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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2026

Guter 2. Band!

Casino Durable - Betting on a Stranger
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'Betting on a Stranger' ist nun der zweite Band der 'Heat & Betrayal - Casino Durable' Trilogie der Autorin Carina Benning. In diesem verfolgen wir Bastien, welcher am Ende von Band Eins eine Drohung erhalten ...

'Betting on a Stranger' ist nun der zweite Band der 'Heat & Betrayal - Casino Durable' Trilogie der Autorin Carina Benning. In diesem verfolgen wir Bastien, welcher am Ende von Band Eins eine Drohung erhalten hat und dieser nun nachgeht. Nicht nur das, sondern auch die ehemals beste Freundin ihres verstorbenen Bruders kommt zurück in die Stadt und sorgt für Aufregung.

Dieser Roman setzt sehr auf die Aufarbeitung von Traumata, das Gefühl zu haben, nichts wert zu sein, und Versprechungen gegeben zu haben, welche man nicht brechen kann. Jade ist schon lange ein Teil der Durable Brüder gewesen, als wäre sie eine von ihnen, ist aber nach dem Tod von Romeo verschwunden. Nun ist sie wieder da und vieles hat sich verändert. Ob zum Guten oder zum Schlechten, sie hat das Gefühl nicht mehr dazuzugehören. Sie muss einiges aufarbeiten und hängt fest. Sie nimmt nicht gerne Hilfe an und ist leicht stur, erkennt aber auch wenn Bastien Probleme hat.

Bastien hat sich in den Drohungen verrant und es geht mir tierisch auf den Geist, dass er sich keine Hilfe holt, weil er etwas beweisen will und sich nützlich und nicht wertlos fühlen will. Das ist einfach nur doof und wird sehr lange und breit behandelt. Auch das er sich die Schuld für Romeos Tod gibt. Da gibt es einiges aufzuarbeiten und bei ihm dauert das länger, wird dafür umso besser umgesetzt. Man sieht seine Zweifel, seinen Selbsthass, was er alles mit sich selbst dann ausmachen muss.

Die Brüder sind einfach klasse, und wissen, dass etwas nicht stimmt, können aber den Finger nicht drauflegen, also können sie nur beobachten und helfen, wenn es soweit ist.

Jade ist ja als Angestellte in Bastiens Club gekommen, als Tänzerin. Ich muss echt sagen, dass ich da wirklich gerne mal beschrieben bekommen hätte, was genau sie da tanzt und gerne ausführlicher. So haben wir nur kleine Einblicke erhalten, was echt schade war.

Man weiß auch, dass Jade und Bastien mehr gewesen sind und er sie natürlich beschützen will. Funktioniert naja, so semi-gut. Er wird immer wieder ruppig, auch zu seinen Brüdern. Gerne hätte ich auch mehr Szenen aus der Vergangenheit erhalten, so hat man einzelne, kleine Einblicke bekommen, welche einfach nach mehr geschrien haben. Man hatte das Gefühl sie kennen sich schon ewig, müssen sich aber neu kennenlernen, aber dieses heiße Knistern des 'Neu-Kennenlernens' fehlt etwas dabei. Ich weiß nicht, ob ich es so rüberbringe wie gedacht.

Die Story selbst war auch einigermaßen actionreich, es gab zum Beispiel ein Rennen, welches auch sehr gut beschrieben war, Verfolgungen, noch mehr Drohungen mit kleiner Darbietung usw. Es passierte eigentlich echt viel.

Das Buch war fesselnd und spannend, wenn mir auch diesmal wieder der gewisse Kick fehlte, es baute sich einfach keine Begeisterung auf. Keine Frage, das Buch war wirklich toll erzählt, der Schreibstil hat mir diesmal besser gefallen, als bei Band Eins. Vor allem die Gespräche, wie bei dem ersten Teil etwas kritisiert wurde. Diesmal richtig gut. Das Buch war okay, kein Highlight aber es war aufregend zu lesen, sehr emotional und aufwühlend.

Veröffentlicht am 03.08.2026

Ein schöner, runder Abschluss, der gerne etwas mehr Pepp hätte haben können!

