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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2019

Ein entzückender, lieber und herzlicher kleiner Band!

No Sweeter Love
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“No Sweeter Love” ist der schon dritte Band der „Sweeter in the City” Reihe von Olivia Miles. In kurzen ca. 140 Seiten bekommen wir die Geschichte von Claire und ihrem besten Freund Ethan zu lesen. Wieder ...

“No Sweeter Love” ist der schon dritte Band der „Sweeter in the City” Reihe von Olivia Miles. In kurzen ca. 140 Seiten bekommen wir die Geschichte von Claire und ihrem besten Freund Ethan zu lesen. Wieder einmal eine sehr kurzweilige Story, man kommt rasch hindurch, locker und leicht und ist einfach ein schöner kleiner Band für zwischendurch.

Claire ist am Boden zerstört, wurde sie von ihrem Verlobten verlassen. Für ihn hatte sie ihren Job aufgegeben, ihre Wohnung gekündigt, um woanders hinzuziehen. Gemeinsam. Jetzt lebt sie bei ihrer Cousine Hailey, und hat einen Job bei einem Juwelier. Seit drei Tagen, und Oh weh, wenn trifft sie da? Ihren Ex, welcher einen Verlobungsring abholt. Dabei war ihre Trennung erst dreieinhalb Monate her! So ein Ar***!

Doch Trost findet sie wie immer bei ihrem allerbesten und attraktiven Freund Ethan. Dieser ist zwar als Frauenheld verschrien, doch zu ihr ist er immer gut. Zur Ablenkung nimmt er sie mit auf eine Familienhochzeit. Claire weiß aber nicht, dass er seiner Familie sagte, dass er seine feste Freundin mitbringt. Um ihm zu helfen, lässt sie sich schließlich darauf ein. Aber je länger die beiden etwas vorspielen, desto deutlicher spüren sie, dass da mehr ist. Aber können sie sich ihre Gefühle gestehen, oder wird das ihre Freundschaft zerstören?

Die beiden sind echt liebe und tolle Persönlichkeiten, jeder hat seine eigenen Probleme und Ängste. Ethan ist ein sehr charmanter junger Mann, der klipp und klar sagt, dass er nicht mehr will, er macht keine Versprechungen, bricht aber immer wieder unabsichtlich den Frauen das Herz. Bei ihm ist irgendetwas in der Vergangenheit geschehen, was ihn so machte, doch dies erfährt man erst mit der Zeit. Dadurch ist er jedenfalls sehr vorsichtig und zurückhaltend geworden. Man kann ihn verstehen, dass er sein Herz verschlossen hat, doch er muss auch Vertrauen fassen. Er ist aber ein ziemlich toller Mann, ist immer für Claire da und muntert sie auf.

Claire ist zurzeit am Boden, muss noch über ihren Ex hinwegkommen. Gar nicht so leicht. Dann hat sie auch noch Probleme mit dem Job. Sie ist gerade sehr angespannt und sensibel. Doch sie ist eine sehr herzliche, natürliche und liebe Frau, welche ich vollkommen verstehen kann und mit ihr mitfühle. Sie ist eine humorvolle, freundliche, und früher eine unbeschwerte, lebenslustige Person gewesen. Mit Ethan findet sie wieder etwas dahin zurück.

Ethans Familie ist schon eine Sache für sich. Alle hacken auf ihm rum, doch lieben sie ihn auch vom ganzen Herzen. Für ihn ist es nicht so leicht, fühlt sich auch missverstanden und ärgert sich ziemlich über die Sachen, welche sie erzählen. Mehr erfährt man über Laura, seine Mutter und auch von Amelia, welche noch in Claires Leben eine Rolle spielen wird. Laura ist eine liebe Person, welche nur ihre Kinder beisammen haben will, steht manchmal mit Rat und Tat zur Seite. Amalie hat eine Trennung hinter sich und versucht noch herauszufinden, was sie machen soll, doch zum Schluss hin, bekommt sie eine Chance.

