Jahr 2000 lernte Elizabeth Gilbert ihre zunächst Freundin, spätere Seelenverwandte und letztendlich Geliebte Rayya Elias kennen. Beide sind Süchtige, jede auf ihre Art und Weise. Elizabeth ist süchtig nach Liebe, emotionaler und körperlicher Zuneigung und Sex, Rayya hat ein eingehendes Drogenproblem. Beide zusammen sind ein ein hochexplosiver Cocktail. Sie führen ein unkonventionelles Leben, das aus tiefen Gefühlen, Freiheit und Exzessen besteht. Als Rayya eine vernichtende Krebsdiagnose erhält, beginnt eine intensive Zeit mit einer Achterbahn der Gefühle sowie des Abschiednehmens. Nach Rayyas Tod geht für Elizabeth die Reise weiter von Selbstreflexion und Identitätssuche bis hin zu Heilung, Befreiung von Abhängigkeiten und Selbstliebe.

Ich finde das Buch sehr interessant. Elizabeth Gilbert beschreibt ihre autobiografische Geschichte authentisch und intensiv mit allen Höhen und Tiefen, wie ich es noch in keinem Buch erlebt habe.
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt, aufgewühlt und mitgerissen. Es ist die Geschichte einer Frau, die viel erlebt und nichts ausgelassen hat, ihre Sucht nach Liebe und Geborgenheit von außen überwunden hat und letztendlich heilen und zu sich selbst finden konnte. Elizabeth öffnet mit diesem Buch ihre Seele und lässt uns hautnah an allem teilhaben, was sie erlebt und bewegt hat. Dieser tiefgehende Prozess ist beeindruckend sowie sehr herzberührend und zeigt uns Lesern, dass wir uns selbst sein dürfen und uns letztendlich so annehmen dürfen, wie wir sind. Es ist ein unkonventioneller und facettenreicher Roman, der sehr nachdenklich macht und lange nachhallt. Aufgelockert wird der Roman, durch Zeichnungen, poetische Gedichte und Briefe der Autorin an Gott und ihre verstorbene Freundin Rayya.

Der Roman ist allerdings keine leichte Lektüre. Es geht auch um ernste Themen wie Drogenexzesse, eine Krebserkrankung, spirituelle, esoterische Erfahrungen auch mit Medien und das Thema mentale Gesundheit. Ich würde den Roman Menschen mit gravierenden mentalen Problemen nicht empfehlen und hätte mir auch eine entsprechende Triggerwarnung gewünscht, damit jeder für sich selbst vorab entscheiden kann, ob er mit diesen Themen konfrontiert werden möchte.

Fazit: Für mich persönlich ist der Roman ein eindringlich geschriebenes, mitreißendes und tiefgehendes Leseerlebnis für Menschen, die abseits des Mainstreams und Feelgood-Romanen einen authentischen Roman mit Tiefe und persönlicher Entwicklung lesen wollen. Inspirierend und jederzeit ermutigend, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen, wie man ist.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Wunderschöner, cosy Kriminalroman mit winterlichem Setting

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Das Buch „Nächster Halt: Mord“ ist ein raffinierter Kriminalroman für Liebhaber von cosy Crime. Der Schreibstil ist sehr cool sowie modern und eignet sich sowohl für ein jüngeres Publikum ab 14 Jahren ...

