Profilbild von MelanieT

MelanieT

Lesejury Star
online

MelanieT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MelanieT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Eine faszinierende Welt voller Mythen und Monster!

Anathema
0

„Anathema“ ist der erste Band der „Eating Woods“ Reihe der Autorin Keri Lake, und für mich das erste Buch der Autorin, also war ich gespannt was mich erwarten würde. Das Cover ist traumhaft schön und ein ...

„Anathema“ ist der erste Band der „Eating Woods“ Reihe der Autorin Keri Lake, und für mich das erste Buch der Autorin, also war ich gespannt was mich erwarten würde. Das Cover ist traumhaft schön und ein solches Highlight, dass alleine dieses mich schon überzeugt hat, den Roman haben zu wollen. Es passt perfekt in diese Welt, voll Düsternis, mystischem Treiben und diesem Gefühl der Eindringlichkeit, der erdrückenden Stimmung in der Nähe der Eating Woods zu sein.



Das Buch wird aus der Sicht von Maevyth erzählt, es ist ein Fantasy-Epos mit großem Slow Burn. Am Anfang erhalten wir ein unglaublich großes Glossar, Glyphen, Erklärungen, welche ich mir zwar durchgelesen habe, das meiste aber im Buch selbst zusammengereimt und erklärt bekommen haben. Ich habe ehrlich gesagt weniger darauf zurückgegriffen als erwartet. Man bekommt viel Input und muss sich erst zurechtfinden, doch mit der Zeit kommt man rein, diese vielen neuen Dinge, Monster, Namen und sonst noch alles, zu verstehen. Der Schreibstil war flüssig, ich kam sehr gut voran, alles wurde wunderbar erklärt, ohne dass man zu viel im Glossar suchen musste.



In diesem Roman geht es nun um Maevyth, welcher man nachsagt, dass sie verflucht sei, wie der Wald an dem sie wohnt. Durch ein tragisches Ereignis wird sie in diesen Wald getrieben und muss sich durch sein düsteres Labyrinth wagen, denn wer einmal diese „Eating Woods“ betritt, kehrt nie wieder zurück. Gerettet wird sie von Zevander, den tödlichsten Assassinen des Königs von Aethyria. Gemeinsam müssen sie einen Weg finden zu überleben und zusammen zu arbeiten, denn er braucht Maevyth, um einen Fluch zu lösen. Doch es gibt noch andere Kräfte, noch andere Kreaturen, welche sich wieder hervortun und der Kampf scheint noch wichtiger zu sein, als bisher angenommen.



Das Buch lässt sich sehr viel Zeit um in diese Welt einzutauchen, was einerseits ausgezeichnet ist, denn so lernt man sehr viel und einiges, ohne zu hetzen, andererseits kann es sich etwas in die Länge ziehen, ohne etwas Großes beizusteuern oder viel Action zu haben. Es war ein guter Roman, welcher sehr faszinierend und mit neuer Magie aufwarten konnte. Die Protagonisten wurden allen viel Zeit gewidmet und man konnte einiges zu deren Persönlichkeit erfahren. Einige waren einfach nur ekelhaft und grausam, andere waren absolut gehässig und gemein, weil sie sich mehr vom Leben erhofft haben, welches ihnen auch zustehen sollte. Wieder andere, wie Maevyths Schwester sind eine fröhliche, aufgeputschte junge Frau, welche sehr naiv durchs Leben geht und Schreckliches heraufbeschwört. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, jeder eine eigene, andere Geschichte, sehr mitreißend, einfach toll.



Maevyth war und ist schon immer eine aufsässige Person, welche sich nicht damit zufrieden gibt, an nur einen Gott zu glauben, und dies alles so hinzunehmen, was andere sagen. So hat sie auch einige Bestrafungen erlangt. Sie ist mutig, aufopferungsvoll und denkt immerzu an ihre Schwester. Bei ihr hätte ich gerne gesehen, nachdem sie auf Zevander trifft, dass sie mehr Fragen stellt. Sie ist doch sonst nicht so, und auf einmal nimmt sie alles so hin, und stellt – einfach – keine – Fragen! Ich war verwirrt. Wenn ich in so eine Welt hineinbefördert worden wäre, ich hätte die zu Tode befragt, was hier denn so abgeht. Aber sie nimmt alles so gelassen hin, und nimmt das Meiste so an, wie es ist und lässt alles ihren Lauf. Das hat mich ehrlich echt gestört.