Die Geschichte war eine süße, lustige kleine Story für zwischendurch. Es ging doch auch langsam voran, dass die beiden etwas anderes in sich sehen, als nur Freunde. Doch das fand ich ganz gut so. Sie stürzten sich nicht gleich aufeinander, sondern gingen es langsam an, fragten sich, ob dies überhaupt funktionieren würde. Ein kleines Problem wurde hier wieder eingeführt, was denn sonst. Für mich hat Claire da ein wenig übertrieben, aber naja, kann man trotzdem so sehen wie sie.

Ich fand es auf jedenfall entzückend, witzig und interessant. Leicht bin ich durch die Geschichte gekommen und war schnell fertig. Ein liebevoller, schöner und gefühlvoller Band.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Eine coole Story, gefährlich, spannend, heiß!

Becoming Bad Boy
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„Becoming Bad Boy“ ist der dritte Band der “St. Clairs” Reihe von Adele Mann und dieses Mal geht es um den jungen Jamie St Clair. Das Cover ist wieder toll, schöner als bei Band eins, doch mir gefällt ...

„Becoming Bad Boy“ ist der dritte Band der “St. Clairs” Reihe von Adele Mann und dieses Mal geht es um den jungen Jamie St Clair. Das Cover ist wieder toll, schöner als bei Band eins, doch mir gefällt noch immer das zweite Cover am besten. Trotzdem ist dieses auch sehr hübsch gestaltet. Der Schreibstil war wie zu erwarten klasse, sehr schnell zu lesen und locker.

Jamie trifft in einer Oben-Ohne-Bar auf eine Frau, welche er schon in der High-School kannte und schon damals für sie schwärmte. Lexie will ein Netz dreckiger Cops zu Fall bringen, welches ihrem Vater zum Verhängnis wurde, und ist daher Undercover unterwegs. Doch als der frischgebacken ausgebildete Jamie sie antrifft, droht ihre Tarnung aufzufliegen. Notgedrungen weihen sie Jamie in den Plan ein und dieser soll nun für die Interne arbeiten und vorgeben ein korrupter Cop zu sein.

Doch das ist gar nicht so einfach wie gedacht, denn Jamie ist ein mustergültiger Pfadfinder und immer nur auf der guten Seite. Lexie soll ihn zu einem Bad Boy machen und vorgeben seine Freundin zu sein. Dabei prickelt es gewaltig zwischen den Beiden und es wird schwieriger zwischen Tarnung und echten Gefühlen zu unterscheiden. Auf der Suche nach dem Verantwortlichen geraten Lexie und Jamie in große Gefahr…

Schon am Anfang erfährt man, dass etwas Schlimmes in dieser Stadt umgeht, wurde Lexies Vater doch damit hineingezogen und wurde auch dafür umgebracht. Lexie ist auf einem Kreuzzug, der sie tief in diese Welt hineinbringt. Sie ist eine äußerts taffe junge Frau, welche niemandem leicht vertraut, eigentlich fast nie. Sie hat gelernt für sich zu leben und sich voll auf ihren Kreuzzug zu konzentrieren. Doch dann taucht Jamie auf und ihre Gefühlswelt gerät ins Wanken. Man merkt, dass ihr dies alles an die Nieren geht, sie sich selbst für manches schämt, doch einfach nicht aufgeben wird. Sie ist ein toller Cop, doch stellt sie ihr Leben komplett hinten an, vergisst es fast meistens. Sie lebt nur für diesen Fall. Doch das ädert sich, denn diese Gefühle für Jamie gehen nicht einfach von alleine weg, sondern sie mag ihn, hat Angst um ihn und möchte sich um ihn kümmern.