Das Buch „Nächster Halt: Mord“ ist ein raffinierter Kriminalroman für Liebhaber von cosy Crime. Der Schreibstil ist sehr cool sowie modern und eignet sich sowohl für ein jüngeres Publikum ab 14 Jahren als auch für Leser jeden Alters, die einen erfrischenden Schreibstil mögen. Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Millie, die mit ihrer älteren Schwester Rachel bei der Jungfernfahrt des Luxuszuges „Golden Highlander“ von London nach Edinburgh mitfahren darf. Rachel ist Redakteurin eines Magazins und soll über die Fahrt und die illustre Gästeschar sowie deren Lebensgeschichten berichten. Millie ist Studentin und darf sie als Begleitperson bei der Reise begleiten. Als ein Mord geschieht und die Reise durch Schneeverwehungen zunächst nicht fortgesetzt werden kann, ermittelt Millie mit der Unterstützung des Lern-Stewards James und ihrer Schwester Rachel auf eigene Faust, um dem Mörder auf die Schliche zu kommen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist wunderbar winterlich gestaltet und auch die Innengestaltung mit einem Bild der Wagenreihung des Zugs sowie einem Personenregister fand ich sehr schön. Den modernen Schreibstil habe ich von Beginn an geliebt. Durch drei Prologe wird die Spannung bereits am Anfang wunderbar aufgebaut. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende super interessant und sehr unterhaltsam. Ich habe mitgeraten sowie mitgefiebert und wurde am Ende doch überrascht. Die Geschichte ist in sich schlüssig und wirklich raffiniert aufgebaut. Die vielen Turbulenzen während der Reise und die interessanten Charaktere gaben der Geschichte auch die richtige Würze und es blieb immer sehr unterhaltsam. Millies frische und positive Art sowie ihren Scharfsinn und ihre Kreativität hat mir von Beginn an gefallen. Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive geschrieben und somit erhalten wir auch einen tollen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, die sehr emotional sowie sehr lebendig und erfrischend sind. Auch Rachel mit ihrer nüchternen Art war mir von Beginn an sympathisch und ist ein guter Gegenpol zu Millie. Die anderen Charaktere des Romans, ob das Personal oder die illustre Gästeschar des Golden Highlander, fand ich sehr fein gezeichnet und differenziert ausgearbeitet. Das winterliche Setting und die Atmosphäre im Luxuszug Golden Highlander fand ich schön eindringlich und bildhaft beschrieben. Ich hätte mich so gerne auch in die luxuriösen Suiten begeben und im Speisesaal mit Köstlichkeiten verwöhnen lassen.

Fazit: Ich persönlich habe das Buch sehr geliebt. Es beinhaltet alles, was ein cosy Crime Roman haben sollte. Das Buch ist interessant, unterhaltsam und hat ein wunderschönes, bildhaftes Setting. Der Schreibstil ist frisch, modern und eindringlich. Ich kann das Buch für kalte Herbsttage, den Winter und die Weihnachtszeit wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Interessanter Ratgeber zu Naturheilmitteln in der Frauenheilkunde

Mönchspfeffer, Frauenmantel & Co.
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Das Buch „Mönchspfeffer, Frauenmantel & Co. Ist ein feiner Kompakt-Ratgeber für Frauen jeden Alters und stellt die wichtigsten, in der Frauenheilkunde verwendeten Pflanzen vor.

Das Buch ist übersichtlich ...

Das Buch „Mönchspfeffer, Frauenmantel & Co. Ist ein feiner Kompakt-Ratgeber für Frauen jeden Alters und stellt die wichtigsten, in der Frauenheilkunde verwendeten Pflanzen vor.