And Midnight Fades to Dawn
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'And Midnight Fades to Dawn' ist der zweite Teil des 'The Day and Night Duets' der Autorin Nina Schilling und setzt genau dort an, wo man bei Band Eins aufgehört hat. Cass und Nox wurden in das dritte ...

'And Midnight Fades to Dawn' ist der zweite Teil des 'The Day and Night Duets' der Autorin Nina Schilling und setzt genau dort an, wo man bei Band Eins aufgehört hat. Cass und Nox wurden in das dritte Reich katapultiert. Jeder für sich alleine muss sich mit den Begebenheiten abfinden, sich damit arrangieren und mit dem leben was bei den Spielen passiert ist. Sie müssen herausfinden, wie sie das dritte Reich und auch ihre Höfe noch retten können. Dazu müssen sie wieder zueinander finden und zusammenarbeiten. Schwerer gesagt als getan, denn jeder ist misstrauisch und wurde verletzt.

Am Anfang des Buches finden wir uns am dritten Hof wieder, in dem es ziemlich ausweglos aussieht. Man verfolgt sehr lange und auch sehr genau beschrieben deren 'Leidensweg' durch das Reich. Cass ergeht es nicht besonders gut und benötigt Hilfe, welche die beiden von unerwarteter Weise erhalten. Diese eher schon lange Reise war einerseits interessant zu verfolgen, denn was sie durchstechen müssen, ist nicht ohne. Andererseits zieht es sich dadurch, weil alles so genau beschrieben wird.

Cass und Nox zusammen arbeiten ziemlich gut miteinander und haben sich einen naja, etwas waghalsigen und gewagten Plan zurechtgeschustert. Es wird beiden viel abverlangen. Sie müssen auch einige sagen wir mal Prüfungen überstehen, einige mehr oder weniger gefährlich. Ich mochte die Dynamik von Cass und Nox wieder sehr gerne, sie haben sich zusammengerauft und gehen aufeinander ein. War schön mit anzusehen, wie sehr sie einander doch vertrauen lernen, nach allem was geschehen ist.

Es gibt wieder einiges zu sehen, Orches ist mir mal wieder tierisch auf den Geist gegangen und zeigt wieder einmal, wie sie Königin geworden ist, nämlich unberechenbar und einfach grausam. Alle anderen nehmen auch ihren Teil in der Geschichte ein, aber es wird nicht zu sehr darauf eingegangen, sie bleiben wie immer eher im Hintergrund. Was ich auch echt schade fand, dass die Schattenpanther und Lichtwölfe fast gar nicht vorgekommen sind.

Das Ende war dann natürlich nicht so wie geplant und man muss noch ein paar Dinge durchstehen, bis auch das geschafft ist. Der Epilog war schon fast kitschig aber auch ein guter und passender Abschluss. Für mich war es anfangs ein wenig zu zäh, zwar sehr interessant, doch die 'Verbannung' ins dritte Reich und das dazugehörige hat mir einfach zu viel Zeit eingenommen, wo man anderswo etwas mehr hätte zeigen können. Der Band war okay, einigermaßen fesselnd und man wollte nun endlich wissen, wie die zwei das hinkriegen, aber irgendwie hat mir auch das gewisse Etwas und der Pepp gefehlt. Ich weiß auch nicht. Es hat mich nicht so mitgerissen wie erwartet. Schade, es war kein Highlight für mich, aber es gibt uns schöne und gute Lesestunden.

Veröffentlicht am 02.08.2026

Interessant, emotional, gefährlich!

Casino Durable - All in with the Devil
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„All in with the Devil“ ist der erste Band der „Heat & Betrayal – Casino Durable“ Reihe der Autorin Cara Benning. Die Aufmachung des Covers passt wunderbar zur Geschichte und fängt das Flair ein. Die Story ...

„All in with the Devil“ ist der erste Band der „Heat & Betrayal – Casino Durable“ Reihe der Autorin Cara Benning. Die Aufmachung des Covers passt wunderbar zur Geschichte und fängt das Flair ein. Die Story wird aus der Sicht von Dawn und Gabriel erzählt und man bekommt einen tollen Einblick in das ganze Geschehen. Es ist flüssig zu lesen, die Autorin geht auch komplett in der Geschichte auf mit ihren speziellen Details zum Thema Casino, Tarotkarten und dieser gehobenen Gesellschaft. Passt ganz gut, wenn mir auch ab zu diese poetisch angehauchten Konversationen zwischen Dawn und Gabriel zu viel sind, vor allem wenn man sich inhaltlich nicht mit diesem Thema auskennt und auseinandergesetzt hat. Da kann man ein wenig darüber stolpern.