Denn Jamie fällt dies alles nicht leicht. Er ist ein anständiger junger Mann, der immer auf der guten Seite steht und immer alles richtig machen will. Doch dieser Fall bringt ihn an seine Grenzen, denn er muss über seinen Schatten springen und schreckliche Dinge tun, welche er verabscheut. Es gibt ihm nicht gut dabei, aber Lexie ist da für ihn da. Er kann nicht gut lügen, doch er macht es, auch seine Familie lügt er an, welches ihm überhaupt nicht gefällt. Trotzdem ist er ein starker und mutiger Mann, der alles für den Job gibt, denn das ist das was er immer machen wollte. Anderen zu helfen, und bei Lexie konnte er schon gar nicht nein sagen. Sie geht ihm unter die Haut. Er ist richtig lieb, beschützerisch und ein toller Kerl, der mir wirklich von Anfang an sympathisch war. Ich litt mit ihm, wenn er etwas machen musste, was er nicht wollte. Vor allem dieser eine Moment, das hätte ihn fast zerbrochen. Der arme Mann.

Die Geschichte selbst war sehr spannend, prickelnd und gefährlich. Lexie sollte aus Jaime einen Bad Boy machen und ich fand, dass man es ihm da zu leicht gemacht hat, ich hätte da gerne etwas deutlicher gesehen, wie er sich abmüht. Er war zwar nervös, bekam dies aber auch ziemlich schnell hin, was ein wenig enttäuschend war, denn dies hätte ein gutes Potenzial zu lustigen Momenten haben können. Aber es war auch so okay.

Es war sehr fesselnd und heiß, aufregend und interessant. Mit hat die Story sehr gut gefallen, die beiden hatten eine tolle Chemie zusammen und das merkte man sofort. Es war eine coole Geschichte, emotional, berauschend, hot und andere Personen waren sehr schleimig und böse.

Ich muss noch sagen, dass der Epilog mal zum Schießen komisch war, ich habe mich halb kaputtgelacht. War zu witzig. Ist aber schön zu sehen, dass alles gut läuft. Mir hat das Buch sehr gefallen und freue mich auf weitere!

Veröffentlicht am 02.08.2019

Gefahrenvoll, spannend, aufregend! Ein toller Roman, sehr gefühlvoll und schön!

Lotus House - Endlose Liebe (Die Lotus House-Serie 4)
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Im vierten Band „Endlose Liebe“ der „Lotus House“ Reihe von Audrey Carlan geht es jetzt nun um Monet (Moe), welche man im vorherigen Band schon kennengelernt und liebgewonnen hat. Man hatte schon eine ...

Im vierten Band „Endlose Liebe“ der „Lotus House“ Reihe von Audrey Carlan geht es jetzt nun um Monet (Moe), welche man im vorherigen Band schon kennengelernt und liebgewonnen hat. Man hatte schon eine gewisse Problematik mit Clayton angeregt und nun erfahren wir ihre Geschichte.

Als Moe von ihrem Ehemann verlassen wird ist sie am Boden zerstört, doch mithilfe ihrer Tochter Lily und ihren Freunden kämpft sie sich zurück ins Leben. Doch dann passiert etwas Schreckliches, welches ihr erneut den Boden unter den Füßen wegzieht und sie droht endgültig unterzugehen.

Aber dann taucht Clay auf, welcher sich vor einem Jahr so seltsam verhalten hat, und reicht ihr die Hand um ihr zu Helfen. Sie kann dem Mann mit den tiefblauen Augen und muskulösem Körper nicht widerstehen, aber kann sie ihm auch einen Platz in ihrer kleinen Welt und ihrem Herzen schaffen? Nach allem, was geschehen ist?

Wow, was hier in diesem Band abgeht hatte ich so gar nicht erwartet. Es geht in die sehr gefährliche Schiene mit einem grauenerregenden Ex und einer Schlange von Schwester. Ich litt so mit Moe mit, die Arme musste da echt etwas durchmachen! Ich hätte diesem „Ar***“ gerne selbst in den Hintern getreten.