Das Buch ist übersichtlich in drei Teile gegliedert. Teil 1 beschäftigt sich mit den Hormonen und geht auch auf die Organuhr und den Einfluss von Umweltgiften auf den Zyklus ein. In Teil 2 geht es um Heilpflanzen für die Gesundheit. Hier erfährt man viel über den Ursprung von Heilpflanzen und wie diese in den Handel kommen. Außerdem werden die fünf wichtigsten Heilpflanzen für Frauen (Mönchspfeffer, Frauenmantel, Traubensilberkerze, Rosenwurz und Lavendel) vorgestellt. Teil 3 widmet sich dann ganz der Pflanzenhilfe bei Beschwerden. Hier geht es unter anderem um Zyklusstörungen, PMS, Wechseljahre, Kinderwunsch und Probleme mit der Gebärmutter. Darüber hinaus werden aber auch Stoffwechselstörungen, welche Einfluss auf die Darmgesundheit und das Immunsystem haben, dargestellt. Vorgestellt werden neben pflanzlichen Präparaten auch Tees, Duftöle, homöopathische Mittel und Vitamine.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Man erhält viele grundlegende Hintergrundinformationen zu Hormonen und den Prozessen, die im Körper ablaufen. Außerdem bekommt man viele Tipps, um die zahlreichen Beschwerden aus dem Gebiet der Frauenheilkunde, die eine Frau im Laufe ihres Lebens haben kann, zu lindern. Hierbei wird auch auf die speziellen Phasen, in denen sich die Hormone einer Frau verändern, wie Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahre intensiv eingegangen. Das Buch ist schön übersichtlich und strukturiert gestaltet. Außerdem ist es leicht verständlich und locker geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Hintergrundinformationen sind interessant und die Tipps werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Die Autorinnen raten auch dazu, bei Beschwerden fachkundige Hilfe und Beratung anzunehmen. Das halte ich persönlich für sehr sinnvoll, da auch Naturheilmittel oft unerwünschte Nebenwirkungen haben und nicht jedes Mittel für jede Person geeignet ist. Gerade wenn man Vorerkrankungen hat, kann es sein, dass einem ein fachkundiger Arzt oder Heilpraktiker dazu rät, bestimmte Naturheilmittel nicht zu nehmen und auf für einen persönlich besser geeignete zurückzugreifen.

Fazit: Interessanter und übersichtlicher Ratgeber über die heilende Kraft der Naturheilkunde bei frauenspezifischen Beschwerden.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Wunderschöne, herzberührende und cozy Love Stories zum Dahinschmelzen

The Holiday Brothers
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Im Buch „The Holiday Brothers“ von USA TODAY Bestsellerautorin Devney Perry werden die Liebesgeschichten der drei Brüder Maddox, Heath und Tobias Holiday erzählt. Es sind drei nacheinander erzählte in ...

Im Buch „The Holiday Brothers“ von USA TODAY Bestsellerautorin Devney Perry werden die Liebesgeschichten der drei Brüder Maddox, Heath und Tobias Holiday erzählt. Es sind drei nacheinander erzählte in sich abgeschlossene Liebesgeschichten. Diese haben dennoch Berührungspunkte miteinander, sodass man die Geschichten nochmal aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten kann. Maddox, Heath und Tobias sind beruflich sehr erfolgreich, aber in ihrem Privatleben gibt es jede Menge Chaos und Herausforderungen, da alle drei noch auf der Suche nach der Frau ihres Leben sind. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich die drei Brüder beim Dating schlagen, ob sie die Frauenwelt eher verzaubern oder entzürnen und ob es ihnen gelingt, das eine oder andere Frauenherz zu erobern und langfristig glücklich zu machen.

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die drei Liebesgeschichten werden immer abwechselnd aus der Perspektive einer der Brüder und ihrer Angebeteten in der Ich-Perspektive erzählt. Dabei können wir tief in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Personen eintauchen. Der Schreibstil ist locker und einnehmend, sodass es viel Freude macht, das Buch zu lesen. Die drei Geschichten sind sehr abwechslungsreich gestaltet und da sie sehr interessant und spannend ausgearbeitet sind, konnte man immer bis zum Ende mitfiebern, ob die Personen zueinander finden werden. Ganz toll fand ich, dass man am Ende der jeweiligen Story in einem Epilog auch noch einen Blick auf die Brüder und ihre Situationen ca. ein Jahr später werfen durfte. Im Buch dürfen wir an einer emotionalen Achterbahnfahrt teilhaben, bei der die drei Brüder und ihre Angebeteten manchmal ordentliche durchgeschüttelt werden. Es geht auf jeden Fall hochemotional, turbulent und romantisch her, sodass kein Auge trocken bleibt.

Das Buch beinhaltet auf jeden Fall drei unterschiedliche Feelgood-Geschichten mit weihnachtlichem Touch und winterlicher Stimmung. Das Setting in der charmanten Kleinstadt Bozeman in Montana mit seinen Bergen und dem Schnee fand ich jedenfalls wunderbar winterlich dargestellt. Die Geschichten sind sehr herzberührend, warmherzig und richtig cozy. Für mich ist das Buch die perfekte harmonische und entspannende Lektüre für kuschelige Herbsttage und zur Vorbereitung auf die Winterzeit und Weihnachten.