Zevander musste schon seit er ein Baby ist einiges durchmachen, das erfährt man im Prolog. Er hatte nie eine andere Möglichkeit, als schlussendlich für den König zu „arbeiten“, was mit ihm passiert ist, war schon echt krass. Kein Wunder, dass er nach einer Möglichkeit sucht, seinen Fluch zu brechen. Er wirkt dabei immer wie der kaltschnäuzigste Mitkerl, aber eigentlich hat er ein Herz aus Gold. Er würde alles für seine Schwester geben und beschützt sie, genauso wie er seinem Bruder helfen will. Diese Familie hat echt in den Topf mit Scheie gegriffen, so viel Pech und Ungerechtigkeiten ihnen widerfahren ist, einfach deprimierend und erschreckend.



Der Klappentext lässt implizieren, dass die beiden sich in den „Eating Woods“ das erste Mal treffen und sich dort längere Zeit aufhalten. Tja, nun, das ist komplett gelogen. Sie treffen sich wo anders, und die „Eating Woods“ sind eher ein Schauermärchen und man bleibt nicht lange in Ihnen, was ich wirklich sehr sehr schade fand. Denn diese sind wirklich faszinierend und interessant, da hätte ich gerne mehr Zeit verbracht. Vielleicht werden wir in den kommenden Bänden mehr davon zu sehen bekommen, doch hier verbringt man gefühlt einen Wimpernschlag und schon ist alles vorbei. Wir bekommen nur außerhalb des Waldes etwas mehr zu sehen, was mich einfach neugierig auf diesen Wald macht.



Die meiste Zeit verbringen wir in Zevanders Refugium, in denen Maevyth trainiert wird. Diese Zeit zieht sich für mich ein wenig, wird aber trotzdem sehr gut in die Geschichte eingebaut, was dort alles so passiert. Die Story rund um Zevander und Maevyth nimmt einen sehr langsamen Verlauf, bis die beiden sowieso das erste Mal aufeinander treffen ist echt schon viel Lesezeit vergangen. Die beidem haben sofort diese Chemie, und Verbundenheit, welche Zevander sehr verwirrt und etwas für seine ruppige und abweisende Art verantwortlich ist. Maevyth sorgt sich eigentlich nur um ihre Schwester, aber sie versteht warum sie hierbleiben muss und sie ist auch komplett fasziniert von Zevander. Ich fand diese langsame Annäherung der beiden echt super und authentisch.



Der Roman war echt eine interessante Erfahrung, viel neue Magie, viele Mysterien und einige Geheimnisse machen alles sehr viel interessanter und aufregender. Es gab ein paar Längen innerhalb des Buches, welche aber durch anderes wettgemacht wurden und gerne hätte ich mehr Zeit in den „Eating Woods“ verbracht. Ein guter Auftakt, welcher mich neugierig macht, was da sonst noch kommt, denn dieses Ende habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aber es scheint spannend zu werden und vielleicht löst man schon ein paar Mysterien.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Spannungskurve sinkt deutlich...

Within his Hold
0

„Within his hold“ ist nun der zweite abschließende Band der „Falcon Dynasty“ Dilogie der Autorin Mica Healand und wir setzen genau da an, wo man aufgehört hat. Neomi hat ihr Geheimnis preisgegeben und ...

„Within his hold“ ist nun der zweite abschließende Band der „Falcon Dynasty“ Dilogie der Autorin Mica Healand und wir setzen genau da an, wo man aufgehört hat. Neomi hat ihr Geheimnis preisgegeben und alle sind sprachlos. Wem kann sie jetzt noch vertrauen, und wo führt alles hin?

Irgendwie habe ich von diesem zweiten Teil erwartet, dass es erdrückend zugehen würde, dass Neomi sich gar nichts mehr sicher ist, dass sie angst und bange ist, dass sie um ihr Leben fürchtet, sich sicher ist, dass ihr letztes Stündchen geschlagen hat, eben eine beklemmende Atmosphäre, in der sie nicht weiß, was kommt und ihr Leben an einem seidenen Faden hängt.