Moe jedenfalls habe ich schon im letzten Band liebgewonnen und sie hat eindeutig nichts verdient, was ihr Ex ihr angetan hat. Sie musste so viel über sich ergehen lassen. Zerbricht beinahe daran. Doch sie ist auch eine Kämpferin und gibt nicht so leicht auf. Vor allem, wenn sie solche Freunde an ihrer Seite hat, welche sich für sie einsetzen und immer für sie da sind. Einfach großartig. Moe ist eine äußerst herzliche, natürliche, hart arbeitende – wirklich sie kann nie Ruhe geben – Person, welche einem sofort sympathisch ist. Sie hat selbst ihre Komplexe und nach dieser Sache ist es noch schlimmer. Sie hat Durchhaltevermögen, ist klug, ehrgeizig und äußerst großzügig. Dazu noch eine wundervolle Mutter, welche nur das Wohl ihrer Tochter am Herzen liegt. Wie kann man sie nicht mögen und mit ihr leiden? Sie war mir sofort sympathisch.

Clay ist eine Riesen Stütze für Moe und das fand ich einfach so klasse. Denn vor einem Jahr hat es so ausgesehen als würde er mit Lily gar nichts zu tun haben wollen. Doch der Schein trügt, er hat in der Vergangenheit etwas durchgemacht, welches ihn hat vorsichtig werden hat lassen und er dann gleich auf Abwehr geht. Aber eigentlich will er so unbedingt eine Familie. Das fand ich so süß. Er ist einfach ein toller Kerl, kann prima mit Lily umgehen, macht Moes leben etwas einfacher. Er ist immer für die beiden da und geht auch nicht mehr weg. Das hat er klar und deutlich gemacht. Also direkt, ehrlich und geduldig. Der Mann ist absolut klasse, ein lieber und aufopferungsvoller Mann, der auch noch atemberaubend Kochen kann. Was gibt es mehr?

Die anderen Freunde von Moe sind auch alle zusammen ein klasse Haufen, denn jeder ist sofort für sie da, wenn sie etwas braucht. Vor allem Mila und Atlas sind für sie da, sozusagen schon Familienmitglieder. Doch auch alle anderen sind da und das fand ich einfach toll.

Die Story selbst war sehr spannend und interessant, da es sehr in die gefahrenvolle Schiene gegangen ist. Ihr Ex war immer hinter ihr her, es gab Probleme, dann noch auch etwas mit Moes Schwester – wo ich gleich wusste, was Sache war. Aber immer war Clay für Moe da und das war einfach schön. Man verfolgte mit, wie sich die beiden annäherten, sich aufeinander einließen und etwas Tolles daraus machten. Auch wenn Moe einmal Zweifel kamen, hat Clay diese einfach beiseite gewischt und diese aufgelöst, sodass sie mehr Vertrauen hatte. Clay war ihr Fels in der Brandung.

Ich kann einfach nur sagen, dass dieser Band wirklich fesselnd war und spannend. Man lebte in der ständigen Angst, das gleich noch etwas passieren würde, was Moe und Lily schaden könnte. Es war grauenvoll mitzuerleben, was man denn alles für das liebe Geld machen würde und ist einfach furchtbar. Moe lebte halb in Angst, halb in Glück, denn Clay macht diese Zeit zu etwas Besonderem.

Also gibt es nicht nur schlechte Tage, sondern es gab auch Freude, Liebe und Freundschaft. Ich fand dieses Buch echt toll, klasse gemacht, sehr gefühlvoll und emotional. Auch gefährlich und aufregend und schön. Eine wirklich klasse Fortsetzung mit zum Schluss einer großen und echt wundervollen Überraschung!

Veröffentlicht am 19.07.2019

Bin recht zwiegespalten! Gossip Girl a la 19. Jhdt.? Ginge besser!