Nachdem Dawn einen Mord beobachtet hat, hat sie einen Plan, im Casino der Durables aufzuliegen und ins Gefängnis gehen. Kein Ding, alles fügt sich zum Besten und sie ist in Sicherheit. Nur, dass die Durables nicht mitspielen und ihr stattdessen einen Deal anbieten. Dieser könnte ihr behilflich sein, oder auch der schlimmste Fehler ihres Lebens bedeuten.

Dawn ist eine äußerst interessante und faszinierende Persönlichkeit. Sie ist stark, mutig, hat eine Leidenschaft für Blackjack und alle anderen Spielereien, und ist grandios im Verstellen. Sie ist ein Chamäleon und zeigt dies auf verschiedenste Art und Weise. Dawn hat viel in ihrer Vergangenheit mitmachen müssen und möchte doch eigentlich nur Frei sein, doch dieser Mord hat nun alles verschärft und verändert. Sie hat in niemandem Vertrauen und hört nur auf sich selbst und ihren Instinkten. Ich mag sie sehr gerne, sie gibt nicht auf und gibt nicht klein bei, hat viel zu verarbeiten und kämpft um das was ihr wichtig ist. Dabei versucht sie noch sich selbst wiederzufinden, was ihr durch diese vielen Masken, welche sie trägt, nicht leichtfällt.

Gabriel hat auch Vertrauensprobleme und auch massig Probleme Hilfe anzunehmen. Er ist stark, und sehr kontrolliert, seine Gefühle gehen ihm nicht durch. Er ist stehts pragmatisch und macht alles für die Familie und das Unternehmen. Emotional lässt er nicht viel zu und er sehnt sich nach einem ruhigen Abend, an dem keine Bedrohungen sein Leben zerstören wollen. Gabriel verarbeitet seine Wut beim Boxen und ist dabei einerseits geduldig und abwartend, ist aber gleichzeitig auch sehr gewaltbereit und aggressiv. Irgendwie habe ich nicht so einen Draht zu ihm aufbauen können, dafür ist er mir immer zu sehr auf Konfrontation gegangen und hat dazu beigetragen, dass alles wie ein Kampf zwischen Dawn und ihm wirkte. Die beiden verletzten sich immer gegenseitig und zeigten ihnen die Wahrheiten auf, ihre Ängste. Es wurde teilweise schon richtig hässlich.

Die Liebesgeschichte der beiden hat Zeit gebraucht, gerade wegen dieser ganzen Reibereien und auf Konflikt getrimmte Gespräche. Es hat lange gedauert, aber es war auch immer dieses knisternde Gefühl dabei. Die Beziehung ist intensiv und emotional, man deckt vieles auf und beide geben sich nichts. Wie im Krieg – zu Anfang – wie auch in der Liebe geben sie alles.

Wir lernen auch zugleich seine Brüder kennen. Mathis und Bastien. Beide haben einen sehr interessanten Charakter, wobei Bastien eher der Flirter, der Playboy ist. Deren Mutter Viviane konnte ich zuerst wirklich nicht einschätzen und es dauert auch sehr lange bis man zu einem endgültigen Ergebnis kommt, doch hat mich auch überrascht, das hatte ich nicht ganz so erwartet. Gerne hätte ich Dawns Großmutter kennenlernen dürfen, sie klang einfach nach einer wunderbaren Person. Es gibt dann noch ein paar Gegenspieler, bei welchen ich jetzt nicht zu genau dazu Stellung nehme, doch waren sie einerseits sehr gerissen, andererseits auch sehr offensichtlich.