Fazit: Drei herzberührende, romantische Love Stories, die sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet sind. Süß und wärmend wie eine heiße Schokolade, gemütlich wie eine Kuscheldecke und spicy wie Pfefferkuchen.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Großartiger historischer Kriminalroman mit viel britischem Humor

Der Tote im Kamin
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Der Kriminalroman „Der Tote im Kamin: Ein Fall für Inspector Frank Grasby“ ist ein sehr unterhaltsamer, historischer Roman mit der realen Person Frank Grasby in der Hauptrolle. Die Unterlagen aus dem Nachlass ...

Der Kriminalroman „Der Tote im Kamin: Ein Fall für Inspector Frank Grasby“ ist ein sehr unterhaltsamer, historischer Roman mit der realen Person Frank Grasby in der Hauptrolle. Die Unterlagen aus dem Nachlass von Frank Grasby bilden die Romangrundlage. Es handelt sich dabei nicht nur um seine Memoiren, sondern auch um ein umfassendes Archiv. Dieses setzt sich aus Polizeiberichten, Telexen, Zeugenaussagen, Notizen und Erinnerungstücken zusammen, allesamt aus Fällen, mit denen Frank Grasby befasst war. Alleine diese Realitätsnähe finde ich schon super spannend.

Die Geschichte beginnt damit, dass Frank Grasby im Dezember 1952 nach mehreren Fehltritten in seinen Ermittlungen in den beschaulichen Ort Elderby, der in den Mooren North Yorkshires liegt, versetzt wird. Die Fehltritte werden so eingehend beschrieben, dass es einfach nur köstlich war, sie zu lesen. In Elderby scheint es zunächst, als werde der Inspector dort einen ruhigen Job haben und nur ein paar Diebstähle aufzuklären haben. Als dem Inspector in Holly House, dem Sitz des örtlichen Adels, nach einem Einbruchsversuch jedoch eine Leiche aus dem Kamin vor die Füße fällt, ist klar, dass mehr Einwohner im Ort etwas zu verbergen haben, als das beschauliche Örtchen bisher den Anschein erweckte.

Mir persönlich hat der Kriminalroman sehr gut gefallen. Zunächst finde ich es ganz toll, dass es sich um einen historischen Roman handelt, der im Winter 1952 in England spielt. Die Spannung im Roman wird leise aufgebaut, die Erzählweise ist der damaligen Zeit perfekt angepasst. Die Geschichte wird aus der Sicht von Inspector Frank Grasby erzählt, der uns an seinen Erlebnissen und Vermutungen hautnah teilhaben lässt. Die anderen beiden Charaktere im Polizeibüro von Elderby, Sergeant Bleaking, ein Veteran, und Daisy Dean alias Deedee, eine amerikanische Studentin, die ihr Praktikum im Rahmen ihres Kriminologiestudiums absolviert, sind hervorragend ausgearbeitet und fein gezeichnet. Inspector Frank Grasbys Art, die manchmal tollpatschig, immer liebenswert und voll britischem schwarzen Humor ist, hat mich sofort für ihn eingenommen. Der allgegenwärtige, britische Humor ist wirklich köstlich und ich musste oft lachen. Die Geschichte ist spannend, voller Wendungen sowie Überraschungen und es hat mir viel Freude bereitet, mit zu rätseln und Vermutungen anzustellen. Es wird in der Geschichte auch auf die Vorurteile, die Politik und den Adel zur damaligen Zeit eingegangen. Ich finde den Roman sehr eindringlich und fesselnd geschrieben. Der Roman ist kein Weihnachtsroman sondern eher ein Winterroman, da er von einer festlichen, cozy Stimmung weit entfernt ist.

Fazit: Großartiger, wendungsreicher und spannender Kriminalroman mit historischem Setting in den Mooren North Yorkshires. Für Liebhaber englischer Krimis mit viel schwarzem britischen Humor. Für mich war das Buch ein absoluter Lesegenuss.

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