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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„Scandal“ ist der erste Band der „Prinzessinnen von New York Reihe“ der Autorin Anna Godbersen und ist eine Neuauflage der Bücher aus 2008. Es werden insgesamt vier Bücher erscheinen, in denen es um die ...

„Scandal“ ist der erste Band der „Prinzessinnen von New York Reihe“ der Autorin Anna Godbersen und ist eine Neuauflage der Bücher aus 2008. Es werden insgesamt vier Bücher erscheinen, in denen es um die High Society der Gesellschaft geht, welches im Jahre 1899 spielt. Das Cover finde ich wunderschön, das Kleid ist der Hammer, doch passt es auch gar nicht wirklich zu dieser damaligen Zeit. Es ist viel zu modern und da hätte ich eher gedacht, dass es in der heutigen Zeit spielt und nicht 1899. Das Buch wird auch als New Adult eingestuft, was man gut und gerne machen kann, doch dann würde ich auch auf das Genre History Romance verweisen. Für manche sind solche historischen Romane nichts, auch ich war da ziemlich überrascht, doch ich mag solche Zeiten aber auch, also war das auch kein Problem für mich.

In dem Buch geht es um die Schwestern Elizabeth und Diana Holland, welche sich gegenseitig nicht mehr besonders nahestehen. Beide leben in einer Welt aus Luxus und Vergnügen, aber auch Verrat und Intrigen. Ein Skandal könnte den Ausschluss aus der Gesellschaft bedeuten. Dann erfahren die beiden von ihrer Mutter, dass sie ihr Familienvermögen verloren haben und reich heiraten müssen. Jede nimmt diese Information anders auf.

Elizabeth soll den begehrtesten Erben der Stadt heiraten, nämlich den Dandy Henry Shoonmaker. Doch sie muss auch befürchten, dass ihr eigenes kleines Geheimnis ans Licht kommt. Sie liebt nämlich den mittellosen Will und sie würde damit nicht nur ihre, sondern auch die Zukunft der ganzen Familie aufs Spiel setzen. Ist die Liebe zu Will dies alles wert? Sie muss selbst herausfinden, was sie möchte und sich von ihrem Leben erträumt…

Ich muss sagen, dass mich dieses Buch recht zwiegespalten zurückgelassen hat. Einerseits liebe ich solche Geschichten in den damaligen Zeiten, aber auch nur wenn sie wirklich gut gemacht sind und man tatsächlich in diese Welt eintauchen kann. Hier hatte ich nicht ganz das Gefühl, mir kam es so vor, als würde man einfach sagen, dass man in dieser Zeit spielte, doch es sehr modern wirkte und dieses Flair nicht bei mir ankam. Dazu kommt auch noch, dass das Buch sich nicht nur um Elizabeth dreht, wie ich anfänglich dachte, sondern es werden die Geschichten von gleich fünf verschiedenen Personen erzählt. Ich dachte, dass jeder ein eigenes Buch erhält, doch die Story ist wohl fortlaufend. Es stört mich nicht ganz so, ich lese gerne aus mehreren Sichten, doch ich hatte das Gefühl, dass hier keine wirkliche Spannung auftauchte und jeder bekam nur so wenig Zeit um sich ins „rechte Licht“ zu rücken.