Die Geschichte hat mich toll unterhalten. Der Beginn war sehr aufregend und habe ich sehr gerne verfolgt. Ich finde es faszinierend was Betrüger alles nutzen können, um jemanden reinzulegen, das machte mich völlig Baff, hätte ich nicht gedacht. Gerne hätte ich ausführlicher Dawn begleitet, wenn sie auf Informationsrunde ging, um irgendetwas herauszufinden. Da hätte ich echt mehr sehen wollen. Aber es wurde richtig gut rübergebracht, den Stil, den Glamour, die Athmosphäre, die Gefahr im Verzug.

Es gab immer wieder Spannungsteile, welche eingeflossen sind, um alle auf Zack zu halten, um vorwärts zu kommen. Bei einigen ging es mir echt schnell, da wäre ich gerne länger verweilt, oder die Gefahr noch mehr eingebaut. Der Roman hat mir ganz gut gefallen, er war sehr interessant und fesselnd, Dawn hat mir besser gefallen als Gabriel, doch beide hatten ihren ganz eigenen Charme und Eigenheiten. Die Liebesgeschichte und der Spannungsteil haben sich gut ausbalanciert, das fand ich gut, wenn ich gerne auch die Spannung etwas mehr hervorgehoben gehabt hätte. Es war alle sehr emotional und interessant geschrieben, doch trotzdem hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, sodass ich mitgefiebert hätte. Das ist bei mir leider nicht so angekommen, aber ansonsten war es ein ausgezeichneter Roman, welcher mir tolle Lesestunden bereitet hat. Ich freue mich auf den zweiten Band und bin gespannt, was einen hier erwarten wird.

Veröffentlicht am 01.06.2026

Eine faszinierende Welt voller Mythen und Monster!

Anathema
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„Anathema“ ist der erste Band der „Eating Woods“ Reihe der Autorin Keri Lake, und für mich das erste Buch der Autorin, also war ich gespannt was mich erwarten würde. Das Cover ist traumhaft schön und ein ...

„Anathema“ ist der erste Band der „Eating Woods“ Reihe der Autorin Keri Lake, und für mich das erste Buch der Autorin, also war ich gespannt was mich erwarten würde. Das Cover ist traumhaft schön und ein solches Highlight, dass alleine dieses mich schon überzeugt hat, den Roman haben zu wollen. Es passt perfekt in diese Welt, voll Düsternis, mystischem Treiben und diesem Gefühl der Eindringlichkeit, der erdrückenden Stimmung in der Nähe der Eating Woods zu sein.



Das Buch wird aus der Sicht von Maevyth erzählt, es ist ein Fantasy-Epos mit großem Slow Burn. Am Anfang erhalten wir ein unglaublich großes Glossar, Glyphen, Erklärungen, welche ich mir zwar durchgelesen habe, das meiste aber im Buch selbst zusammengereimt und erklärt bekommen haben. Ich habe ehrlich gesagt weniger darauf zurückgegriffen als erwartet. Man bekommt viel Input und muss sich erst zurechtfinden, doch mit der Zeit kommt man rein, diese vielen neuen Dinge, Monster, Namen und sonst noch alles, zu verstehen. Der Schreibstil war flüssig, ich kam sehr gut voran, alles wurde wunderbar erklärt, ohne dass man zu viel im Glossar suchen musste.



In diesem Roman geht es nun um Maevyth, welcher man nachsagt, dass sie verflucht sei, wie der Wald an dem sie wohnt. Durch ein tragisches Ereignis wird sie in diesen Wald getrieben und muss sich durch sein düsteres Labyrinth wagen, denn wer einmal diese „Eating Woods“ betritt, kehrt nie wieder zurück. Gerettet wird sie von Zevander, den tödlichsten Assassinen des Königs von Aethyria. Gemeinsam müssen sie einen Weg finden zu überleben und zusammen zu arbeiten, denn er braucht Maevyth, um einen Fluch zu lösen. Doch es gibt noch andere Kräfte, noch andere Kreaturen, welche sich wieder hervortun und der Kampf scheint noch wichtiger zu sein, als bisher angenommen.