Nun ja, es ist eher so, dass der Ort an dem sie gebracht wird, für sie zu einem Safe Space wird. Alles schön und gut, wenigstens wurde es nicht die Befürchtung zu einem bestimmten Trope nach dem Ende des letzten Bandes. Es geht eher so Richtung Found Family. Und Neomi ist total verwirrt, denn mal ehrlich, sie erwartet das Schlimmste und auf einmal, sind gefühlt alle auf ihrer Seite. Da kann man schon mal irritiert sein und ein Schleudertrauma davon haben.

Ich für meinen Teil fand dies alles wunderbar gemacht und dargestellt, die Annäherungen zu dem Team fand ich toll gemacht. Nur war es auch leider echt langweilig. Ich habe mir echt mehr Action und Aufregung erwartet. Mehrere Showdowns, in dem man wiederum um sein Leben fürchten muss. Aber das bekamen wir erst im letzten Viertel zu sehen. Davor geschieht praktisch nichts Spannendes.

Keine Frage, der Aufbau dieser Found Family war wie gesagt sehr gut, Emily habe ich jedenfalls in Herz geschlossen und auch Case ist zu einem lieben Freund geworden. Bowie ist eher der ruhige Typ, aber er ist auch immer für Neomi da, gibt ihr Halt. Es ist einfach seltsam, von dieser „Jagd“ hinab zu diesem Safe Space, wo nicht viel passiert, außer, dass sich Neomi erholt und versucht stärker zu werden, in dem sie mit den anderen trainiert. Es wurde einfach eine Stufe runtergefahren und es geht alles gemächlich zu.

Die Beziehung zwischen Neomi und Connor hat einen Dämpfer erhalten und pausiert zwischenzeitlich, aber die Anziehung ist definitiv da, nur müsse sie mal reden und alles auf den Tisch hauen. Denn hätte Connor früher mal was gesagt, wäre es gar nicht so eskaliert. Die beiden ergeben noch immer eine ziemlich explosive Mischung und passen gut zusammen, die Chemie hat auf jedenfall gestimmt, fand ich toll.

Leider war das ganze Buch in diesem Trott und dadurch recht öde, ich habe mir Spannung und Action gewünscht, ein Aufeinandertreffen der Beteiligten etwas früher, und nicht erst ganz zum Schluss hin. Das war mir da eindeutig zu wenig. Es war einfach so lala und das fand ich wirklich schade, denn der erste Band war wirklich richtig gut in dieser Beziehung. Es konnte mich begeistern und es war aufregend. Hier hat alles deutlich mehrere Gänge zurückgeschaltet und dadurch jede Menge Spannung weggenommen. Die Beziehungen untereinander wurden gut dargestellt, die Chemie zwischen Neomi und Connor top, aber die Spannungskurve eher mäh. Leider.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine interessante und aufregende Geschichte!

Masked by Nightfall
0

„Masked by Nightfall“ ist der erste Band der „Last Shadows“ Reihe der Autorin Kim Nina Ocker und wir dürfen der jungen Elodie auf ihrem schweren Weg begleiten. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, ...

„Masked by Nightfall“ ist der erste Band der „Last Shadows“ Reihe der Autorin Kim Nina Ocker und wir dürfen der jungen Elodie auf ihrem schweren Weg begleiten. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, tritt Elodie der gefährlichen Auslese bei. Ein Trainingslager, das nur die besten Anwärter überstehen, um danach am Bruch als Soldaten zu dienen. Eine riskante Aufgabe für Elodie, da sie nicht auffallen möchte – und auch nicht sterben. Als ihr aber ein neuer Partner zugeteilt wird, ist das gar nicht mehr so einfach, denn Jax ist ein sehr auffälliger Mann und denkt gar nicht daran sich klein zu machen. Elodie weiß nicht ob sie ihm vertrauen kann, aber immer, wenn sie Hilfe braucht ist er da. Schließlich kämpfen sie gemeinsam ums Überleben, wissend um deren wachsende Anziehung, welche aber alles zerstören könnte. Denn Elodie trägt ein Geheimnis, das niemals ans Licht kommen darf…