Ich dachte ja wirklich, dass man mehr von dieser geheimen Beziehung zwischen Will und Liz sehen wird, aber das einzige was wir da zu sehen bekommen, sind glaube ich mal drei Abende und sonst wird Will auch nur ein wenig eingeschoben, als würde man denken, hey da war ja noch Will, den müssen wir mal einbauen. Ich fand das hier richtig schade. Will konnte ich so also nicht recht einschätzen. Er wirkt wie ein junger Mann, der sehr unsicher ist, doch sein Glück versuchen will. Elizabeth dagegen ist die brave Unschuld vom Lande. Sie besteht nur aus Anstand und gutem Benehmen, ist die mustergültige Tochter. Sie wirkt etwas farblos. Sehr naiv, unentschlossen und auch leider sehr arrogant und eingebildet. Liz ist aber auch immer hilfsbereit und ist immer zur Stelle, doch dadurch nimmt sie sich selbst zurück. Dabei geht sie aber mit einer solchen Entschlossenheit ans Werk, dass ich manchmal dachte, geht es denn noch? Ich kann sie nicht genau beschreiben, aber wie gesagt, sie war mir zu blass in meinen Augen und zu schwankend in ihren Gedanken. Kurz muss ich noch dazu sagen, dass mir der Prolog schon wirklich alles sagte, wie das Buch für Liz vermutlich enden wird, das wusste ich sofort und das fand ich ein wenig schade, denn so war ein wenig diese Erwartung und dieser Spannungsbogen weg. Leider.

Bei Diana geht es da mit der Liebe doch schneller zugange, obwohl ich es da auch nicht gespürt habe. Diana war zwar hier meine Lieblingsperson, sie ist so offen, sagt was sie denkt und möchte unkonventionell Leben, will frei sein. Diana ist trotzdem ein noch ziemlich Jungspund und ist auch noch leicht wahllos, sie tut was sie will, egal was andere von ihr denken, aber das könnte sie auch einmal in die Pfanne hauen. Trotzdem ist sie ein liebenswürdiger Mensch, welcher einfach nur die Liebe finden und sie selbst sein will. Ich weiß aber zum Besten willen nicht, was sie von Henry will. Der ist nämlich ein Dandy, macht nie etwas selbst, hat keine Verantwortung, ist ein Partylöwe und Taugenichts. Ja, man könnte sagen, dass er durch seinen Vater ziemlich unter Druck steht, doch ich kann in ihm nicht den armen Burschen sehen. Für mich ist er einfach nur ein selbstverliebter Kerl, der mir nicht ganz sympathisch ist, es mit der Zeit aber besser wird.

Zwei andere Personen kann ich gar nicht ausstehen, dass sind zum einen die Geliebte von Henry, Penelope, und das Dienstmädchen von Elizabeth, Lina. Penelope hat die Kunst der Intrige wie ein Schwamm aufgesaugt. Nach außen hin ist sie die wundervolle Freundin von Liz, welche mit ihr durch dick und dünn, geht, aber hinterrücks ist sie die größte Schlange, welche ich je gesehen habe. Ich kann sie einfach nicht ausstehen, immer muss alles nach ihrem Willen gehen und wenn dies nicht geschieht, hilft sie einfach nach. Die klassische Böse eben. Lina ist nicht ganz so schlimm, doch ihre Wut gärt im Inneren wie ein kleiner Vulkan, der nur darauf wartet auszubrechen. Am Anfang konnte ich sie noch ausstehen, doch das verschwand auch wieder schnell und sie wurde einfach nur zu einer rachsüchtigen Person.

Nun, man kann jetzt nicht sagen, dass ich die Charaktere in dem Buch recht gerne habe, dazu waren sie mir zu unausgereift und es waren zu viele Sichten auf einmal. Für dieses Buch. Vielleicht wird es durch die drei anderen Bücher besser werden, wer weiß. Das Buch selbst war nicht ganz so spannend wie erhofft, ja es gab Intrigen, Drama, Liebschaften und so weiter, doch es passierte dann doch nicht so viel. Es wurde immer zu oft von einer Sicht zur nächsten gewechselt und keiner bekam im ersten Band richtig die Chance zu glänzen. Trotzdem, und jetzt kommt das andererseits, konnte ich dann doch nicht aufhören zu lesen. Ich weiß auch nicht. Gerne will ich wissen, wie es mit Will und Liz weitergeht, ob Penelope das bekommt, was sie haben will. Tut mir leid – ich habe mich schon selbst gespoilert, als ich mir die anderen Cover und Beschreibungen angesehen habe – macht es nicht, falls ihr es spannend halten wollt. Und nun bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob ich die weiteren Bände noch lesen will. Es war nicht der Hit, es gab interessante und witzige Szenen, Frustration und auch emotionale Stellen, doch es war mir zu unausgereift. Wie auch schon oben gesagt, vielleicht sind die Folgenbände ja einfach nur darauf aufgebaut und werden besser, doch dann muss man den Ersten auch so fesselnd gestalten, dass man die nächsten überhaupt lesen möchte.