Das Buch lässt sich sehr viel Zeit um in diese Welt einzutauchen, was einerseits ausgezeichnet ist, denn so lernt man sehr viel und einiges, ohne zu hetzen, andererseits kann es sich etwas in die Länge ziehen, ohne etwas Großes beizusteuern oder viel Action zu haben. Es war ein guter Roman, welcher sehr faszinierend und mit neuer Magie aufwarten konnte. Die Protagonisten wurden allen viel Zeit gewidmet und man konnte einiges zu deren Persönlichkeit erfahren. Einige waren einfach nur ekelhaft und grausam, andere waren absolut gehässig und gemein, weil sie sich mehr vom Leben erhofft haben, welches ihnen auch zustehen sollte. Wieder andere, wie Maevyths Schwester sind eine fröhliche, aufgeputschte junge Frau, welche sehr naiv durchs Leben geht und Schreckliches heraufbeschwört. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, jeder eine eigene, andere Geschichte, sehr mitreißend, einfach toll.



Maevyth war und ist schon immer eine aufsässige Person, welche sich nicht damit zufrieden gibt, an nur einen Gott zu glauben, und dies alles so hinzunehmen, was andere sagen. So hat sie auch einige Bestrafungen erlangt. Sie ist mutig, aufopferungsvoll und denkt immerzu an ihre Schwester. Bei ihr hätte ich gerne gesehen, nachdem sie auf Zevander trifft, dass sie mehr Fragen stellt. Sie ist doch sonst nicht so, und auf einmal nimmt sie alles so hin, und stellt – einfach – keine – Fragen! Ich war verwirrt. Wenn ich in so eine Welt hineinbefördert worden wäre, ich hätte die zu Tode befragt, was hier denn so abgeht. Aber sie nimmt alles so gelassen hin, und nimmt das Meiste so an, wie es ist und lässt alles ihren Lauf. Das hat mich ehrlich echt gestört.



Zevander musste schon seit er ein Baby ist einiges durchmachen, das erfährt man im Prolog. Er hatte nie eine andere Möglichkeit, als schlussendlich für den König zu „arbeiten“, was mit ihm passiert ist, war schon echt krass. Kein Wunder, dass er nach einer Möglichkeit sucht, seinen Fluch zu brechen. Er wirkt dabei immer wie der kaltschnäuzigste Mitkerl, aber eigentlich hat er ein Herz aus Gold. Er würde alles für seine Schwester geben und beschützt sie, genauso wie er seinem Bruder helfen will. Diese Familie hat echt in den Topf mit Scheie gegriffen, so viel Pech und Ungerechtigkeiten ihnen widerfahren ist, einfach deprimierend und erschreckend.



Der Klappentext lässt implizieren, dass die beiden sich in den „Eating Woods“ das erste Mal treffen und sich dort längere Zeit aufhalten. Tja, nun, das ist komplett gelogen. Sie treffen sich wo anders, und die „Eating Woods“ sind eher ein Schauermärchen und man bleibt nicht lange in Ihnen, was ich wirklich sehr sehr schade fand. Denn diese sind wirklich faszinierend und interessant, da hätte ich gerne mehr Zeit verbracht. Vielleicht werden wir in den kommenden Bänden mehr davon zu sehen bekommen, doch hier verbringt man gefühlt einen Wimpernschlag und schon ist alles vorbei. Wir bekommen nur außerhalb des Waldes etwas mehr zu sehen, was mich einfach neugierig auf diesen Wald macht.



Die meiste Zeit verbringen wir in Zevanders Refugium, in denen Maevyth trainiert wird. Diese Zeit zieht sich für mich ein wenig, wird aber trotzdem sehr gut in die Geschichte eingebaut, was dort alles so passiert. Die Story rund um Zevander und Maevyth nimmt einen sehr langsamen Verlauf, bis die beiden sowieso das erste Mal aufeinander treffen ist echt schon viel Lesezeit vergangen. Die beidem haben sofort diese Chemie, und Verbundenheit, welche Zevander sehr verwirrt und etwas für seine ruppige und abweisende Art verantwortlich ist. Maevyth sorgt sich eigentlich nur um ihre Schwester, aber sie versteht warum sie hierbleiben muss und sie ist auch komplett fasziniert von Zevander. Ich fand diese langsame Annäherung der beiden echt super und authentisch.