Der Roman hat mir sehr gefallen und hat mich auch wirklich klasse unterhalten, wenn mir auch ein paar Kleinigkeiten gestört haben. Elodie ist eine mutige, beherzte Person, welche sich nur um das Wohlergehen ihrer Familie sorgt, obwohl einige von denen es nicht verdient hätten, wie diese mit ihr umspringen. Sie hat ein ernsthaftes Vertrauensproblem, was man aber ganz klar verstehen kann, wenn man in der Geschichte weiter vorankommt. Für mich war es ziemlich offensichtlich, was mit ihr los ist, war aber dann trotzdem spannend zu verfolgen, wie Elodie dies alles meistert. Sie kann schon sehr stur sein, und hält sich auch zurück beim Kämpfen, damit sie nicht so auffällt. Aber gerade das macht sie mysteriös und interessant, also eher das Gegenteil von dem was sie erwartet. Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen, im Großen und Ganzen wurde aber alles sehr gut umgesetzt.

Jax wirkt zuerst wie ein kleiner, charmanter Nichtsnutz, welcher super kämpfen kann sich aber um nichts schert. Das legt sich mit der Zeit, denn dann lernen wir ihn besser kennen und man erkennt auch, dass er so einiges mitgemacht hat. Er gibt sich aber noch recht bedeckt was seine wahren Intentionen sind und das wird auch so bleiben in diesem Band, aber man kriegt mit der Schlussszene schon einen kleinen Vorgeschmack und da bin ich ehrlich sehr gespannt wie es da weitergeht. Ich hoffe mal nicht, dass die beiden wieder gegeneinander kämpfen werden, das fände ich nicht gut. Jax ist auf jedenfall immer für Elodie da, auch wenn sie es nicht verdienen mag. Er kümmert sich, er gibt nicht einfach auf, wenn es mal nicht klappt. Man erkennt aber auch, wie sehr er verwirrt ist von ihrem Verhalten und auch verletzt. Er nimmt es sich mehr zu Herzen, als man es ihm ansieht.

Man lernt hier einige Personen kennen, wie Brianna; Resa, Seargent Legion und noch ein paar andere. Brianna ist eine interessante Person, von welcher ich gerne mehr Hintergrund beleuchten möchte, um mehr von ihr zu erfahren. Sie ist stets hilfsbereit und freundlich zu Elodie. Seargent Legion ist anfangs etwas suspekt und mit der Zeit erkennen wir auch den Grund dafür. Die Geschichte selbst spielt in einer kurzen Zeit. Zuerst werden ein paar Tage sehr genau erläutert, um dann später etwas mehr Zeit verstreichen zu lassen. Zuerst kommt das Trainingslager, in dem es doch sehr heftig zugeht und man immer mit offenem Auge schlafen sollte, danach kommt ein Ortswechsel und man erhält speziellere Ausbildung zum Soldaten. Gerne hätte ich mehr Kämpfe, mehr Übungen gesehen, Elodie hat sich ja ziemlich oft herausgehalten. Aber sie hatte auch so genug zu tun, um zu überleben. Mit dem Ortswechsel kommt noch mehr Spannung hinzu und Elodie muss sich entscheiden, was sie auf sich nehmen muss, wie weit sie geht um diejenigen zu schützen, welche sie nun freundschaftlich verbunden ist, oder sich selbst. Hier kommt der Teil, wo ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte, aber es hat sich alles gefügt und wurde auch so gut umgesetzt.

Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Elodie erzählt, wobei wir auch kleine Ausschnitte aus Briefen anderer Personen erhalten, welche uns kleine Einblicke verschaffen. Die Story selbst war aufregend, die ganze Zeit musste man aufpassen, dass man nicht abgestochen wird, musste am Leben bleiben, damit sie ihrer Familie Geld schicken konnte. Dann noch diese Anziehung zwischen ihr und Jax, obwohl sie dies absolut nicht zulassen möchte. Die Gefahr einer Entdeckung ihres Geheimnisses, Bedrohungen von außerhalb des Camps. Man hatte doch immer eine Spannungskurve drinnen. Der Anfang hat sich ein wenig gezogen, da man im Lager war und immer dasselbe macht, was nur durch mitternächtliche Szenen oder Sonstiges aufgelockert wurden. Das Ende, war doch klar, dass so etwas ähnliches passieren musste, ich hoffe jedenfalls nicht, dass Elodie und Jax auf der jeweils anderen Seite stehen, sondern dass sie zusammenarbeiten und das Jax ihr – und uns – endlich mal erklärt, wieso er wirklich am Trainingslager teilgenommen hat.