Nun, ich bin eben zwiegespalten, interessant wäre es schon, was hier noch alles geschieht, doch weiß ich nicht, ob ich sie tatsächlich noch lesen will. Dieses Buch war okay, sag ich mal. Es gibt eindeutig bessere, doch es gibt noch hundertprozentig schlechtere Bücher.

Ich möchte mich auch noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, was meine Meinung jedoch in keinster Wiese beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Eine absolut mitreissende, fesselnde Geschichte mit schwierigem Thema! Ich bin begeistert!

Idol - Gib mir deine Liebe
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Vor einem Schneesturm muss Stella Grey noch unbedingt ihre Vorräte aufstocken und da darf auf keinen Fall ihr Minzeis mit Schokostückchen fehlen. Doch ein Schreck, ein schnuckeliger, attraktiver Typ, welcher ...

Vor einem Schneesturm muss Stella Grey noch unbedingt ihre Vorräte aufstocken und da darf auf keinen Fall ihr Minzeis mit Schokostückchen fehlen. Doch ein Schreck, ein schnuckeliger, attraktiver Typ, welcher ihr zu folgen scheint, klaut ihr die Packung vor der Nase weg. Doch nicht mit ihr, kurzerhand küsst sie ihn, schnappt sich ihr Eis und nichts wie weg!

Stella ahnt nicht, dass der Überrumpelte Kerl niemand anderes ist als John „Jax“ Blackwood, der Sänger und Leadgitarrist der erfolgreichen Rockband „Kill John“. Außerdem entpuppt sich John als ihr neuer Nachbar und lässt ihr Herz jeden Tag höher schlagen…

„Gib mir deine Liebe“ ist der nun schon dritte Band der „Idol“ Reihe der Autorin Kristen Callihan und ich lese immer wieder begeistert ihre Geschichten! In diesem Teil geht es um Jax, welcher schon sehr viel durchgemacht hat seit dem ersten Band und nun erfahren wir, wie es mit ihm weitergeht. Das Cover ist wieder einmal sehr schön gemacht, heiß und cool. Der Schreibstil wie zu erwarten klasse, leicht und schnell zu lesen. Auch die schwierigen Themen hat Kristen Callihan sehr gut umsetzen können. Am Anfang des Buches gibt es gleich eine Anmerkung der Autorin zu Depressionen und Angstzuständen, was ich toll fand und auch zeigte, dass viele verschiedenste Menschen an so etwas leiden können.

Jax, der gute alte, gequälte John. Er hat wirklich viel durchgestanden, doch hatte er es danach besser gehabt? John ist ein richtig lieber Kerl, der im letzten Band einen kleinen Abzug von mir bekommen hat, diesen jetzt aber eindeutig wieder für sich verbuchen konnte. Er hat eine mega Ausstrahlung, ist selbstischer, arrogant, herrisch, welcher immer das bekommt was er will. Doch er ist auch so ein herzlicher, charmanter Mann, auf süße Art nervtötend und lästig und hat diesen eigenartigen makabren Sinn für Humor, der mir sehr gefällt. Man merkt auch, dass John nicht darüber hinweg ist, was geschehen ist, er hat noch immer seine Dämonen und Ängste und öffnet sich nicht so schnell, möchte nicht bemerkt werden. Die Musik ist zwar sein „Heiliger Gral“ doch hat diese ihn auch ein wenig im Stich gelassen, er freut sich nicht mehr ganz so darauf, er hat seine Gefühle versteckt und ist eher taub für alles geworden. Bis Stella auftaucht. Da fängt er wieder an zu leben.