Der Roman war echt eine interessante Erfahrung, viel neue Magie, viele Mysterien und einige Geheimnisse machen alles sehr viel interessanter und aufregender. Es gab ein paar Längen innerhalb des Buches, welche aber durch anderes wettgemacht wurden und gerne hätte ich mehr Zeit in den „Eating Woods“ verbracht. Ein guter Auftakt, welcher mich neugierig macht, was da sonst noch kommt, denn dieses Ende habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aber es scheint spannend zu werden und vielleicht löst man schon ein paar Mysterien.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Spannungskurve sinkt deutlich...

Within his Hold
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„Within his hold“ ist nun der zweite abschließende Band der „Falcon Dynasty“ Dilogie der Autorin Mica Healand und wir setzen genau da an, wo man aufgehört hat. Neomi hat ihr Geheimnis preisgegeben und ...

„Within his hold“ ist nun der zweite abschließende Band der „Falcon Dynasty“ Dilogie der Autorin Mica Healand und wir setzen genau da an, wo man aufgehört hat. Neomi hat ihr Geheimnis preisgegeben und alle sind sprachlos. Wem kann sie jetzt noch vertrauen, und wo führt alles hin?

Irgendwie habe ich von diesem zweiten Teil erwartet, dass es erdrückend zugehen würde, dass Neomi sich gar nichts mehr sicher ist, dass sie angst und bange ist, dass sie um ihr Leben fürchtet, sich sicher ist, dass ihr letztes Stündchen geschlagen hat, eben eine beklemmende Atmosphäre, in der sie nicht weiß, was kommt und ihr Leben an einem seidenen Faden hängt.

Nun ja, es ist eher so, dass der Ort an dem sie gebracht wird, für sie zu einem Safe Space wird. Alles schön und gut, wenigstens wurde es nicht die Befürchtung zu einem bestimmten Trope nach dem Ende des letzten Bandes. Es geht eher so Richtung Found Family. Und Neomi ist total verwirrt, denn mal ehrlich, sie erwartet das Schlimmste und auf einmal, sind gefühlt alle auf ihrer Seite. Da kann man schon mal irritiert sein und ein Schleudertrauma davon haben.

Ich für meinen Teil fand dies alles wunderbar gemacht und dargestellt, die Annäherungen zu dem Team fand ich toll gemacht. Nur war es auch leider echt langweilig. Ich habe mir echt mehr Action und Aufregung erwartet. Mehrere Showdowns, in dem man wiederum um sein Leben fürchten muss. Aber das bekamen wir erst im letzten Viertel zu sehen. Davor geschieht praktisch nichts Spannendes.

Keine Frage, der Aufbau dieser Found Family war wie gesagt sehr gut, Emily habe ich jedenfalls in Herz geschlossen und auch Case ist zu einem lieben Freund geworden. Bowie ist eher der ruhige Typ, aber er ist auch immer für Neomi da, gibt ihr Halt. Es ist einfach seltsam, von dieser „Jagd“ hinab zu diesem Safe Space, wo nicht viel passiert, außer, dass sich Neomi erholt und versucht stärker zu werden, in dem sie mit den anderen trainiert. Es wurde einfach eine Stufe runtergefahren und es geht alles gemächlich zu.

Die Beziehung zwischen Neomi und Connor hat einen Dämpfer erhalten und pausiert zwischenzeitlich, aber die Anziehung ist definitiv da, nur müsse sie mal reden und alles auf den Tisch hauen. Denn hätte Connor früher mal was gesagt, wäre es gar nicht so eskaliert. Die beiden ergeben noch immer eine ziemlich explosive Mischung und passen gut zusammen, die Chemie hat auf jedenfall gestimmt, fand ich toll.

Leider war das ganze Buch in diesem Trott und dadurch recht öde, ich habe mir Spannung und Action gewünscht, ein Aufeinandertreffen der Beteiligten etwas früher, und nicht erst ganz zum Schluss hin. Das war mir da eindeutig zu wenig. Es war einfach so lala und das fand ich wirklich schade, denn der erste Band war wirklich richtig gut in dieser Beziehung. Es konnte mich begeistern und es war aufregend. Hier hat alles deutlich mehrere Gänge zurückgeschaltet und dadurch jede Menge Spannung weggenommen. Die Beziehungen untereinander wurden gut dargestellt, die Chemie zwischen Neomi und Connor top, aber die Spannungskurve eher mäh. Leider.