Eine fantasievolle, anregende und starke Geschichte, mit kleinen Schwächen, welche aber der Story keinen Abbruch tun. Ich freue mich sehr auf den zweiten Band und bin gespannt was da noch auf uns zukommen mag.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Interessant, emotional, gefährlich!

Casino Durable - All in with the Devil
0

„All in with the Devil“ ist der erste Band der „Heat & Betrayal – Casino Durable“ Reihe der Autorin Cara Benning. Die Aufmachung des Covers passt wunderbar zur Geschichte und fängt das Flair ein. Die Story ...

„All in with the Devil“ ist der erste Band der „Heat & Betrayal – Casino Durable“ Reihe der Autorin Cara Benning. Die Aufmachung des Covers passt wunderbar zur Geschichte und fängt das Flair ein. Die Story wird aus der Sicht von Dawn und Gabriel erzählt und man bekommt einen tollen Einblick in das ganze Geschehen. Es ist flüssig zu lesen, die Autorin geht auch komplett in der Geschichte auf mit ihren speziellen Details zum Thema Casino, Tarotkarten und dieser gehobenen Gesellschaft. Passt ganz gut, wenn mir auch ab zu diese poetisch angehauchten Konversationen zwischen Dawn und Gabriel zu viel sind, vor allem wenn man sich inhaltlich nicht mit diesem Thema auskennt und auseinandergesetzt hat. Da kann man ein wenig darüber stolpern.

Nachdem Dawn einen Mord beobachtet hat, hat sie einen Plan, im Casino der Durables aufzuliegen und ins Gefängnis gehen. Kein Ding, alles fügt sich zum Besten und sie ist in Sicherheit. Nur, dass die Durables nicht mitspielen und ihr stattdessen einen Deal anbieten. Dieser könnte ihr behilflich sein, oder auch der schlimmste Fehler ihres Lebens bedeuten.

Dawn ist eine äußerst interessante und faszinierende Persönlichkeit. Sie ist stark, mutig, hat eine Leidenschaft für Blackjack und alle anderen Spielereien, und ist grandios im Verstellen. Sie ist ein Chamäleon und zeigt dies auf verschiedenste Art und Weise. Dawn hat viel in ihrer Vergangenheit mitmachen müssen und möchte doch eigentlich nur Frei sein, doch dieser Mord hat nun alles verschärft und verändert. Sie hat in niemandem Vertrauen und hört nur auf sich selbst und ihren Instinkten. Ich mag sie sehr gerne, sie gibt nicht auf und gibt nicht klein bei, hat viel zu verarbeiten und kämpft um das was ihr wichtig ist. Dabei versucht sie noch sich selbst wiederzufinden, was ihr durch diese vielen Masken, welche sie trägt, nicht leichtfällt.

Gabriel hat auch Vertrauensprobleme und auch massig Probleme Hilfe anzunehmen. Er ist stark, und sehr kontrolliert, seine Gefühle gehen ihm nicht durch. Er ist stehts pragmatisch und macht alles für die Familie und das Unternehmen. Emotional lässt er nicht viel zu und er sehnt sich nach einem ruhigen Abend, an dem keine Bedrohungen sein Leben zerstören wollen. Gabriel verarbeitet seine Wut beim Boxen und ist dabei einerseits geduldig und abwartend, ist aber gleichzeitig auch sehr gewaltbereit und aggressiv. Irgendwie habe ich nicht so einen Draht zu ihm aufbauen können, dafür ist er mir immer zu sehr auf Konfrontation gegangen und hat dazu beigetragen, dass alles wie ein Kampf zwischen Dawn und ihm wirkte. Die beiden verletzten sich immer gegenseitig und zeigten ihnen die Wahrheiten auf, ihre Ängste. Es wurde teilweise schon richtig hässlich.

Die Liebesgeschichte der beiden hat Zeit gebraucht, gerade wegen dieser ganzen Reibereien und auf Konflikt getrimmte Gespräche. Es hat lange gedauert, aber es war auch immer dieses knisternde Gefühl dabei. Die Beziehung ist intensiv und emotional, man deckt vieles auf und beide geben sich nichts. Wie im Krieg – zu Anfang – wie auch in der Liebe geben sie alles.

Wir lernen auch zugleich seine Brüder kennen. Mathis und Bastien. Beide haben einen sehr interessanten Charakter, wobei Bastien eher der Flirter, der Playboy ist. Deren Mutter Viviane konnte ich zuerst wirklich nicht einschätzen und es dauert auch sehr lange bis man zu einem endgültigen Ergebnis kommt, doch hat mich auch überrascht, das hatte ich nicht ganz so erwartet. Gerne hätte ich Dawns Großmutter kennenlernen dürfen, sie klang einfach nach einer wunderbaren Person. Es gibt dann noch ein paar Gegenspieler, bei welchen ich jetzt nicht zu genau dazu Stellung nehme, doch waren sie einerseits sehr gerissen, andererseits auch sehr offensichtlich.

Die Geschichte hat mich toll unterhalten. Der Beginn war sehr aufregend und habe ich sehr gerne verfolgt. Ich finde es faszinierend was Betrüger alles nutzen können, um jemanden reinzulegen, das machte mich völlig Baff, hätte ich nicht gedacht. Gerne hätte ich ausführlicher Dawn begleitet, wenn sie auf Informationsrunde ging, um irgendetwas herauszufinden. Da hätte ich echt mehr sehen wollen. Aber es wurde richtig gut rübergebracht, den Stil, den Glamour, die Athmposphäre, die Gefahr im Verzug.

Es gab immer wieder Spannungsteile, welche eingeflossen sind, um alle auf Zack zu halten, um vorwärts zu kommen. Bei einigen ging es mir echt schnell, da wäre ich gerne länger verweilt, oder die Gefahr noch mehr eingebaut. Der Roman hat mir ganz gut gefallen, er war sehr interessant und fesselnd, Dawn hat mir besser gefallen als Gabriel, doch beide hatten ihren ganz eigenen Charme und Eigenheiten. Die Liebesgeschichte und der Spannungsteil haben sich gut ausbalanciert, das fand ich gut, wenn ich gerne auch die Spannung etwas mehr hervorgehoben gehabt hätte. Es war alle sehr emotional und interessant geschrieben, doch trotzdem hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, sodass ich mitgefiebert hätte. Das ist bei mir leider nicht so angekommen, aber ansonsten war es ein ausgezeichneter Roman, welcher mir tolle Lesestunden bereitet hat. Ich freue mich auf den zweiten Band und bin gespannt, was einen hier erwarten wird.

Veröffentlicht am 24.03.2026

Emotional, gefühlvoll und spannend!

Highland Flower
0

In dem zweiten Band der Highland Reihe der Autorin Smantha Young „Highland Flower“ geht es um Aria, welche das Ardnoch Estate leitet und um den Hollywood Star North. Aria hat berühmte und talentierte Eltern, ...

In dem zweiten Band der Highland Reihe der Autorin Smantha Young „Highland Flower“ geht es um Aria, welche das Ardnoch Estate leitet und um den Hollywood Star North. Aria hat berühmte und talentierte Eltern, also weiß sie wie der Hase läuft und ist auch dementsprechend aufgewachsen. Wenn man berühmte Eltern hat, ist es gar nicht so einfach Zeit für die Kinder zu haben und Aria hat das sehr zu spüren bekommen. Sie hat mit starken Vertrauensproblemen zu kämpfen und auch ihr Selbstbild scheint ihr immer wieder zuzusetzen. Das wird sehr deutlich in dem Roman eingesetzt und sorgt dafür, dass sie sich desweilen nicht ganz so nett und freundlich verhält, wie sie eigentlich ist. Aria ist eine extrem ehrgeizige, liebe Person. Ihre Ängste und Probleme setzen ihr ganz schön zu und nimmt in dem Roman ein wenig die Oberhand, wo ich gerne etwas weniger hätte haben können. Doch die Entwicklung ist sehr gut gemacht worden.

North versteckt sich nach einer dunklen Enthüllung aus seinen Jugendtagen im Ardnoch Estate. Er leidet, alle haben sich gefühlt gegen ihn verschworen und er muss dies alles aussitzen, obwohl eigentlich ein Dreh angestanden hat. Seine Karriere droht zu zerplatzen und sein guter Ruf hat sich verflüchtigt. Durch den ersten Band wissen wir, dass er ein ganz toller Kerl ist, der sich auf jedenfall nicht scheut sich in brenzligen Situationen für andere einzusetzen. Er versteht bei Gott nicht, warum sich Aria ihm gegenüber so gemein verhält, aber er behält seinen Charme bei und zeigt auch mal seine verletzliche Seite. Er ist ein grundguter Kerl und zeigt dies auch immer wieder Aria gegenüber.

Wir lernen auch Arias Schwester Allegra besser kennen. Sie ist ca. 10 Jahre jünger und hat schon einiges durchgemacht. Sie hat noch kein Auge dafür, in was für Situationen sie andere bringt und was das alles nach sich ziehen könnte. Es gibt da diese eine Szene, auch wenn sie gut gemeint sein sollte, ich würde ihr so gehörig die Meinung sagen und richtig angepisst sein. Da verstehe ich zu Recht Arias Groll und in was sie andere hineinmanövriert hat. Ansonsten ist sie eine kluge und auch mutige Person, welche langsam erwachsen wird.

Arias Mutter ist mal echt eine Type, sie macht nicht wirklich etwas absichtlich und möchte nicht gemein sein, aber sie hat dieses Talent, dass sich alles schlecht und mies anfühlt. Dabei ist sie gar nicht so ein schlechter Charakter und Mutter. Sie geht es einfach nur echt blöd an. Ihr Vater würde alles für Aria tun und ist ein echt netter Kerl.

North hat einen echt guten Freund, nämlich den Briten Theo Cavendish, welcher für mich bis jetzt einfach ein richtig großes Fragezeichen ist. Er wirkt auf andere wie ein Frauenheld, welcher chauvinistischer nicht sein könnte, sehr machohaft. Bis jetzt kann ich mit ihm nicht viel anfangen, auf jedenfall ist er aber ein guter Freund, welcher hilft, wenn Not am Mann ist. Theo ist für North da, auch wenn er ein wenig eigen ist. Bin gespannt wie Samantha Young dies lösen wird im nächsten Band und ob er mir dann sympathisch wird.

Die Geschichte selbst braucht ein wenig im Aufbau. Die beiden begegnen sich zum ersten Mal, ein paar Monate später gibt es diesen Skandal und North verkriecht sich. Die Spannung und das Knistern ist gleich zu spüren, aber Aria zieht sogleich die Bremse und wird dadurch leicht fies zu North. Sie lernen sich durch gegebene Umstände näher kennen, Aria muss über ihre Ängste hinwegkommen und North hilft ihr dabei. Alles nimmt seinen Lauf. Neben diesem dunklen Skandal wird dann noch von Aria etwas eingebaut, welches mir dann zum Schluss hin einen Ticken zu schnell ging, aber ganz passend gemacht wurde.

Das Buch hat mir wieder sehr schöne Vibes von den Highlands gegeben, ich fands wieder mal fesselnd und aufregend. Wenn mir auch dieses Vertrauensproblem von Aria etwas zu viel war. Die Liebesgeschichte wurde gut aufgebaut und auch umgesetzt, man konnte wirklich gut sehen, wie sich die beiden ineinander verlieben, sich auf den jeweils anderen einlassen. Sehr emotional und klasse zu lesen. Man kommt immer wunderbar durch die Story, man wird nie gelangweilt, nur toll unterhalten. An die „Adair“ Reihe kommt es für mich noch immer nicht ran, ist aber eine klasse Reihe und gefällt mir sehr gut. Im Epilog erhalten wir einen kleinen Einblick in das nächste Buch und da bin ich schon gespannt darauf!