Stella ist eine so sympathische, liebenswürdige und bezaubernde Person. Sie hat auch einiges durchgemacht, vor allem in Hinsicht auf ihre Familie, und glaubt jetzt nicht mehr an die Liebe. Sie ist eine offene, freundliche, hilfsbereite und aufmerksame Frau, welche immer für andere da ist. Sie hat es nicht leicht, vor allem ihr Beruf zehrt sie ein wenig auf, denn durch diesen merkt sie erst recht, wie einsam sie eigentlich ist. Sie vertraut nicht leicht oder fast gar nicht, doch sie ist trotzdem eine so fröhliche und tolle Person. Schon als sie ihm die Meinung wegen ihres Minzeis gesagt hat war ich hin und weg von ihr. Sie ist frech und stur, ist sich ihrer selbst aber immer unsicher. Aber mit der Zeit wird es besser. Sie ist einfach eine klasse Persönlichkeit, welche total natürlich ist, ihre Fehler hat und dadurch mega sympathisch ist.

Wir bekommen auch wieder mehr von den anderen Bandmitgliedern mit. Whip ist ein kleiner Teufel mit dem Gesicht eines Unschuldsengels, welcher absolut witzig und toll ist. Rye streitet sich mit Brenna – zu lustig und auch süß, wir werden bald mehr wissen. Killian und Libby sind auf Urlaub, doch auch beide bekommen ihren „Einsatz“. Scottie und Sophie sind einfach zu goldig, vor allem der kleine Felix ist zuckersüß. Scottie ist auch für Jax da und hilft ihm hie und da. Die Frauen tun sich mal zusammen und nehmen Stella unter ihre Fittiche, einfach toll, dass sie sich so um Stella kümmern. Dann gibt es auch noch eine süße alte Dame, welche zwar nicht allzu oft vorkommt, doch viel dazu beiträgt, den beiden zu helfen. Sie ist eine tolle Persönlichkeit und war total lieb.

Die Geschichte selbst war sehr schön, schwierig mit dem Thema von Jax, doch so super dargestellt. Die Probleme, die Ängste, die noch vorhandenen Depressionen super integriert. Stella und John haben immer so tolle, süße und freche Dialoge, sie die trotzige, er der selbstsichere Kerl. Ich fand die zwei immer total niedlich zusammen. Schlimm waren immer Johns Fettnäpfchen in denen er getreten ist, er hat da mal ziemlich blöde Anschuldigungen gemacht. Oh Mann, ich hätte ihn mal einen Kopf kürzer gemacht. Doch Stella lässt eh nichts auf sich sitzen und sagt ihm auch gleich die Meinung. Ich finde die beiden passen wirklich so gut zusammen, doch des Öfteren steht ihnen etwas im Weg.

Einen Part, welcher zwischenzeitlich auftauchte, hätte meiner Meinung nach ein wenig mehr Drama verdient oder ein größeres Problem sein können, das wurde ein wenig zu schnell abgehandelt, doch es war so auch gut. Das viel größere Problem war doch irgendwie zu erwarten, aber das passte schon, es war toll gearbeitet und mit vielen Emotionen versetzt.

Mir hat das Buch wieder außerordentlich gut gefallen, sehr gefühlvoll, witzig, frech, geistreich und fesselnd. Es kamen Ängste, Schmerz und Frustration auf, doch es gab immer diese Fröhlichkeit darin. „Gib mir deine Liebe“ war sehr unterhaltsam, schön, prickelnd, auch überraschend und vor allem ein sehr, sehr schöner Roman. Immer wieder lese ich gerne die Bücher von Kristen Callihan und kann es gar nicht erwarten, mehr von der Autorin zu lesen! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Hiermit möchte ich mich auch noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde!